Ratgeberübersicht
  1. Wie erkenne ich gute Gelmatratzen?
  2. Was für unterschiedliche Gelmatratzen gibt es?
  3. Welche Gelmatratze passt zu mir?
  4. Welche Gelmatratzen sind laut Tests am besten?
  5. Was kosten Gelmatratzen?
  6. Wie lautet das Fazit für Gelmatratzen?

Dieser neueste Trend im Matratzenbereich soll die komfortablen Liegeeigenschaften eines Wasserbetts mit der Pflegeleichtigkeit einer Kaltschaummatratze kombinieren und so das Beste aus beiden Welten vereinen. Bei der Umsetzung gibt es allerdings große Unterschiede und auch der Begriff Gelmatratze wird von verschiedenen Herstellern unterschiedlich interpretiert.

Wir lösen die Verwirrung im Matratzendschungel auf und erklären Ihnen in diesem praktischen Ratgeber, welche unterschiedlichen Arten von Gelmatratzen es auf dem Markt gibt und wo deren jeweilige Stärken liegen. Außerdem erhalten Sie Hinweise, worauf Sie beim Kauf einer neuen Matratze unbedingt achten sollten und wie Sie das richtige Modell für einen ruhigen und erholsamen Schlaf finden.

Wie erkenne ich gute Gelmatratzen?

Das Wichtigste an einer Gelmatratze sind ihre Liegeeigenschaften. Verglichen mit anderen Matratzen sind Modelle mit Gel sehr punktelastisch und passen sich damit gut an den Körper an. Zwischen den einzelnen Gelmatratzen-Varianten gibt es aber in dieser Hinsicht große Unterschiede. Das sind die wichtigsten Merkmale, auf die Sie beim Kauf achten sollten:

Härtegrad: Abhängig von Ihrem Gewicht und Liege-Empfinden

Die meisten Gelmatratzen sind, ähnlich wie Kaltschaum-Matratzen oder Taschenfederkernmatratzen, mit verschiedenen Liegezonen ausgestattet. Die Bereiche für Schulter und Becken sind in der Regel besonders weich, weil vor allem Seitenschläfer davon profitieren: So kann sich das Gewicht gleichmäßig auf der Matratze verteilen. Eine Ausnahme bilden mit reinem Gel gefüllte Matratzen, in denen die Füllung frei fließen und sich daher durch Umverteilung anpassen kann. Bei Matratzen 140 x 200 cm können Sie bei guten Modellen 7 Liegezogen erwarten.

Bei Kaltschaum- und Taschenfederkernmatratzen mit Gelschaumauflage geben die Hersteller den Härtegrad der Matratze in den üblichen Einheiten an. Dabei sollten Sie jedoch bedenken, dass es sich beim Härtegrad um keine einheitlich genormte Größe handelt und sich die Interpretation der verschiedenen Härtegrade bei unterschiedlichen Herstellern unterscheiden kann. Entscheidender ist deswegen immer das subjektive Liege-Empfinden.

Punktelastizität: Gelmatratzen passen sich optimal an Ihre Körperform an

Wie bereits erwähnt, sind die meisten Gelmatratzen besser in Sachen Punktelastizität als reine Kaltschaum- oder Federkernmatratzen und können sich daher besonders gut an Ihre individuelle Körperform anpassen. Ein Verfahren zur Messung der Punktelastizität und damit objektive vergleichbare Zahlen gibt es leider nicht. Als einzige Möglichkeit zur Bewertung der Punktelastizität bleibt Ihnen daher nur ein Pieks mit der Fingerspitze in die Matratze. Je weniger diese rund um den Finger herum einsinkt, desto punktelastischer ist sie.

Bezug: Verhindert übermäßiges Schwitzen auf der Matratze

Fast ebenso wichtig wie das Material im Inneren der Gelmatratze ist der Bezug. Er ist hauptsächlich für die Klimaeigenschaften der Matratze verantwortlich. Meist handelt es sich bei dem Material um sogenannte Klimafasern aus Polyester oder die natürliche Holzfaser Tencel, die besonders viel Feuchtigkeit aufnehmen kann. Dadurch sorgt sie für ein trockenes Schlafklima und verhindert übermäßiges Schwitzen auf der Gelmatratze.

Material: Gelmatratzen bestehen aus Gelschaum und Gelgranulat

Für die Herstellung von Gelmatratzen kommen 2 unterschiedliche Materialien zum Einsatz. Dabei handelt es sich einerseits um Gelschaum, einen besonders weichen, punktelastischen Kaltschaum, und um Gelgranulat. Das Granulat wird in die Wasserfüllung einer Gelmatratze gemischt, wodurch sich der Inhalt in ein zähflüssiges Gel verwandelt. Während Gelschaum meist in Kombination mit Kaltschaum und Federkernen zum Einsatz kommt, dient eine Gelmatratze als alleinige Auflage zum Schlafen.

Was für unterschiedliche Gelmatratzen gibt es?

Wenn Sie sich für die Anschaffung einer Gelmatratze entscheiden, haben Sie die Wahl zwischen unterschiedlichen Ausführungen dieser besonders anpassungsfähigen Unterlagen. Sowohl eine Matratze mit Gelschaum als auch eine reine Gelmatratze haben Vor- und Nachteile, die es abzuwägen gilt.

Matratzen mit Gelschaum

Matratzen mit Gelschaum sind in der Regel so aufgebaut, dass sie einen Kern aus Federn oder Kaltschaum und darüber liegend eine Auflage aus Gelschaum haben. Der Kern bietet Stabilität und stützt den Körper im Schlaf, während die Gelschaum-Auflage für ein angenehmes Liegegefühl und eine gute Anpassung an den Schläfer sorgt.

    Vorteile
  • Gute Körperanpassung
  • Vereint komfortables Liegegefühl mit einer guten Stützkraft
  • Pflegeleicht und unkompliziert
    Nachteile
  • Hoher Anschaffungspreis
  • Gelschicht kann zu Wärmestau und Schwitzen führen
  • Nicht geeignet für Menschen, die harte Matratzen mögen

Gelmatratzen

Gelmatratzen für Gelbetten sind Verwandte der Wassermatratzen für Wasserbetten. Sie sind ähnlich aufgebaut, jedoch wird nach dem Befüllen mit Wasser ein spezielles Granulat in das Wasser gegeben, das dieses zu Gel macht. Dadurch schwingt die Gelmatratze weniger nach als ein Wasserbett und eignet sich auch für Menschen, die lieber ruhig liegen.

    Vorteile
  • Füllmenge frei wählbar: Perfekte Punktelastizität und Körperanpassung
  • Hygienisch und gut für Allergiker geeignet
  • Gel transportiert überschüssige Wärme zuverlässig ab
    Nachteile
  • Hoher Anschaffungspreis: Oft ist zusätzlich der Kauf eines bestimmten Bettgestells nötig
  • Liegequalität und -komfort hängen auch von der richtigen Befüllung ab
  • Pflegeaufwendig
  • Schwer zu transportieren, wenn einmal aufgebaut

Gel-Topper

Eine Alternative zu Gelmatratzen sind sogenannte Topper mit Gelschaum. Dabei handelt es sich um das gleiche Material, das auch bei der Fertigung von Gelschaummatratzen zum Einsatz kommt. Hier fehlt allerdings der stützende Kern aus Kaltschaum oder Federn. Dementsprechend können Sie Gel-Topper nur in Kombination mit einer zusätzlichen Matratze oder einem Boxspringbett verwenden.

    Vorteile
  • Günstige Anschaffung
  • Ermöglicht das Nachrüsten einer Gelschicht für bereits bestehende Matratzen
  • Ermöglicht die Kombination von Gelmatratze und Boxspringbett
  • Stützender Kern ist frei wählbar
    Nachteile
  • Topper kann sich negativ auf die Liegeeigenschaften der Matratze darunter auswirken
  • Topper kann verrutschen
  • Auflage behindert die Belüftung und Feuchtigkeitsregulierung der Matratze

Welche Gelmatratze passt zu mir?

Die unterschiedlichen Varianten von Gelmatratzen unterscheiden sich vor allem in ihren Liegeeigenschaften und der Vielfalt an Möglichkeiten, sie genau auf Ihre individuellen Bedürfnisse anzupassen. Nehmen Sie vor dem Kauf am besten Ihre Schlaf-Bedürfnisse in den Fokus, um in Zukunft sorglos und bequem zu schlafen.

Gel-Topper für Kurzentschlossene und Umsteiger

Da Gel-Topper relativ günstig sind und sich einfach mit einem bereits bestehenden Schlafsystem kombinieren lassen, eignen sie sich hervorragend für den Umstieg auf eine Gelmatratze. Voraussetzung ist lediglich, dass die bereits vorhandene Matratze nicht zu weich ist. Dann würde nämlich der stützende Kern unter der Gelauflage fehlen, was aufgrund der fehlenden Stabilisierung der Wirbelsäule langfristig zu Rückenschmerzen und anderen Beschwerden führen kann.

Gel-Topper eignen sich außerdem nur bedingt, um entstandene Liegekuhlen auf älteren Matratzen auszufüllen und somit deren Lebensdauer zu verlängern. Durch die stärkere Beanspruchung in diesen Bereichen verkürzt sich auch die Haltbarkeit des Toppers selbst. Müssen Sie Ihr bestehendes Bett nur vorübergehend weicher und bequemer machen, bis das Budget für eine Neuanschaffung vorhanden ist, kann ein Gel-Topper allerdings eine gute Übergangslösung sein.

Gelschaummatratzen für unruhige Schläfer

Der beste Zeitpunkt für die Anschaffung einer Gelmatratze ist, wenn sowieso neue Schlafunterlagen gekauft werden müssen – z. B. weil die alten durchgelegen sind und ihren Zweck als Stütze für den Körper nicht mehr erfüllen. Nun können Sie sich für den Kauf einer Gelmatratze entscheiden, wenn Sie in Ihrem derzeitigen Bett nicht gut schlafen, immer wieder mit Schmerzen in Schultern oder Hüfte aufwachen oder sich insgesamt eine weichere Schlafunterlage wünschen.

Gelmatratzen aus Gelschaum sind robust und pflegeleicht und eignen sich sowohl für sehr leichte als auch für schwere Menschen – vorausgesetzt, sie haben den richtigen Härtegrad. Wenn Sie nachts üblicherweise viel und stark schwitzen, sollten Sie ein besonderes Augenmerk auf einen saugfähigen Bezug, eventuell sogar mit antimikrobieller Ausstattung, legen. Hier kann außerdem die Wahl einer Gelmatratze mit Taschenfederkern hilfreich sein. Diese Modelle sind in der Regel besser belüftet und trocknen daher schneller.

Gel-Betten – die richtige Wahl für Perfektionisten

Sie wollten schon immer ein Wasserbett haben, weil das die beste Körperanpassung bietet, aber das Liegegefühl behagte Ihnen dann doch nicht? Dann greifen Sie zur Gelmatratze im Gel-Bett. Dabei handelt es sich zwar in der Regel um eine teure Anschaffung, die außerdem fein auf den jeweiligen Schläfer abgestimmt werden muss – richtig eingestellt bietet eine Gelmatratze aber den bestmöglichen Schlafkomfort.

Welche Gelmatratzen sind laut Tests am besten?

Das Bett gehört zu den Orten, an denen wir Menschen beinahe die meiste Zeit unseres Lebens verbringen – entsprechend wichtig ist eine gute Matratze. Sowohl Stiftung Warentest als auch ÖKO-Test untersuchen daher regelmäßig unterschiedliche Modelle auf deren Nutzen. Darunter oft auch einige Gelschaummatratzen. Tests für Gelmatratzen, wie sie in Gelbetten zum Einsatz kommen, gibt es aber bisher leider nicht.

Gelmatratzen bei Stiftung Warentest

Der jüngste Matratzentest des großen Verbrauchermagazins stammt aus dem Jahr 2019. Dabei nahmen die Tester unter anderem 4 Matratzen mit Gelschaum unter die Lupe, 2 mit einem Kern aus Kaltschaum und 2 Modelle mit Taschenfederkern. Alle 4 schnitten mit der Note „befriedigend“ ab. Das lag vor allem daran, dass keines der Modelle für alle Tester geeignet war. Sie konnten entweder nur eher schweren oder eher leichten Personen die optimalen Liegeeigenschaften bieten. Das zeigt, wie wichtig bei Gelmatratzen ein ausführliches Probeliegen ist, um das richtige Modell zu finden.

Keines der Modelle enthielt problematische Inhaltsstoffe. In Sachen Bezugsqualität und Haltbarkeit gab es große Unterschiede zwischen den Testkandidaten. So lobten die Tester den Bezug der Behren TFK Celsio-Gelschaum Matratze, in Sachen Haltbarkeit hatte aber das Modell Evolution von Hn8 Schlafsysteme deutlich die Nase vorne.

Gel-Topper im Test bei ÖKO-Test

2016 untersuchte das Verbrauchermagazin ÖKO-Test 13 Matratzentopper, darunter auch 3 Modelle aus Gelschaum. Alle 3 erhielten die Gesamtnote „befriedigend“. Der Breckle Gel-Topper Top 3700 hatte zwar gute Liegeeigenschaften, enthielt aber unter anderem Antimon und halogenorganische Verbindungen, die zur Abwertung führten. Im Gel-Contact Matratzentopper von Matratzenconcord und dem Malie Gelax Topper fanden die Tester sogar noch mehr potenziell schädliche Stoffe: Sie enthielten chlorierte Verbindungen, die sich im menschlichen Fettgewebe anreichern. Außerdem waren die Liegeeigenschaften dieser beiden Modelle nur befriedigend.

Die Tests zeigen, dass der Kauf einer Gelmatratze ein äußerst individueller Prozess ist. Nicht jedes Modell passt für jeden Körpertyp und nicht immer ist die teuerste Gelmatratze die, die sich am besten für Sie eignet.

Was kosten Gelmatratzen?

Als neueste Hightech-Entwicklung im Matratzenbereich waren Gelmatratzen lange sehr teuer. Mittlerweile gibt es Matratzen mit Gelschaum aber nicht nur von teuren Markenanbietern wie Schlaraffia, sondern auch von günstigeren Herstellern. Damit ist dieser besondere Komfort für jeden erschwinglich.

Günstige Gelmatratzen: Komfortabler Schlaf zum kleinen Preis: Von 100 bis 300 Euro

Die günstigsten Gelschaummatratzen auf dem Markt erhalten Sie für etwa 200 bis 300 €. Diese Angebote umfassen meist die Standardmaße 80, 90 und 100 x 200 cm. Gelmatratzen mit einer Breite von 120 cm oder mehr sind oft deutlich teurer als ihre kleineren Ausführungen. Auch bei den preiswerten Gelmatratzen handelt es sich in der Regel um sogenannte 7-Zonen-Matratzen mit den entsprechend an den Körper angepassten Liegebereichen. Mit einer Belastbarkeit von meist maximal 80 kg eignen sie sich allerdings nur bedingt für sehr große und schwere Menschen.

Mittelpreisige Modelle: Ab 300 bis 500 Euro

Für Gelmatratzen mit einer Breite von bis zu 180 cm und einer Belastbarkeit von bis zu 100 kg müssen Sie etwa 300 bis 400 € einplanen. Diese verfügen dann meist über ein höheres Raumgewicht, was sie einerseits schwerer, aber auch haltbarer macht. Der geringe Aufpreis stellt daher in der Regel eine gute Investition dar, da die hochwertigeren Gelmatratzen länger halten und nicht so schnell wieder ausgetauscht werden müssen.

Hightech Gelmatratzen für ein Schlafen wie auf Wolken: Ab 500 bis 800 Euro

Hightech Gelmatratzen der Extraklasse kosten zwischen 500 und 800 € für Einzelbett-Standardmaße. Größere Gelschaummatratzen sind entsprechend noch teurer. Für diesen Preis bieten Ihnen die Hersteller meist deutlich dickere Gelschichten als im günstigeren Preissegment. Dadurch soll der Liegekomfort noch weiter gesteigert werden. Oft ist der Kaltschaumkern unter der Gelschicht bei den Premium-Modellen außerdem aufwendig aus mehreren unterschiedlichen Schäumen aufgebaut.

Wie lautet das Fazit für Gelmatratzen?

Gelmatratzen sorgen dank ihrer guten Anpassungsfähigkeit und hohen Punktelastizität für einen angenehmen Schlafkomfort. Auf dem Markt gibt es unterschiedliche Produkte, welche die Vorteile des Gels auf verschiedene Art und Weise nutzen:

  • Am weitesten verbreitet sind Gelmatratzen, die aus einer Auflage aus Gelschaum auf einem Kern aus Kaltschaum oder Taschenfedern bestehen. Sie sind in vielen unterschiedlichen Preisklassen von 200 bis über 800 € erhältlich
  • Wer seine bisherigen Matratzen zu Gelmatratzen aufrüsten will, greift zum Gel-Topper. Die dünne Auflage für etwa 70 bis 300 € besteht nur aus Gelschaum und Bezug, den stützenden Kern können Sie frei wählen
  • Gelmatratzen für Gel-Betten sind eng mit Wasserbetten verwandt und genauso aufgebaut – mit dem einzigen Unterschied, dass sie durch das Gelgranulat weniger nachschwingen. Für die Anschaffung sollten Sie zwischen 1.000 und 2.500 € einplanen

Sie können es kaum erwarten, endlich wieder friedlich schlummern zu können? Finden Sie jetzt die passende Gelmatratze für Ihre Ansprüche und lassen Sie sich diese bequem nach Hause liefern. Ihnen einen angenehmen Schlaf.

Im Video vorgestellt: Gelmatratze

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