Achten Sie beim Kauf auf unterschiedliche Auswahlkriterien, die Ihnen die Entscheidung für ein bestimmtes Modell etwas erleichtern. Es gibt manuell und elektrisch betriebene Kaffeemühlen, unterschiedliche Mahlwerke und weitere Faktoren, die beim Kauf eine Rolle spielen.
Manuell oder elektrisch
Wenn Sie die Kaffeebohnen per Hand mahlen möchten, finden Sie nostalgische und moderne Handmühlen. Die Holz-Version mit Kurbel und Auffangkästchen ist noch immer erhältlich, zusätzlich finden Sie schicke Varianten, die mit der Nostalgieversion keine Ähnlichkeit haben. Sie sind klein und kompakt, verfügen über ein Stahl- oder Keramikmahlwerk und erinnern hinsichtlich des Designs teilweise an große Pfeffermühlen.
Die meisten Kaffeemühlen arbeiten inzwischen elektrisch, daher bietet sich Ihnen in diesem Bereich eine etwas größere Auswahl. Hier müssen Sie den Kaffee nicht mühsam selbst mahlen. Sie starten den Mahlvorgang einfach per Knopfdruck und die Maschine übernimmt die Arbeit. Sie können den Mahlgrad individuell einstellen und auch feines Pulver für Espresso oder Kaffee aus der Pressstempelkanne (French Press) erzeugen. Bekannte Marken sind beispielsweise WMF, Bosch oder Rommelsbacher.
Das Mahlwerk
Bei den Kaffeemühlen für den Privatgebrauch gibt es 3 Mahlwerkvarianten:
- Schlagmahlwerk
- Scheibenmahlwerk
- Kegelmahlwerk
Das Schlagmahlwerk oder Messerschlagwerk ist bei Kaffee-Experten nicht so beliebt. Diese Variante kam bei den ersten DDR-Elektro-Kaffeemühlen zum Einsatz und ist auch heute noch bei einigen günstigen Modellen vorhanden. Das Scheibenmahlwerk ist ebenfalls eine beliebte Variante bei günstigen Einsteigermodellen. Deutlich aromaschonender arbeitet jedoch das Kegelmahlwerk, da es mit geringerer Drehzahl auskommt.

Wie wir hier erkennen können, kann bei diese Severin-Kaffeemühle “KM 3873” wie üblich der Mahlgrad (10-Stufen) eingestellt werden.
Stahl- oder Keramikmahlwerk
Eine eindeutige Empfehlung ist hier schwierig, zumal auch Kaffeemühlen der Mittel- und Oberklasse häufig mit einem Stahlmahlwerk versehen sind. Ein Keramikmahlwerk soll aufgrund der speziellen Materialeigenschaftenlänger scharf bleiben, ist im Vergleich zu Stahl jedoch anfälliger für Beschädigungen. Dies ist insbesondere der Fall, wenn sich kleine Steine zwischen den Bohnen befinden. Keramik ist spröde, daher kann es durch Steinchen leichter zu Beschädigungen kommen.
Stahl ist deutlich robuster und bietet daher eine längere Haltbarkeit. Ein verbreitetes Argument ist die Aussage, dass er sich zwar schneller erwärmt, die Hitze im Vergleich zu Keramik jedoch besser leitet. Das Mahlgut ist somit bei dieser Variante eher vor Wärme geschützt, da aufgrund der schlechteren Wärmeleitfähigkeit bei Keramik punktuell höhere Temperaturen entstehen können.
Einstellbarer Mahlgrad
Eine Mühle mit variabel einstellbarem Mahlgrad ist insbesondere für Siebträger-Besitzer und Espresso-Genießer unverzichtbar. Für Filterkaffee genügt in der Regel etwas gröberes Kaffeepulver, für Espresso oder French-Press-Kaffee ist jedoch ein feines Mehl unverzichtbar. Anspruchsvolle Siebträger-Besitzer und Kaffeegourmets bevorzugen daher eine Maschine mit einstellbarem Mahlgrad.
Das Design
Die Auswahl reicht von der nostalgischen Hand-Kaffeemühle über das Retro-DDR-Design bis zu modernen Edelstahl-Modellen. Welche Variante Sie bevorzugen, hängt von Ihrem persönlichen Designstil ab. Es gibt schicke Modelle, die mit Materialien wie Glas oder Edelstahl aufwarten und sich somit hervorragend in viele Küchen integrieren. Auch das Retro-Design ist sehr beliebt. Hier gibt es Holz-Kaffeemühlen, die alt oder gar antik anmuten, und elektrische Mühlen, die an das DDR-Design der 1970er erinnern.