Ratgeberübersicht
  1. Wie erkenne ich gute Wippsägen?
  2. Was für unterschiedliche Wippsägen gibt es?
  3. Welche Wippsäge passt zu mir?
  4. Welche Wippsägen sind laut Tests am besten?
  5. Was kosten Wippsägen?
  6. Wie lautet das Fazit für Wippsägen?

Ein Kamin oder Ofen wird auch heute noch mit Brennholz beheizt. Wenn Sie sich dieses nicht liefern lassen, können Sie eine Wippsäge nutzen, die speziell für das Schneiden von Baumstämmen und Feuerholz konzipiert ist. Da diese motorisiert ist, kann Holz in sehr kurzer Zeit in mehrere Einheiten zerteilt werden, ohne dass Sie körperliche Kraft benötigen. Gerade für Häuser, Gärten und die damit verbundene Arbeit sind Wippsägen eine praktische Anschaffung.

Das Sägen von Brennholz ist gar nicht so einfach und erfordert von Hand viel Aufwand und Kraft. Besser ist die Nutzung einer Säge oder eines Holzspalters. Wippsägen werden im privaten und gewerblichen Bereich gleichermaßen genutzt. Welches Modell für den eigenen Anspruch sinnvoll ist, hängt von der Menge an benötigtem Brennholz ab. Unterschiede gibt es in Hinblick auf Modelle, die mit Strom, mit Benzinmotor und mit einem Zapfwellenantrieb arbeiten.

Wie erkenne ich gute Wippsägen?

Die Wippsäge ist eine Kreissäge, die mit einer zusätzlichen Wippe versehen ist und so das Stapeln des Holzes vereinfacht. Sie wird auch Wippkreissäge oder Brennholzsäge genannt. Auf der Wippe wird das Holz zum Sägeblatt geführt und kann dann zerteilt werden.

Beim Kauf können dann bestimmte Merkmale berücksichtigt werden, um die Wippsäge an den Bedarf anzupassen. Für einige Haushalte genügt eine Heimwerker-Wippsäge, für häufiges Sägen oder den gewerblichen Bereich sind Profimodelle besser. Unterschiede gibt es nicht nur in der Watt-Leistung und Sägeblattgröße, sondern auch in der Schnitttiefe und in den Leerlaufdrehzahlen.

Leistung und Motorart: Elektromotor oder Benzinmotor

Die Motorart ist im Grunde eine Sache der Bequemlichkeit. Steht ein Stromanschluss zur Verfügung, sind Modelle mit Elektromotor eine gute Wahl, die dann auch sehr leistungsstark arbeiten. Daneben gibt es Wippsägen mit Benzinmotor und Varianten, die an einen Traktor angeschlossen werden können und ein zusätzliches Förderband besitzen.

Die Wippsäge läuft entweder mit 230 Volt oder 400 Volt. Als Kaufkriterium gibt die Leistung weniger Aufschluss über die Qualität der Säge. Sinnvoller ist es, auf die Leerlaufdrehzahl zu achten. Mit etwa 2.000 Watt arbeiten Heimwerkersägen und erreichen dann etwa 3.000 Umdrehungen die Minute. Bei einer Leistung von 5.000 Watt ist eine Leerlaufgeschwindigkeit von 1.300 bis 1.800 Umdrehungen möglich.

Sägeblatt: V- oder u-förmig

Was den Unterschied zu anderen Sägen macht, ist die Wippe, die entweder v- oder u-förmig gebaut ist und auf der die Baumstämme und das Holz abgelegt werden können. Beim Sägen wird der Holzstamm dann in Richtung des Sägeblatts bewegt, während sich die Schutzvorrichtung öffnet. Dieser Vorgang geschieht vollautomatisch.

Größe und Gewicht: Meist fester Platz benötigt

Die Wippsäge ist in der Regel ein relativ schweres Gerät und auch für den Heimgebrauch mit robuster Konstruktion erhältlich. Viele Wippsägen wiegen etwa zwischen 50 bis 100 kg. Der Transport ist bei schweren Modellen schwieriger, so dass die Wippsäge dann eher einen festen Platz benötigt, z. B. in der Garage oder in einem Schuppen.

Erleichterung schaffen Modelle mit Transporträdern, die trotz des hohen Gewichts einfacher bewegt werden können. Entscheidend ist, dass die Wippsäge stabil gebaut ist und eine hohe Standsicherheit aufweist.

Sägeblattdurchmesser: Ca. 400 mm Durchmesser

Ein entscheidendes Kaufkriterium ist die Sägeblattgröße. Diese bestimmt dann auch die gewünschte Schnitttiefe und wie schnell die Holzmenge verarbeitet werden kann. Für kleinere Baumstämme genügen Sägeblätter, die einen Durchmesser von etwa 400 mm haben und dann eine Schnitttiefe bis zu 150 mm erreichen.

Andere Modelle haben einen Durchmesser von 500 bis 700 mm, wobei dann auch höhere Schnitttiefen erreicht werden können. Für anspruchsvollere Arbeiten und das häufige Sägen sind Schnitttiefen ab 250 mm empfehlenswert. Die maximale Schnitttiefe bestimmt, wie dick die Baumstämme sein können, die Sie zersägen möchten.

Anwendungskomfort und Ausstattung: Wippdrehpunkt oder Spalter

Nahaufnahme einer im Verkaufsbereich ausgestellten, gelb-grauen Wippsäge im Test, der Marke Lescha WSL 700, mit einem Holzstück darin.

Wippsägen von Lescha und anderen Marken verfügen über eine hohe Schnittleistung und können Äste und Baumstämme bewältigen.

Gute Ausstattungsmerkmale bei einer Wippsäge sind vor allen Dingen ein hoher Bedienkomfort und die Wippe selbst. Letztere können Sie mit einem soliden Wippdrehpunkt unkomplizierter bedienen. Auch spielt eine Rolle, ob es sich um eine v- oder u-förmige Wippe handelt und ob für die Wippverlängerung ein Fahrgestell mit Rollen vorhanden ist. Modelle für den Privatgebrauch sind dabei auch schon sehr übersichtlich gebaut, haben z. B. eine Holzklemm-Vorrichtung und ein zusätzliches Sägeblatt für den Wechsel. Daneben gibt es Modelle mit Spalter.

Was für unterschiedliche Wippsägen gibt es?

Wippsägen sind im Aufbau relativ gleich und weisen alle eine Wippe auf, die dann das Sägen und Holzstapeln vereinfacht. Unterschiede betreffen den Motor und Antrieb, die Leistung und die Ausstattung.

Wippsäge mit Elektromotor

Der Elektromotor arbeitet effizient und zuverlässig. Er wird mit Strom betrieben und erfordert daher eine Steckdose in der Nähe. Möglich ist auch die Verwendung eines Verlängerungskabels, um die Wippsäge im Außenbereich nutzen zu können.

Geräte mit 400 Volt benötigen Starkstrom, haben aber auch einen sehr kräftigen Durchzug und eine hohe Schnittkapazität. Modelle mit 230 Volt genügen für den privaten Gebrauch, z. B. für das Schneiden eines Baumes oder für die Zerkleinerung von Kaminholz. Hier reicht ein normaler Stromanschluss. Die Wippsäge mit 230 Volt ist dabei schon günstig erhältlich. Die Profimodelle kosten etwas mehr.

    Vorteile
  • Leichte Bedienung
  • Unkomplizierter Aufbau und Anschluss
  • Hohe Schnittleistung
  • Gute Ergebnisse bei dickeren Baumstämmen
  • Hohe Qualität und Leistung
  • Effiziente Leerlaufdrehzahlen
  • Große Auswahl zwischen Handwerker- und Profigeräten
  • Stabile Konstruktion
  • Eignung für das Sägen großer Holzmengen
    Nachteile
  • Hohes Gewicht
  • Stromanschluss notwendig
  • Wenig flexibler Einsatz

Wippsäge mit Benzinmotor

Die Wippsäge, die einen Benzinmotor aufweist, ist flexibler im Einsatz, da nicht erst ein Stromanschluss für die Nutzung notwendig ist. Häufig sind die Wippsägen dann auch nicht zu schwer und übersichtlich gebaut. Für die Nutzung fallen zusätzliche Kosten für Benzin an. Die Leistung ist dabei genauso hoch wie bei Elektromotoren. Selbst in der kalten Jahreszeit lassen sich die Wippsägen mit moderner Ausstattung einfach über einen Seilzug starten.

    Vorteile
  • 700 mm Sägeblattdurchmesser
  • Schnitttiefen bis zu 270 mm
  • 1.000 bis 1.500 Watt Leistung
  • Benzin- oder Dieselmotor
  • Kein Stromanschluss notwendig
  • Hohe Leistung
  • Flexibler Einsatz
  • Kräfteschonende Anwendung
  • Gute Ausstattung
    Nachteile
  • Geruchsbildung durch Benzin
  • Höhere Umweltbelastung

Wippsäge mit Zapfwellenantrieb

Viele Modelle, die mit Zapfwellenantrieb direkt an einem Traktor angeschlossen werden, weisen ein praktisches Förderband auf und sind dann auch für die Verarbeitung von viel Holz gut geeignet. Auch hier können Sie auf die Drehzahl der Zapfwelle, die Schlepperleistung und die Antriebsart achten.

    Vorteile
  • Als Profimodelle erhältlich
  • Hohe Leistung
  • Leichtere Bestückung
  • Zusätzliches Förderband
  • Stabile Zapfwelle
  • Für Traktoren bis zu 30 PS geeignet
  • Hohe Schlepper-Drehzahl
  • Kräftiger Durchzug
  • Verarbeitung großer Mengen an Holz
    Nachteile
  • Benötigt für den Antrieb den Anschluss am Traktor
  • Weniger flexibel im Einsatz
  • Teuer in der Anschaffung

Welche Wippsäge passt zu mir?

Wenn es um das Holzsägen geht, sind Wippsägen eine gute Wahl und erlauben dabei auch die Verarbeitung mehrerer Baumstämme. Das Holz kann in der gewünschten Länge ohne Aufwand zurecht geschnitten und dann für den Kamin oder Ofen verwendet werden.

Auch bei der Gartenarbeit sind Wippsägen praktisch. Sie arbeiten mit Direktantrieb, Zapfwellenantrieb oder mit dem etwas ruhiger laufenden Keilriemenantrieb. Letzterer ermöglicht auch den Dauerbetrieb bei gleichbleibender Leistung. Hie erfahren Sie, wann welches Modell am besten geeignet ist.

Wippsägen: Für den Heimgebrauch und die Kaminbefeuerung

Praktisch sind Wippsägen, wenn Holz für den Kamin nötig wird und dieses nicht über einen Holzhändler geliefert werden soll, sondern eigenständig gesägt und genutzt wird. Die Anwendung ist komfortabel, z. B. durch eine Hüftrolle und praktische Holzfixierung. Damit können Sie innerhalb kurzer Zeit einen großen Stapel für den Kamin vorbereiten und sind im Winter ausreichend mit Holz versorgt.

Um nur gelegentlich Holz zu machen, benötigen Sie keine besonders große Wippsäge. Den meisten Anwendern im privaten Bereich reichen die Elektrosägen vollkommen aus.

Wippsägen: Für die Gartenarbeit

Im Garten können Sie die Wippsäge vielseitig einsetzen. Geht es darum, einen Baum zu entfernen und zu zersägen, ist die Wippsäge durch ihren Aufbau jederzeit einsatzbereit. Auch Heckenholzanteile und andere Holzsorten können über die Wippe zerkleinert werden. Da die Zerteilung in mehrere Einheiten gelingt, kann das Holz danach auch für den Haus- oder Zaunbau verwendet werden.

Der zu zersägende Baumstamm wird über eine Holzfixierung sicher gehalten und ist so für Mehrfachschnitte geeignet. Das können Modelle mit Strom- oder Benzinantrieb leisten.

Wippsägen: Im gewerblichen Einsatz

Für den Gewerbeeinsatz gibt es sehr hochwertige Profigeräte, die auch eine höhere Leistung mitbringen und eine große Menge an Holz innerhalb kurzer Zeit verarbeiten können. Hier stimmen der Durchmesser und die Qualität des Sägeblatts. Die Wippsägen sind in der Regel schwer und groß, auch mit Zapfwelle für den Anschluss an Traktoren geeignet.

In der Landwirtschaft und bei einem eigenen Holzdepot im Wald lohnt die Anschaffung. Viele Profimodelle sind mobil einsetzbar und in der Anwendung leicht zu bedienen.

Welche Wippsägen sind laut Tests am besten?

Stiftung Warentest und Öko-Test haben bisher noch keine Ergebnisse vorgestellt. Bei Stiftung Warentest gibt es jedoch einen Test mit Handkreissägen, Stichsägen und Sägenschleifer und eine Informationsseite über Brennholz.

Was kosten Wippsägen?

Wippsägen gibt es in sehr verschiedenen Preiskategorien. Dazwischen sind viele Modelle zu haben, die eine effiziente Motorleistung und ein standsicheres Gestell aufweisen. Mit Elektro- oder Benzinmotor arbeiten Wippsägen effizient und erlauben das Holzsägen ohne Anstrengung. Oftmals können Sie die Säge gut in einer Garage oder in einem Schuppen unterbringen.

Preisgünstige Wippsägen: Zwischen 200 bis 500 Euro

Viele bekannte Marken, darunter Güde, Atika, Scheppbach und Einhell, haben Wippsägen für den Heimgebrauch im Angebot, die ab 200 Euro eine relativ stabile Konstruktion mitbringen und einfach auf- und abgebaut werden können. Hier gibt es bereits Modelle mit 230 Volt und 400 Volt und mit Elektro- und Benzinmotor.

Die Wippsägen arbeiten lauter, mit einem Schallpegel bis zu 106 Dezibel. Sie sind jedoch in der Lage, auch längere Baumstämme zu sägen und in größerem Durchmesser zu durchtrennen. Die Konstruktion bietet oftmals eine leichte Rückführung der Wippe oder die einfache Verlagerung zur Schutzvorrichtung. Einige Wippsägen sind auch zusammenklappbar und so leichter zu verstauen.

Wippsägen: Zwischen 600 und 900 Euro

Bestimmte Marken wie Hecht, Atika oder GWS bieten die Brennholzsäge mit hochwertiger Ausstattung an, die besonders durch eine gute Leistung und Standfestigkeit überzeugt und in der Regel mit 400 Volt läuft. Hartmetallsägeblätter besitzen in dieser Preiskategorie serienmäßige Thermoprotektoren und einen Motorschutzschalter für die längere Haltbarkeit. Hier gibt es die Auswahl zwischen Elektro- und Benzinmotor-Wippsägen.

Die Säge mit Benzinmotor wird über einen Seilzug gestartet und ist damit einfach in Betrieb zu nehmen. Ein Riemenantrieb ist laufruhiger. Dazu sind die Modelle mit robusten Rädern für die flexible Beweglichkeit ausgestattet und bieten eine hohe Arbeitssicherheit.

Profi-Wippsägen: Ab 900 Euro

Profigeräte arbeiten mit höherer Leistung und sind dann auch für den Gewerbeeinsatz geeignet. Besonders Wippsägen mit Zapfwelle kosten ab 1.500 Euro, sind dabei aber auch große und schwere Geräte mit hoher Drehgeschwindigkeit, großem Sägeblatt und Ganzstahlkonstruktion. Soll die Wippsäge ein Förderband aufweisen, kann der Preis auch deutlich über 3.000 Euro liegen.

Wie lautet das Fazit für Wippsägen?

In der Praxis kommen Wippsägen häufig zum Einsatz, besonders wenn es um das Baumfällen und die Holzverarbeitung von Brennholz geht. Nützliche Funktionen ergänzen die unkomplizierte Anwendung und gewährleisten einen hohen Bedienkomfort. Die Wippe stellt dabei immer eine Erleichterung für den Sägevorgang dar, so dass auch viel Holz verarbeitet werden kann. Im Überblick zeigen hochwertige Modelle folgende Merkmale:

  • Mit der Wippsäge ist ein schnelles und effizientes Zersägen von Baumstämmen möglich
  • Die Bedienung ist einfach und intuitiv möglich
  • Die Modelle bieten eine gute Standsicherheit und stabile Konstruktionen
  • Eine Auswahl verschiedener Leistungsstärken und Sägeblattdurchmesser erleichtert die Kaufentscheidung
  • Die Wippsäge gibt es mit Benzinmotor-, Elektromotor- oder Zapfwellenantrieb
  • Das Holzsägen ist ohne Kraftaufwand möglich
  • Der Preisrahmen erstreckt sich von 200 Euro bis zu 3.000 Euro

Je nachdem, ob sie Kaminholz vorbereiten, Paletten durchschneiden oder die Wippsäge gewerblich nutzen möchten, steht eine große Auswahl an hochwertigen und leistungsstarken Modellen zur Verfügung, die ohne Kraftaufwand bedient werden können. Als Testsieger schneiden einige Modelle sehr gut ab, die auch für Sie interessant sind. Hier finden Sie eine Auswahl der besten Geräte.

Im Video vorgestellt: Wippsäge

In diesem YouTube-Video erfahren Sie alles über die leistungsstarke Scheppach Wippkreissäge HS410. Die Säge bietet höchste Präzision und Sicherheit beim Schneiden von Holz und anderen Materialien. Mit ihrer robusten Bauweise und dem kraftvollen Motor ist die HS410 die ideale Wahl für professionelle Handwerker und Heimwerker.

In dem YouTube-Video wird die WippKreissäge HMG WE 7-8 mit Sicherheitsabdeckung und Fahrwerk vorgestellt. Der leistungsstarke Starkstrom Motor mit 400 Volt sorgt für eine effiziente Holzverarbeitung. Das Video liefert einen detaillierten Einblick in die Funktionen und Vorteile dieser professionellen Wippsäge.