Beim Kauf eines externen Blu-ray-Brenners spielen verschiedene Faktoren eine wichtige Rolle, die über den reinen Brennvorgang hinausgehen. Neben der Kompatibilität und den unterstützten Medienformaten sollten auch Anschlussmöglichkeiten, Geschwindigkeit und zusätzliche Funktionen berücksichtigt werden, um das passende Modell für den eigenen Bedarf zu finden.
2.1. Brenn- und Lesegeschwindigkeit (1x–16x, MB/s)
Die Brenn- und Lesegeschwindigkeit eines externen Blu-ray-Brenners bestimmt, wie schnell Daten von einer Disc gelesen oder auf einen Rohling geschrieben werden können. Sie wird als Vielfaches der einfachen Blu-ray-Geschwindigkeit angegeben (z. B. 6x, 8x oder 12x). Für die meisten Anwender reicht ein Blu-ray-Brenner mit 6- bis 8-facher Schreibgeschwindigkeit aus, da das Brennen einzelner Discs nur wenige Minuten dauert und höhere Geschwindigkeiten im Alltag häufig nur einen geringen Zeitvorteil bringen.
Die aktuell schnellsten Blu-ray-Brenner erreichen bei Blu-ray-Medien Schreibgeschwindigkeiten von bis zu 16x. Allerdings hängt die tatsächlich erreichte Geschwindigkeit nicht nur vom BD-Brenner ab, sondern auch vom verwendeten Rohling, der Datenmenge und der Brennsoftware. Wer regelmäßig große Datenmengen wie Videos, Backups oder umfangreiche Archive sichern möchte, sollte daher auf ein schnelles Modell achten. Für gelegentliche Sicherungen, das Brennen von Fotos oder die Wiedergabe von Filmen genügt hingegen meist ein Gerät im Bereich von 6x bis 8x vollkommen.

Bei wiederbeschreibbaren Blu-ray-Rohlingen (BD-RE) kommt eine Phase-Change-Schicht zum Einsatz, die durch einen Laser verändert werden kann. Dadurch lassen sich Daten speichern, löschen und die Disc mehrfach neu beschreiben.
2.2. Unterstützte Formate
Die unterstützten Formate entscheiden darüber, ob sich das Laufwerk nur für einfache Blu-rays eignet oder auch DVDs, CDs, große Archivmedien und spezielle Langzeitspeicher wie M-Discs verarbeiten kann.
4K- und UHD-Unterstützung: UHD-Blu-ray-Brenner bzw. UHD-fähige Blu-ray-Laufwerke können Ultra-HD-Blu-rays mit 4K-Auflösung auslesen und ermöglichen die Wiedergabe hochauflösender Filme am Computer. Das Brennen von UHD-Blu-rays wird jedoch von den meisten Geräten nicht unterstützt, weshalb Käufer genau auf die angegebenen Funktionen achten sollten.
Die Tabelle zeigt die wichtigsten Blu-ray-Formate im Überblick:
| Format | Eigenschaften / Beschreibung |
| BD-R (Blu-ray Disc Recordable) | - einmal beschreibbare Blu-ray
- geeignet zur dauerhaften Speicherung von Daten, Videos oder Backups
- Speicherkapazitäten von 25 GB (Single Layer) und 50 GB (Dual Layer)
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| BD-RE (Blu-ray Disc Rewritable) | - wiederbeschreibbare Blu-ray
- Daten können gelöscht und erneut gespeichert werden
- praktisch für regelmäßige Sicherungen und temporäre Datenspeicherung
- Kapazitäten von 25 GB (Single Layer) und 50 GB (Dual Layer)
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| BD-R DL (Dual Layer) | - Blu-ray mit zwei Datenschichten
- höhere Speicherkapazität (50 GB) als herkömmliche BD-R-Medien
- geeignet für größere Datenmengen und HD-Videos
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| BD-RE DL | - wiederbeschreibbare Dual-Layer-Blu-ray
- bietet mehr Speicherplatz (50 GB) bei mehrfacher Nutzung
- geeignet für umfangreiche Backups
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| BDXL (BD-R XL / BD-RE XL) | - Blu-ray-Format mit besonders hoher Kapazität
- unterstützt bis zu 100 GB (dreischichtig) oder 128 GB (vierschichtig)
- ideal für große Archive und umfangreiche Datensicherungen
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| M-Disc Blu-ray | - spezieller Archiv-Rohling mit besonders langlebiger Speicherschicht
- für die Langzeitarchivierung wichtiger Daten geeignet
- erfordert einen kompatiblen Blu-ray-Brenner
- je nach Variante mit 25 GB, 50 GB oder 100 GB erhältlich
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2.3. Schnittstellen
Die Schnittstelle entscheidet darüber, wie der externe Blu-ray-Brenner mit dem Computer verbunden wird und welche Datenübertragungsrate zur Verfügung steht. Bei den meisten aktuellen Blu-ray-Brennern kommt USB zum Einsatz, wobei insbesondere USB 3.0 bzw. USB 3.2 (Gen 1 & Gen 2) empfehlenswert ist, da diese Anschlüsse ausreichend schnell für das Lesen und Brennen von Blu-ray-Medien sind. Ältere USB-2.0-Anschlüsse funktionieren zwar häufig ebenfalls, können den Datentransfer jedoch verlangsamen.
Immer häufiger setzen Hersteller auf USB-C, da dieser Anschluss kompakter ist und sich bei modernen Notebooks und PCs immer weiter verbreitet. Vor dem Kauf sollte daher geprüft werden, welche Anschlüsse am eigenen Gerät vorhanden sind und ob das mitgelieferte Kabel kompatibel ist.

Externe Blu-ray-Laufwerke mit klassischem USB-A-Anschluss sind weit verbreitet und lassen sich problemlos mit vielen älteren PCs und Notebooks verbinden. Im Gegensatz dazu eignen sich externe Blu-ray-Laufwerke mit USB-C besonders für moderne Laptops und bieten durch den universellen Anschluss eine einfache Verbindung ohne festen Steckrichtungszwang.
2.4. Bauform & Gewicht
Die Bauform und das Gewicht spielen vor allem bei der mobilen Nutzung eines externen Blu-ray-Brenners eine wichtige Rolle. Kompakte externe Blu-ray-Brenner mit Slim-Gehäuse sind besonders leicht und platzsparend, weshalb sie sich gut für Notebooks oder den Transport unterwegs eignen. Größere Desktop-Modelle bieten dagegen häufig eine robustere Bauweise und eine bessere Wärmeableitung, benötigen aber mehr Platz.
Beim Gewicht gilt: Leichte Geräte mit etwa 200 bis 400 Gramm sind ideal für den mobilen Einsatz, während schwerere Modelle meist stabiler auf dem Schreibtisch stehen und für den regelmäßigen Betrieb ausgelegt sind.
2.5. Software & Kompatibilität
Der beste externe Blu-ray-Brenner muss nicht nur zur vorhandenen Hardware, sondern auch zum verwendeten Betriebssystem passen. Die meisten Modelle sind mit Windows kompatibel, viele unterstützen zudem macOS, während Linux je nach Blu-ray-Brenner und Software ebenfalls verwendet werden kann.
Einige Hersteller liefern eine Brenn- oder Wiedergabesoftware mit, die den Einstieg erleichtert. Fehlt eine solche Software, lassen sich zahlreiche kostenlose oder kostenpflichtige Programme zum Brennen und Verwalten von Blu-ray, DVD- und CD-Medien nachträglich installieren.