Ratgeberübersicht
  1. Worauf ist beim Kindermatratzen-Kauf zu achten?
  2. In welchen Größen gibt es Kindermatratzen?
  3. Worauf ist bei der Pflege und Reinigung von Kindermatratzen zu achten?
  4. Was kostet eine gute Kindermatratze?
  5. Weitere Fragen und Antworten von Kunden, die nach Kindermatratzen-Tests bzw. -Vergleichen suchen
  • Eine hochwertige Kindermatratze unterstützt nicht nur die ergonomische Entwicklung, sondern sorgt auch für erholsamen Schlaf und langfristige Hygiene.
  • Wichtig ist außerdem ein festes Material, damit Ihr Kind nicht zu sehr einsinkt.
  • Mit der richtigen Matratze schaffen Sie die Grundlage für gesunden Schlaf und damit für die bestmögliche Entwicklung Ihres Kindes.

Kindermatratzen im Test: Ein Kinderzimmer mit Bett, Matratze und Sessel.

Eine gute Kindermatratze ist eine der wichtigsten Investitionen, die Sie für den Schlaf und die Entwicklung Ihres Kindes tätigen können. Während Erwachsene oft nach Komfort, Zoneneinteilung oder Federkern suchen, stehen bei Kindern andere Bedürfnisse im Vordergrund: Sicherheit, Stabilität, Schadstofffreiheit und eine ergonomische Unterstützung, die der empfindlichen Wirbelsäule gerecht wird. Gleichzeitig ist die Auswahl an Modellen, Größen und Materialien enorm, sodass es nicht immer leichtfällt, zu entscheiden, welche Kindermatratze wirklich die richtige ist. Ein umfassender Überblick hilft Ihnen dabei, Fehlkäufe zu vermeiden und eine Matratze zu finden, die sowohl im Alltag als auch langfristig überzeugt.

Schon die Frage nach der richtigen Kindermatratzen-Größe sorgt bei vielen Eltern für Verunsicherung, denn die Maße variieren je nach Alter und Bettform beträchtlich. Genauso entscheidend ist es, die Unterschiede zwischen verschiedenen Materialien zu kennen sowie zu verstehen, warum der Härtegrad der Kindermatratze für Babys, Kleinkinder und Jugendliche unterschiedlich gewählt werden sollte.

Hinzu kommen Aspekte wie ein waschbarer Bezug, die Atmungsaktivität oder die Frage, ob Naturmaterialien wie eine Kindermatratze aus Rosshaar eine sinnvolle Alternative darstellen. Da die Qualität während des Wachstums Ihres Kindes maßgeblich zur gesunden Entwicklung der Wirbelsäule beiträgt, lohnt es sich sehr, die Entscheidung bewusst zu treffen. Auch Marken wie Emma, Alvi, Lonsberg, Ravensberger, Träumeland oder Zöllner bieten vielfältige Optionen.

1. Worauf ist beim Kindermatratzen-Kauf zu achten?

Wenn Sie sich fragen, welche Kindermatratze wirklich zu Ihrem Kind passt, sollten Sie mehrere Kriterien beachten:

1.1. Welche Materialien gibt es?

Zunächst spielt das Material eine wichtige Rolle. Kaltschaum gehört zu den beliebtesten Varianten, weil es besonders atmungsaktiv ist, Feuchtigkeit gut reguliert und dank seiner Punktelastizität eine gesunde Lage der Wirbelsäule unterstützt. Aber auch Federkernmatratzen sind bei vielen Herstellern üblich. Sogar Wattevlies und Naturmaterialien, vor allem Latex und Kokos, Schafschurwolle oder Baumwolle, kommen bisweilen zum Einsatz. Günstige Reisematratzen sind für gewöhnlich aus Schaumstoff, Naturmaterialien werden dagegen als besonders schadstoffarm angepriesen.

Eine Matratze aus Naturmaterialien wiederum, etwa eine Kindermatratze aus Rosshaar, eignet sich für Eltern, die Wert auf nachhaltige und besonders robuste Produkte legen. Für empfindliche Kinder kann eine Bio-Kindermatratze (80 x 160) eine hervorragende Alternative sein, da sie häufig aus zertifizierten, schadstoffgeprüften Materialien besteht.

» Mehr Informationen

1.2. Welche Vor- und Nachteile bieten Kaltschaummatratzen?

Die klassische Matratze aus Kaltschaum ist leicht, günstig und praktisch. Gelegentlich werden senkrechte Kammern eingebaut, um für eine optimale Belüftung zu sorgen. Diese Alternative steht Federkernmatratzen in nichts nach. Weil sie aus Rohöl hergestellt werden, haben günstige Modelle aber direkt nach dem Auspacken oft einen strengen Geruch.

    Vorteile
  • Gut transportabel
  • Besonders günstig
  • Belüftung
    Nachteile
  • Nicht sehr umweltfreundlich – energieintensiv in der Herstellung
  • Nur die Bezüge sind waschbar
  • Können unangenehmen Geruch haben
» Mehr Informationen

1.3. Welche Vor- und Nachteile bieten Federkernmatratzen?

Etwas seltener kommen Federkernmatratzen bei Kindermatratzen vor. Sie ist atmungsaktiv, verzeiht auch kurzzeitige Extrembelastungen und leitet Wärme gut ab. Deshalb kann es im Winter auf diesen Matratzen allerdings auch schneller kalt werden.

    Vorteile
  • Stabile und langlebige Kindermatratze
  • Atmungsaktiv – fördert gutes Raumklima
  • Schwerer als Kindermatratzen aus Kaltschaum
  • Für größere Kinder gut geeignet
    Nachteile
  • Für Säuglinge und Kleinkinder oft zu weich
  • Schwerer zu reinigen, Metall im Inneren kann rosten
  • Leitet viel Wärme ab
» Mehr Informationen

1.4. Welche Vor- und Nachteile bieten Naturlatex-Matratzen?

Kindermatratzen aus Naturlatex sind besonders hart und damit auch gut für kleine Kinder geeignet. Das Material wird oft mit Kokos kombiniert. Naturlatex wird aus dem Saft des Kautschukbaums gewonnen und ist besonders elastisch, atmungsaktiv und langlebig, kann aber Allergien auslösen. Synthetischer Latex wird künstlich hergestellt, ist meist günstiger, gleichmäßiger in der Qualität und allergenfrei, bietet jedoch oft weniger Elastizität. Es gibt auch Varianten, bei denen eine Seite aus Naturlatex für Kleinkinder besteht und die andere Seite aus besonders hartem Kokosmaterial für das erste Lebensjahr. Diese Matratzen gelten als weniger atmungsaktiv, dieses Manko wird aber meistens durch Belüftungskanäle behoben.

    Vorteile
  • Stabil und gleichmäßig hart
  • Wenige Schadstoffe und allergikerfreundlich
  • Oft in Form einer Wendematratze
  • Speziell als harte Babymatratze für die Kleinsten geeignet
    Nachteile
  • Schlecht zu transportieren, da schwerer als andere Modelle
  • Nicht waschbar
  • Etwas teurer als andere Produkte

Welche Kindermatratze für Sie die beste Wahl ist, hängt allerdings nicht nur vom Material ab.

» Mehr Informationen

1.5. Welchen Härtegrad sollte eine Kindermatratze haben?

Der Härtegrad spielt eine große Rolle, denn eine weiche Kindermatratze ist für Babys ungeeignet. Eine zu weiche Unterlage erhöht das Risiko, zu tief einzusinken. Stattdessen sollte der Härtegrad der Kindermatratze für Babys und Kleinkinder eher fest bis mittelfest sein und im unteren Härtebereich liegen. Erst ältere Kinder und Jugendliche können von etwas weicheren Modellen profitieren, wie beispielsweise einer Kindermatratze in 90×200 cm, die als „mitwachsendes“ Bett geeignet ist.

Auch Kindermatratzen werden in unterschiedlichen Härtegraden angeboten. Die Krux dabei: Diese Härtegrade sind nicht verbindlich festgelegt, sondern werden vielmehr vom Hersteller selbst vergeben. Darum sind sie leider nicht unbedingt vergleichbar und damit auch nicht sehr aussagekräftig.

Als Faustregel gilt: Greifen Sie für kleine Kinder eher zu einer etwas härteren Matratze als für Erwachsene, um den Kopf gut zu stützen.

Die beste Kindermatratze in 90×200 cm hat im Optimalfall Härtegrad 1 oder 2. Diese eignet sich besonders gut für größere Kinder und Jugendliche. Dies gilt auch für Kindermatratzen im Sondermaß 100×200 cm.

» Mehr Informationen

1.6. Worauf sollten Sie in Bezug auf Schadstofffreiheit achten?

Schadstofffreiheit ist unverzichtbar. Prüfen Sie, ob die Matratze Zertifikate wie OEKO-TEX oder TÜV-Auszeichnungen besitzt. Ein abnehmbarer, waschbarer Bezug erleichtert den Alltag enorm. Gerade in frühen Lebensjahren kommt es regelmäßig zu kleinen Missgeschicken, und die Kombination aus pflegeleichtem Bezug, hoher Qualität und hygienischer Waschbarkeit sorgt dafür, dass die Matratze lange nutzbar bleibt. Marken wie Emma, Alvi, Lonsberg oder Träumeland sind bekannt für hochwertige Lösungen, die in vielen unabhängigen Online-Kindermatratzen-Test-Ergebnissen überzeugen.

» Mehr Informationen

1.7. Gibt es weitere Aspekte?

Eine sichere Kindermatratze darf keine verschluckbaren Kleinteile enthalten und es sollte auch nichts abstehen. Damit sich Ihr Junior im Kinderbett wohlfühlt, ist die Matratze optimalerweise wärmeableitend und luftdurchlässig. Gleichzeitig sollte sie robust sein und das Strampeln und Springen der Kleinen gut verkraften. Eine Trittkante am Rand schützt vor dem Einklemmen.

Achten Sie unbedingt darauf, dass die Matratze atmungsaktiv ist. Feuchtigkeit muss entweichen können, um Schimmelbildung und Wärmestau zu vermeiden. Auch die Höhe spielt eine Rolle: Zu niedrige Modelle bieten weniger Stabilität, zu hohe sind für kleinere Kinder oft unpraktisch.

Übrigens: Liegezonen brauchen Kinder nicht. Einige Hersteller verwenden das Zonenkonzept dennoch bei ihren Kindermatratzen. So sinnvoll diese Einteilung für Erwachsene sein kann, für Kinder ist das nicht nötig. Auch wenn Sie denken, Ihrem Sprössling damit etwas besonders Gutes zu tun – für den Komfort sind Liegezonen bei einer Kindermatratze sogar eher hinderlich. Denn der kindliche Körperbau unterscheidet sich noch sehr vom erwachsenen: Die Wirbelsäule ist noch etwas gerader ausgerichtet. Und da Kinder noch wachsen, werden im schlimmsten Fall die falschen Bereiche unterstützt.

Kindermatratze im Test: Nahaufnahme des weißen Kindermatratzen-Naturmaterials inklusive Etikett von Origo Schlafsachen auf braunem Boden.

Eine natürliche Kindermatratze aus nachhaltigen Materialien für gesunden Schlaf und hohen Liegekomfort.

» Mehr Informationen

2. In welchen Größen gibt es Kindermatratzen?

Die richtige Größe ist entscheidend. Babys benötigen typischerweise eine Kindermatratze in 60×120 cm, die optimal in die meisten Gitterbetten passt. Für manche Betten gibt es Zwischenmaße wie die Kindermatratze in 70×140 cm, die ebenfalls eine gute Übergangslösung sein kann. Kleinkinder steigen oft um auf eine Kindermatratze in 80×160 cm, die für mehrere Jahre ausreichend Platz bietet und nicht zu groß wirkt. Entscheidend ist natürlich auch die Größe des Kinderbettes, welche Matratze hineinpasst, denn in eine Bettgröße mit 70×140 cm passt keine Kindermatratze in 80×160 cm hinein.

Wenn Ihr Kind wächst oder direkt in ein größeres Bett einziehen soll, gehört die Kindermatratze in 90×200 cm zu den beliebtesten Größen. Diese bietet genügend Raum für das gesamte Jugendalter und kann sogar bis ins Erwachsenenleben genutzt werden. Manche Hersteller bieten zusätzlich eine Kindermatratze in 100×200 cm an, die besonders viel Bewegungsfreiheit bietet. Soll die Matratze unterwegs genutzt werden, ist eine Kindermatratze fürs Reisebett oder eine klappbare Kindermatratze sinnvoll, die flexibel transportierbar ist und schnell einsatzbereit ist.

3. Worauf ist bei der Pflege und Reinigung von Kindermatratzen zu achten?

Die Pflege entscheidet maßgeblich über die Lebensdauer einer Kindermatratze. Ein abnehmbarer, waschbarer Bezug ist hier ein deutlicher Vorteil, da Verschmutzungen schnell entfernt werden können. Achten Sie darauf, den Bezug regelmäßig zu waschen und die Matratze selbst gelegentlich vollständig zu lüften. Dadurch entweicht Feuchtigkeit und die Matratze bleibt hygienisch und frisch.

Zusätzlich sollten Sie die Kindermatratze laut Tests im Internet regelmäßig wenden, sofern der Hersteller dies empfiehlt. So vermeiden Sie einseitige Abnutzung und erhöhen die Stabilität. Eine hochwertige Matratze, wie sie etwa Marken wie Ravensberger, Träumeland oder Zöllner anbieten, bleibt bei richtiger Pflege über Jahre hinweg formstabil. Verwenden Sie geeignete Bettwäsche, die atmungsaktiv ist und Feuchtigkeit gut ableitet. Schwere, synthetische Stoffe können die Luftzirkulation behindern und sollten vermieden werden.

Achten Sie ebenfalls darauf, die Matratze nicht dauerhaft auf dem Boden zu verwenden, da dies die Belüftung beeinträchtigen kann. Sollte Ihr Kind stark schwitzen oder zu Allergien neigen, lohnt sich ein Blick in einen unabhängigen Kindermatratzen-Test im Internet. So finden Sie eine besonders hygienische oder allergikerfreundliche Lösung.

Kindermatratze getestet: Nahaufnahme des weißen Kindermatratzen-Materials auf braunem Korkboden.

Der Bezug dieser Origo-Kindermatratze ist laut unserer Recherche aus 100 % Baumwolle und waschbar.

4. Was kostet eine gute Kindermatratze?

Eine hochwertige Kindermatratze bewegt sich meist zwischen 80 und 350 Euro, abhängig von Material, Größe und Marke. Naturmatratzen wie eine Kindermatratze aus Rosshaar können teurer sein, bieten aber hohe Langlebigkeit.

Schon ab etwa 80 € bekommen Sie günstige Kindermatratzen. Im Niedrigpreissegment finden sich häufig Roll- und Reisematratzen. Diese taugen nicht nur als Provisorium, sondern können auch eine Dauerlösung für ein schlankes Budget sein. Kindermatratzen dieser Preisklasse lohnen sich auch als Zusatzinvestition für die Reise oder für die Großeltern.

In der Mittelklasse zwischen 80 und 150 € rangieren auch die Testsieger von Stiftung Warentest. Hier können Sie zum Beispiel mit einer Trittkante rechnen. Die Kindermatratze eignet sich auch optimal als Spielwiese für tagsüber. In dieser Preiskategorie finden Sie auch schon Wendematratzen mit 2 Seiten für Babys und Kleinkinder. Sogar günstige Jugendmatratzen gibt es in dieser Preisspanne.

Für 150 bis 350 € können Sie sich Kindermatratzen mit speziellen Features wie Inkontinenzunterlagen oder Premiummodelle wie beispielsweise die „Lübbe Air Premium“ leisten. Auch Modelle aus Naturmaterialien, zum Beispiel aus Naturlatex und Kokos, sind meist im Premiumbereich angesiedelt. Außerdem werden Sie hier fündig, wenn Sie auf der Suche nach einer Jugendmatratze für Ihr Schulkind sind.

Eine weiße Kindermatratze im Test liegt auf einem braunem Boden.

Wie wir erfahren, hat diese Origo-Kindermatratze einen Latexkern mit Schafschurvlies-Ummantelung.

5. Weitere Fragen und Antworten von Kunden, die nach Kindermatratzen-Tests bzw. -Vergleichen suchen

5.1. Welches ist die beste Kindermatratze (90×200 cm)?

Die beste Matratze hängt von Alter, Körpergewicht und individuellen Bedürfnissen ab. Für Babys sind Modelle wie eine Kindermatratze in 60×120 cm sinnvoll, während größere Kinder oft mit einer Kindermatratze in 90×200 cm glücklich werden. In vielen unabhängigen Online-Kindermatratzen-Test-Berichten überzeugen Modelle von Träumeland, Emma oder Lonsberg.

» Mehr Informationen

5.2. Wann sollte die Matratze gewechselt werden?

In der Regel alle fünf bis sieben Jahre oder früher, wenn Einbuchtungen entstehen oder der Bezug sich nicht mehr vollständig reinigen lässt.

» Mehr Informationen

5.3. Gibt es einen Kindermatratzen-Test der Stiftung Warentest?

Ja, in den vergangenen Jahren wurden mehrmals Kindermatratzen durch die Stiftung Warentest getestet. Zuletzt im Jahr 2024. Hier wurden 37 Kindermatratzen aus Schaumstoff in der Größe 70 x 140 cm unter die Lupe genommen. Bewertet wurden unter anderem Liegeeigenschaften, Haltbarkeit, Sicherheit, Bezug, Handhabung und Schadstoffe.

Im Jahr 2018 wurde ein Kindermatratzen-Testsieger des Dänischen Bettenlagers gekürt, Preis-Leistungs-Sieger wurde die Kindermatratze „Ikea Skönast“. Einen Kindermatratzen-Testsieger für 90×200 cm gibt es übrigens nicht.

» Mehr Informationen

Im Video vorgestellt: Kindermatratzen

In diesem YouTube-Video werden sieben Kindermatratzen getestet, die als mangelhaft bewertet werden und potenziell gefährlich für Babys sein können. Der Test umfasst verschiedene Kriterien wie Liegekomfort, Sicherheit und Materialqualität. Sie erhalten wichtige Informationen, um eine geeignete und sichere Kindermatratze für Babys auszuwählen.