
Auf Etiketten von Autopolitur-Produkten geben die Hersteller praktische Hinweise zur Anwendung und Wirksamkeit der Mittel.
Nachdem Sie bereits die Felgen Ihrer Ganzjahresreifen oder Sommerreifen mit einem Felgenreiniger gesäubert haben, möchten Sie noch Ihr Auto auf Hochglanz polieren, um die Autoreinigung zu vollenden. Welche Autopolitur die beste Wahl ist, hängt maßgeblich vom Zustand des Lacks und dem vorgesehenen Einsatzzweck ab. Die nachfolgend aufgeführten Informationen erleichtern Ihnen die Auswahl eines passenden Produktes:
Varianten: Abrasive oder nicht abrasive Polituren
PreCleaner, Lackreiniger, kommen vor der Autopolitur zum Einsatz und entfernen Schmutz von der Oberfläche. Die abrasiven Reiniger enthalten leichte Polier-Bestandteile und können bei Bedarf leichte Kratzer in der obersten Lackschicht ausgleichen. Sie sollten bei der Anwendung Handschuhe tragen, da diese Mittel teilweise die Haut angreifen. Nicht abrasive Mittel sind schonender, sie eignen sich zur Reinigung einer bereits aufgetragenen Lackpolitur.
Die Poliermittel oder Schleifpolituren enthalten natürliche oder synthetische Mikropartikel in unterschiedlichen Körnungen. Weitere Inhaltsstoffe sind Verdickungsmittel, Trägersubstanzen, wie Wasser oder Silikonöle, sowie Lösungs- und Reinigungsmittel.
Nach dem Politurauftrag folgt Wachs zur Versiegelung der Oberfläche. Er verleiht dem Lack mehr Glanz und schützt ihn vor negativen Umwelteinflüssen. Je nach Produkt kommen unterschiedliche Varianten zum Einsatz:
- Carnaubawachs = natürliches Produkt aus den Blättern der Carnauba-Palme
- Rohmontanwachse = Braunkohleprodukt, günstiger als Carnaubawachs
- Fischer-Tropsch-Wachs = rein synthetisches Produkt, gilt als besonders temperaturbeständig
Bei Kombiprodukten handelt es sich um Polituren, die neben dem Poliermittel zusätzlich eine Versiegelung enthalten. Hier müssen Sie anschließend keine zusätzliche Wachsschicht auftragen, bei einer Glanz-Politur sparen Sie sich somit einen Arbeitsschritt.
Nanoversiegelung: Gleicht Unebenheiten aus
Dieser Begriff findet sich auf einigen Produkten, die auf dem Prinzip des Lotus-Effektes basieren und mikroskopisch kleine Partikel enthalten. Sie gleichen kleinere Unebenheiten aus, die Schicht wirkt schmutz- und wasserabweisend.
Schleifgrad: Fein oder grob

Die Autpolitur G17216EU der Marke Meguiar’s entfernt neben Teer auch Flugrost.
Die Größe der im Poliermittel enthaltenen Schleifpartikel bestimmt den Schleifgrad. Dieser variiert je nach Produkt von 1 bis 6, bzw. von fein bis grob. Für stark verwitterte Lacke ist zunächst eine grobe Körnung empfehlenswert, ehe Feinschliffpaste und letztendlich eine feine Politur folgen. Bei einstufigen Autopolituren zermahlen Sie die groben Körner während des Poliervorgangs zu kleineren Partikeln. Diese Produkte sind für Anfänger nicht empfehlenswert, da hier optimale Poliergeschwindigkeit und korrekte Anwendung das spätere Ergebnis maßgeblich beeinflussen.
Glanzgrad und Farbpolitur: Speziell für dunkle Autos
Teilweise geben die Hersteller bei ihren Produkten auch den Glanzgrad an, der in 6 Stufen unterteilt ist. Die höchste Stufe bietet demnach den besten Glanz, daher findet sich hier vereinzelt auch die Bezeichnung Glanz-Politur.
Ebenfalls erhältlich sind spezielle Farbpolituren, die zusätzlich Farbpigmente enthalten und auf bestimmte Farbtöne abgestimmt sind. Diese Produkte können beispielsweise bei schwarzen oder dunkelblauen Autos zum Einsatz kommen.
Hilfsmittel: Mikrofasertücher, Polierwatte oder Polierschwamm
Wenn Sie die Lackpolitur von Hand auftragen, sind Hilfsmittel wie Polierwatte, Mikrofasertücher oder ein spezieller Polierschwamm empfehlenswert. Alternativ ist auch der maschinelle Politurauftrag möglich, hier ist jedoch etwas Erfahrung mit dem Umgang des Arbeitsgeräts empfehlenswert. Als bestes Ergebnis sehen viele Autobesitzer den Auftrag mit einer Poliermaschine an.