- Die Haftpflicht ist tatsächlich Pflicht – auch bei einer Wohnmobilversicherung. Darüber hinaus können Sie aber auch eine Teilkasko- oder Vollkasko-Wohnmobilversicherung abschließen. Der Leistungsumfang dieser Tarife deckt deutlich mehr Schäden ab, auch wenn sie dafür etwas teurer sind.
- Bei den Kosten sollten Sie beachten, dass Ihr Fahrzeug einen erheblichen Einfluss auf den Preis hat. Sowohl das Kaufdatum als auch der Kaufpreis können die Kosten Ihres Tarifs senken oder anheben.
- Die Deckungssummen sind bei Wohnmobilversicherungen sehr hoch angesetzt. Doch die Kosten für Schäden können über ein Jahr auch erhebliche Summen darstellen. Bedenken Sie, dass Sie alle Kosten, die über die Deckungssummen hinaus gehen, selbst zahlen müssen. Fahren Sie dementsprechend vorsichtig.

Die Sachen packen, ab in den Camper und auf in die Wildnis. Mit dem Wohnmobil durch die Lande zu fahren und einfach dort zu halten, wo Sie möchten, ist für Sie sicher auch eines der schönsten Dinge. Doch bevor das Abenteuer mit dem Wohnmobil beginnt, sollten Sie sich ausreichend absichern. Schließlich können Sie nie wissen, wann und wie der nächste Schaden entsteht. Mit einer Wohnmobilversicherung sorgen Sie für solche Fälle vor.
Wir erzählen Ihnen mehr über die verschiedenen Stufen der Versicherungen. Außerdem beleuchten wir die Kosten, die Deckungssummen und den Geltungsbereich. Mit unserer Kaufberatung finden Sie sicher auch einen geeigneten Tarif unter dem großen Angebot von Wohnmobilversicherungen.
1. Welche Kategorien sollten Sie kennen, bevor Sie sich unter den Wohnmobilversicherungen für einen Testsieger entscheiden?
Sie möchten für Ihr Wohnmobil eine Versicherung abschließen? Dann sollten Sie im ersten Schritt verstehen, welche Optionen Sie haben. Denn nicht jeder Wohnmobilversicherer bietet den gleichen Leistungsumfang. Verschiedene Tests von Womo-Versicherungen zeigen, dass es auch bei einem Anbieter unterschiedliche Wohnmobilversicherungs-Tarife gibt.
Einige Testberichte trennen Wohnmobil-Versicherungen deshalb in 3 Typen auf – die Haftpflicht, die Teilkasko und die Vollkasko. Wir von WELT.de beleuchten die Thematik etwas genauer.
Tipp: Eigentlich gibt es bei einem Wohnmobil und einem Kfz, was die Versicherungen angeht, keine großen Unterschiede. Unterschiedlich sind vor allem die Beiträge und die Deckungssummen. Eventuell sind bei Wohnmobil-Versicherungen im Vergleich zu den anderen Tarifen noch Camping-Ausrüstungsstücke versichert. Vom Prinzip her ist die Kategorisierung aber die gleiche.
1.1. Die Haftpflichtversicherung ist bei Wohnmobilen das Mindeste

Jeder, der ein Wohnmobil fährt, ist dazu verpflichtet, eine Haftpflichtversicherung für ein entsprechendes Fahrzeug abzuschließen.
Die Haftpflicht ist gesetzlich vorgeschrieben – egal ob Sie eine Wohnmobil- oder eine Kfz-Versicherung abschließen möchten. Sie deckt Schäden ab, die Sie beispielsweise anderen Personen oder Fahrzeugen zufügen. Auch Kosten, die bei einem Gerichtsverfahren entstehen, übernimmt in der Regel die Haftpflichtversicherung.
Der Schutz einer Haftpflicht ist aber durchaus eingeschränkt. Eine Wohnmobil-Versicherung, die nur die Haftpflicht beinhaltet, kommt beispielsweise nicht für Schäden an Ihrem Fahrzeug auf. Auch Schadens-Gründe wie Diebstahl sind bei diesen Tarifen nicht versichert.
1.2. Mit einer Teilkasko haben Sie eine gute Versicherung für Ihr Wohnmobil
Die zweite Stufe der Reisemobilversicherungen sind die Teilkasko-Versicherungen. Hierbei werden auch Schäden abgedeckt, die nicht durch Unfälle mit anderen Autos entstehen. Dazu gehören beispielsweise Schneelawinen oder Kollisionen mit Tieren.
Wenn Sie eine Haftpflicht- mit einer Teilkasko-Wohnmobilversicherung vergleichen, fällt Ihnen ein weiterer Vorteil auf. Eine Teilkasko schützt im Gegensatz zur Haftpflicht auch vor Diebstahl, Vandalismus oder Einbruch. Die Vor- und Nachteile einer Teilkasko-Wohnmobilversicherung zeigen wir Ihnen hier:
- Vorteile
- Beinhaltet alle Leistungen der Haftpflicht
- Schützt zusätzlich vor Naturereignissen
- Glasschäden sind ebenfalls versichert
- Oft auch Schutz vor Marderbissen und ähnlichem inklusive
- Nachteile
- Nicht so umfangreich wie eine Vollkasko-Versicherung
- Höhere Kosten als bei einer Haftpflicht
1.3. Eine Vollkasko-Versicherung für Wohnmobile liefert das Gesamt-Paket

Wenn Sie das Rundum-Sorglos-Paket bevorzugen, empfehlen wir Ihnen eine Vollkasko-Wohnmobilversicherung.
Neben den beiden genannten Arten ist die Vollkasko-Versicherung für Wohnmobile die dritte Kategorie. Diese gehören nicht immer zu den günstigen Womo-Versicherungen. Dafür bietet eine Vollkasko den Rundum-Schutz für Sie und Ihren Wohnwagen.
Eine Vollkasko übernimmt auch Kosten, die durch Schäden entstehen, die Sie selbst verursacht haben. Ebenso greifen diese Tarife häufig, wenn eine dritte Person für den Schaden verantwortlich ist. Ist diese nicht mehr auffindbar, können Sie bei einer Vollkasko sicher sein, dass Sie trotzdem entschädigt werden.
Wir von WELT.de haben Ihnen die verschiedenen Tarife einer Wohnmobilversicherung, die Anbieter Ihnen zur Auswahl stellen, noch mal aufgelistet.
| Art der Wohnmobilversicherung | Versicherte Schäden |
|---|---|
| Haftpflicht |
|
| Teilkasko |
|
| Vollkasko |
|
2. Wie hoch sind bei einer Wohnmobilversicherung die Kosten?
Nachdem Sie wissen, in welchem Umfang Sie für Ihr Wohnmobil eine Versicherung abschließen möchten, sollten Sie Ihr Augenmerk auf die Kosten richten. Bei einer Wohnmobilversicherung steigen die Kosten mit dem Leistungsumfang. Die günstigsten Wohnmobilversicherungen sind dabei die Basis-Tarife, die in der Regel nur die Haftpflicht abdecken. Hierbei erwarten Sie jährliche Kosten von etwa 150 Euro.
Die Teilkasko-Versicherungen bilden das mittlere Preis-Segment. Für den gesteigerten Leistungsumfang verlangen die meisten Dienstleister mehr als 300 Euro im Jahr. Teilweise reichen die Preise auch an die 500 Euro.
Am wenigsten günstig sind Wohnmobilversicherungen, die einen Vollkasko-Schutz bieten. Sie zahlen für eine Vollkasko-Wohnmobilversicherung in etwa 400 bis 600 Euro im Jahr. Eventuell kommt Ihnen dieser Preis etwas hoch vor. Beachten Sie aber, dass Sie mit einem Vollkasko-Paket keine Sorgen haben müssen, dass hohe unerwartete Rechnungen auf Sie zukommen.

Bedenken Sie, welche Kosten bei einem Unfall auf Sie zukommen können, bevor Sie den günstigsten Tarif wählen.
2.1. Art und Alter Ihres Fahrzeugs haben Einfluss auf die Kosten
Der Grund für die vagen Preisspannen, die wir von WELT.de Ihnen hier präsentieren, ist die Variabilität der Tarife. Denn der Preis einer Wohnmobilversicherung hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu gehören beispielsweise die Art und das Alter Ihres Fahrzeugs.
Grob lässt sich sagen – je neuer Ihr Wohnmobil, desto billiger Ihre Wohnmobilversicherung. Denn bei einem Wohnmobil, wie bei Kfz-Versicherungen auch, steigen die Kosten mit dem Alter des Wagens.
Sie geben beim Abschluss einer Wohnmobilversicherung nicht nur das Alter an. Auch das Fahrzeug-Modell und die dazugehörige Marke haben Einfluss auf Ihren Tarif. Einige Anbieter verlangen diese Information, um für Ihr Wohnmobil den Versicherungs-Preis berechnen zu können.
Tipp: Häufig steigt der Preis der Versicherung mit dem Wert des Autos. Meistens ist für ein Fiat-Ducato-Wohnmobil die Versicherung günstiger als für ein Wohnmobil von Cami oder Volkner.
2.2. Teilweise zahlt der Wohnmobilversicherer nicht den gesamten Schaden
Beachten Sie außerdem, dass Sie bei vielen Tarifen eine Selbstbeteiligung zahlen müssen. Das bedeutet, dass die Versicherung im Schadensfall nicht die gesamte Summe übernimmt. Sie zahlen einen Teil der Kosten und zahlen dafür geringere Beiträge.
Die günstigsten Wohnmobilversicherungen sind häufig die mit den höchsten Selbstbeteiligungen. Entscheiden Sie selbst, ob Sie lieber geringe monatliche Beiträge haben möchten oder ob Sie im Schadensfall möglichst wenig zahlen möchten.
3. Welche Deckungssumme übernehmen Wohnmobilversicherungen diversen Tests zufolge?

Die Deckungssumme gibt den Betrag an, den eine Versicherung in einem Jahr maximal übernimmt.
Die Deckungssumme gibt an, für welche Summe eine Wohnmobilversicherung in einem Jahr aufkommt. Die Anzahl der Einzelfälle ist dabei nicht entscheidend. Es geht um die Summe aller Kosten, die in einem Jahr durch Schäden entstehen.
Alle Dienstleister aus unserer Vergleichstabelle weisen bei der Deckungssumme den gleichen Wert auf. Sie alle zahlen maximal 100 Millionen Euro im Jahr. Bei Personenschäden zahlt keiner der Anbieter mehr als 15 Millionen Euro. Tests von Wohnmobilversicherungen zufolge schöpfen Kunden diese Deckungssumme selten voll aus. Dennoch sollte Ihnen bewusst sein, dass Sie im Ernstfall alle Kosten, die über diese Summe hinausgehen, selbst zahlen müssen.
4. Gelten Kfz-Versicherungen und Wohnmobilversicherungen auch im Ausland?
Was ist eigentlich die Mallorca-Police?
Viele Tarife von Wohnmobilversicherungen enthalten eine sogenannte Mallorca-Police. Diese Klausel zielt auf Mietwagen im Ausland ab. Durch die Mallorca-Police schützen Anbieter Sie im gleichen Umfang, wenn Sie einen Mietwagen fahren, wie bei Ihrem Wohnmobil in der Heimat. Entsteht ein höherer Schaden, als es Ihre Mietwagenversicherung zulässt, übernimmt Ihre Wohnmobilversicherung dementsprechend die Differenz.
Die Frage, ob Kfz-Versicherungen und Wohnmobilversicherungen im Ausland ebenfalls gelten, beschäftigt viele Kunden. Denn häufig fahren Camper mit ihrem Wohnmobil über Landesgrenzen hinaus, sodass die Frage des Geltungsbereichs geklärt werden sollte.
Zumindest den europaweiten Schutz bieten alle Versicherungen aus unserer Vergleichstabelle. Sie finden online auch Wohnmobilversicherungen, die weltweiten Schutz versprechen. Wenn Sie mit Ihrem Wohnmobil Strecken bis in die USA oder nach Asien zurücklegen möchten, empfehlen wir Ihnen eine weltweit gültige Versicherung.
5. Weitere Antworten und Fragen von Kunden, die nach Wohnmobilversicherungs-Tests bzw. -Vergleichen suchen
Hier finden Sie weitere Themenbereiche der Wohnmobilversicherungen. Diese Fragen stellen Kunden häufig, wenn Sie auf der Suche nach einem passenden Anbieter sind.
5.1. Was ist der Unterschied zwischen Wohnwagenversicherungen im Vergleich zu Wohnmobilversicherungen?
Bei Wohnwagen liegt bei Versicherungen im Vergleich zu Wohnmobilversicherungen der Unterschied in den Fahrzeugen selbst. Ein Wohnmobil besitzt einen eigenen Motor. Es ist eine in sich geschlossene Karosserie, die sämtliche Teile des Wohnmobils beinhaltet. Bei einem Wohnwagen handelt es sich um einen Anhänger. Ein Wohnwagen allein fährt nicht. Er muss von beispielsweise einem Auto gezogen werden.
Dementsprechend fallen Wohnwagen nicht in die gleiche Kategorie wie Wohnmobile. Sie gelten als Anhänger und müssen auch als solche versichert werden. Den Unterschied dieser beiden Versicherungen haben wir Ihnen in dieser Tabelle noch mal verdeutlicht.
| Gegenstand der Versicherung | Merkmale |
|---|---|
| Wohnmobil |
|
| Wohnwagen |
|
5.2. Was macht laut der Stiftung Warentest die beste Wohnmobilversicherung aus?
In ihrem Wohnmobilversicherungs-Vergleich weist die Stiftung Warentest darauf hin, dass es sehr sinnvoll ist, Preise zu vergleichen. Bei Wohnmobilversicherungen können die Kosten für Tarife, die mehr oder weniger den gleichen Leistungsumfang bieten, weit auseinander liegen.
Nehmen Sie sich also die Zeit, um verschiedene Anbieter zu betrachten. Teilweise sparen Sie sich auf diese Weise mehrere Hundert oder sogar Tausend Euro.
» Mehr Informationen5.3. Wie gehen Versicherungen für Wohnmobile im Schadensfall vor?

Melden Sie Schäden schnellstmöglich bei Ihrer Versicherung.
Wenn es bei Ihrem Wohnmobil zu einem Schaden kommt, ist es wichtig, dass Sie diesen schnellstmöglich bei Ihrer Versicherung melden. Dafür finden Sie auf den Websites der Anbieter meistens vorgefertigte Formulare.
Sobald alle Fragen geklärt sind und die Versicherung feststellt, dass Ihr Tarif greift, kommt diese in der Regel für die Kosten auf. Bei einem Totalschaden bekommen Sie teilweise einen Neuwertersatz für die Summe, die Sie am Anfang Ihres Tarifs versichert haben. Beachten Sie aber, dass bei einigen Versicherungen der versicherte Wert über die Jahre sinkt.
» Mehr Informationen5.4. Bei welchen Dienstleistern können Sie eine Wohnmobilversicherung kaufen?
Die Auswahl von guten Versicherungen, bei denen Sie Ihr Wohnmobil versichern können, ist sehr groß. Beachten Sie die Kriterien dieser Kaufberatung 2025, finden Sie aber sicher ein passendes Angebot. Anbieter, die sich über die Jahre bewährt haben, sind beispielsweise:
- Accura
- Verti
- GVV Direkt
- Allianz
- Barmenia
- Campingfreunde
- WGV
5.5. Haben Sie bei einer Wohnmobilversicherung freie Werkstattwahl?
In der Regel können Sie sich im Schadensfall aussuchen, bei welcher Werkstatt Sie die Reparaturen durchführen lassen möchten. Wenn Ihre Versicherung Ihnen die freie Werkstattwahl nicht von Anfang an lässt, können Sie dieses Recht oft gegen einen kleinen Aufpreis dazubuchen.
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