Ratgeberübersicht
  1. Wie erkenne ich gute Hundeleinen?
  2. Was für unterschiedliche Hundeleinen gibt es?
  3. Welche Hundeleine passt zu mir?
  4. Welche Hundeleinen sind laut Tests am besten?
  5. Was kosten Hundeleinen?
  6. Wie lautet das Fazit für Hundeleinen?

Sie gehen mit Ihrem Hund spazieren, er schnüffelt durch das Gras und auf einmal rennt er los; doch die Hundeleine stopp ihn davor, auszureißen. Beim Thema Hundeleine gibt es einige Unterschiede. Die Grundfunktion ist immer dieselbe: Die Leine gibt Ihnen die Kontrolle über die Bewegungsreichweite des Hundes.

Für den Hundehalter ist sie eines der wichtigsten Utensilien, so wichtig wie das Hundehalsband, Hundefutter oder das Hundegeschirr. Hundeleinen können unterschiedlich lang sein, sie reichen von 1,5 m bis zu 20 m. Sie bestehen aus verschiedenen Materialien wie etwa Nylon, Leder oder Metall. Viele von ihnen verfügen über Karabiner, um die Länge einzustellen. Wichtig ist die Haptik, also wie grifffest das Material ist. Die Leinen lassen sich am Hundegeschirr oder am Halsband befestigen oder sie bilden am Ende selbst ein Halsband. Schlussendlich unterscheidet man verschiedene Arten je nach Verwendungszweck.

Zwei getestete Hundeleinen liegen auf einem Holzboden

Hier sehen wir zwei textile Hundeleinen mit Karabinern zur Befestigung am Halsband oder Geschirr.

Wie erkenne ich gute Hundeleinen?

Welche Hundeleine für Sie und Ihren tierischen Begleiter die richtige ist, hängt von mehreren Faktoren ab. Unter anderem unterscheiden sich die Leinen nach ihrem Verwendungszweck. Sie wollen nicht mit einer kurzen Führleine von 1,5 m in den Park, wo der Hund munter herumtollen möchte. Unterschiede gibt es zudem beim Material, bei der Griffigkeit und der Haltbarkeit.

Länge: Fürleinen für kurze Sparziergänge, Schleppleinen für Spielrunden

Eine einfache Führleine oder Führungsleine ist zwischen 1,5 und 2 Metern lang. Das reicht für einen normalen Spaziergang um die Ecke vollkommen aus. Manche Hundebesitzer wählen diese Leinenform auch für Situationen aus, wo der Hund sich nicht sehr weit bewegen darf. Solche Leinen bezeichnet man auch als Kurzleinen.

Flexible Leinen mit einer Länge über 2 Meter hinaus gewähren dem Hund eine höhere Bewegungsreichweite. Sie eignen sich etwa für Spaziergänge in der freien Natur oder in Parks.

Dann gibt es noch die Schleppleine oder Laufleine. Die Länge der Schleppleine beträgt in der Regel zwischen 15 und 20 Meter. Diese Varianten erlauben einen wesentlich höheren Spielraum. Sie müssen sich aber auch darauf verlassen, dass Ihr Hund diesen Spielraum nicht ausnutzt.

Hinweis: Die Länge von Flexi- und Schleppleinen lässt sich meist mittels Karabinern und Ringen flexibel einstellen.

Material: Nylon, Leder oder auch Leinen aus Tau

Zunächst wäre da das Nylon. Hundeleinen aus Nylon oder Paracord sind zumeist sehr günstig. Man verwendet sie für kurze Führungsleinen. Ein Nachteil ist, dass Nylon ziemlich glatt ist. Daher rutscht das Material einem leichter aus der Hand.

Lederleinen sind Naturprodukte, sehr haltbar und bieten eine gute Haptik. Leder gehört zu den bevorzugten Materialien und findet sich bei verschiedenen Leinenarten. Solange Sie die Lederleine gut pflegen und regelmäßig einfetten, reißt sie fast nie.

Die Kettenleine besteht aus mehreren Metallgliedern und einer Leder- oder Stoffschlaufe zum Halten. Die Länge der Leine lässt sich meist nicht variieren. Das Material ist fest, wiegt jedoch schwerer als andere Materialien.

Biothane kommt eigentlich aus dem Reitsport. Hierbei handelt es sich um Polyestergewebe mit sehr guten haptischen Eigenschaften, hoher Haltbarkeit und sehr guter Reißfestigkeit. Biothane ist außerdem wasserdicht, schmutzfest und sehr leicht.

Ein weiteres Material ist Tau. Tau oder Kletterseil ist besonders reißfest und strapazierfähig. Vor allem doppelt geflochtene Tau-Leinen, also Doppelleinen, sind sehr widerstandsfähig. Sollte der Hund am Tau ziehen, dann kommt es zu einer Dehnung und das Material dämpft das Ziehen.

Hersteller

Gern kaufen Hundebesitzer ihre Leinen bei:

  • Trixie
  • Flexi
  • Louis Vuitton
  • Hunter

Diese Hersteller bieten auch anderes nützliches Zubehör wie das Hundebett, die Hundebox, Geschirr oder Halsbänder für Hunde.

Was für unterschiedliche Hundeleinen gibt es?

Man unterscheidet die Hundeleinen maßgeblich anhand ihres Verwendungszwecks. Hundebesitzer haben meist mehr als eine Leine. Soll es eine Leine zum Spazieren in der Nachbarschaft sein oder soll sich der Hund freier bewegen können? Oder nehmen Sie den Hund mit zum Jogging oder gar zur Jagd?

Führleine

Führleinen oder Führungsleinen haben meist eine Länge zwischen 1,50 und 2,00 Metern. Sie eignen sich für den Alltag und für das tägliche Spazierengehen.

    Vorteile
  • Für jede Alltagssituation gebräuchlich
  • Flexibel einstellbar
  • Einfach am Halsband oder Geschirr anzubringen
    Nachteile
  • Kurze Reichweite
  • Wenig flexibel

Retriever- oder Moxonleine

Diese Hundeleine verfügt über eine Schlaufe. Sie legen diese Schlaufe um den Hals des Hundes, womit sie ebenso als ein Halsband dient. Es sollte eine Stopp-Funktion vorhanden sein, andernfalls kann die Schlaufe sich zu sehr um den Hals des Hundes zusammenziehen. Die Länge ist vergleichbar mit einer Führleine.

Vorteile der Moxonleine:

  • Dient auch als Hundehalsband
  • Schnell angelegt

Der größte Nachteile bei Retriever- oder Moxonleinen ist, dass sie eventuell den Hals des Hundes zusammenziehen kann. Vorischt ist geboten.

Nahaufnahme vom Karabiner einer getesteten Hundeleine

Wie wir wissen, wird der Karabiner dieser Hundeleine durch ein Gewinde, das zugedreht wird gesichert.

Roll- oder Flexileine

Mit dieser Hundeleine hat der Hund einen großen Bewegungsfreiraum. Die Leine lässt sich in das Kunststoffgehäuse einziehen und damit können Sie die Länge flexibel variieren.

Die Vorteile der Roll- oder Flexileine:

  • Hohe Reichweite, die sich auch flexibel einstellen lässt
  • Schnell am Halsband oder Geschirr befestigt
  • Der Kunststoffgriff kann nützliche Zusatzfunktionen wie eine Taschenlampe aufweisen

Der Nachteil der Roll- oder Flexileine ist, dass die Kontrolle des Hundes ist mit der Führleine etwas besser ist.

Schleppleine

Eine Schleppleine oder Langlaufleine ist bis zu 20 Meter lang. Sie erlaubt dem Hund, sich sehr frei zu bewegen, ohne dass Sie die Kontrolle verlieren. Manche Schleppleinen lassen sich im Boden befestigen. Es gibt auch Schleppleinen für die Jagd.

    Vorteile
  • Bestmöglicher Bewegungsspielraum für den Hund
  • Sehr robust
    Nachteile
  • Personen können über die Schleppleine stolpern
  • Bei einem Halsband können Verletzungen auftreten, wenn die Leine den Hund im vollen Lauf stoppt

Joggingleine

Sollten Sie mit Ihrem Hund Joggen gehen wollen, dann könnte eine zusätzliche Jogging-Leine für Sie infrage kommen. Die befestigen Sie um Ihre Hüften und am Geschirr des Hundes. Der Hund muss sich langsam an die Joggingleine gewöhnen.

    Vorteile
  • Für das Jogging oder auch Fahrrad geeignet
  • Der Hund läuft beim Joggen nicht davon
    Nachteile
  • Nicht für das Spazierengehen geeignet
  • Kurze Reichweite
  • Gewöhnungsbedürftig für Sie und den Hund

Welche Hundeleine passt zu mir?

Wie Sie sehen, gibt es viele unterschiedliche Arten von Hundeleinen. Welche davon zu Ihnen passt, hängt von Ihrem Hund ab und welche Aktivitäten Sie mit ihm durchführen wollen.

Kurzleine für Spaziergänger und ruhige Hunde

Kurzleinen und Führleinen bis zu 2 Meter reichen für das einfache Gassigehen aus. Welpenleinen sind in der Regel auch kürzer, damit sich der Hund daran gewöhnen kann. Kurzleinen sind sehr günstig, weil sie sich auf das Wesentliche beschränken. Wer einen ruhigen Hund hat, der mit einfachen Spaziergängen zufrieden ist, der greift hier zu. Auch Flexi- und Moxonleinen erfüllen diesen Zweck. Längere Flexi- oder Führleinen haben oftmals variable Leinenlängen. Somit können Sie Ihrem Hund einen größeren Bewegungsradius zugestehen, wenn es sich anbietet.

Schleppleinen und Laufleinen für Bewegungsfreudige

Viele Hunde möchten sich viel bewegen. Sie drängen in die Parks und in die Natur, laufen anderen Hunden hinterher oder folgen ihrer Nase. Damit sich der Vierbeiner bewegen kann, brauchen Sie eine Leine mit guter Reichweite von 15 bis 20 Metern. Möglicherweise gehören Sie ebenfalls zu den Bewegungsfreudigen und unternehmen gerne lange Spaziergänge durch den Wald oder in den Park.

Hier kann der Hund sich freier bewegen, mal etwas umhertollen oder mit anderen Hunden spielen. Damit Sie dennoch die Kontrolle behalten, brauchen Sie die richtige Leine dafür. Das betrifft vor allem Hunde, die nach dem Weglaufen nicht sofort auf Kommando zurückkehren. Ebenso Hunde mit einem starken Jagdtrieb. Wenn die mal etwas erspähen, jagen sie sofort los und lassen sich durch Befehle kaum aufhalten.

Joggingleine für den gemeinsamen Sport

Wenn Sie mit Ihrem Hund gerne Sport treiben, dann bieten sich Joggingleinen an. Mit Ihnen können Sie auch gut Fahrrad fahren, während der Hund neben Ihnen herläuft. Die Joggingleine binden Sie sich um die Hüfte, damit bleiben Ihre Arme frei und Sie können sich besser bewegen. Diese Leinen-Art ist für den Hundehalter und den Hund selbst etwas gewöhnungsbedürftig. Es funktioniert auch nur, wenn der Hund wirklich an Ihrer Seite bleibt. Sollte dem nicht der Fall sein, dann probieren Sie es vielleicht mit einer gewöhnlichen Kurzleine. Damit haben Sie mehr Kontrolle über ihn.

Welche Hundeleinen sind laut Tests am besten?

Einen Test für Hundeleinen von Stiftung Warentest gibt es bislang nicht. Auch bei anderen Test-Instanzen sucht man bislang vergeblich nach einem Test für die besten Hundeleinen. Allerdings gibt es viele andere unabhängige Webseiten, die sich zu dieser Produktkategorie geäußert haben. Schließlich treibt dieses Thema viele Hundebesitzer um. Kundenrezensionen und Erfahrungen können ebenfalls eine wertvolle Hilfe sein.

Wieso es noch keinen großen Test von Stiftung Warentest und Co. gibt? Schwer zu sagen. Das Thema Hunde ist der Stiftung Warentest nicht unbekannt. Schließlich gibt die Stiftung immer wieder Nachrichten heraus, die sich mit Hunden befassen, zum Beispiel bei der Leinenpflicht. Was den Vergleich der unterschiedlichen Hundeleinen anbelangt, müssen Sie sich auf andere Tests verlassen.

Die unabhängigen Tester verweisen darauf, dass es verschiedene gute Hundeleinen für verschiedene Situationen, Hunde und Hundebesitzer gibt. Wer sich einen Welpen zulegt, braucht zunächst eine Welpenleine von kleineren Dimensionen. Dadurch lernt der Welpe den Umgang mit der Leine und Sie haben es leichter, ihm das Spazierengehen und die Kommandos beizubringen.

Teure Hundeleinen sind nicht unbedingt die Besten

Nach Meinung der Experten sind die teuersten Produkte nicht automatisch die besten. Die Unterschiede beim Preis ergeben sich unter anderem aus den Materialien und aus dem Zweck. Wer auf die Qualität des Produktes achtet, der hat länger etwas von der Hundeleine. Schlecht verarbeitetes Material nutzt sich schneller ab und reißt eher.

Kunden sprechen unter anderem darüber, dass sich eine Hundeleine mit einer grellen Farbe leichter finden lässt, falls sie im Wald verloren gehen sollte. Bei größeren Hunden wünschen sich die Kunden ein Produkt mit guter Haptik, damit man das Gefühl hat, das Tier gut im Griff zu haben. Wichtig sind allgemein ein solide Verarbeitung und funktionierende Karabinerhaken. Dadurch lässt sich die Länge schnell variieren.

Leder liegt nach allgemeiner Einschätzung gut in der Hand. Jedoch gibt es einen Unterschied zwischen sehr weichem und eher harten Leder. Ersteres fasst sich schön weich an, ist jedoch empfindlicher und eignet sich daher eher für den Spaziergang. Hartes Leder wie Rindsleder ist dagegen wesentlich widerstandsfähiger und daher sehr gut für den Wald geeignet.

Allgemein benutzt kaum jemand nur eine einzige Hundeleine. Viele Menschen haben mindestens eine Kurzleine für Spaziergänge in der Nachbarschaft und eine längere Laufleine. Eine Welpenleine ersetzen sie früher oder später, weil die Welpen die Tendenz haben, auf ihnen herumzubeißen. Außerdem muss sich die Leine an die Größe und das Gewicht des Hundes anpassen.

Hundeleine im Test: Grüne Schlaufe der Hundeleine liegt auf einem Holzboden

Diese Hundeleine im Bild ist eine Rundleine mit einer breiten Schlaufe, die nicht so schnell einschneidet, wie wir meinen.

Was kosten Hundeleinen?

Beim Preis von Hundeleinen gibt es einen großen Spielraum. Schließlich gibt es sehr schlichte, kurze Leinen aus einem einfachen Material. Auf der anderen Seite finden Sie sehr hochwertig gearbeitete Varianten mit nützlichem Zubehör. Die Preisspanne reicht von 5 Euro bis zu etwa 50 Euro.

Preiswerte Hundeleine: Ab 5 bis 10 Euro

In diesem Preissegment finden Sie sehr einfache Hundeleinen. Diese erfüllen schlicht den Zweck, den Hund nahe bei Ihnen zu halten. Materialien und Ausstattung sind simpel gehalten. Oftmals handelt es sich dabei um Nylon. Eine einfache Lederleine für Ihren Hund finden Sie hier ebenfalls, zumeist grobes, recht festes, aber nicht sonderlich feines Leder.

Produkte in diesem Preissegment sind für den Spaziergang und für einfach zu führende Hunde geeignet. Ebenfalls für Welpen, die auf dem Material gerne herumkauen. Wenn die Welpen ausgewachsen sind, brauchen Sie sowieso eine neue Hundeleine.

Mittelklasse-Hundeleine: Ab 10 bis 20 Euro

Zwischen 10 und 25 Euro finden Sie eine große Auswahl an Hundeleinen verschiedener Art. Hier gibt es einfache Führ- sowie Schleppleinen aus gut verarbeitetem Material. Außerdem finden Sie in dieser Preiskategorie viele Flexileinen. Bei diesen Produkten können Sie die Länge der Leine individuell anpassen, indem das Seil im Kunststoffgehäuse verschwindet oder Sie dem Hund mehr Spielraum lassen. Bei den Führ- und Schleppleinen stehen Ihnen dafür Karabinerhaken zur Verfügung. Das Material ist gut verarbeitet und sollte eine hohe Robustheit aufweisen.

Hochwertige Hundeleinen: Ab 25 Euro

Die meisten Hundeleinen sind für unter 25 Euro zu finden. Teurere Modelle gibt es ebenfalls, sie sind allerdings nicht unbedingt die Norm. Was diese Modelle gemeinsam haben: Äußerst hochwertiges oder seltenes Material wie Elchleder. Sie Lassen sich sehr angenehm halten, bieten eine lange Haltbarkeit und gute Reichweite für den Hund. Auch hier ist die Auswahl an Hundeleinen-Arten groß. Es gibt sowohl Schlepp- und Führleinen als auch Flexileinen. Sie fallen durch ein edles Äußeres auf, lassen sich einfach reinigen und verfügen über eine hohe Robustheit.

Wie lautet das Fazit für Hundeleinen?

Die beste Hundeleine für Sie zu finden, ist gar nicht so einfach. Die Auswahl ist groß und es gibt nicht die eine perfekte Leine für jeden Zweck. Stattdessen besitzen viele Frauchen und Herrchen mehr als eine Hundeleine. Letztlich sollte die Hundeleine es Ihnen erlauben, die Kontrolle über den Hund zu behalten und ihm gleichzeitig einen gewissen Bewegungsradius zugestehen. Die wichtigsten Kriterien sind hier noch einmal zusammengefasst:

  • Der Preis von Hundeleinen beginnt bei 5 Euro mit den günstigsten Modellen, während beim Preis von 25 Euro die hochwertigen Modelle beginnen
  • Es gibt kurze Leinen wie etwa Führleinen für den regulären Spaziergang und längere Varianten wie die Schleppleine, mit der sich der Hund freier bewegen kann
  • Das Material reicht vom einfachen Nylon und Leder hin bis zu edleren Lederstoffen, festem Tau, festem Metall oder pflegeleichtem Biothane
  • Neben dem Look und dem Preis spielt bei dem Material auch die Haptik eine wichtige Rolle, also wie gut Sie die Hundeleine festhalten können
  • Achten Sie auch auf das Gewicht, es sollte weder für Sie noch für Ihren Hund zu schwer sein. Zu leicht kann jedoch bedeuten, dass das Material zu schwach ist und der Hund beim Ziehen es irgendwann zerreißt

Vergleichen Sie jetzt und finden Sie hier die richtige Hundeleine für Ihren tierischen Freund.