Welche Matratzen empfehlen Orthopäden?
Viele Orthopäden raten zu Matratzen, die eine natürliche Liegeposition unterstützen.
Zu den meist genutzten Matratzen zählen Latex-, Kaltschaum- oder Gelmatratzen sowie solche mit einem Innenleben aus Viscoseschaum oder einem Federkern. Welche Vor- und Nachteile die jeweiligen Materialien mit sich bringen, haben wir Ihnen im Folgenden zusammengefasst.
Sofern Sie ein höheres Körpergewicht haben und lieber auf einem festeren Untergrund schlafen, kommen Feder- oder Taschenfederkernmatratzen für Sie infrage. Diese Modelle sind auch dann geeignet, wenn Sie im Schlaf stark schwitzen. Bei vorhandenen Rückenproblemen sollten Sie diesen Matratzentyp jedoch nicht wählen, da hier eine Kuhlenbildung begünstigt wird.
Haben Sie bereits Probleme mit der Wirbelsäule, kann sowohl eine Visco-Matratze als auch eine Kaltschaum- oder Latexmatratze infrage kommen. Diese Typen passen sich besonders gut an den Körper an, verfügen über eine hohe Punktelastizität und stabilisieren so die Wirbelsäule. Visco-Matratzen sind dabei auch für Personen mit einem hohen Eigengewicht bis 130 kg erhältlich. Neigen Sie zu Allergien, sollten Sie sich für eine Kaltschaum- oder Latexmatratze entscheiden, da diese Milben abstoßen. Zusätzlich hilft ein waschbarer Bezug, Allergene abzuwenden.
2.1. Welche Vorteile können Ihnen Visco-Matratzen bieten?
Visco-Matratzen werden aus Schaumstoff gefertigt, der besonders punktelastisch ist. Eine hohe Punktelastizität des Materials ermöglicht, dass die Matratze dort nachgibt, wo Druck auf sie ausgeübt wird. Diese Eigenschaft kann Ihre Wirbelsäule entlasten und eine schonende und natürliche Haltung unterstützen.
Möchten Sie eine Memory-Foam-Matratze kaufen, lesen Sie hier die wesentlichen Merkmale:
Vorteile- kann die Wirbelsäule stützen und entlasten
- auch für Allergiker geeignet
- ermöglicht ein Liegegefühl ohne merkliche Druckstellen
- verfügt über eine hohe Punktelastizität
Nachteile- eher ungeeignet, wenn Sie sich im Schlaf viel bewegen
- wenig geeignet für sehr kühle Schlafzimmer
- unpassend, wenn Sie nachts viel schwitzen
- Personen mir hohem Körpergewicht erhalten nicht die benötigte stützende Wirkung
Neigen Sie nachts zum Frieren, können Viscomatratzen für Sie gut geeignet sein. Diese sind wärmespeichernd und eignen sich bei vielen Schlafpositionen, da sie über eine gute Körperanpassung verfügen. Besonders ruhige Schläfer können hiervon profitieren.
» Mehr Informationen 2.2. Wodurch zeichnen sich Latexmatratzen aus?
Latexmatratzen bestehen aus dem namensgebenden Latex und werden aufgrund des für Milben wenig anfälligen Materials auch von vielen Allergikern bevorzugt.
Erfahren Sie im Folgenden die maßgeblichen Merkmale von Latexmatratzen:
Vorteile- kann sich punktgenau an Ihren Körper anpassen
- unterstützt die natürliche Haltung der Wirbelsäule
- auch für Personen mit höherem Körpergewicht geeignet
Nachteile- anfänglicher Geruch kann unangenehm sein
- verhältnismäßig schwer
- Modelle aus synthetischem Latex sind oft weniger atmungsaktiv
Ihr Gewicht liegt im mittleren Bereich, Ihre bevorzugte Schlafposition ist auf der Seite und Sie drehen sich nachts häufig? Eine Latexmatratze mit einem eher weicheren Härtegrad entsprechend Ihres Körpergewichtes könnte dann die richtige Wahl für Sie sein.
» Mehr Informationen 2.3. Für wen eignen sich Federkernmatratzen vor allem?
Federkernmatratzen verfügen im Inneren über einen Kern aus Metallfedern, der außen mit Vlies beschichtet ist. Modellabhängig kommen hierbei mehrere hundert Federn zum Einsatz. Welche Vor- und Nachteile Ihnen Matratzen mit Federkern bieten können, haben wir Ihnen im Folgenden zusammengefasst:
Vorteile- auch für Personen mit einem hohen Körpergewicht geeignet
- für stark schwitzende Schläfer optimal
- vergleichsweise lange Haltbarkeit
Nachteile- anfälliger für Milben
- vergleichsweise hohes Eigengewicht
- bei Modellen mit wenig Federn kann es zu einer unangenehmen Kuhlenbildung kommen
» Mehr Informationen 2.4. Was macht Taschenfederkernmatratzen besonders?
Zum Matratzentyp Federkernmatratzen zählen auch Taschenfederkernmatratzen. Bei diesen sind die Metallfedern in Stoffsäckchen vernäht. Dadurch wird eine höhere Punktelastizität ermöglicht, da sich die Federn getrennt voneinander bewegen können. Die wesentlichen Vor- und Nachteile von Taschenfederkernmatratzen haben wir für Sie hier zusammengestellt:
Vorteile- hohe Punktelastizität
- gute Durchlüftung
- wenig anfällig für Schimmel und Milben
Nachteile- speichern kaum Wärme
- vergleichsweise hohes Eigengewicht
- nicht für jeden Lattenrost geeignet
» Mehr Informationen 2.5. Was ist besser – eine Taschenfederkernmatratze oder eine Kaltschaummatratze?
Kaltschaummatratzen werden aus Schaumstoff gefertigt. Von welchen Vor- und Nachteilen Sie bei Kaltschaummatratzen profitieren können, erfahren Sie im Folgenden:
Vorteile- geringes Eigengewicht
- hohe Punktelastizität
- auch für unruhige Schläfer geeignet
- Verfügen über eine gute Luftzirkulation
- für viele Schlaftypen geeignet
Nachteile- anfänglicher chemischer Geruch möglich
- weniger geeignet, wenn Sie gerne kühl schlafen
- nicht für Palletten-Betten geeignet
Im Unterschied zur Federkernmatratze können Sie als unruhiger Schläfer sich auf einer Kaltschaummatratze geräuschlos drehen und wenden. Auch Seiten- und Bauchschläfern können vielmals von der erhöhten Stabilität einer Kaltschaummatratze gegenüber Matratzen mit Federkern profitieren.
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