Ratgeberübersicht
  1. Wie erkenne ich gute Einparkhilfen?
  2. Was für unterschiedliche Einparkhilfen gibt es?
  3. Welche Einparkhilfe passt zu mir?
  4. Welche Einparkhilfen sind laut Tests am besten?
  5. Was kosten Einparkhilfen?
  6. Wie lautet das Fazit für Einparkhilfen?

Ein Einparkassistent ist ein Rückfahrwarner, welcher Ihnen das Einparken des Fahrzeugs deutlich erleichtern soll. Solche Systeme gibt es unter anderem mit Ultraschall, Funk und Radar. Einige umfassen auch eine Kamera und lassen sich in Eigenregie nachrüsten. Neben der Technologie sollten Sie auf die Zahl der Sensoren, das Zubehör und die Erfassungsreichweite achten.

Wie erkenne ich gute Einparkhilfen?

Die Einparkhilfe gibt es inzwischen in zahlreichen Varianten und Ausführungen. Unterschiede bestehen etwa hinsichtlich des Warnsystems. Einige Modelle machen ausschließlich akustisch auf ein etwaiges Hindernis aufmerksam. Andere Systeme hingegen besitzen ein Funkmodul sowie ein Display und führen den Fahrer etwa per Parklinien in die Parkbucht.

In einigen Fällen handelt es sich um ein Funk-Einparksystem, in anderen basiert die Technologie auf Ultraschall. Auch die Anzahl der Sensoren und der Erfassungsbereich weichen teils deutlich ab.

Art der Sensoren: Akustische oder optische Warnsignale

Modern designte Modelle weisen Ultraschallsensoren auf, welche den Bereich hinter dem Auto erkennen und akustische bzw. optische Warnsignale aussenden, wenn sich die Distanz hinten zu einem Hindernis signifikant reduziert. Ein Einparksystem mit Ultraschall-Sensoren lässt sich selbst bei einem Gebrauchtwagen anbringen.

Anzahl an Sensoren: Deckt die Breite des Fahrzeuges ab

Ein Sensor genügt nicht, um in jegliche Richtung ein einwandfreies Einparken zu ermöglichen. Mindestens 4 Parksensoren sollten deshalb in jedem Set vorhanden sein. Dadurch können Sie die gesamte Breite des Fahrzeugs abdecken.

Design: Wasserfest und stabil

Hinsichtlich der Verarbeitungsqualität eines Einparksystems ist darauf zu achten, dass dieses stabil sowie wasserdicht ausfällt. So müssen Sie sich auch keine Sorgen machen, wenn Sie mit der neu installierten Einparkhilfe in eine Waschanlage fahren, und können sich den Aufwand durch den ständigen Ausbau sparen. Ferner ist es ratsam, ein Einparksystem mit lackierbaren Sensoren zu wählen.

Rückfahrsystem Zubehör: Entsprechende Kabellänge

Wichtig beim Kauf ist zudem, dass das Einparksystem mit dem notwendigen Rückfahrsystem-Zubehör ausgestattet ist. Achten Sie insbesondere darauf, dass sämtliche Kabel über eine ausreichende Länge verfügen. Gerade die Kabel von den Sensoren zum Steuerdisplay müssen lang genug ausfallen.

Erfassungsreichweite: Mindestreichweite von 150 cm

Wichtig in puncto Sensor ist, die Erfassungsreichweite zu prüfen. Ein integrierter Sensor sollte mindestens eine Reichweite von 150 cm aufweisen. Darüber hinaus muss die Einparkhilfe einen Winkel von mindestens 170 Grad abdecken. Ein sensorisches Einparksystem sollte bis etwa anderthalb Meter nach hinten wirken.

Fahrzeugmaße: Bestimmt Wahl der Einparkhilfe

Beim Kauf eines Einparksystems sind auch einige Daten hinsichtlich Ihres eigenen Fahrzeugs zu beachten. Von Bedeutung ist etwa, wie breit Ihr Fahrzeug ausfällt oder ob es über eine Anhängerkupplung verfügt. Je nachdem ist das eine oder andere System eher geeignet. Sie müssen grundsätzlich auch einkalkulieren, dass die Stoßstange Ihres Fahrzeugs weiter nach hinten reicht als die Kamera.

Was für unterschiedliche Einparkhilfen gibt es?

Das Grundprinzip eines Einparksystems bzw. einer Park Distance Control (PDC) hinten oder vorne ist zwar immer dasselbe. So sind am Heck wie auch an der Fahrzeugfront in oder hinter dem Stoßfänger Parksensoren verbaut, welche Signale beim Einparken aussenden. Dennoch sind auf dem Markt diverse Modelle verfügbar, die auf unterschiedlichen Systemen basieren.

Einparkhilfe mit Ultraschall

Wie viele Sensoren ein derartiges Einparksystem in den Stoßstangen aufweisen sollte, hängt von der Breite des Fahrzeugs ab. Je mehr Sensoren dabei vorgesehen sind, desto genauer misst das Rückfahrsystem. Ein Steuergerät ermittelt aus der Laufzeit des Signals den Abstand zwischen dem Sensor und dem Hindernis.

    Vorteile
  • Jederzeit nachrüstbar
  • Als 2-, 4- und 6-Kanal-System erhältlich
  • Vergleichsweise preiswert
  • Unauffällig in Wagenfarbe lackierbar
    Nachteile
  • Ungenauer als Radarsysteme
  • Ausschließlich akustisches Signal
  • Störung durch andere Ultraschallquellen möglich

Einparkhilfe mit Radar

Beim sogenannten Nachbereichsmillimeterwellenradar ersetzt ein Radarsignal den Ultraschall. Der Radar misst durch die Stoßstange hindurch, weshalb es außen keine sichtbaren Sensoren gibt.

    Vorteile
  • Erkennen deutlich weiter entfernte Hindernisse
  • Reagieren auch bei schnellem Rückwärtsfahren zügig
  • Vergleichsweise leicht und preiswert
  • Gegenüber Ultraschallquellen unempfindlich
    Nachteile
  • Warnung auch vor starkem Regenwasser, welches von der Stoßstange abfließt
  • Erfassen keine tief liegenden Hindernisse
  • Einbau erfordert teilweise gute handwerkliche Fähigkeiten

Einparkhilfe mit Funk-Kamera

Ein Einparksystem mit Rückfahrkamera erleichtert das Einparken zusätzlich. Am Heck des Fahrzeugs angebracht, filmt sie das gesamte Umfeld. Sie aktivieren die Funk-Kamera mit dem Einlegen des Rückwärtsgangs. Dabei zeigt die Kamera den Weg, welcher sich aus dem Lenkeinschlag ergibt, oder aberanhand farbiger Linien den Bereich hinter dem Auto.

    Vorteile
  • Erfasst tiefer liegende Hindernisse
  • Nachrüstbar
  • Bietet vollumfänglichen Blick auf das Umfeld
    Nachteile
  • Teurer als Modelle ohne Funk Kamera
  • Keine Einparkhilfe vorne
  • Display-Einbau je nach Fahrzeugmodell schwierig

Surround-View-Systeme

Sie gehören unter den Parkpiloten zur Königsklasse, weil sie die Bereiche rund um das Fahrzeug wie kein zweites System visualisieren.

    Vorteile
  • Verwendung mehrerer Kameras (an Vorderwagen und Außenspiegeln)
  • Entzerrt die Aufnahmen und überträgt sie auf ein Display
  • Auch Anzeige des Querverkehrs möglich
    Nachteile
  • Vergleichsweise teuer
  • Kann den Fahrer etwas überfordern
  • Nicht in jedem Fall nachrüstbar

Welche Einparkhilfe passt zu mir?

Erhältlich sind Einparksysteme für unterschiedliche Ansprüche. Im Großen und Ganzen sollten Sie die Entscheidung für ein konkretes Modell von Ihrem Sicherheitsbedürfnis, Ihren Einparkfähigkeiten und dem Budget abhängig machen.

Surround-View-Einparkhilfe: Für Sicherheitsorientierte

Zählt ein hohes Sicherheitsbedürfnis zu Ihren Charaktereigenschaften, so empfiehlt sich die Wahl eines Einparksystems, welches das Risiko eines Parkunfalls auf ein Minimum reduziert. Für einen solchen Fall sind Surround-View-Systeme oder zumindest Geräte mit Kamera ideal. Der große Vorteil dieser Modelle liegt darin, dass sie den Bereich rund um das Fahrzeug auf einem Display visualisieren und Sie nicht ausschließlich auf akustische Signale angewiesen sind. Sehr tief liegende Hindernisse haben Sie dadurch ebenso im Blick wie schnell herannahende Personen und Fahrzeuge.

Rückfahrsystem mit Funk-Kamera: Für den Durchschnittsparker

Wenn Sie sich zu denjenigen zählen, die etwas größere Parklücken vergleichsweise gut gemeistert bekommen, können Sie auf ein Rückfahrsystem mit Funk-Kamera auch verzichten. Ein Modell mit Funkmodul, welches bei herannahenden Gegenständen akustisch Alarm schlägt, stellt bereits eine wertvolle Unterstützung dar. Radarsensoren ermöglichen Ihnen dank der reaktionsschnellen Sensoren auch ein zügiges und dennoch sicheres Einparken. Zu überzeugen wissen solche Systeme zudem in puncto Technikaufwand, Gewicht sowie Kosten.

Einparksystem mit Funk-Kamera: Für den gewieften Parker

Das Einparken beschert Ihnen zumeist keine großen Probleme und Sie suchen lediglich ein System, welches Sie bei sehr engen Parklücken unterstützt? In diesem Fall können Sie auf ein Einparksystem mit Funk-Kamera oder anderen Rückfahrkameras verzichten.

Gut beraten sind Sie in Ihrem individuellen Fall etwa mit einem Funk-Einparksystem, das Warntöne abgibt, sobald sich der Fahrer hinten einem Hindernis zu sehr nähert. Bestens geeignet ist ein derartiges Funk-Einparksystem auch dann, wenn Sie einen Einparkassistenten möglichst günstig erwerben und auf eine Visualisierung verzichten möchten.

Welche Einparkhilfen sind laut Tests am besten?

Einer Untersuchung von Einparkhilfen hat sich Stiftung Warentest bisher jedoch noch nicht angenommen.

Bester Einparkassistent im Test von Auto Motor und Sport

2013 prüfte Auto Motor und Sport die Einparkassistenten diverser Autohersteller. Als einer der Testsieger ging der Einparkassistent von Skoda aus dem Test hervor. Zwar vermag der Assistent lediglich rechts in Längslücken einzufahren, doch erledigt er dies schwungvoll sowie souverän. Überzeugen konnte auch die perfekte Parkposition des Volvo V40 Einparksystem.

Bester Assistent im Test war jedoch das VW-System: Denkbar einfach zu bedienen, gute Kurvenführung und zuverlässiges Einparken auch bei kleineren Lücken.

Bester Einparkassistent im Test von GRIP

Auch das TV-Magazin GRIP nahm einen Test der Einparksysteme vor. Konkret untersucht wurden dabei die Nachrüstsysteme von Waeco und VSG. Einen Testsieger kürte das Magazin hierbei nicht. Beide erfordern für den Einbau handwerkliches Geschick. Das System von VSG reagiert lediglich verzögert, erkennt dafür aber auch niedrige Hindernisse. Zuverlässiger reagierte das Produkt von Waeco, das jedoch einen unangenehmen Ton erzeugt und deutlich teurer ist.

Was kosten Einparkhilfen?

Die Preisspanne bei Einparkhilfen fällt sehr groß aus und reicht oft von wenigen Euro bis weit über 100 Euro. Teuer wird es vor allem dann, wenn ein kostspieliger Einbau in einer Fachwerkstatt erforderlich wird. Zum Vergleich: Die Montage eines Einparkassistenten in den Stoßfänger kann Montagekosten von bis zu 1.000 Euro verursachen. Bei einer Sonderausstattung, etwa für den VW Golf, bezahlen Sie bereits für die Basisversion knapp 600 Euro mehr, auch wenn elektrisch beheiz- und verstellbare Außenspiegel inbegriffen sind.

Preiswerte Einparkhilfe: Ab 15 Euro

Wenn Sie das Einparksystem möglichst günstig erwerben möchten, so finden Sie auf dem Markt Modelle ab etwa 15 Euro und bis zu ca. 50 Euro. Zumeist handelt es sich hierbei um Geräte, die rein auf akustischen Signalen basieren und keine Rückfahrkamera aufweisen. Darüber hinaus ist die Anzahl an Parksensoren auf etwa 4 beschränkt.

Ein Vergleich der preiswerten Modelle lohnt sich vor allem hinsichtlich des Erfassungsbereichs. In einigen Fällen erfassen die Parksensoren einen Bereich zwischen 10 und 150 cm, andere Produkte reichen hingegen über bis zu 250 cm.

Mittelpreisige Einparkhilfen: Ab 50 Euro

Für etwa 50 bis 120 Euro sind Einparkhilfen erhältlich, die etwa über eine Funk-Kamera verfügen und sogar mit einem Display aufwarten. Der Parkassistent aktiviert sich dabei einfach durch das Einlegen des Rückwärtsgangs.

Oft ist eine Eigenmontage sowie eine Lackierung in Wagenfarbe möglich. Das akustische Signal ist gut wahrnehmbar. Eine Rundum-Erfassung des Fahrzeugbereichs, wie dies Surround-View-Systeme bieten, dürfen Sie jedoch nicht erwarten. Niedrige Hindernisse oder den Querverkehr bekommen Sie beispielsweise nicht angezeigt.

Hochwertige Einparksysteme: Ab ca. 120 Euro

Ein qualitativ hochwertiges System bekommen Sie zu einem Preis zwischen 120 und 200 Euro. Dieses bietet im Vergleich zu günstigen Modellen nicht nur nach hinten eine einwandfreie Sicht. Sowohl akustisch wie auch optisch werden Sie selbst auf Hindernisse aufmerksam gemacht, die weit unterhalb des Stoßfängers liegen. Die Einparkhilfen lassen kaum Interferenzen zu und besitzen ein extrabreites Display. Nicht selten sind sie mit einstellbaren Parklinien und Nachtsicht ausgestattet.

Wie lautet das Fazit für Einparkhilfen?

Akustisch, optisch, mit Rückfahrkamera und Display oder Rundumsicht: Die Vielzahl an Einparksystemen macht die Wahl eines passenden Modells nicht einfach. Den besten Parkassistenten für Ihren individuellen Fall finden Sie am besten durch einem Vergleich. Orientieren können Sie sich ferner auch an Untersuchungen namhafter Institute und deren Testsiegern. Hier die wichtigsten Informationen zu Einparkhilfen:

  • Einfache Parksysteme erhalten Sie günstig ab etwa 15 Euro
  • Einsteigermodelle lassen sich auch in Eigenregie leicht hinter dem Stoßfänger montieren und setzen auf akustische Warnsignale
  • Anspruchsvollere Fahrer können auf ein Funk-Einparksystem setzen, welches über ein Display auch optisch auf Hindernisse hinweist
  • Hochwertige Surround-View-Systeme erlauben eine Rundum-Sicht und unterstützen das Einparken zusätzlich durch virtuelle Parklinien
  • Achten Sie auf eine ausreichende Erfassungsreichweite von mindestens 150 cm, nicht weniger als 4 Sensoren sowie ein umfassendes Rückfahrsystem-Zubehör

Sie suchen ein Einparksystem mit Funkmodul oder einen Parkassistenten, welcher Sie über ein Display und Parklinien sicher in die kleinste Parklücke führt? Günstig und einfach im Auto zu montieren? Dann werden Sie hier im Shop sicher fündig. Wählen Sie Ihr bevorzugtes Modell aus und parken Sie in Zukunft schnell und sicher ein.

Im Video vorgestellt: Einparkhilfe

In diesem spannenden YouTube-Video werden verschiedene Einparkhilfen auf Herz und Nieren getestet. Von Einparksensoren über Rückfahrkameras bis hin zu Parkassistenten – hier wird gezeigt, welches System wirklich das Beste ist und wie es die Einparkvorgänge erleichtert. Erfahre in diesem informativen Video, welche Einparkhilfe dir dabei helfen kann, stressfrei und präzise in jede Parklücke zu kommen.

In diesem Youtube-Video geht es um Einparkhilfen. Es zeigt, wie verschiedene Arten von Einparkhilfen funktionieren und wie sie helfen können, das Einparken zu erleichtern. Es werden auch Tipps und Tricks gegeben, wie man am besten von Einparkhilfen profitiert und das Einparken zum Kinderspiel wird.