Ratgeberübersicht
  1. Welche Bodenbeschichtung ist für die Garage geeignet?
  2. Was ist zu tun, wenn Sie den Garagenboden neu beschichten möchten?
  3. Gargenbodenbeschichtungen in Tests: Welche Vor- und Nachteile haben Komplettsets?
  4. Wie teuer ist Garagenbeschichtung?
  5. Weitere Antworten und Fragen von Kunden, die nach Garagenbodenbeschichtung-Tests bzw. -Vergleichen suchen
  • Die Garagenbodenbeschichtung schützt den Boden vor Verschmutzungen, Abrieb und Flüssigkeiten wie Wasser oder Öl. Dabei kann die Beschichtung direkt auf den Estrich oder die Bodenplatte aufgetragen werden.
  • Sie können sich für Garagenbodenbeschichtung in Farbe oder für eine transparente Versiegelung entscheiden. In letzterem Fall bleiben Struktur und Optik der Bodenplatte oder des Estrichs erhalten.
  • Mit einer Anleitung zur Garagenbodenbeschichtung kann die Arbeit auch selbst durchgeführt werden. Sie brauchen jedoch passendes Werkzeug, Schutzausrüstung und ein Auge fürs Detail.

Garagenbodenbeschichtung im Test: Mann, der Garagenbodenbeschichtung auf Garagenboden verteilt

Anders als in Wohnräumen muss in der Garage grundsätzlich kein aufwendiger Bodenbelag vorhanden sein. Stattdessen können hier auch direkt die Bodenplatte oder der Estrich als Untergrund fungieren. Doch vor allem in der Garage wird der Boden oft stark beansprucht. Es gibt eine hohe Punktbelastung durch Autos, Öl- und Benzin können auslaufen und gelegentlich wird der Boden auch anderweitig nass oder schmutzig.

Um den hohen Belastungen standhalten und vor allem optisch in einwandfreiem Zustand bleiben zu können, sollte eine Garagenbodenbeschichtung zum Einsatz kommen. In unserem Vergleich zu Garagenbodenbeschichtungen auf WELT.de erläutern wir die nötigen Arbeitsschritte und haben alle notwendigen Informationen für Sie in unserer Kaufberatung gesammelt.

1. Welche Bodenbeschichtung ist für die Garage geeignet?

Beachten Sie die Dosierungshinweise beim Auftragen

Wenn Sie die Beschichtung für den Garagen-Fußboden auftragen, sollten Sie sich genau an die Dosierungshinweise auf der Verpackung oder der beiliegenden Produktanleitung halten. Viel hilft hier nämlich keinesfalls viel. Wenn Sie zu große Mengen der Garagenbodenbeschichtung auftragen, kann diese verlaufen und es entstehen Unebenheiten. Zudem verlängert sich die Trocknungszeit und Sie benötigen mehr Material, als eigentlich notwendig wäre. Dies macht sich natürlich auch hinsichtlich der Kosten bemerkbar.

Der Boden in der Garage muss robust, wasserfest und druckbeständig sein. Auch Gummiabrieb, Benzin oder Öl sollten dem Boden im besten Falle nichts ausmachen. Die Anforderungen an eine Garagenbodenbeschichtung sind also durchaus umfassend.

Dabei können Sie auf verschiedene Produkte zurückgreifen, um für optisch ansprechende und gleichzeitig robuste Böden zu sorgen. In den letzten Jahren ist vor allem Epoxidharz besonders beliebt geworden. Diese Kategorie von Beschichtung ist robust und extrem widerstandsfähig gegen Öle, Feuchtigkeit und Abrieb.

Das Material ist zudem in der Lage, sehr schwere Punktbelastungen auszuhalten. Sie können daher problemlos mit dem Auto in der Garage parken, ohne dass es zu Rissen in der Beschichtung kommt. Eine Verwendung von Epoxidharz in Ihrer Garage ermöglicht zudem verschiedenste Optiken.

Ob Seidenmatt- oder Hochglanz-Optik, Garagenbodenbeschichtung in Anthrazit oder in einer bunten Farbe: Sie können Ihrer Kreativität dank zahlreicher Mischoptionen freien Lauf lassen. Jedoch ist eine Epoxid-Beschichtung kostenintensiv und bedarf einiger Vorbereitung.

Als Alternative können Sie auf Garagenbodenfarbe zurückgreifen. Diese Form der Beschichtung ist günstiger als Epoxidharz und schafft dennoch einen optisch ansprechenden und gleichzeitig robusten Belag.

Die Garagenbodenfarbe ist in der Regel einfach aufzutragen und erfordert wenig Vorbereitung. Dabei sollten Sie keinesfalls auf herkömmliche Wandfarbe zurückgreifen. Diese ist in der Regel nicht auf die Ansprüche des Garagenbodens ausgelegt.

Garagenbodenbeschichtung im Test: Mann, der Garagenbodenbeschichtung mit Rolle verteilt

Eine gleichmäßige Verteilung der Garagenbodenbeschichtung ist essenziell.

Wenn Sie die Kosten für Ihre Garagenbodenbeschichtung relativ gering halten möchten, kann auch direkt der Estrich versiegelt werden. Dieser wird über die Bodenplatte gezogen und erinnert optisch an Beton.

Wenn bereits Estrich vorhanden ist, spart die Beschichtung des Garagenbodens in jedem Fall Zeit. Ist noch kein Estrich aufgebracht worden, kann alternativ direkt die Bodenplatte versiegelt werden. Die Versiegelung verschließt den ansonsten saugfähigen Beton und sorgt dafür, dass Sie Schmutz, Wasser und Flecken leicht entfernen können.

Wir stellen Ihnen die verschiedenen Arten der Garagenbodenbeschichtung tabellarisch vor:

Art der Garagenbodenbeschichtung Eigenschaften
Epoxidharz
  • teuer in der Anschaffung
  • besonders langlebig und robust
  • Schutz vor Nässe, Öl und Benzin
Anstrich mit Farben
  • günstige Garagenbodenbeschichtung
  • nicht auf herkömmliche Wandfarbe zurückgreifen
  • abriebfest
Estrich und Versiegelung
  • Versiegelung wird direkt auf Estrich aufgetragen
  • ermöglicht Industrial-Ästhetik in der Garage
  • direktes Auftragen auf Bodenplatte nicht empfehlenswert

2. Was ist zu tun, wenn Sie den Garagenboden neu beschichten möchten?

Wenn Sie Ihren Garagenboden mit Beschichtung erneuern möchten, können Sie dieses Projekt oft selbst in die Tat umsetzen. Sie benötigen grundsätzlich keine besonderen handwerklichen Kenntnisse.

Beachten Sie, dass vor allem Epoxidharz, je nach Menge in ml, einen hohen Preis aufweist. Die spezielle Garagenbodenbeschichtung ist also auch im DIY-Projekt nicht unbedingt günstig, dafür aber besonders widerstandsfähig und angenehm zu verarbeiten. Für die Beschichtung müssen in der Regel mehrere Arbeitsschritte befolgt werden. Auf WELT.de haben wir Ihnen die wichtigsten Anwendungstipps übersichtlich dargestellt:

Arbeitsschritt Empfohlenes Vorgehen
Vorbereiten
  • Boden muss staub- und fettfrei sein
  • Beton oder Estrich auf Risse und Löcher überprüfen und Unebenheiten ausgleichen
  • soll Garagenbodenbeschichtung auf Fliesen aufgetragen werden, müssen diese vorab überspachtelt werden
Grundieren
  • saugender Untergrund muss grundiert werden (Oberfläche muss wasserdicht sein)
  • gleichmäßiges Auftragen mit Farbroller
  • Grundierung sollte 24 Stunden trocknen
Garagen-Fußboden-Beschichtung ausbringen
  • Bodenbeschichtung muss häufig in zwei Schritten ausgebracht werden
  • nach Vorgaben des Herstellers anrühren
  • Beschichtung kann mit Farbroller oder Spachtel aufgetragen werden
  • zwischen der ersten und zweiten Schicht müssen mindestens 8 Stunden liegen
Versiegelung auftragen
  • Versiegelung wird großzügig aufgetragen
  • Pinsel empfehlenswert (Farbrolle saugt einen großen Teil der Flüssigkeit auf)
  • Beschichtung muss bis zu 24 Stunden aushärten; Befahren mit Auto erst nach 7 Tagen möglich

Bevor Sie den alten Garagenboden beschichten können, muss dieser auf seine Tragfähigkeit geprüft werden. Vor allem ältere Beton- oder Estrichflächen weisen häufig poröse Stellen oder gar Risse auf. Ist der Boden bereits stark in Mitleidenschaft gezogen worden, kann auch eine Komplettsanierung durch den Profi sinnvoll sein. Kleine Risse oder Löcher können Sie aber vorab mit der Ausgleichsmasse der Garagenbodenbeschichtung füllen. Zudem muss der Boden staub- und fettfrei sein.

Danach wird der Garagenboden grundiert. Beton und Estrich sind saugende Oberflächen. Die Grundierung schafft eine wasserdichte Barriere und stellt sicher, dass die Garagenbodenbeschichtung bestmöglich anhaften kann. Die Grundierung ist in der Regel bereits im Lieferumfang enthalten und kann mit einem Farbroller ausgebracht werden. Meist liegt die Trocknungszeit zwischen 12 und 24 Stunden.

Garagenbodenbeschichtung getestet: Ölfleck unter Auto auf einer Garagenbodenbeschichtung

Eine Garagenbodenbeschichtung sollte Druck, Reibung und Flecken problemlos standhalten.

Im nächsten Arbeitsschritt können Sie auch schon die Garagenbodenbeschichtung mit Gummi und anderem Granulat selbst auftragen. Diese muss in der Regel noch angerührt werden. Achten Sie hier unbedingt auf die Angaben des Herstellers, denn je nach Masse kann es Unterschiede geben. Ausgebracht wird die Garagenbodenbeschichtung dann per Farbroller oder Spachtel. Arbeiten Sie hier relativ zügig, damit die Masse nicht aushärtet und eine einfache Verarbeitung möglich ist.

Die Garagenbodenbeschichtung muss in der Regel doppelt aufgetragen werden. Zwischen den beiden Schichten sollten mindestens acht Stunden liegen. Wenn Sie die Garagenbodenbeschichtung kaufen, kalkulieren Sie also vorab die richtige Menge.

Nachdem die Garagenbodenbeschichtung in Anthrazit, Schwarz, Grün oder einer anderen Farbe aufgetragen wurde, muss sie versiegelt werden. Dafür nehmen Sie im Idealfall einen Pinsel zur Hand, denn Erfahrungen zur Garagenbodenbeschichtung zeigen, dass hierfür ein Pinsel besonders gut geeignet ist. Die Versiegelung muss dann mindestens 24 Stunden aushärten. Da durch ein Auto eine hohe Punktbelastung erfolgt, sollte der Boden erst nach circa einer Woche befahren werden.

Tipp: Bei Bedarf können Sie sich den Ablauf einer Garagenbodenbeschichtung auf YouTube ansehen. So können Sie sich bestmöglich auf die Arbeitsschritte vorbereiten und für eine professionelle Beschichtung aus eigener Hand sorgen.

3. Gargenbodenbeschichtungen in Tests: Welche Vor- und Nachteile haben Komplettsets?

Wenn Sie Ihren Garagenboden mit Epoxidharz beschichten möchten, braucht es nicht nur die passende Farbe. Sie benötigen auch Grundierung und Versiegelung sowie das passende Werkzeug zum Anrühren und Verarbeiten. All das ist in einem Komplettset enthalten.

Auf WELT.de haben wir Ihnen alle wichtigen Vor- und Nachteile zum Garagenbodenbeschichtungs-Komplettset zusammengefasst:

    Vorteile
  • alle nötigen Produkte zur Beschichtung aus einer Hand
  • inklusive Werkzeug
  • meist ist auch die nötige Schutzausrüstung enthalten
    Nachteile
  • Preis der Garagenbodenbeschichtung im Komplettset höher

Hinweis: Ein Garagenbodenbeschichtung-Komplettset besteht in der Regel aus Spachtelmasse zum Ausgleichen, der aufzutragenden Farbe und einer Versiegelung. Auch das nötige Werkzeug in Form von Malerrollen ist in der Regel bereits enthalten.

4. Wie teuer ist Garagenbeschichtung?

Die beste Garagenbodenbeschichtung ist oft nicht gerade günstig. Pro Quadratmeter müssen Sie bei Epoxidharz-Produkten mit 50 bis 100 Euro rechnen. Es empfiehlt sich zudem, Material für zusätzliche zwei bis drei Quadratmeter zu kaufen. So können Sie die Garagenbodenbeschichtung ausbessern oder anfängliche Materialfehler ausgleichen.

Garagenbodenbeschichtung im Test: Mann mit Nadelschuhen und Nadelroller auf frischer Garagenbodenbeschichtung

Nach dem Auftragen der Garagenbodenbeschichtung sollten Sie mit geeigneten Hilfsmitteln dafür sorgen, dass der Trocknungsprozess nicht gestört wird.

Die höheren Kosten müssen aber auch immer auf die Haltbarkeitshinweise umgemünzt werden. Bei richtiger Verarbeitung hält die Garagenbodenbeschichtung mit Gummi und weiterem Granulat oft ein Leben lang.

Laut verschiedener Tests zu Garagenbodenbeschichtungen im Internet können Sie unter anderem auf Angebote der folgenden Marken zurückgreifen:

  • Plid
  • Home Profis
  • Wilckens
  • BTT
  • BEKATEQ
  • WO-WE
  • Mr. Expoxy
  • Sika

5. Weitere Antworten und Fragen von Kunden, die nach Garagenbodenbeschichtung-Tests bzw. -Vergleichen suchen

Wenn Sie hinsichtlich der rutschfesten Garagenbodenbeschichtung weitere Fragen haben, finden Sie im FAQ-Bereich unseres Ratgebers 2025 zusätzliche Antworten.

5.1. Muss meine Garagenbodenbeschichtung eine Firma durchführen?

Grundsätzlich können Sie die Garagenbodenbeschichtung auch selbst durchführen. Es gibt zahlreiche Anleitungen und Videos zur korrekten Durchführung. Bei spezifischen Detailfragen können Sie sich auch in einem Garagenbodenbeschichtungs-Forum umhören. Wenn Sie unsicher sind oder eine besonders große Fläche zu bearbeiten haben, kann alternativ auf eine spezialisierte Firma zurückgegriffen werden.

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5.2. Welches Epoxidharz sollte für Garagenböden genutzt werden?

Es gibt Epoxidharz-Garagenbodenbeschichtungen von verschiedensten Marken. Vom Typ her unterscheiden sich die Produkte in der Regel aber kaum. Das Kunstharz ist in den meisten Fällen gleich aufgebaut und verspricht eine optisch ansprechende, robuste und wasserfeste Oberfläche. Auch in Farbe für den Garagenboden ist deshalb oft ein bestimmter Anteil Epoxidharz verarbeitet.

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5.3. Kann ich eine Garagenbodenbeschichtung auf Fliesen auftragen?

Wenn Sie in der Garage einmal Fliesen verlegt haben, kann auch hier eine entsprechende Beschichtung erfolgen. Wichtig ist, dass vor der Anwendung der Garagenbodenbeschichtung die Ausgleichsmasse aufgetragen wird. So entsteht eine verarbeitungsfähige Fläche und die Fugen sind im Anschluss nicht mehr zu sehen. Vor dem Spachteln müssen Sie prüfen, ob einzelne Fliesen hohl klingen. Diese müssen vorab entfernt werden.

Tipp: Achten Sie darauf, dass Sie sich für eine rutschfeste Garagenbodenbeschichtung entscheiden. Ansonsten findet der Gummi von Reifen und Schuhsohlen nur wenig Halt. Rutschgefahr herrscht dann vor allem bei nassem Boden.

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5.4. Gibt es einen Garagenbodenbeschichtungs-Test der Stiftung Warentest?

Bislang wurde noch kein Garagenbodenbeschichtung-Testsieger präsentiert. Um die Garagenbodenbeschichtung richtig anwenden zu können, müssen Sie Ihre Ansprüche kennen, die richtigen Arbeitsschritte durchführen und sich für die passende Größe des Behälters in mm entscheiden.

Garagenbodenbeschichtung getestet: Nadelrolle mit der Garagenbodenbeschichtung geebnet wird

Um Lufteinschlüsse zu verhindern, können Sie die Garagenbodenbeschichtung nach dem Auftragen mit einer Nadelrolle behandeln.

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5.5. Was ist eine diffusionsoffene Garagenbodenbeschichtung?

Bei der diffusionsoffenen Garagenbodenbeschichtung handelt es sich um eine atmungsaktive Beschichtung. Meist kommt hier keine spezielle Versiegelung zum Einsatz. Eine solche Garagenbodenbeschichtung bietet eine gute Wärmeisolation, ist aber auch empfindlicher gegenüber Schmutzpartikeln.

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5.6. Kann ich Garagenbodenbeschichtung entfernen?

Wurde die Garagenbodenbeschichtung nicht versiegelt, kann die Farbe ganz einfach mit Abbeizmitteln entfernt werden. Sorgen Sie hierbei unbedingt für eine gute Belüftung und tragen Sie Handschuhe sowie passende Schutzkleidung. Eine Versiegelung muss zuvor mit Aceton oder Isopropylalkohol entfernt werden.

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