Abweichungen von 0,5 bis 1 Grad Celsius sind vertretbar
Um Ihre WLAN-Wetterstation bestmöglich nutzen zu können, sollte diese möglichst genaue Werte anzeigen. Dabei kann es durch Umwelteinflüsse oder Übertragungsdiskrepanzen durchaus zu minimalen Abweichungen kommen, die jedoch vor allem für Hobby-Wetterbeobachtende oft nicht relevant sind. Während Profi-WLAN-Wetterstationen extrem akkurat arbeiten, können Modelle für die Alltagsbeobachtung durchaus um etwa 0,5 Grad Celsius abweichen.
Bei einer WLAN-Wetterstation handelt es sich um ein Gerät zur umfassenden Wetterbeobachtung und -auswertung. Die Station besteht dabei aus drei Elementen. Die Basisstation enthält die auswertende Technik sowie üblicherweise ein oder mehrere Displays, welche die gemessenen Daten anzeigen.
Das sogenannte Gateway ist für die Verbindung der Station mit Ihrem Home-Router zuständig. Diese erfolgt bei einem WiFi-fähigen Modell in der Regel kabellos, kann aber in vielen Fällen zusätzlich mithilfe eines LAN-Kabels gesichert werden.
Das dritte und in vielerlei Hinsicht wichtigste Element sind die Außensensoren. Diese werden im Außenbereich, also meist in Gärten, Hauseingängen oder auf Terrassen angebracht. Sie sind kabellos und somit flexibel platzierbar. Je nach Ausstattung erfassen sie Informationen zur Temperatur, Luftfeuchtigkeit, dem Luftdruck und vielen weiteren wetterrelevanten Bedingungen.
Über die konkreten Arten von Messdaten entscheiden die gewählten Sensor-Typen. Möchten Sie zum Beispiel Regenmengen überprüfen, benötigen Sie eine WLAN-Wetterstation mit Regenmesser. Ein Thermometer und ein Hygrometer sind oft Standard und ermöglichen das Ablesen von Temperatur und Luftfeuchtigkeit.

Neben der Temperatur und Werten wie der Luftfeuchtigkeit und Windstärke geben viele WLAN-Wetterstationen auch die Zeit an.
Leben Sie in einem windreichen Gebiet, kann auch ein Windmesser an der WLAN-Wetterstation von Vorteil sein. Dabei lassen sich sowohl die Windrichtung als auch die Windstärke abbilden. Soll Ihre WLAN-Wetterstation auch den Luftdruck bestimmen, benötigen Sie einen Sensor mit Barometer.
Ist zusätzlich ein Spektralradiometer verbaut, kann Ihnen Ihre WLAN-Wetterstation sogar UV-Strahlungs-Werte übermitteln. Die Anzahl der Sensoren steht dabei nicht zwingend in Zusammenhang mit den Erfassungsmöglichkeiten. So können Sie WLAN-Wetterstationen mit drei Sensoren oder auch nur einem Sensor kaufen, die jeweils die gleichen Messwerte übermitteln.
Die Übertragung der Daten von den Außensensoren zur Basisstation erfolgt in der Regel via Funk. Von dort aus lassen sie sich wiederum über das heimische Netzwerk in die Cloud laden. Über einen Webserver können Sie WLAN-Wetterstations-Daten dann über ein beliebiges verknüpfbares Endgerät abrufen.
Auch ohne Cloud können viele WLAN-Wetterstationen umfangreich genutzt werden. So ist unter anderem eine direkte Verknüpfung der Station via App mit Ihrem Smartphone, Tablet oder Laptop möglich.
Zusammenfassend stellen wir Ihnen auf WELT.de die Vor- und Nachteile der WLAN-Wetterstationen mit Außensensor noch einmal übersichtlich vor:
Vorteile- Außensensoren über Funk mit WLAN-Wetterstation verbunden (auch bei Netzwerkstörungen können Daten auf Basisstation abgelesen werden)
- Abruf und Speicherung der Daten über verschiedene Endgeräte möglich
- auch langfristige Auswertungen lassen sich per App oder mit Cloud-Programmen vornehmen
Nachteile- etwas teurer in der Anschaffung
- leicht erhöhte Stromkosten durch Dauerbetrieb (insofern es sich nicht um solarbetriebene WLAN-Wetterstation handelt)