Ratgeberübersicht
  1. Wie erkenne ich gute Duschöle?
  2. Was für unterschiedliche Duschöle gibt es?
  3. Welche Duschöl passt zu mir?
  4. Welche Duschöle sind laut Tests am besten?
  5. Was kosten Duschöle?
  6. Wie lautet das Fazit für Duschöle?

Viele Duschöle kommen ohne hautreizende Zusatzstoffe aus. Daher eignen sie sich für extrem strapazierte, trockene oder zu Allergien und Neurodermitis neigende Haut. Sie wirken stark rückfettend und machen somit Schluss mit Hautreizungen, Spannungsgefühlen und Juckreiz nach dem Duschen.

Ein gutes Duschöl passt zu Ihrem Hauttyp, ist frei von schädlichen Inhaltsstoffen und hat ausreichend Reinigungskraft, um die Haut von abgestorbenen Hautschüppchen, Schmutz, Fett und Gerüchen zu befreien. Welche Kaufkriterien noch wichtig sind, welches Duschöl zu Ihnen passt und wie viel ein gutes Produkt kosten darf, verrät Ihnen der Kaufratgeber.

Wie erkenne ich gute Duschöle?

Eine Flasche Duschöl wird in der Hand gehalten

Hier haben wir uns angeschaut, woran Sie ein gutes Duschöl erkennen. Ein gutes Duschöl wie das L´Occitane-Duschöl in 35ml enthält Mandelöl oder andere pflanzliche Öle.

Laut einer statista-Studie leidet im Winter etwa jeder zweite Deutsche unter trockener Haut. Doch das Eincremen nach dem Duschen kann lästig sein – besonders, wenn es schnell gehen muss und Sie sich sofort anziehen möchten. Duschöle pflegen bereits während der Reinigung. Achten Sie vor dem Kauf auf folgende Kriterien:

Hauttyp: Speziell für trockene Haut geeignet

Während gewöhnliches Duschgel trockene Haut oft zusätzlich austrocknet, ist Duschöl speziell für diesen Hauttyp gedacht. Da Duschöle meist reichlich Lipide enthalten, die eine stark rückfettende Wirkung haben, bleibt die Haut nach dem Duschen weich und geschmeidig – auch ohne Bodylotion. Duschöl eignet sich außerdem, wenn Sie unter folgenden Hautproblemen leiden:

  • Trockene, gerötete, juckende oder schuppige Hautstellen
  • Spannungsgefühl
  • Sehr empfindliche Haut
  • Neurodermitis
  • Schuppenflechte
  • Akne (je nach Inhaltsstoffen)

Für fettige oder ölige Haut ist Duschöl weniger geeignet – hier sind sanfte Duschschäume oder ein klassisches Duschgel die bessere Wahl.

Inhaltsstoffe: Wertvolle Öle als A & O

Die Zusammensetzung des Duschgels ist das wichtigste Kaufmerkmal. Damit es Ihre Haut optimal pflegen und mit Feuchtigkeit versorgen kann, sollte das enthaltene Öl aus natürlichen Quellen stammen. Besonders beliebte Öle sind:

  • Olivenöl: Bei dauerhaft trockener Haut, zur Wundheilung, gegen Falten
  • Mandelöl: Beruhigend, für mehr Elastizität der Haut
  • Arganöl: Schützt vor dem Austrocknen und Umwelteinflüssen, gegen Falten
  • Kokosöl: Stark rückfettend
  • Nachtkerzen-Öl: Spendet viel Fett und Feuchtigkeit, auch bei Neurodermitis, Akne und Schuppenflechte
  • Sonnenblumenkern-Öl: Mild und entzündungshemmend, wirkt Juckreiz und Spannungsgefühl entgegen
  • Traubenkern-Öl: Entzündungshemmend und feuchtigkeitsspendend, hilft bei Akne, Neurodermitis und Cellulite
  • Jojobanuss-Öl: Nicht fettend, hilft bei Spannungsgefühl und starker Trockenheit

Außerdem enthält Duschöl Emulgatoren, die dafür sorgen, dass sich einzelnen Elemente des Duschöls vermischen. Achten Sie darauf, dass es sich um natürliche Tenside handelt, die aus natürlichen und nachwachsenden Rohstoffen gewonnen werden. Synthetische Tenside aus Erdöl-Rohstoffen und dessen Folgeprodukten sind meist nicht vollständig biologisch abbaubar und wirken häufig aggressiv auf die Haut.

Duft: Neutral, natürlich oder künstlich?

Ein Tropfen Duschöl auf der Hand, mit der Flasche daneben

Ein Augenmerk wurde auf die Wirkung der Inhaltsstoffe gelegt. Mandelöl wie es in dem L´occitane-Duschöl enthalten ist, hilft besodners gut gegen trockene Haut, Falten und Wundheilung.

Die Auswahl an Düften ist riesig – ob für Frauen, bei Duschöl für Männer oder Unisex-Varianten. Leiden Sie unter sehr empfindlicher oder allergischer Haut, bietet sich parfümfreies Duschöl an. Dieses löst keinerlei Reaktionen auf Ihrer Haut aus. Naturkosmetik-Duschöle sind häufig mit ätherischen Ölen angereichert, die für einen dezenten, angenehmen Duft sorgen. Beliebte Düfte sind Rose, Vanille, Moschus oder Lavendel. Künstlich parfümierte Duschöle riechen meist fruchtig, blumig, herb, frisch, sinnlich, süß oder zart.

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Verpackung: Praktisch und nachhaltig

Beliebt sind Duschöle in praktischen Pumpspendern oder edlen Flakons. Sie sind nicht nur optisch ansprechend sind, sondern sorgen auch dafür, dass beim Entnehmen kein Produkt verloren geht. Viele Hersteller handeln nachhaltig und bieten Nachfüllpacks für ihre Pumpspender an. Noch umweltfreundlicher sind Duschöl-Bars in fester Form, die nur in einem Stück Papier verpackt sind. Das kennen Sie vielleicht schon von den Haarseifen, die derzeit beliebt sind. Bei klassischen Flaschen und Tuben fällt das Dosieren etwas schwerer – in der Dusche geht schnell was vom Duschöl daneben.

Weitere Eigenschaften: Natürlich und Cruelty-free

Einige Hersteller bieten spezielle Duschöle an, die auch für Allergiker oder bei medizinischen Hautproblemen geeignet sind. Diese erkennen Sie an Bezeichnungen wie „hypoallergen“, „pH-neutral“ oder „seifenfrei“. Naturkosmetik ist außerdem in der Regel frei von Farbstoffen, Mineralölen, Konservierungsstoffen und Parabenen. Vegane und tierversuchsfreie Produkte mit dem Siegel „Cruelty-free“ (tierversuchsfrei) sind ebenfalls empfehlenswert.

Was für unterschiedliche Duschöle gibt es?

Ob Sie sich für ein klassisches Öl oder ein nachhaltiges Duschöl in fester Form entscheiden, ist Geschmackssache. Die dritte Variante sind cremige Duschöle, die an In-Dusch-Cremes (2-in-1 Bodylotion und Duschcreme) erinnern, aber weniger schädliche Tenside enthalten. Das sind die Vor- und Nachteile der beliebtesten Varianten:

Klassisches Duschöl in flüssiger Form

Klassisches Duschöl erhalten Sie in den unterschiedlichsten Duftrichtungen, in Form von Naturkosmetik und für fast jeden Hauttyp. Die meisten Produkte setzen sich aus Wasser, natürlichen oder synthetischen Tensiden, Emulgatoren, Lipiden und weiteren rückfettenden Substanzen zusammen. Sie sind meist klar und vergleichsweise flüssig.

    Vorteile
  • Große Auswahl am Markt
  • Enthält meist viel pflegendes Öl
  • In vielen Duftrichtungen erhältlich
  • Spendet langanhaltende Feuchtigkeit
  • Es wird nur wenig Produkt benötigt
    Nachteile
  • Rutschgefahr in der Dusche
  • Viele Produkte enthalten synthetische Tenside
  • Schäumt vergleichsweise wenig
  • Oft sehr flüssig – beim Auftragen geht schnell etwas daneben

Schäumt und pflegt: Duschöl in Creme-Form

Duschöle in Creme- oder Balsam-Form sind im Gegensatz zum klassischen Duschöl meist nicht transparent. Weil sie dickflüssiger sind, lassen sie sich leicht einmassieren und tropfen kaum – die Rutschgefahr beim Duschen bleibt aus. Allerdings enthalten sie häufig viel Wasser und nur wenig pflegendes Öl. Besonders günstige Produkte sind oft mit synthetischen Tensiden angereichert, die auf Dauer den natürlichen Säureschutzmantel der Haut angreifen können.

    Vorteile
  • Große Auswahl am Markt
  • Cremige Konsistenz – leicht aufzutragen
  • Tropft nicht stark
  • Kombiprodukte – Duschgel und Bodylotion in einem
  • Vergleichsweise günstig
  • Schäumt gut auf
  • Geringere Rutschgefahr
  • Gut zum Baden geeignet
    Nachteile
  • Enthält je nach Produkt nur wenig reines Öl
  • Viele Produkte enthalten synthetische Inhaltsstoffe
  • Entspricht meist nicht dem natürlichen pH-Wert der Haut

Festes Duschöl (Bar)

In Zeiten von „Zero Waste“ geht der Trend auch im Kosmetikbereich immer mehr zu verpackungsfreien Produkten. Das ist auch an den vielen Trockenshampoos und Haarseifen im Handel zu sehen. Auch feste Duschöle, mithin als „Dusch-Bars“ bekannt, erinnern auf den ersten Blick an ein Stück Seife. Allerdings sind sie dank der Öle hautfreundlicher als Seife und eignen sich auch für trockene oder empfindliche Haut.

Sie schäumen das feste Duschöl zwischen den Händen auf und verteilen es anschließend auf dem Körper. Viele Naturkosmetik-Hersteller wie Nature Box oder Lush haben inzwischen feste Duschöle im Sortiment. Meistens enthalten diese auch nur rein natürliche Inhaltsstoffe, sind vegan und cruelty-free.

    Vorteile
  • Häufig mit wertvollen, kaltgepressten Ölen
  • Kein Tropfen – es geht nichts vom Produkt verloren
  • Oft als Shampoo nutzbar – All-in-One-Produkt
  • Sehr nachhaltig, da ohne Plastikverpackung
  • Klein und kompakt – ideal auf Reisen
  • In der Regel vegan und tierversuchsfrei
    Nachteile
  • Noch wenig Auswahl am Markt
  • Vergleichsweise teuer
  • Zu Beginn gewöhnungsbedürftig
  • Müssen teilweise stark aufgeschäumt werden

Welche Duschöl passt zu mir?

Ob Sparfuchs, Naturkosmetik-Fan oder praktisch veranlagter Typ – für jeden gibt es das richtige Duschöl. Leiden Sie jedoch unter krankheitsbedingt trockener und empfindlicher Haut, benötigen Sie andere Pflege als bei normaler Haut. Das sind drei häufige Typen und passende Produkte:

Klassisches Duschöl für normale und trockene Haut

Wenn Sie normale bis trockene Haut haben und sich das Eincremen ersparen möchten, eignet sich ein klassisches Duschöl. Sind Sie eher ein Fan von Duschcremes, kommt ein Duschöl in Creme-Form infrage. Da muss es nicht zwingend Naturkosmetik sein: Auch Dove Duschöl oder Nivea Duschöl pflegt Ihre Haut samtig und weich.

Hypoallergenes Duschöl für Allergiker und bei Hautproblemen

Wenn Sie unter Hautproblemen wie Neurodermitis oder Schuppenflechte leiden, allergisch auf Inhaltsstoffe reagieren oder extrem trockene Haut haben, ist ein hypoallergenes Duschöl die beste Wahl. Sebamed Duschöl oder Eucerin Duschöl ist in der Regel nicht parfümiert und frei von schädlichen Inhaltsstoffen. Auch Teeprosyn Duschöl mit wertvollem Teebaumöl pflegt und beruhigt Ihre strapazierte, gereizte Haut.

Festes Duschöl für Umweltbewusste

Wenn Sie großen Wert auf Nachhaltigkeit legen und sich an den Plastikverpackungen der Duschöle stören, bietet ein festes Duschöl in „Bar-Form“ eine gute Alternative. Hersteller wie Lush oder Duschbrocken haben zahlreiche feste Duschöle in den unterschiedlichsten Duftrichtungen im Angebot. Die meisten Produkte sind Allrounder und auch für Haare und Gesicht geeignet.

Welche Duschöle sind laut Tests am besten?

Duschöl auf einem Handtuch liegend

Das L´Occitane-Duschöl eignet sich besonders gut, wenn Sie sich das Eincremen ersparen möchten und eine normale bis trockene Haut haben.

Stiftung Warentest testet zwar Kosmetika, hat aber bislang keinen Vergleich zu Duschöl veröffentlicht. Dafür hat das Verbrauchermagazin 2020 einen großen Artikel zu Ölbädern veröffentlicht. Dabei geht die Redaktion auf Wirkungsweise, Anwendung und Nebenwirkungen medizinischer Ölbäder ein. Der Duschöl-Test des Verbrauchermagazins ÖKO-TEST liegt einige Jahre zurück: 2007 nahm ÖKO-TEST 19 Duschgele und -öle unter die Lupe, von denen die meisten Produkte bis heute erhältlich sind.

Die Ergebnisse von ÖKO-TEST

Die Tester gelangen zu dem Fazit, dass Duschöle allgemein eine gute Alternative darstellen, wenn Sie auf das Eincremen nach dem Duschen verzichten möchten. Ganze 11 der getesteten Produkte überzeugen und erhalten das Testurteil „sehr gut“ oder „gut“. Testsieger wird das Duschöl „Mohnblüte Bio“ des Herstellers Sanoll. Es ist eines der teuersten Produkte im Vergleich, zeichnet sich dafür aber mit einer hohen Hautverträglichkeit aus. Es pflegt und spendet intensive Feuchtigkeit und enthält rein natürliche Sonnenblumen- und Mohnöle. Da sein pH-Wert 5 beträgt, schützt es den Säureschutzmantel der Haut optimal.

Auch drei günstige Drogerie-Produkte schneiden in Hinblick auf ihre Inhaltsstoffe mit „gut“ ab. Das Ombia Med Duschöl mit Provitamin B5 und Jojobaöl eignet sich für sehr empfindliche Haut. Es ist frei von Silikonen, Mineralölen, Parabenen sowie Farbstoffen und enthält kein umweltbelastendes Mikroplastik. Lediglich das „Fette Blütenzauber Aroma Care Shower Rosen-Duschöl“ liegt weit abgeschlagen auf dem letzten Platz und erhält ein „ungenügend“. Das Produkt enthält nicht nur schädliches Formaldehyd, sondern auch allergieauslösende Verbindungen.

Was kosten Duschöle?

Nicht nur die Auswahl – auch die Preisspanne bei Duschölen ist groß. Der Preis hängt hauptsächlich vom Hersteller und den Inhaltsstoffen ab. In den Tests zeigt sich, dass günstige Produkte gut mit teureren Varianten mithalten können.

Günstiges Duschöl: 0,99 bis 14 €

Drogerie-Eigenmarken und Hersteller wie Nivea oder Dove bieten günstige Duschöle ab bereits 0,99 €. Aber Achtung: Häufig enthalten die Produkte nur einen geringen Anteil an natürlichen Ölen und die gewünschte Pflegewirkung bleibt damit aus. Außerdem sind günstige Duschöle oft stark parfümiert, enthalten Konservierungsstoffe, Parabene oder Erdöl. Der Test beweist, dass es auch anders geht, wie beispielsweise beim parfümfreien Ombia Duschöl.

Duschöl im mittleren Preissegment: Zwischen 15 und 25 €

Bei mittelpreisigen Duschölen zwischen 15 und 25 € handelt es sich oft um reine Naturkosmetik, nachhaltige Duschöl-Bars oder medizinische Produkte. Sie enthalten in der Regel einen hohen Anteil an ausschließlich reinen, natürlichen Ölen. Beliebte Hersteller sind olio, Eucerin oder L’OCCITANE.

Premium-Duschöl: 25 bis 60 €

Duschöl von Parfum-Herstellern liegt meist im Premium-Segment zwischen 25 und 60 €. Bei Duschöl von Marken wie Dior oder Givenchy liegt das Hauptaugenmerk auf dem Duft. Leider enthalten sie trotz des hohen Preises manchmal schädliche Inhaltsstoffe. Auch Duschöl des Herstellers Jo Malone London liegt im oberen Preisbereich.

Wie lautet das Fazit für Duschöle?

Das richtige Duschöl befreit Ihre Haut zuverlässig von Schmutz und spendet gleichzeitig so viel Feuchtigkeit, dass das lästige Eincremen nach dem Duschen überflüssig wird. Produkte aus rein natürlichen Ölen pflegen Ihre Haut weich und geschmeidig. Achten Sie daher vor dem Kauf auf folgende Punkte:

  • Tropft Ihr Duschöl in der Wanne, besteht Rutschgefahr
  • Duschöl mit natürlichen Ölen, wie Mandel-, Oliven- oder Arganöl, ist besonders pflegend
  • Synthetische Tenside, Parfüm, Konservierungsstoffe und Co. können Hautreizungen auslösen
  • Kommt der pH-Wert des Duschöls dem Ihrer Haut nahe, wird der empfindliche Säureschutzmantel nicht angegriffen
  • Feste Duschöl-Bars sind nachhaltig und praktisch für unterwegs
  • Duschöl namhafter Drogeriemarken erhalten Sie ab 0,99 € – Naturkosmetik-Duschöl kostet durchschnittlich zwischen 8 und 25 €
  • Premium-Duschöl, beispielsweise von Parfüm-Herstellern, kostet bis zu 60 €

Werfen Sie gleich einen Blick in die Bestenliste. Dort finden Sie mit Sicherheit das Duschöl, welches Ihren Ansprüchen gerecht wird und für etwas „Me-Time“ sorgt.