Ratgeberübersicht
  1. Wie funktioniert ein beutelloser Staubsauger und welche Vor- und Nachteile hat er?
  2. Worauf sollten Käufer laut Tests beutelloser Staubsauger achten?
  3. Für welche Haushalte eignen sich beutellose Staubsauger?
  4. Wie werden beutellose Staubsauger richtig gepflegt und gereinigt?
  5. Weitere Fragen und Antworten von Kunden, die nach Beutelloser-Staubsauger-Tests bzw. -Vergleichen suchen
  • Beutellose Staubsauger trennen Schmutz per Zyklon- bzw. Fliehkraftprinzip von der Luft. Sie kommen dabei ganz ohne Staubbeutel aus.
  • Zu den wichtigsten Kaufkriterien zählen unter anderem Saugleistung, Staubbehälter, Filter, Lautstärke und Gewicht.
  • Seit 2017 begrenzt die EU die Nennleistungsaufnahme netzbetriebener Staubsauger auf ≤ 900 Watt – Akku-Geräte ausgenommen.

Beutelloser Staubsauger im Test: Ein glatter Holzboden wird mit einem Akku-Stabstaubsauger gereinigt. Im Hintergrund ein beige-graues Sofa.

Wer sich für einen Staubsauger ohne Beutel entscheidet, kann auf Dauer Geld sparen. Es fallen keine laufenden Kosten für Beutel an. Es gibt ihn als beutellosen Bodenstaubsauger mit Kabel und als beutellosen Akku-Staubsauger. Mehr zur kabellosen Variante lesen Sie in unserem Vergleich zu Akku-Staubsaugern.

1. Wie funktioniert ein beutelloser Staubsauger und welche Vor- und Nachteile hat er?

Ein beutelloser Staubsauger trennt Schmutz und Luft mechanisch per Zyklon- bzw. Fliehkraftprinzip, statt sie durch einen Staubbeutel zu filtern. Diese Bauweise bringt die folgenden Vor- und Nachteile mit sich:

    Vorteile
  • Kein Beutel-Nachkauf nötig, dauerhaft geringere Folgekosten
  • Füllstand jederzeit im transparenten Staubbehälter sichtbar
  • Kein Saugkraftverlust durch vollen Staubbeutel
    Nachteile
  • Direkter Staubkontakt beim Entleeren möglich
  • Beim Entleeren wird laut Stiftung Warentest mehr Staub freigesetzt als bei Beuteln
  • Filter und Bürstenwalze benötigen regelmäßige Pflege

1.1. Wie funktioniert das Zyklon- bzw. Fliehkraftprinzip?

Im Inneren versetzt der Motor die angesaugte Luft in eine schnelle Rotation und schleudert Staub- und Schmutzpartikel durch Fliehkraft nach außen an die Behälterwand. Dort fallen sie nach unten in den Behälter, während die grob gereinigte Luft zur Mitte strömt und anschließend weitere Filterstufen durchläuft. Genau dieses Prinzip liefert die oben genannten Vorteile beim Entleeren und bei der Saugleistung.

Einfache beutellose Zyklon-Staubsauger nutzen dafür eine einzelne Wirbelkammer mit nachgeschaltetem Zentralfilter, der regelmäßig gereinigt werden muss. Multizyklon-Systeme verteilen die Luft stattdessen auf mehrere kleine Wirbelkammern und trennen dadurch bereits mehr feine Partikel ab, bevor ein nachgeschalteter Abluftfilter folgt.

Eine dritte, seltenere Bauart bindet Schmutz stattdessen in Wasser statt in einem Filter: Der Luftstrom wirbelt das Wasser im Tank auf, sodass sich Staub und Pollen darin binden. Das eignet sich gut für Allergiker, erfordert aber nach jedem Einsatz eine gründliche Reinigung des Wassertanks.

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1.2. Für wen kann sich trotzdem ein Staubsauger mit Beutel lohnen?

Allergiker profitieren häufig von einem Staubsauger mit Beutel, weil sich der komplette Inhalt hygienisch verschließen lässt. Die Stiftung Warentest weist zudem darauf hin, dass beim Entleeren von Staubboxen mehr Staub freigesetzt wird als beim Entleeren von Staubbeuteln. Das ist vor allem für Allergiker ein Nachteil.

Wer dagegen Folgekosten sparen und den Füllstand direkt sehen möchte, greift eher zu einem beutellosen Staubsauger ohne Beutel.

Beutelloser Staubsauger im Test: Ein Mann mit Maske nimmt das Kopfteil eines gelben Staubsaugers ab.

Wie leicht sich ein beutelloser Staubsauger entleeren lässt, unterscheidet sich je nach Bauart.

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2. Worauf sollten Käufer laut Tests beutelloser Staubsauger achten?

Die eingangs genannten Kaufkriterien lassen sich im Detail betrachten: Diverse Tests beutelloser Staubsauger bewerten im Vergleich vor allem Saugleistung, Staubbehälter, Filtersystem, Lautstärke, Aktionsradius und Gewicht des Geräts.

2.1. Wie viel Saugleistung braucht welcher Bodenbelag?

Auf Hartböden genügt bereits eine geringere Saugleistung, weil Staub nicht zwischen Fasern hängen bleibt. Teppichböden und Läufer brauchen dagegen einen höheren Unterdruck an der Düse, damit sich Schmutz auch aus tieferen Fasern löst.

Angaben zu Watt und Pascal sind zwischen Herstellern kaum vergleichbar, da die Messbedingungen variieren. Verlässlicher sind Ergebnisse aus unabhängigen Tests beutelloser Staubsauger wie denen der Stiftung Warentest, die Saugleistung unter gleichen Bedingungen prüft. Bei der Bewertung zählt die Saugleistung mit 45 Prozent am stärksten, gefolgt von der Handhabung mit 30 Prozent. Umwelteigenschaften, darunter der Staubabscheidegrad beim Entleeren, und Haltbarkeit kommen zusammen auf 25 Prozent.

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2.2. Welche Größe sollte der Staubbehälter haben und wie funktioniert die Filterreinigung?

Was unterscheidet EPA- von HEPA-Filtern?

Nach der Norm EN 1822 hält bereits ein E12-Filter (EPA) mindestens 99,5 Prozent feinster Partikel zurück. Ein H13-Filter (HEPA) schafft mindestens 99,95 Prozent, ein H14-Filter mindestens 99,995 Prozent. H14 kommt vor allem in Reinräumen und OP-Sälen zum Einsatz, für Haushaltsstaubsauger ist meist H13 ausreichend.

Ein beutelloser Bodenstaubsauger fasst laut Marktbeobachtung meist zwischen 0,8 und 3 Litern Staub, kompakte Akku-Modelle deutlich weniger. Ein größerer Behälter bedeutet selteneres Entleeren, macht das Gerät dabei aber auch schwerer.

Zu den Filtern:

  • Ein HEPA-Filter hält feinste Partikel wie Pollen oder Feinstaub zurück, bevor die Luft das Gerät verlässt.
  • Waschbare Dauerfilter sparen Folgekosten, sollten aber regelmäßig ausgespült und vollständig getrocknet werden.
  • Der Staubrückhaltegrad zeigt, wie viel Feinstaub im Gerät bleibt statt in die Raumluft zu gelangen. Die Stiftung Warentest misst diesen Wert separat, er ist für Allergiker aussagekräftiger als die reine Filterklasse.

Einige neuere Geräte bieten zusätzlich eine Absaugstation, die den Staubbehälter automatisch in einen größeren Beutel entleert und so das manuelle Leeren seltener nötig macht.

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2.3. Worauf kommt es bei Lautstärke, Aktionsradius und Gewicht an?

Als leise gelten beutellose Staubsauger bis etwa 50 Dezibel, als laut Werte ab 80 Dezibel. Seit September 2017 schreibt die EU-Ökodesign-Verordnung für netzbetriebene Staubsauger einen Schallleistungspegel von höchstens 80 Dezibel vor – Akku-Geräte ausgenommen.

Die meisten aktuellen Modelle liegen dazwischen, oft im Bereich von 60 bis 70 Dezibel. Zehn Dezibel mehr nimmt das menschliche Ohr bereits als doppelt so laut wahr. Der Unterschied zwischen 60 und 70 Dezibel fällt im Alltag deshalb deutlich auf.

Der Aktionsradius ergibt sich aus der Kabellänge sowie der Länge von Schlauch und Rohr: Laut Marktbeobachtung liegen gute Werte bei 10 bis 11 Metern, einfache Modelle bieten oft nur 4 Meter.

Beim Gewicht unterscheiden sich die beiden Bauformen deutlich: Beutellose Bodenstaubsauger wiegen dieser Marktbeobachtung zufolge meist zwischen 4,4 und gut 8 Kilogramm, Akku-Stabstaubsauger bringen laut Herstellerangaben meist nur rund 1,2 bis 3,6 Kilogramm auf die Waage.

Beutelloser-Staubsauger im Test: Schwarzer Hintergrund, davor ein Gerät dessen Schmutzbehälter und Filter herausgenommen sind.

Ein beutelloser Staubsauger ist nicht ganz wartungsfrei, da weiterhin Filter zu reinigen und zu ersetzen sind.

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3. Für welche Haushalte eignen sich beutellose Staubsauger?

Beutellose Staubsauger eignen sich für die meisten Haushalte, besonders aber für Tierhalter und Vielsauger, die häufig und ohne Beutelnachkauf reinigen möchten. Je nach Mobilitätsbedarf passt ein kabelgebundenes oder ein akkubetriebenes Modell besser, und je nach Wohnungsgröße lohnt sich ein größerer oder kleinerer Staubbehälter.

3.1. Was spricht bei Tierhaaren im Haushalt für einen beutellosen Staubsauger?

Bei Tierhaaren zeigt sich der Vorteil eines beutellosen Staubsaugers für Tierhaare besonders deutlich: Der transparente Behälter macht sofort sichtbar, wann er voll ist. Eine selbstreinigende Bürstenwalze verringert zusätzlich das Risiko, dass sich Haare festsetzen und die Düse verstopft.

Staubsauger ohne Beutel im Test: Staubsauger-Aufsatz vor weissem Hintergrund

Staubsauger ohne Beutel haben oft verschiedene Aufsätze, z. B. für Tierhaare.

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3.2. Passt ein Akku- oder ein kabelgebundenes Modell besser?

Ein beutelloser Akku-Staubsauger eignet sich für kurze, spontane Einsätze und kleinere Wohnungen, weil er ohne Steckdose auskommt.

Ein kabelgebundener, beutelloser Bodenstaubsauger bietet dafür meist mehr Saugleistung und läuft ohne Zeitlimit durch.

Für große Flächen am Stück eignet sich daher eher das kabelgebundene Modell, für schnelles Nachsaugen zwischendurch der Akku-Staubsauger.

Manche Haushalte nutzen im Alltag beide Varianten parallel. Auf niedriger Saugstufe halten aktuelle Akku-Staubsauger laut Testberichten zwischen 40 und 120 Minuten durch, auf hoher Turbostufe deutlich kürzer.

Die EU schreibt für netzbetriebene Staubsauger zudem eine Mindestlebensdauer von 500 Betriebsstunden für den Motor vor – jedoch nicht für Akku-Geräte.

Beutelloser Staubsauger im Test: ein buntgemusterter Teppich auf dem ein beiges Sofa steht wird mit einem Bodenstaubsauger gereinigt.

Teppiche binden viel Staub und erfordern mehr Saugkraft als glatte Böden von einem beutellosen Staubsauger.

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4. Wie werden beutellose Staubsauger richtig gepflegt und gereinigt?

Regelmäßige Pflege erhält die Saugleistung eines beutellosen Staubsaugers dauerhaft. Dazu gehören ein rechtzeitig geleerter Staubbehälter, ein sauberer Filter und eine kontrollierte Bürstenwalze.

4.1. In welchem Abstand sollten Filter und Staubbehälter gereinigt werden?

Leeren Sie den Staubbehälter, bevor er vollständig gefüllt ist. Ein zu hoher Füllstand verringert bereits vorher spürbar die Saugleistung. Waschbare Filter reinigen Sie am besten, sobald sie sichtbar grau oder verklebt wirken. Feste Einwegfilter tauschen Sie meist alle sechs bis zwölf Monate bzw. nach Herstellerangabe.

Ein monatlicher Blick auf die Bürstenwalze verhindert, dass sich Haare und Fäden festsetzen und die Düse verstopfen. Poröse Dichtungen am Behälter lassen zusätzlich Nebenluft eindringen und schwächen die Saugkraft, auch wenn Filter und Behälter sauber sind.

Beutelloser-Staubsauger im Test: rotes Gerät – konkret ein Akku-Stabstaubsauger – freigestellt.

Viele Akku-Sauger dieser Art sind als ein beutelloser Staubsauger zu bezeichnen und lassen sich leicht entleeren.

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5. Weitere Fragen und Antworten von Kunden, die nach Beutelloser-Staubsauger-Tests bzw. -Vergleichen suchen

Rund um das Thema treten immer wieder ähnliche Fragen auf, wie diverse Tests beutelloser Staubsauger und Nutzerforen zeigen. Miele, Philips, Bosch, Kärcher, Dyson und AEG bieten Modelle in unterschiedlichen Preisklassen an, etwa im Vergleich zu Bosch oder Philips. Auch Rowenta zählt zu den bekannten Marken in diesem Segment.

5.1. Wie viel Watt sollte ein beutelloser Staubsauger haben?

Wie eingangs erwähnt, begrenzt die EU die Nennleistungsaufnahme netzbetriebener Staubsauger (nicht gültig für Akku-Geräte) ohnehin auf einen Höchstwert, seit September 2017 auf weniger als 900 Watt. Eine höhere Wattzahl bedeutet dabei nicht automatisch mehr Saugkraft, da Motor, Luftführung und Düse ebenso entscheiden. Aussagekräftiger als die reine Wattzahl ist deshalb ein Blick auf unabhängige Tests beutelloser Staubsauger wie die der Stiftung Warentest.

Ein früheres EU-Energielabel für Staubsauger ist zudem seit einem Gerichtsurteil vom November 2018 ungültig und darf im Handel nicht mehr verwendet werden.

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5.2. Ist ein Staubsauger mit oder ohne Beutel im Alltag günstiger?

Bei der Wahl zwischen Beutel- oder beutellosem Staubsauger entscheiden auf Dauer vor allem die laufenden Kosten. Ein Staubsaugerbeutel kostet laut Marktbeobachtung 1 bis 2 Euro und wird je nach Nutzung etwa alle vier bis sechs Wochen gewechselt, ein beutelloser Staubsauger spart diese Ausgabe komplett.

Bei beutellosen Staubsaugern selbst gibt es aber ebenfalls Preisunterschiede: Günstige beutellose Staubsauger decken meist nur die Grundfunktionen ab, eine Absaugstation bleibt oft höherpreisigen Geräten vorbehalten.

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5.3. Welche Eigenschaften zeichnen einen guten beutellosen Staubsauger aus?

Welcher beutellose Staubsauger der beste ist, hängt vom Einsatzzweck und Budget ab, nicht automatisch vom Preis. Einen pauschalen Beutelloser-Staubsauger-Testsieger gibt es ohnehin nicht, weil sich Bestenlisten mit jeder Testrunde ändern. Ein guter beutelloser Staubsauger überzeugt aber meist gleichzeitig bei Saugleistung, Staubabscheidegrad und Handhabung. Genau diese Kriterien gewichtet auch die Stiftung Warentest bei ihren Tests.

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5.4. Was tun, wenn der beutellose Staubsauger nicht mehr richtig saugt?

Prüfen Sie zunächst Staubbehälter, Filter und Bürstenwalze wie in Kapitel 4 beschrieben. Das behebt die meisten Fälle von Leistungsverlust. Bleibt die Saugkraft trotz sauberem Zubehör schwach, lohnt sich ein Blick auf den Schlauch und das Saugrohr: Verstopfungen durch Socken oder größere Schmutzknäuel lassen sich meist von Hand entfernen.

Hilft auch das nicht, deutet das eher auf einen technischen Defekt hin, etwa am Motor, den Sie am besten vom Hersteller oder einer Fachwerkstatt prüfen lassen sollten.

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Im Video vorgestellt: Staubsauger ohne Beutel

Im YouTube-Video „The best affordable bagless vacuum cleaner Bosch BGS05A222“ wird das Modell BGS05A222 von Bosch vorgestellt. Das Video beschreibt die Leistungsdaten, die Saugkraft und weitere Funktionen des beutellosen Staubsaugers. Zudem wird erläutert, wie das Gerät im Haushalt eingesetzt wird.

Das YouTube-Video „Staubsaugersysteme im Vergleich: Mit oder ohne Beutel?“ gibt einen Überblick über die Vor- und Nachteile von Staubsaugern ohne Beutel. Es behandelt Aspekte wie Saugkraft und laufende Kosten und vergleicht Staubsauger ohne Beutel mit Staubsaugern, die mit Beutel arbeiten. Das Video richtet sich an Personen, die sich über verschiedene Staubsaugersysteme und deren Eignung für den eigenen Haushalt informieren möchten.