Flüssigseife reinigt Hände von Schmutz, aber auch von Krankheitserregern wie Bakterien oder Viren. Die waschaktiven Substanzen in Flüssigseife, die Tenside, trocknen die Haut aus. Dagegen wirken rückfettende Stoffe, welche dem Mittel beigemischt sind. Mit ihnen bleibt die Haut geschmeidig. Auf diese Merkmale sollten Sie achten:
pH-Wert: Wie geschmeidig bleibt Ihre Haut?
Wasser allein trocknet Ihre Haut beim Händewaschen aus. Reinigungsmittel verstärken diesen Effekt noch. Das ist nicht nur unangenehm, sondern kann auch schaden. Die Haut hat einen natürlichen Säureschutzmantel, einen Fettfilm. Dieser schützt die Haut vor schädlichen Außeneinflüssen. Dazu gehören auch Mikroorganismen, sodass die Haut Infektionen, Reizungen oder Allergien abwehrt.
Der pH-Wert drückt aus, ob eine Flüssigkeit sauer oder basisch ist. Der echte Mittelwert liegt bei 7 und ist neutral. Die menschliche Haut ist aber leicht sauer und rangiert um 5,5. Hersteller beziehen sich auf den Normalzustand der Haut, wenn sie ihre Produkte als „pH-neutral“ bezeichnen. Flüssigseifen pendeln um diesen Wert herum, da sie feuchtigkeitsspendende Bestandteile enthalten. Diese gleichen die trocknende Wirkung der Reinigungsmittel in der Flüssigseife aus. Zum Vergleich: Die klassische feste Handwaschseife hat einen pH-Wert von 9 bis 10. Die Haarseife aber ist fettiger und bildet auch mehr Schaum.
» Mehr Informationen Antibakteriell: Krankheitserreger töten die Seifen ab
Die Reinigungsstoffe in Flüssigseife – wie auch in normaler Handseife – töten keine Bakterien ab. Sie umschließen Schmutzstoffe und Erreger, welche sie damit von der Haut ablösen. Das Reiben der Hände und das Wasser spülen sie dann fort. Dies reicht gewöhnlich aus, um die Hand zu säubern und von Bakterien oder Viren zu befreien.
Einige Flüssigseifen bieten auch antibakterielle Substanzen an, welche Erreger unmittelbar angreifen. Die Haut besitzt allerdings ein natürliches Bakterienmilieu, das nicht schädlich ist. Stattdessen ist es bei gesunder Haut hilfreich und unterstützt deren Funktionen. Eine antibakterielle Flüssigseife unterscheidet nicht zwischen den natürlichen und gefährlichen Keimen. Sie kann somit das Gleichgewicht der Haut stören.
Umweltfreundlich: Naturstoffe sind besser für die Umwelt
Anders als Stückseife nutzen Flüssigseifen generell künstliche Reinigungsstoffe, um ihre Wirkung zu entfalten. Alle Bestandteile der Seife gelangen aber beim Händewaschen in den Wasserkreislauf. Als Faustregel gilt: Die Belastung der Umwelt ist kleiner, wenn mehr Natursubstanzen verwendet werden. Hersteller bieten z.B. Flüssigseifen an, die silikonfrei, parabenfrei oder ohne Mikroplastik sind. Auch Parfüms stellen ein Problem für die Umwelt dar. Es gibt ebenfalls Flüssigseifen auf Basis von Pflanzenölen und ähnlichen Natursubstanzen.
Biologisch hergestellte Produkte wirken ähnlich gut wie ihre synthetischen Gegenstücke. Sie sind auch als vegetarisch oder vegan gekennzeichnet. Neben der Stückseife gibt es inzwischen auch flüssige Kernseife im Handel. Kernseife ist ein besonders naturbelassenes Produkt, das keine Duft- sowie Farbstoffe oder schwierige Zusatzstoffe enthält. Mittlerweile gibt es auch zahlreiche Kernseifenprodukte, die ohne tierische Fette auskommen und nur pflanzliche Bestandteile beinhalten. Eine gute Alternative für Menschen mit sensibler oder zu Allergien neigender Haut.
Mit einem Nachfüllpack reduzieren Sie ihren Plastikverbrauch
Schließlich hilft auch ein Nachfüllpack der Umwelt. Anstatt den gesamten Plastikspender in den Müll zu werfen, füllen Sie diesen wieder auf und verwenden ihn weiter. Der Plastikanteil ist so niedriger und weniger belastend.

Sagrotan Hygiene Seife im Test: Flüssigseife mit einem hohen Anteil an Naturstoffen belastet weniger die Umwelt als künstliche Reinigungsstoffe.