Ratgeberübersicht
  1. Wieso sollten Sie beim Kauf eines DSL-Kabelmodems den Übertragungsstandard berücksichtigen?
  2. Weshalb ist ein VDSL-Router mit verschiedenen WLAN-Standards wichtig?
  3. Welche Anschlüsse sollte Ihr DSL-Router mit Modem besitzen?
  4. Wieso ist die Nutzung eines DSL-Modems als Mediaserver praktisch?
  5. Welche Vorteile bringt die WPS-Verbindung mit sich?
  6. Weitere Antworten und Fragen von Kunden, die nach DSL-Modem-Tests bzw. -Vergleichen suchen
  • Beim Kauf eines DSL-Modems finden Sie verschiedene Modem-Typen. Besonders beliebt sind WLAN-Router mit integriertem Modem. Sie ermöglichen einen kabelgebundenen und kabellosen Internetzugang.
  • Je nach Übertragungsstandard ist auch die Internetgeschwindigkeit unterschiedlich. Der ältere Standard-DSL ist langsamer als VDSL oder Glasfaser.
  • Besonders praktisch ist die WPS-Funktion eines Routers mit DSL-Modem. Über die kleine WPS-Taste lassen sich andere Geräte kabellos mit dem Internet verbinden. Über WPS ist keine umfangreiche Einstellung oder eine Eingabe des Passworts notwendig.

DSL-Modem im Test: Modem mit gelbem LAN-Kabel im Vordergrund und Zimmer im Hintergrund.

In jedem modernen Haushalt spielt das Internet eine wichtige Rolle. Im Jahr 2026 lassen sich nicht nur Smartphones und Tablets mit dem Internet verbinden. Auch weitere Smart-Home-Geräte wie Saugroboter oder einige Lichtschalter benötigen eine funktionierende Internetverbindung. Die Qualität des Internets in Ihrem Zuhause hängt von verschiedenen Faktoren ab.

Besonders wichtig ist zum Beispiel der Router mit DSL. Dieser sorgt dafür, dass sich verschiedene Geräte mit dem Internet verbinden lassen. Bei dem klassischen DSL-Modem ist nur das Anschließen von einem einzelnen Gerät möglich. Daher ist ein DSL-Router mit Modem vorteilhaft.

Wir von WELT.de zeigen Ihnen in dieser Kaufberatung wichtige Merkmale bezüglich des Übertragungs- und WLAN-Standards. Außerdem gehen wir auf die verschiedenen Anschlüsse an einem Modem mit integriertem Router ein.

Getestet: Ein DSL-Modem steht vor seiner Originalverpackung.

Ein DSL-Modem wie die FRITZ!Box ermöglicht durch Kontrollleuchten einen schnellen Überblick über die Funktionstüchtigkeit von WLAN und Co.

1. Wieso sollten Sie beim Kauf eines DSL-Kabelmodems den Übertragungsstandard berücksichtigen?

Was ist ein Modem?

Modem ist ein Begriff, welcher sich aus “Modulator” und “Demodulator” zusammensetzt. In einem Modem findet ein Austausch von Signalen zwischen Endgeräten statt. Ein reines VDSL-Modem ist mit der Telefonleitung verbunden und stellt die Verbindung zum Internet her. Es eignet sich aber nur für ein einzelnes Endgerät.

Ein äußerst wichtiges Leistungsmerkmal eines Modems oder Kabelrouters ist dessen Übertragungsstandard. Anhand dieses Standards lässt sich die mögliche Internetgeschwindigkeit herleiten. Übliche Übertragungsstandards sind ADSL und VDSL.

Allgemein ermöglicht der ADSL-Standard eine etwas langsamere Internetgeschwindigkeit. Bei VDSL handelt es sich um einen neueren Standard. Dieser ermöglicht bereits höhere Geschwindigkeiten.

Laut diversen DSL-Modem-Tests ermöglicht ADSL eine Download-Geschwindigkeit von bis zu 24 Mbit/s. Der Upload ist deutlich langsamer. Dieser erreicht eine Geschwindigkeit von circa 3 Mbit/s. Die Geschwindigkeitsunterschiede zwischen ADSL und VDSL liegen auch an der Internetleitung Ihres Hauses. Bei DSL und ADSL erfolgt die Datenübertragung ausschließlich über Kupferkabel. Bei neueren Standards sind es teilweise schon Glasfaser.

Wir von WELT.de gehen in der folgenden Tabelle näher auf die verschiedenen Übertragungsstandards ein. Mit dieser Übersicht verstehen Sie schnell deren Unterschiede.

Übertragungsstandard Merkmale
ADSL
  • Verbindung über vorhandene Telefonleitungen
  • langsame Download- und Upload-Geschwindigkeiten
ADSL2+
  • verbesserte Geschwindigkeiten im Vergleich zu ADSL
  • eignet sich für Streaming in HD-Qualität
VDSL
  • eignet sich für Video-Streaming in 4K-Qualität
  • sehr hohe Übertragungsraten

Gut zu wissen: Die spezielle VDSL-Technik führte die Deutsche Telekom im Jahr 2006 ein. Anfangs waren mit einer VDSL-Leitung Übertragungsgeschwindigkeiten zwischen 25 und 50 Mbit/s möglich.

2. Weshalb ist ein VDSL-Router mit verschiedenen WLAN-Standards wichtig?

DSL-Modem im Test: Grafik mit einem blauen WIFI-Logo.

Je nach WLAN-Standard ist auch die Internetgeschwindigkeit unterschiedlich.

In diversen Online-Vergleichen von DSL-Modems ist auch der WLAN-Standard ein wichtiges Merkmal. Wie bei dem Übertragungsstandard gibt es auch hier einige Unterschiede. Die besten DSL-Modems unterstützen zwei verschiedene Standards: zum einen die Verbindung mit 2,4 GHz und zum anderen WLAN mit 5 GHz.

Je nach Endgerät eignet sich die Verbindung mit 5 GHz zum Router mit DSL besser. Alle moderneren Geräte unterstützen bereits die Verbindung mit 5 GHz. Diese sorgt für eine schnelle Verbindung, die beim Gaming und bei verschiedenen Arbeiten nützlich ist. Außerdem hat diese Frequenz eine geringe Störanfälligkeit.

Die Frequenz mit 2.4 GHz ist bei älteren Geräten noch der Standard. Diese hat zum Teil eine höhere Reichweite, ist aber auch schneller ausgelastet. Dies sorgt dementsprechend für eine höhere Störanfälligkeit. Wenn ein Modem mit integriertem Router beide Standards unterstützt, eignet er sich für ältere und neuere Geräte.

Ein getestetes DSL-Modem auf einer hellen Fläche mit Netzwerkkabel.

Vergewissern Sie sich beim Kauf, ob nötige Kabel für den Anschluss des DSL-Modems von FRITZ!Box und anderen Herstellern im Lieferumfang inbegriffen sind.

3. Welche Anschlüsse sollte Ihr DSL-Router mit Modem besitzen?

Laut diversen DSL-Modem-Tests im Internet haben diese Geräte verschiedene Anschlüsse. Diese haben verschiedene Funktionen und eignen sich für unterschiedliche Geräte. An einem kleinen DSL-Modem ohne Router finden Sie im Regelfall nur einen LAN-Anschluss. Dieser ermöglicht zum Beispiel die Verbindung zu einem Computer oder Laptop. Ein größerer DSL-Router für Kabelanschluss hat mehrere LAN- und USB-Anschlüsse.

3.1. LAN-Anschlüsse für eine direkte Internetverbindung

DSL-Modem im Test: Blauer LAN-Stecker im LAN-Anschluss.

Mit dem LAN-Kabel ist eine direkte Internetverbindung zu einem Endgerät möglich.

An einem DSL-Modem ohne WLAN befindet sich ein LAN-Anschluss. An einem VDSL- oder Glasfaser-Router profitieren Sie von mehreren LAN-Anschlüssen. An diesen haben Sie die Möglichkeit, verschiedene Endgeräte per LAN-Kabel anzuschließen. Im Vergleich zum kabellosen Internet ermöglicht das LAN-Kabel eine schnellere Internetverbindung. Dies ist zum Beispiel für professionelles Gaming äußerst wichtig.

Laut diversen DSL-Modem-Tests im Internet hat ein Großteil der Modems mindestens vier LAN-Anschlüsse. An diesen lassen sich Konsolen, Fernseher, Computer und Laptops gleichzeitig anschließen.

3.2. USB-Anschlüsse für die gemeinsame Nutzung eines Speichersticks

An einem Kabelmodem ohne WLAN befindet sich neben dem LAN-Anschluss kein weiterer Anschluss. Wenn Sie ein Modem und Router in einem Gerät haben, profitieren Sie auch von zusätzlichen USB-Anschlüssen. Ein Großteil der DSL-Modem-Testsieger hat bis zu zwei USB-Anschlüsse. Diese eignen sich zum Beispiel zum Verbinden eines USB-Sticks oder einer Festplatte.

Wenn mehrere Computer, Laptops oder Tablets in einem Netzwerk verbunden sind, ist der USB-Stick am DSL-Router-Anschluss äußerst praktisch. Er ermöglicht, dass all diese Geräte auf den USB-Stick zugreifen können.

4. Wieso ist die Nutzung eines DSL-Modems als Mediaserver praktisch?

DSL-Modem im Test: Grafik mit verschiedenen smarten Geräten.

Über den Mediaserver lassen sich verschiedene Inhalte auf viele Geräte übertragen.

Ein Modem und Router in einem Gerät eignet sich nicht nur für die herkömmliche Verbindung mit dem Internet. VDSL-fähige Router eignen sich zum Teil auch als Mediaserver. Bei dieser Funktion haben Sie die Möglichkeit, über das Netzwerk verschiedene Inhalte auf Ihrem Computer zu streamen.

Das Herunterladen der Dateien auf den Computer ist dabei nicht notwendig. Videos, Filme und Musik lassen sich dabei über die Cloud, also kabellos, über den DSL-Modem abspielen.

Die Nutzung des DSL-Modems als Mediaserver hat einige Vor- und Nachteile. Welche es sind, erfahren Sie in der folgenden Übersicht:

    Vorteile
  • kein separater Mediaserver notwendig
  • sehr einfache Einrichtung
  • Streaming auf allen Geräten im Netzwerk möglich
    Nachteile
  • begrenzte Leistung im Vergleich zu separatem Server
  • geringe Speicherkapazität

5. Welche Vorteile bringt die WPS-Verbindung mit sich?

Ein DSL-Modem ohne Router hat nicht sonderlich viele Funktionen. An einem Gerät mit DSL-Router-Anschluss ist es nicht der Fall. Dieser unterstützt zum Teil auch eine WPS-Verbindung. Mit WPS ist eine drahtlose Verbindung von verschiedenen Geräten mit dem DSL-Router für Kabelanschluss möglich.

Bei dieser Verbindung ist keine umständliche Eingabe eines Passworts oder eine Einstellung in einem Menü notwendig. Wenn Sie am Modem oder WLAN-Repeater den WPS-Knopf drücken, verbindet sich das Gerät mit weiteren WLAN-fähigen Geräten. Dies sind zum Beispiel Drucker oder smarte Küchengeräte.

Tipp: Wie gut die Netzwerkverbindung zu einem Computer oder Laptop ist, hängt auch von der verbauten WLAN-Karte ab. Sie haben aber auch die Möglichkeit, eine externe WLAN-Antenne an das Gerät anzuschließen. Diese sorgt für eine stabilere Internetverbindung.

DSL-Modem im Test: Rückseite eines Modems mit Antennen und kleinen Tasten.

Die WPS-Funktion ist über eine kleine Taste am Modem erreichbar.

6. Weitere Antworten und Fragen von Kunden, die nach DSL-Modem-Tests bzw. -Vergleichen suchen

Technische Geräte wie DSL-Modems sind besonders umfangreich. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Sie sich bestens damit auskennen, bevor Sie ein DSL-Modem kaufen. Der Unterschied zwischen teuren und günstigen DSL-Modems ist nicht immer besonders groß.

Die größten Unterschiede liegen in den möglichen Internetgeschwindigkeiten und Funktionen. Dazu zählt zum Beispiel auch das Mesh-WLAN-Netzwerk, welches wir Ihnen in den folgenden Abschnitten näher erläutern. Wir von WELT.de gehen im folgenden FAQ-Abschnitt auch auf verschiedene Modem-Typen ein.

6.1. Wieso ist ein DSL-Modem mit Telefonanschluss praktisch?

Nicht jede Art von DSL-Modem oder WLAN-Router lässt sich besonders einfach installieren. In manchen Fällen sind zum Beispiel verschiedene Kabel und Anschlüsse notwendig. Dies gilt ebenfalls für den Telefonanschluss.

Im besten Fall hat ein DSL-Modem aber einen integrierten Telefonanschluss. Dies gibt Ihnen die Möglichkeit, ein Telefon ohne sonstige Stecker und Equipment an das Netz zu verbinden.

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6.2. Welche Hersteller haben Modem-DSL-Router mit Dual-WLAN?

Innerhalb der Kategorie der DSL-Modems gibt es verschiedene Marken, die eine Dual-WLAN-Funktion anbieten. Darunter sind folgende besonders beliebt und für leistungsstarke Geräte bekannt:

  • AVM
  • Asusk
  • Tp-Link
  • Draytek
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6.3. Was ist ein integriertes Mesh-WLAN-Netzwerk?

In einem normalen WLAN-Netzwerk gibt es einen Router, der das Signal an alle Endgeräte sendet. Je weiter weg sich das Gerät vom Router befindet, desto schlechter ist auch das Signal. Ein Mesh-WLAN-Netzwerk hingegen besteht aus mehreren Geräten, die miteinander eine Verbindung aufbauen.

Dies sorgt insgesamt für ein stärkeres Signal. Wenn eines der Geräte ausfällt, ermöglichen die anderen Geräte im Netzwerk eine dauerhafte Verbindung. In größeren Häusern oder auch in Büros sind Mesh-WLAN-Netzwerke sinnvoll. Bei einem Netzwerk mit WIFI 6 ist die Verbindung noch stabiler als bei WIFI 5.

DSL-Modem im Test: Die Rückseite des Gerätes steht auf dem Stromstecker.

Unterschiede gibt es bei der Anzahl der LAN-Anschlüsse. Bei dem Modell von FRITZ!Box stehen zum Beispiel vier Anschlüsse zur Verfügung.

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6.4. Welche Internetgeschwindigkeiten sind mit einem VDSL-Router möglich?

Je nach Modem oder Router sind verschiedene Internetgeschwindigkeiten möglich. Eine große Auswirkung hat auch der verwendete Übertragungsstandard. Bei welchen Geräten und Standards welche Geschwindigkeiten möglich sind, erfahren Sie in der folgenden Tabelle:

Übertragungsstandard Geschwindigkeit
DSL-Modem
  • Download: 24 Mbit/s
  • Upload: 3 Mbit/s
VDSL-Router
  • Download: 100 Mbit/s
  • Upload: 40 Mbit/s
Glasfaser-Router
  • Download: 1 Gbit/s
  • Upload: 1 Gbit/s
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6.5. Was ist der Unterschied zwischen USB 2.0 und USB 3.0?

Moderne WLAN-Router mit integriertem Modem unterstützen verschiedene USB-Standards. Dabei handelt es sich um USB 2.0 und USB 3.0. Der große Unterschied zwischen beiden Standards ist die Übertragungsgeschwindigkeit. Über einen 3.0 USB-Anschluss ist eine Geschwindigkeit von bis zu 5 Gbit/s möglich.

Der ältere Standard 2.0 ist im Vergleich deutlich langsamer. Hier liegt die maximale Übertragungsgeschwindigkeit bei circa 480 Mbit/s. USB 3.0 ist dementsprechend ungefähr zehnfach so schnell wie der ältere Standard.

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6.6. Wie bewertet die Stiftung Warentest die DSL-Modems?

Laut dem Portal der Stiftung Warentest sind WLAN-Router besser als DSL-Modems. Dies liegt hauptsächlich daran, dass ein Router als Modem und Telefonzentrale in einem funktioniert.

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