Ratgeberübersicht
  1. Ab wann spricht man denn von einem originalen irischen Whiskey?
  2. Woraus besteht Irish Whiskey eigentlich?
  3. Welche irischen Whiskey-Sorten gibt es?
  4. Welche Hersteller bieten irischen Whiskey an?
  5. Weitere Antworten und Fragen von Kunden, die nach irischer-Whiskey-Tests bzw. -Vergleichen suchen
  • Eines der wichtigsten Kriterien ist die Herkunft. Irland hat eine lange Tradition in der Whiskey-Herstellung und verschiedene Regionen haben ihre eigene Art und Weise, Whiskey zu produzieren.
  • Ein weiteres wichtiges Kaufkriterium ist die Sorte. Es gibt verschiedene Sorten von irischem Whiskey, darunter Single Malt, Single Grain und Blended Whiskey. Single Malt Whiskey wird beispielsweise ausschließlich aus gemälzter Gerste hergestellt und in Pot-Still-Anlagen destilliert.
  • Die meisten Whiskeys werden in Fässern aus Eiche gelagert, die zuvor für die Lagerung von Bourbon, Sherry oder Wein verwendet wurden. Die Dauer der Reifung variiert je nach Whiskey und kann zwischen drei und 30 Jahren betragen.

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Irish Whiskey ist weltweit bekannt und geschätzt für seinen einzigartigen Geschmack und seine traditionelle Herstellungsmethode. Die irische Whiskey-Industrie kann auf eine lange Geschichte zurückblicken und hat im Laufe der Jahre viele verschiedene Marken und Sorten hervorgebracht.

Getestet: Mehrere Flaschen irischer Whiskey stehen in einem Regal.

Eine Spirituose darf sich erst dann als irischer Whiskey bezeichnen, wenn sie strenge Anforderungen erfüllt. So muss sie wie der Whiskey von BUSHMILLS wenigstens drei Jahre gereift sein.

Egal, ob Sie ein erfahrener Whiskey-Liebhaber oder ein Neuling auf diesem Gebiet sind, es kann schwierig sein, den richtigen irischen Whiskey für Ihren Geschmack zu finden. In unserer Kaufberatung 2025 werden wir Ihnen einen Überblick über die verschiedenen Kategorien, Hersteller und Kaufkriterien geben, damit Sie Ihren persönlichen Testsieger von irischem Whiskey wählen können.

Schon gewusst?

Die teuerste Erstausgabe eines irischen Whiskeys beträgt 10.000 Euro und gehört laut Angaben des Abfüllers zum Whiskey mit dem schönen Namen “The Devil’s Keep”. Er reifte 29 Jahre in verschiedenen Fässern, bevor er in eine handgemachte Schatulle abgefüllt wurde. Er hat ein rauchiges Profil mit Vanille- und Karamellnoten und wird mit Zubehör wie Nosing-Gläsern und Whiskysteinen geliefert.

1. Ab wann spricht man denn von einem originalen irischen Whiskey?

Um als Original-Irischer-Whiskey bezeichnet zu werden, muss der Whiskey seine Herkunft auf der schönen Insel Irland haben und bestimmte Kriterien erfüllen. Zum einen muss er mindestens drei Jahre lang in Holzfässern gelagert werden, um als Whiskey anerkannt zu werden. Darüber hinaus muss er aus einer Mischung von mindestens 30 % gemälzter Gerste und anderen Zutaten hergestellt werden.

Der Alkoholgehalt in Prozent muss auch zwischen 40 % und 94,8 % liegen, und das Destillationsverfahren muss in Kupferbrennblasen durchgeführt werden. Ein Original-Irischer-Whiskey muss auch frei von Zusatzstoffen sein und darf nur mit Wasser verdünnt werden. Wenn diese Kriterien erfüllt sind, darf der Whiskey das Gütesiegel “Irish Whiskey” tragen und Sie können voller Zuversicht echten irischen Whiskey kaufen.

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Um als Irish Whiskey zu gelten, muss das Getränk einige Standards erfüllen.

2. Woraus besteht Irish Whiskey eigentlich?

Irish Whiskey wird aus drei Zutaten hergestellt: gemälzter Gerste, ungemälzter Gerste und Wasser. Der Prozess beginnt damit, dass die gemälzte Gerste in Wasser eingeweicht und keimen gelassen wird, um die Stärke in Zucker umzuwandeln. Anschließend wird die gemälzte Gerste in einem Ofen getrocknet und zerkleinert, bevor sie mit der ungemälzten Gerste und Wasser zu einer Maische vermischt wird. Also besteht irischer Whiskey aus nicht mehr als

  • Gerste
  • Wasser
  • Hefe

Die Maische wird dann fermentiert, um den Zucker in Alkohol umzuwandeln, bevor sie destilliert wird. Die meisten Irish Whiskeys werden dreifach destilliert, um einen weichen, milden Geschmack zu erzielen. Danach reift der Whiskey in Fässern aus Eichenholz, in denen er seine charakteristische Farbe und Geschmacksnote entwickelt. Die Mindestreifezeit für Irish Whiskey beträgt drei Jahre, bevor er in Flaschen abgefüllt werden darf.

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Irischer Whiskey gilt als besonders mild.

Wenn Sie die Herstellung interessiert, empfehlen wir von WELT.de Ihnen einen Besuch im Irischen-Whiskey-Museum in Dublin. Das interaktive Irische-Whiskey-Museum zeigt die Geschichte und Herstellung von irischem Whiskey. Die Besucher können an Führungen teilnehmen, Verkostungen genießen und mehr über die verschiedenen Arten von irischem Whiskey erfahren. Das Museum ist eine beliebte Touristenattraktion und bietet eine einzigartige Möglichkeit, tiefer in die Kultur und Tradition des irischen Whiskeys einzutauchen.

2.1. Was sagen verschiedene Tests von irischem Whiskey zu der Qualität des Produkts?

Irischer Whiskey hat in den letzten Jahren immer mehr Beachtung auf dem internationalen Markt gefunden. Bourbon wird mit Whiskey aus Irland sehr häufig in diversen Tests von irischem Whiskey verglichen, ebenso wie schottischer Whiskey. Tests von schottischem Whiskey, von Experten und Whiskey-Kennern durchgeführt, haben gezeigt, dass irischem Whiskey oft eine sehr hohe Qualität bescheinigt wird.

Insbesondere die Triple-Distillation, bei der der Whiskey dreimal destilliert wird, um Unreinheiten zu entfernen und den Geschmack zu verbessern, wird als positiver Faktor genannt. Auch das Vorhandensein von mehr Gerstenmalz in vielen irischen Whiskeys im Vergleich zu den Whiskeys anderer Länder wird als besonderes Merkmal hervorgehoben. Die Qualität des Getränks zeigt sich auch darin, dass es oft als weicher und milder irischer Whiskey beschrieben wird, im Vergleich zu anderen Whiskey-Arten, was auf den Verzicht auf Torfrauch bei der Herstellung zurückzuführen sein kann.

Irischer Whiskey im Test: Detailansicht von Flaschenverschlüssen.

Irischer Whiskey wird bis heute von einer Vielzahl von Traditionsherstellern mit teilweise jahrhundertelanger Geschichte angeboten.

Hier die Vor- und Nachteile von irischem Whiskey:

    Vorteile
  • Vielfalt
  • Qualität
  • Tradition
  • International anerkannt
    Nachteile
  • Geschmack nicht für jeden
  • Gefahr von Alkoholmissbrauch
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3. Welche irischen Whiskey-Sorten gibt es?

Es gibt verschiedene irische Whiskey-Sorten, die sich hinsichtlich der Herstellung und der verwendeten Zutaten unterscheiden. Unter all den Sorten den besten irischen Whiskey auszumachen, scheint unmöglich, da Geschmäcker ja bekanntlich verschieden sind. Doch bevor wir von WELT.de Ihnen einige Sorten vorstellen, soll gesagt sein, dass unter den günstigen irischen Whiskeys wie auch unter den teuren Whiskeys sehr gute Exemplare existieren.

Auf einer Flasche getesteter irischer Whiskey stehen Informationen zum Alkoholgehalt.

Irischer Whiskey hat einen hohen Alkoholgehalt (beispielsweise wie hier 46 % Vol.). Teilweise wird die Spirituose mit Honig versetzt.

Eine Sorte ist irischer Single Malt Whiskey, der aus gemälzter Gerste destilliert wird und ausschließlich in einer einzigen Destillerie in Pot Stills gebrannt wird. Irischer Single Malt muss mindestens drei Jahre in Eichenfässern reifen und stammt aus nur einer einzigen Brennerei. Der Geschmack des irischen Single Malt variiert je nach Hersteller und Reifungsdauer, aber er hat oft Noten von Honig, Vanille und Nüssen sowie eine charakteristische Rauchigkeit.

Hinweis: Dass irischer Whiskey mit Honig-Aromen assoziiert wird, ist keine Seltenheit. Gerade bei der milden Sorte Single Malt können Sie das Gefühl bekommen, Sie würden irischen Whiskey mit Honig trinken.

Im Gegensatz zu Single Malt Whiskey wird Single Grain Whiskey in einer kontinuierlichen Destillation hergestellt, was zu einem milderen und leichteren Geschmack führt. Die Reifung erfolgt in Eichenfässern, die dem Whiskey eine goldene Farbe und Aromen von Vanille, Karamell und Holz verleihen.

Irish Blended Whiskey ist eine Mischung aus verschiedenen Whiskey-Sorten, darunter Single Malt, Single Grain und Pot Still Whiskey. Die genaue Zusammensetzung kann von Marke zu Marke variieren, aber das Ziel ist es, einen einheitlichen Geschmack zu erzielen. Der Blended Whiskey ist die beliebteste Sorte von irischem Whiskey und wird in der Regel milder als andere Whiskey-Sorten empfunden.

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Single-Malt ist eine der bekanntesten Whiskey-Sorten.

Ein weiterer Whiskey-Typ ist der Pure Pot Still Whiskey. Diese Art Whiskey ist diversen Tests von irischem Whiskey im Internet zufolge eine einzigartige Sorte, die ausschließlich in Irland hergestellt wird. Es ist ein Blend aus gemälzter und ungemälzter Gerste, der in Kupferbrennblasen destilliert und in Eichenfässern gereift wird. Der Name “Pure Pot Still” kommt von der Tatsache, dass der Whiskey in einem Kupferpot-Still-Verfahren destilliert wird, das nur in Irland verwendet wird. Der Geschmack von Pure Pot Still Whiskey ist komplex und charakteristisch, mit würzigen Noten und einer öligen Textur. Hier haben wir von WELT.de die vier Sorten noch einmal dargestellt.

Sorte Merkmale
Single Malt
  • In einer einzigen Brennerei hergestellt
  • In der Regel in Eichenfässern gereift
  • Oft als eine der hochwertigsten Sorten angesehen
Single Grain
  • Mischung von gemälzter Gerste und anderem Getreide
  • Kann in einer oder mehreren Brennereien produziert werden
  • Leichter und süßer als Single Malt
Blended Whiskey
  • Kombination aus Single Malt und Single Grain
  • Bietet breitere Geschmackspalette
  • Kann in mehreren Brennereien hergestellt sein
Pure Pot Still Whiskey
  • Wird in einer einzigen Brennerei destilliert
  • Einzigartige Textur und würziger Geschmack
  • Typisch für irische Whiskey-Kultur

4. Welche Hersteller bieten irischen Whiskey an?

In Irland gibt es eine Vielzahl an Herstellern, die hervorragenden Whiskey produzieren. Jameson ist dabei wohl der bekannteste und größte Hersteller. Die Marke steht für qualitativ hochwertigen, milden Whiskey und wird weltweit exportiert. Tullamore Dew ist ein weiterer großer Hersteller und bietet eine breite Palette an Whiskeys an, darunter auch verschiedene Single-Malt-Sorten.

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Jameson ist besonders für seinen Single Malt berühmt.

Irische Whiskeys, die rauchig schmecken, sind eher untypisch. Doch gibt es auch Marken, die irische Whiskeys mit rauchigem Aroma produzieren. So zum Beispiel Connemara, eine irische Marke, deren Produkte fast schon an schottische Whiskeys erinnern. Kilbeggan ist der älteste lizenzierte Whiskey-Hersteller Irlands und bietet sowohl Single Malt als auch Blended Whiskeys an.

Hinweis: Rauchiger und torfiger irischer Whiskey ist eine relativ neue Entwicklung. Durch die Verwendung von gemälztem Gerstenmalz mit einem höheren Rauchgehalt als bei traditionellem irischen Whiskey erhält der torfige irische Whiskey ein rauchiges und erdiges Aroma.

O’Connor ist ein kleiner Familienbetrieb, der sich auf handgefertigte und limitierte Whiskey-Sorten spezialisiert hat. Und schließlich darf auch Bushmills nicht unerwähnt bleiben, der älteste lizenzierte Whiskey-Hersteller der Welt, der vor allem für seinen sanften und leicht süßen Blended Whiskey bekannt ist.

Teeling ist ein unabhängiger irischer Whiskeyhersteller, der 2012 von den Brüdern Jack und Stephen Teeling gegründet wurde. Sie haben sich auf die Produktion von Single Malt und Single Grain Whiskeys spezialisiert und sind für ihre innovativen Ansätze bei der Fassreifung bekannt.

Hier haben wir von WELT.de Ihnen einige der Hersteller noch einmal in einer Tabelle zusammengefasst.

Hersteller Merkmale
Jameson
  • meistverkaufte irische Whiskey-Marke
  • Dreifach destilliert
  • Bietet verschiedene Sorten an
Bushmills
  • Zweitälteste Whiskey-Brennerei der Welt
  • Vielfach prämierte Whiskeys
  • Verwendet irische Gerste und eigenes Wasser
Tullamore
  • Bekannt für milden Geschmack
  • Mischung aus Pot Still- und Grain-Whiskeys
  • Nutzt verschiedene Fassarten
Connemara
  • Einziger getorfter irischer Single Malt
  • Destillerie befindet sich inmitten der Natur im Westen Irlands
  • Intensives, rauchiges Aroma

Was ist Dundalgan? Dundalgan ist ein Whiskey, der in Irland hergestellt wird. Er zeichnet sich durch seinen reichen Geschmack und sein traditionelles Brennverfahren aus, das ihn zu einer beliebten Wahl für Whiskey-Liebhaber macht.

5. Weitere Antworten und Fragen von Kunden, die nach irischer-Whiskey-Tests bzw. -Vergleichen suchen

Sind Sie kein Whiskey-Kenner, ist nur selbstverständlich, dass Sie auch nach unserer Kaufberatung noch nicht alles wissen. Einige weitere Fragen, die Sie eventuell haben könnten, bekommen Sie hier beantwortet.

5.1. Gibt es eigentlich irischen Scotch?

Wenn Sie in Irland oder in Schottland fragen würden, ob es irischen Scotch gibt, könnte das dazu führen, dass Sie verwirrte Blicke ernten. Der Unterschied zwischen irischem und schottischem Whiskey ist einfach – Scotch ist eine geschützte Bezeichnung für Whisky aus Schottland und darf nicht anderswo hergestellt werden. Der irische Whiskey hingegen darf als eigener Typ betrachtet werden und hat einige Unterschiede zum schottischen Whisky, wie beispielsweise die Verwendung von ungemälzter Gerste in der Herstellung des Pot Still Whiskeys.

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5.2. Wie viel irischer Whiskey ist in einer Flasche?

Die übliche Füllmenge in ml einer Flasche irischen Whiskeys beträgt 700 ml. Es gibt jedoch auch kleinere und größere Flaschen auf dem Markt, wie 500 ml, 750 ml oder 1-Liter-Flaschen. Es gibt jedoch auch größere Flaschen mit einem Fassungsvermögen von bis zu 4,5 Litern, die oft für Sammlerstücke oder besondere Anlässe hergestellt werden. Die genaue Menge an Whiskey in einer Flasche sollte auf dem Etikett angegeben sein. Es ist auch zu beachten, dass die Alkoholstärke des Whiskeys von Flasche zu Flasche variieren kann, daher empfiehlt auch die Stiftung Warentest, beim Mischen von Getränken und beim Genuss von Whiskey verantwortungsbewusst zu handeln.

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5.3. Können Sie irischen Whiskey mischen?

Ja, irischer Whiskey kann gemischt werden. Einige beliebte Mixgetränke mit irischem Whiskey sind der Irish Coffee und der Whiskey Sour, bei dem der Whiskey mit Zitronensaft und Zucker vermischt wird. Es ist auch möglich, Whiskey und irischen Whiskey-Likör zu mischen, um Cocktails wie den Irish Cream Martini oder den Toasted Almond zu kreieren. Viele Whiskey-Liebhaber genießen den Geschmack von irischem Whiskey auch pur oder mit einem Spritzer Wasser, um die Aromen zu öffnen.

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5.4. Welcher Whiskey ist für Irish Coffee gut geeignet?

Für Irish Coffee wird meist ein mild-aromatischer Irish Whiskey empfohlen, der sich gut mit Kaffee und Zucker verbindet, ohne den Geschmack des Kaffees zu überdecken. Hierfür eignen sich unter anderem die Sorten Jameson, Bushmills oder Tullamore Dew.

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5.5. Was ist Bourbon?

Bourbon ist eine Art von amerikanischem Whiskey, der aus mindestens 51 % Mais hergestellt wird und in ausgebrannten Eichenfässern gereift ist. Es gibt einige gesetzliche Anforderungen, die erfüllt sein müssen, damit sich ein Whiskey als Bourbon bezeichnen darf, darunter die Verwendung von amerikanischen Eichenfässern, die nur einmal verwendet werden und eine Reifungsdauer von mindestens zwei Jahren haben.

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Im Video vorgestellt: Irischer Whiskey

In diesem YouTube-Video führen wir eine Verkostung des Single Malt Whiskeys der Marke Bushmills durch, der 10 Jahre lang gereift ist. Wir erkunden die Aromen und den Geschmack dieses preisgekrönten Whiskeys und geben unsere persönliche Einschätzung ab. Lassen Sie sich von uns in die Welt des Bushmills 10 Jahre Single Malt entführen und erfahren Sie mehr über dieses exquisite Getränk.