Ratgeberübersicht
  1. Wie erkenne ich gute Mausefallen?
  2. Was für unterschiedliche Mausefallen gibt es?
  3. Welche Mausefalle passt zu mir?
  4. Welche Mausefallen sind laut Tests am besten?
  5. Was kosten Mausefallen?
  6. Wie lautet das Fazit für Mausefallen?

Mäuseköttel in der Nähe der Fußleisten, raschelnde Geräusche in der Nacht und angenagte Lebensmittel sind untrügliche Anzeichen für die Anwesenheit von Mäusen. Meist sind diese ungebetenen Mitbewohner jedoch nicht erwünscht, daher greifen viele Menschen zu den bewährten Mausefallen.

Im Test: Detailansicht von mehreren durcheinander liegenden Mausefallen aus Holz.

Ein gutes Produkt sollte zuverlässig auslösen und die Maus fangen. Auf dem Markt sind Tötungs- und Lebendfallen zu finden, Sie können Schlagfallen, Elektrofallen oder Lebendfallen kaufen. Wenn Sie eine zuverlässige Mausefalle suchen, sollten Sie auf Faktoren wie Variante, Tierschutzgesetz-Konformität, Maße, Material und Hygiene achten. In diesem Kaufratgeber erfahren Sie, welche Varianten es gibt und was Sie beim Kauf beachten sollten.

Wie erkenne ich gute Mausefallen?

Lassen Sie sich von niedlichen Knopfaugen und dem putzigen Aussehen nicht täuschen. Mäuse sind Schädlinge. Sie beschädigen die Einrichtung, fressen Lebensmittel an und verursachen Schmutz. Außerdem besteht die Gefahr, dass Ihre ungebetenen Mitbewohner Krankheiten wie das Hantavirus, Morbus Weil (verursacht durch Leptospira-Bakterien) oder Typhus übertragen.

Mäuse vermehren sich relativ schnell. Bei idealen Bedingungen kann ein einziges Mäusepaar innerhalb eines Jahres bis zu 2.000 Nachkommen zeugen. Reagieren Sie bei den ersten Anzeichen daher möglichst schnell, um eine Mäuseplage in Ihrem Zuhause erfolgreich zu bekämpfen. Was Sie beim Kauf von Mausefallen beachten sollten, zeigt der folgende Überblick.

Variante: Lebend oder tot

Zunächst müssen Sie sich entscheiden, ob Sie Mäuse lebend fangen oder doch besser sofort töten möchten. Entsprechend kaufen Sie eine Schlagfalle oder eine Lebendfalle. Bei beiden Varianten verwenden Sie Köder, um die lästigen Hausgäste in die Falle zu locken.

Tierschutzgesetz-Konformität: Klebefallen sind nicht zulässig

Teilweise sind auch Klebefallen erhältlich. Diese Fallen sollten Sie jedoch keinesfalls verwenden, da sie in Deutschland nicht zulässig sind. Meist führt eine als Lebend-Mäuse- oder Rattenfalle beworbene Klebefalle zu einem qualvollen Tod des gefangenen Tieres. Diese Produkte verstoßen somit eindeutig gegen das Tierschutzgesetz.

Maße: Klein und kompakt

Die passende Falle sollte eine angemessene Größe aufweisen. Eine Rattenfalle ist beispielsweise für Mäuse zu groß und daher für die deutlich kleineren Mäuse weniger gut geeignet. Schlagfallen sind in der Regel deutlich kleiner als Lebendfallen. Letztere sollten dem lebenden Tier ausreichend Bewegungsfreiheit bieten.

Material: Holz, Kunststoff, Draht

Typische Materialien sind Holz, Kunststoff oder Draht. Der Klassiker besteht aus einem einfachen Holzbrettchen mit einem Schlagbügel aus Metall. Diese Variante ist auch als Kunststoff-Falle erhältlich.

Mausefalle-Test: Ein im Kartonblister verpacktes 2er-Set liegt auf einem Holztisch.

Diese Produkte lassen sich in der Regel reinigen und erneut verwenden. Viele Lebendfallen sind als Drahtkäfig konzipiert, inzwischen gibt es allerdings auch in diesem Bereich praktische Kunststoff-Modelle.

Hygiene: Nur warmes Wasser

Kunststoff-Fallen lassen sich meist leicht reinigen, daher können Sie diese Produkte in der Regel mehrfach verwenden. Auch die Lebendfallen aus Metall sollten Sie säubern, damit sie schnell wieder einsatzbereit ist. Für die Reinigung ist etwas warmes Wasser meist absolut ausreichend.

Was für unterschiedliche Mausefallen gibt es?

Je nach Ausführung einer Mausefalle können Sie Mäuse lebend fangen oder töten. Die am Markt erhältlichen Fallen lassen sich grob in 3 Kategorien unterteilen: Schlagfalle, Maus-Lebendfalle und Elektrofalle.

Klassische Schlagfalle

Die altbewährte Falle aus Holz ist mit einem Schlagbügel versehen, den Sie zur Aktivierung der Falle spannen. Etwas moderner ist die Kunststoff-Schlagfalle, die Sie meist mehrmals verwenden können. Auch hier soll die Falle auslösen, wenn die Maus die integrierte Köderplatte berührt. Gute Beispiele sind die Supercat-Falle von SwissInno und die Schlagfalle von Gardigo.

    Vorteile
  • Günstig in der Anschaffung
  • Meist wiederverwendbar, zumindest die Kunststoff-Fallen
  • Im Idealfall ein schneller Tod
  • Individuell aufstellbar
    Nachteile
  • Meist nicht wiederverwendbar
  • Verletzungsgefahr für Menschen und Haustiere
  • Manchmal löst die Falle nicht aus
  • Teilweise überleben die Tiere und verenden qualvoll

Elektrofalle

Die elektrische Mausefalle ist ebenfalls eine Tötungsfalle. Auch dieses Exemplar ist in der Regel problemlos wiederverwendbar. Sie locken die Maus mit einem Köder in die Falle, anschließend tötet ein Stromschlag das Tier relativ schnell.

Sie profitieren von diesen Vorteilen:

  • Sehr effektiv
  • Schneller und schmerzloser Tod
  • Sie können die Falle schnell und einfach aufstellen
  • Meist eher geringe Verletzungsgefahr für Mensch und Haustier
  • Einfache Anwendung

Ein entscheidender Nachteil ist jedoch der hohe Anschaffungspreis und die Tatsache, dass eine regelmäßige Kontrolle der Falle erforderlich ist.

Maus-Lebendfalle

Mit dieser Falle fangen Sie die Maus lebend, anschließend können Sie das Tier in der freien Natur aussetzen. Viele Modelle sind als Drahtkäfig konzipiert, inzwischen gibt es auch Fallen aus Kunststoff.

    Vorteile
  • Meist wiederverwendbar
  • Tier bleibt am Leben
  • Sie können die Maus aussetzen
  • Viele Modelle sind mehrfach verwendbar
    Nachteile
  • Teurer als Schlagfallen
  • Gefangenschaft setzt Tiere unter Stress
  • Höherer Aufwand, den die Maus muss wieder ausgesetzt werden
  • Verletzungsgefahr für Mäuse (eingeklemmter Schwanz etc.)

Welche Mausefalle passt zu mir?

Mäuse sind in Haushalten meist nicht erwünscht. Welche Falle die richtige Wahl ist, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Ein wesentlicher Punkt ist beispielsweise, ob Sie die Maus töten oder lebend fangen möchten. Nicht jede Falle eignet sich somit gleichermaßen gut für alle Anwender. Nachstehend finden Sie einige Anwendungsbeispiele, die Ihnen bei der Auswahl helfen können.

Kunststoff-Falle für Sparsame

Holzfallen entsorgen viele Menschen nach einmaligem Gebrauch mitsamt der gefangenen Maus. Deutlich nachhaltiger ist die Verwendung von wiederverwendbaren Kunststoff-Fallen. Diese sind einfach zu reinigen und somit mehrfach einsetzbar. Je nach Variante können Sie spezielle Köderplatten einlegen oder eigene Lockmittel wie Erdnussbutter oder Nuss-Nougat-Creme verwenden.

Verdeckte Falle für Sensible

Mausefalle im Test: Mausefalle in Originalverpackung der Marke Rubin liegt auf einem Boden.

Bei dieser Rubin-Mausefalle von Rossmann handelt es sich um eine Schlagfalle, die aufgespannt wird, wie wir feststellen.

Beim Anblick der getöteten Maus in der Falle regt sich Mitleid mit dem Tier oder Ekel? Vielleicht ist dann eine verdeckte Falle die bessere Wahl. Die Maus läuft in die röhrenförmige Konstruktion hinein. Anhand der Position des Spannhebels sehen Sie, ob Ihre Jagd erfolgreich war, das getötete Tier ist jedoch nicht zu sehen.

Mausefalle mit Alarmsystem: Ideal für Vergessliche

Mausefallen sollten Sie regelmäßig kontrollieren, damit es nicht zu unschönen Überraschungen kommt. Wenn Sie dies häufiger vergessen, kann eine Alarmfalle sinnvoll sein. Löst sie aus, aktiviert die Erschütterung ein akustisches Alarmsignal. Erhältlich sind diese Alarm-Schlagfallen beispielsweise von Gardigo.

Multi-Elektrofalle bei Mäuseplage

Wenn Sie unter einer Mäuseplage leiden, kann eine Multi-Falle geeignet sein, mit der Sie nacheinander mehrere Mäuse fangen können. Ebenso wie andere Fallen arbeitet auch dieses Produkt mit Lockstoffen. Nach jedem Jagderfolg aktiviert sich die Falle selbstständig. Den Sammelbehälter sollten Sie regelmäßig leeren. Bei manchen Exemplaren können Sie laut Herstellerangabe mit einer Batterieladung sogar bis zu 150 Tiere fangen.

Lebendfalle für Tierfreunde

Ihre neuen Mitbewohner sind zwar lästig, Sie möchten die kleinen Plagegeister jedoch nicht töten? Mit einer Maus-Lebendfalle finden Sie einen Ausweg aus diesem Zwiespalt. Sie locken die Tiere an, fangen Sie ein und setzen sie anschließend in freier Wildbahn wieder aus. Sie sollten jedoch darauf achten, dass Sie den Mäusen in mindestens 100 m Entfernung die Freiheit schenken. Besser sind sogar 500 m oder mehr. Andernfalls finden die Tiere möglicherweise wieder einen Weg in Ihr Zuhause.

Mausefalle selber bauen: Für Heimwerker

Wenn Ihnen die industriell gefertigten Fallen nicht zusagen, können Sie alternativ auch eine Falle selber bauen. Im Internet finden Sie zu diesem Thema zahlreiche Anleitungen. Für eine effektive Lebendfalle benötigen Sie nur wenige Materialien wie Eimer, Holzlatten und Köder.

Welche Mausefallen sind laut Tests am besten?

Mausefallen kommen zwar in vielen Haushalten zum Einsatz, für renommierte Testinstitute sind diese Produkte jedoch offenbar nicht interessant. Stiftung Warentest und ÖKO-TEST haben bisher noch keine einschlägigen Tests durchgeführt. Auch von Fachmagazinen wie COMPUTER BILD oder CHIP liegen aktuell noch keine Ergebnisse aus echten Praxistests vor. Leider bieten daher nur vereinzelte Testergebnisse hilfreiche Einblicke in die Anwendbarkeit unterschiedlicher Mausefallen.

Heimwerker-Praxis: Gardigo-Falle im Einzeltest

Das Team des Fachmagazins Heimwerker-Praxis hat einen Einzeltest der Maus-weg-Falle von Gardigo durchgeführt. Die Handhabung der Falle war dank dem rückseitig angebrachten Spannhebel sehr einfach. Abschließend bewerteten die Tester das Produkt als sicher und zuverlässig. Positiv war auch, dass die spezielle Konstruktion Gefahren für Haustiere deutlich reduziert.

Camping-Checker-Blog: SuperCat-Falle überzeugt

Auch im Auto oder im Wohnwagen können Mäuse deutliche Schäden hinterlassen. Im Blog Camping-Checker beklagte die Bloggerin die Anwesenheit einer Maus in ihrem Wohnwagen. Sie testete die Anwendung der SuperCat-Falle von SwissInno. Bei diesem Produkt ist bereits ein Naturköder integriert. Das Aufstellen war erfreulich unkompliziert.

Besonderes Lob erhielten der effektive Köder und die berührungslose Entsorgung der gefangenen Maus. Geklemmte Finger sind dank des rückseitig angebrachten Hebels nicht zu befürchten. Auch der etwas höhere Kaufpreis änderte nichts an dem sehr guten Testergebnis.

Was kosten Mausefallen?

Die Preise für Mausefallen variieren deutlich und liegen je nach Variante bei etwa 0,50 bis 150 Euro. Wie viel Sie ausgeben sollten, hängt von Ihren eigenen Anforderungen, der Anzahl der zu fangenden Mäuse und weiteren Faktoren ab. Wenn in Ihrem Haushalt auch Kleinkinder und Haustiere leben, sollten Sie sichere Produkte verwenden, um Verletzungen zu vermeiden.

Hier ist beispielsweise eine verdeckte Falle sinnvoll, damit es nicht so schnell zu geklemmten Fingern und Pfoten kommt. Ebenfalls relevant ist die Frage, ob Sie Mäuse lebend fangen oder töten möchten. Entsprechend können sich daher deutliche Preisunterschiede ergeben.

Preisgünstige Mausefallen: 0,50 bis 5 Euro

In diesem Preisbereich finden Sie überwiegend einfache Schlagfallen aus Holz oder Kunststoff. Die Holzklassiker mit Metallbügel sind in der Regel die günstigste Variante. Teilweise sind auch praktische Sets mit 2 oder mehr Fallen erhältlich. Fertigköder enthalten diese Produkte meist jedoch nicht, daher müssen Sie selbst Nahrungsmittel wie Erdnussbutter, Speck oder Nuss-Nougat-Creme verwenden.

Mittleres Preissegment: 6 bis 15 Euro

Charakteristisch für die Produkte in diesem Segment sind Wiederverwendbarkeit und Hygiene. Viele Produkte lassen sich problemlos reinigen und somit mehrfach verwenden. Wenn Sie nach Lebendfallen aus Draht oder Kunststoff suchen, finden Sie im mittleren Segment eine vergleichsweise große Auswahl. Hier gibt es auch innovative Produkte mit Wipptechnik oder mehrfach verwendbare Trip-Trap-Mausefallen. Im Bereich Tötungsfallen sind unterschiedliche Varianten wie Schlagfallen mit integrierten Köderplatten oder verdeckte Fallen zu finden.

Premium-Mausefallen: 15 bis 150 Euro

Sie haben im Premiumbereich die Wahl zwischen effektiven Lebend- und Tötungsfallen. Hier finden Sie überwiegend leistungsstarke Elektrofallen und Lebendfallen für mehrere Mäuse. Wenn Sie unter einer Mäuseplage leiden, können Sie mit einer Falle somit nicht nur ein Tier fangen.

Wie lautet das Fazit für Mausefallen?

Sagen Sie der Mäuseplage in Ihrem Zuhause den Kampf an und entscheiden Sie sich für leistungsstarke Mausefallen. Sie haben die Wahl zwischen Tötungs- und Lebensfallen. Wenn Sie eine Maus lebend fangen, sollten Sie das Tier später in größerer Entfernung aussetzen, damit es nicht wieder bei Ihnen einzieht.

Viele Fallen müssen Sie selbst mit Lockmitteln bestücken, es gibt allerdings auch Exemplare mit praktischen Köderplatten. Klebefallen sind nicht empfehlenswert, da sie gegen das Tierschutzgesetz verstoßen. Achten Sie beim Kauf der passenden Falle besonders auf diese Faktoren:

  • Produkte im Einsteigerbereich sind bereits ab 0,50 Euro erhältlich, im mittleren Preissegment kosten die Fallen zwischen rund 6 und 15 Euro
  • Die Preisspanne im Premiumbereich ist beachtlich und reicht von etwa 15 bis 150 Euro
  • Bei einer größeren Mäuseplage sollten Sie mehrere Fallen aufstellen
  • Lebendfallen sind ideal für Tierfreunde

Kaufen Sie jetzt leistungsstarke Mausefallen. In der Produktauswahl finden Sie Einzelprodukte und Sets zu fairen Preisen. Viel Erfolg bei der Mäusejagd mit Ihrer neuen Mausefalle.