In unserem einführenden Kapitel erfahren Sie, wie Wildkameras grundsätzlich funktionieren und welche Eigenschaften und Vorteile eine Fotofalle SIM-Karte gegenüber einer klassischen Wildkamera hat.
1.1. Die Funktionsweise von Wildkameras im Allgemeinen
Geschichte der Wildkamera
Die ersten Wildtieraufnahmen veröffentlichte George Shiras III im National Geographic Anfang des 20. Jahrhunderts. In den 1920er Jahren gelangen Frederick Walter Champion eindrucksvolle Fotos bengalischer Tiger, Leoparden und anderen Tieren in Nordindien mittels einer Wildkamera, die mit Stolperdrähten ausgelöst wurde. Später wurden Matten in den Boden eingegraben, die auslösten, wenn ein Tier darauf trat.
Eine Wildkamera wird üblicherweise zur Beobachtung von wilden Tieren verwendet. Sie wird z. B. im Wald oder Garten, oftmals auch an einem Baum, befestigt. In der Regel sind die Geräte mit einem Sensor ausgestattet, der auf Wärme oder Bewegung reagiert. Auf die Weise macht eine Wildkamera Fotos von Tieren, die Sie beobachten möchten – oder eben auch von Menschen, wenn Sie die Kamera zur Überwachung einsetzen möchten.
Da Wildkameras meist nachts zum Einsatz kommen, sind sie mit Infrarot-LEDs ausgestattet, die den Bereich unauffällig ausleuchten. Das Ergebnis sind Fotos in Schwarzweiß, die man auf dem Display der Kamera ansehen kann, sofern eines vorhanden ist. Die meisten Wildkameras heutzutage können mit einer SD-Karte genutzt werden, die es erlaubt, die Fotos auf den PC zu übertragen.
Achtung: Informieren Sie sich über die Rechtslage, ehe Sie eine Wildkamera aufstellen. Grundsätzlich unterliegen auch Wildkameras dem Datenschutzgesetz und Sie dürfen nicht einfach Personen im öffentlichen Raum fotografieren. Auch bei Privatgrundstücken wird das Aufstellen problematisch.
1.2. Wildkameras mit App und SIM-Karte

Nachts schalten Wildkameras ein LED-Licht zu, wodurch Schwarzweiß-Aufnahmen entstehen.
Viele Vorteile bringt eine Wildkamera, die überdies mit SIM funktioniert. Eine Wildkamera mit App und SIM-Karte ermöglicht Ihnen die direkte Übertragung der Daten auf Ihr Smartphone oder an Ihre E-Mail-Adresse. Je nach persönlicher Anforderung haben Sie die Wahl zwischen Wildkameras mit 2G, Wildkameras mit 3G oder auch einer Wildkamera mit SIM und 4 G. Letztere können als effiziente LTE-Wildkamera auch über das LTE-Netz senden.
Erfahren Sie in unserer Übersicht von WELT.de mehr über die verschiedenen Typen der besten Wildkameras mit SIM-Karte:
| Art | Merkmale |
| Klassische Wildkameras | - Fotos werden auf Gerät oder auf SD-Karte gespeichert
- verfügen in der Regel über USB-Anschluss
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| Wildkameras mit SIM | - direkte Übertragung von Fotos auf Smartphone oder E-Mail möglich
- benötigen Datenpaket oder Tarif, da Mobilnetz genutzt wird
- können mittels GPS getrackt werden
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| Wildkameras mit WLAN | - Reichweite von ca. 10 bis 15 Metern über WiFi-Verbindung
- ermöglichen die Beobachtung bzw. Überwachung im direkten häuslichem Umfeld in Echtzeit
- Wildkamera mit Live-Übertragung auf Handy
- in der Regel als Wildkamera mit WLAN und SIM-Karte erhältlich
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1.3. Die Vor- und Nachteile einer Wildkamera als Überwachungskamera
Sie fürchten sich eher vor Einbrechern als vor Futter suchenden Waschbären rund um Ihr Haus? Viele Menschen entscheiden sich dafür, eine Wildkamera als Überwachungskamera zu installieren. Ob das wirklich sinnvoll ist, zeigt Ihnen unsere Pro- und Contra-Tabelle von WELT.de.
Vorteile- weniger auffällig
- je nach Modell günstiger
Nachteile- Überwachungskameras dienen durch ihre Auffälligkeit hingegen der Prävention
- macht keine dauerhaften Aufnahmen
- meist per Batterie oder Akku betrieben, kann ausgehen
- ist starr, kein Folgen des Motivs möglich
- streamt Fotos in der Regel nicht durchgängig