
Hundeschermaschinen sollten möglichst für die Teil- und Vollschur geeignet sein – so wie das Angebot von MOSER.
Ehe wir uns in diesem Vergleich auf WELT.de mit professionellen Hundeschermaschinen, Zubehör und kabellosen Geräten mit Akku befassen, wollen wir einmal die Schur selbst und die Einsatzgebiete der Geräte aus Hundeschermaschinen-Tests im Internet beleuchten.
Bevor Sie auf Verdacht eine Hundeschermaschine für Pfoten, Gesicht oder den ganzen Körper anschaffen, lassen Sie sich einmal im Hundesalon beraten. Hier wird der Hund samt Fell eingeschätzt und Sie erfahren bei einer kostenpflichtigen Schur, was bei diesem Felltyp unternommen werden sollte.
Verfilzte Hunde mit Profis wieder gesund machen
Sollten Sie einen verwahrlosten Hund mit stark verfilztem Fell pflegen wollen, suchen Sie sich einen Profi im Hundesalon oder im regionalen Tierschutz und setzen Hundeschermaschinen für verfilztes Fell achtsam ein. Starke Verfilzungen schränken die Bewegung ein und viele Hunde haben starke Schmerzen, weshalb man vorsichtig, fachkundig und sensibel das Haarkleid wieder in Form bringen sollte.
Bevor Sie sich mit den Eigenschaften der Profi-Hundeschermaschinen oder Geräten für den privaten Gebrauch im Detail befassen, sollten Sie zunächst einmal das Fell Ihres Hundes kennen und erkennen. Man unterscheidet folgende Typen:
- Stockhaar: Wird unterschieden in Kurz- und Langstockhaar. Bei Kurzstockhaar sind die Deckhaare (Grannenhaare) 3 oder 4 cm lang und bei einigen Hunden ist die Unterwolle ebenso lang. Dieses sogenannte Doppelfell findet man bei Rassen wie Husky oder Samojede, die jeweils für eiskalte Regionen perfekt gerüstet sind. Der Altdeutsche Schäferhund hingegen ist ein Vertreter des Felltyps Langstockhaar, bei dem die Grannenhaare auch 3 bis 4 cm lang sind, das Deckhaar hingegen 5 bis 10 cm lang sein kann. Mit Fellkamm, Pflegebürste und Massagebürste sollte das Fell regelmäßig gepflegt werden.
- Kurzhaar: Diesen Felltyp kennt man vom Pinscher über den Dobermann bis hin zum Boxer. Hunde dieses Typs haben oft einen praktisch nackten Bauch und überhaupt keine Unterwolle. Daher frieren diese Tiere im Winter ohne Mantel auch wirklich. Es kann allerdings auch eine dichtere oder gering ausgeprägte Unterwolle vorhanden sein. Das Haar ist nur 1 bis 2 cm lang, liegt eng am Körper und ist glatt. Für die Pflege reichen Massagehandschuh oder -bürste völlig aus. Keinesfalls sollten Sie Striegel aus Metall benutzen, weil die Zinken direkt die Haut berühren.

Kürzen Sie das Fell Ihres Hundes mit einer praktischen Hundeschermaschine für zuhause.
Rauhaar: Der prominenteste Vertreter ist wohl der Rauhaardackel, wobei auch der Schnauzer und manche Terrier dieses Fell tragen. Das Deckhaar ist drahtig, mittellang und wasserabweisend. Eine dichte Unterwolle ist überwiegend vorhanden, wobei die Längen abweichen können. Hier gibt es rund um die Schnauze und die Augen oft Bärte oder Ponys, die in Form gehalten werden wollen. Mit Zupfbürsten und Unterwollharken sollte die regelmäßige Fellpflege erfolgen. Regelmäßiges Scheren und Trimmen ist empfohlen, um Hautentzündungen und Gerüche zu vermeiden.
- Wellhaar: Diese Hunde erkennen Sie an langen Wellen bis hin zu Locken, wobei es Rassen völlig ohne und mit dichter Unterwolle gibt. Der Pudel ist wohl der bekannteste Vertreter, und Sie brauchen sowohl Zupfbürsten als auch Fellkämme und eine gute Hundeschermaschine. Für die Pflege werden bei diesem Typ auch gelegentliche Bäder für die Hygiene empfohlen.
- Langhaar: Als langes Deckhaar gelten Varianten, die 7 bis 20 cm lang sind. Es kann sowohl flauschig als auch glatt um den Körper liegen. Sehr viele dieser Typen haben auch eine dichte Unterwolle, was die Fellpflege insgesamt sehr umfangreich macht. Mit gelegentlichen Bädern, Timm-Messern, Hundeschermaschine, Fellkamm, Entfilzungskämmen und Harken für Unterwolle muss das Fell häufig behandelt werden. Achten Sie unbedingt darauf, ob das Tier einen Fellwechsel vollzieht. Ist dies der Fall, dürfen Sie keinesfalls mit einer Langhaar-Hundeschermaschine arbeiten – hier wird das Fell lediglich geschnitten. Bobtails, Cocker Spaniel oder Irisch Setter besitzen Fell des Typs Langhaar.
Wie Sie sehen, sollten Sie nicht einfach unbedacht mit der Schermaschine über das Fell herfallen, sondern sich im Vorfeld gut informieren. Der Hundesalon, aber auch der Tierarzt und Rasseverbände sind hier die richtigen Ansprechpartner.