Ist die Anwendung von Enzympeeling bei Akne sinnvoll?
Akne ist eine Hauterkrankung und sollte daher unbedingt ärztlich behandelt werden. In Absprache mit Ihrer Dermatologin oder Ihrem Dermatologen können Sie jedoch zusätzliche Enzympeelings bei Akne anwenden, da diese die Haut auf sehr sanfte Weise von abgestorbenen Hautzellen und Verstopfungen der Poren befreien und damit eine besonders gründliche Reinigung ermöglichen. Halten Sie sich hinsichtlich der Produktauswahl und Häufigkeit an die ärztlichen Vorgaben.
Man unterscheidet zwischen drei Arten von Peelings. Mechanische Peelings reinigen mit kleinen, spürbaren Partikeln aus unterschiedlichen Substanzen, welche die Hautoberfläche vergleichsweise aggressiv von Rückständen befreien. Dabei wird zwar die Durchblutung angeregt und auch die Entfernung abgestorbener Hautschuppen erreicht, doch die Hautschutzbarriere wird mitunter in Mitleidenschaft gezogen. Sogar kleinere Verletzungen sind möglich.
Die zweite Option stellen Fruchtsäurepeelings dar, welche die Haut chemisch reinigen, nämlich auf Basis der enthaltenen AHA-Säuren. Vor allem auf empfindliche Haut können sie ebenfalls schnell aggressiv wirken und das Gleichgewicht des Säureschutzmantels der Haut stören.
Die Lösung für sensible Haut ist stattdessen ein Enzympeeling. Ein solches wirkt, indem nicht die Säuren, sondern einzelne Enzyme aus Früchten wie Papaya und Ananas, aber auch aus Honig und Quark, genutzt werden. Diese speziellen Enzyme spalten die Protein-Moleküle abgestorbener Hautschuppen auf, woraufhin sich diese besonders leicht von der darunterliegenden, gesunden Haut lösen.

Damit Enzympeelings ihre volle Wirkung entfalten können, benötigen sie eine gewisse Einwirkzeit.
Auf diese Weise wird die Haut von überflüssigen Hautschüppchen befreit. Verstopfte Poren lassen sich gründlicher ausreinigen und langfristig verfeinern, weshalb Enzympeelings bei unreiner Haut durchaus sinnvoll sind. Aber auch für reife Haut gelten Enzympeelings als beliebtes Pflegeprodukt, da durch die Befreiung der gesunden Haut Zellregenerationsprozesse und die Kollagenproduktion angekurbelt werden, was die Haut wiederum strahlender wirken lässt. Enzympeelings sind für Männer und Frauen gleichermaßen geeignet.
Die Anwendung gestaltet sich dabei besonders simpel. Geben Sie eine kleine Menge des Peelings auf Ihr gereinigtes Gesicht, sowie nach Belieben auf Hals und Dekolleté. Verteilen Sie es sanft mit den Fingern oder einem Pinsel und sparen Sie dabei die Mund- und Augenpartie aus. Nach drei bis fünf Minuten waschen Sie das Peeling gründlich ab und setzen Ihre Pflegeroutine fort. Sehr gut eignen sich anschließend beruhigende Inhaltsstoffe wie Aloe vera und Panthenol.

Enzympeelings bekommen Sie in verschiedenen Darreichungsformen wie hier als Pulver von #be routine zum Beispiel.
Die meisten Enzympeelings sind für die Verwendung im Gesicht konzipiert. Es gibt aber auch spezielle Körper-Enzympeelings, die sich zur Anwendung auf irritierten Partien eignen – beispielsweise zur Bekämpfung von Unreinheiten auf dem Rücken. Auch an trockenen Körperstellen können Peelings dieser Kategorie zum Einsatz kommen, um die Hauterneuerung zu fördern.
Hinweis: Eine vorsichtige Anwendung von Enzympeelings im Intimbereich ist ebenfalls möglich, wenn Sie eingewachsenen Haaren und Rasurpickelchen vorbeugen möchten. Die Schleimhäute sollten dabei keinesfalls mit dem Peeling in Berührung kommen.
In folgender tabellarischer Übersicht auf WELT.de fassen wir die Vorteile eines enzymatischen Peelings noch einmal für Sie zusammen:
Vorteile- Enzympeelings für trockene Haut, sensible, reife und unreine Haut gleichermaßen geeignet
- Peelings dieser Kategorie besonders sanft
- simple Anwendung
- Hautschuppen besonders effektiv gelöst
- bereitet Haut optimal auf weitere Pflege vor
- intensive Reinigung führt bei regelmäßiger Anwendung zu verfeinerten Poren
Nachteile- teurer als viele mechanische Peelings
- nicht alle Enzympeelings frei von Parabenen und Mineralöl