Obwohl es einige Tests zum Thema Camping gibt, hat die Stiftung Warentest aber bislang (Stand: 3/23) noch keinen Wohnmobil-Auffahrkeile-Test gemacht. Den meisten anderen Tests zu Wohnmobil-Auffahrkeilen zufolge bieten aber die folgenden Kriterien gute Anhaltspunkte zum Vergleichen.
4.1. Die Belastbarkeit bildet die Grundlage für den Kauf
Jedes Wohnmobil, Wohnwagen oder Camper-Van ist unterschiedlich schwer und auch die Beladung beeinflusst dieses noch. Das sollten Sie beim Vergleich der Wohnmobil-Auffahrkeile beachten, denn nicht jeder Keil kann jedes Gewicht tragen. Die Traglast-Angaben der Hersteller beziehen sich meist auf einzelne Keile und werden in Tonnen t angegeben. Ein Wohnmobil-Auffahrkeil mit 7,5 Tonnen Belastbarkeit pro Achse hält also viel aus.
4.2. Das Wohnmobil bestimmt die nötige Breite der Keile
Wie breit Wohnmobil-Auffahrkeile sind, hängt hauptsächlich von der Reifenbreite ab. Die Reifen dürfen nicht breiter als die Keile sein, sonst werden sie falsch belastet, was die Reifen beschädigt. Das ist teuer und hat auch Auswirkung auf Ihre Sicherheit beim Fahren. Die meisten Wohnmobil Auffahrkeile sind 25 cm breit oder bis zu 10 cm schmaler. Wohnmobil-Auffahrkeile, die 25 cm breit sind, zählen schon zu den XL-Wohnmobil-Auffahrkeilen.
4.3. Die Auswahl der notwendigen Höhe einschränken
Wie hoch oder groß die Wohnmobil-Auffahrkeile sind, bestimmen Sie. Kaufen Sie hohe Wohnmobil-Auffahrkeile, desto größer ist der mögliche ausgeglichene Höhenunterschied. Mit Wohnmobil-Auffahrkeilen, die extra hoch sind, sind Sie maximal flexibel für jeden Untergrund, dennoch müssen Sie die Wohnmobil-Auffahrkeile in XL auch verstauen können, was nicht immer leicht ist.
Üblicherweise sind Auffahrkeile ca. 15 cm hoch und gleichen nur Unebenheiten von 10 cm aus. Spezielle Hersteller bieten auch Wohnmobil-Auffahrkeile, die bis 20 cm hoch gehen können.
Achtung: Nutzen Sie die Ausgleichskeile nicht für Wohnmobil- und Autoreparaturen. Dafür müssten die Wohnmobil-Auffahrkeile über 20 cm hoch sein, was an sich möglich ist, aber Wohnmobil-Ausgleichskeile sind nicht sicher genug, dass man sich z. B. bei der Reparatur darunterlegen sollte.
4.4. Die Länge ist allein wichtig für die Verladung

Viele Wohnmobil-Auffahrkeile verfügen über eine rutschfeste Oberfläche, um ein Verrutschen des Fahrzeugs zu vermeiden.
In vielen Tests zu Wohnmobil-Auffahrkeilen wird die Länge dieser eher stiefmütterlich behandelt. Dennoch sollte sie nicht ganz außer Acht gelassen werden. Denn die Länge in cm spielt beim Beladen des Mobils z. B. eine Rolle.
Im Allgemeinen sind Wohnmobil-Auffahrkeile nicht 30 cm lang, sondern etwa 45 bis 60 cm lang. Je länger der Keil ist, desto seichter die Auffahrt. Gerade beim Verstauen machen sich klappbare Auffahrkeile für Wohnmobile gut. Diese kann man klein zusammenklappen und nach Bedarf individuell wieder ausklappen.
4.5. Keile können zu viel Zuladungsgewicht einnehmen
Abgesehen vom Platz ist beim Beladen eines Wohnwagens, -mobils oder Campers jedes Kilogramm wichtig. Besonders bei langen Campingtrips müssen Sie darauf achten, wie viel Sie einpacken und falsche Beladung kann schwere Folgen haben. Da dürfen Auffahrkeile nicht zu viel Gewicht in Kg mitbringen. Von 1 bis zu 7 Kilogramm pro Keil ist alles möglich, daher ist auch das ein relevantes Kaufkriterium.
Achtung: Auffahrkeile werden aus verschiedenen Materialien hergestellt. Viele sind aus Kunststoff, manche Wohnmobil-Auffahrkeile sind aus Metall. Sie müssen viel aushalten können. Bei Wohnmobilen über 5 Tonnen sollten Auffahrkeile dann eher aus Metall sein. Es ist kein empfehlenswerter Spar-Tipp, sich selbst Wohnmobil-Auffahrkeile aus Holz anzufertigen. Diese könnten einfach kaputt gehen, sind von der Witterung abhängig und schwer. Außerdem sind die Wohnmobil-Auffahrkeile nicht für 4 t Gewicht oder mehr geeignet, sondern nur bis zu 3,5t.