Bei Damen-Wanderschuhen kommt es vor allem auf die richtige Größe, die Beschaffenheit der Sohle und das Material an. Je nach Ausführung eignen sich die Wanderschuhe für unterschiedliche Einsatzbereiche.

Solches Meshmaterial, das leichter als beispielsweise Leder ist, finden wir bei unserem Vergleich bei vielen Wanderschuhen.
Bodenbeschaffenheit: Steinig oder befestigt
Diese Frage sollten Sie sich zuerst stellen, denn die Bodenbeschaffenheit und die Wanderumgebung bestimmen maßgeblich den Schuh. Auf flachem, befestigtem Untergrund reicht ein halbhoher Schuh mit dünner Sohle aus. Er bietet Komfort und Leichtigkeit. Sind Sie muskulös und trainiert, können Sie sich mit einem leichten Schuh auch in schwierigeres Gelände wagen.
Je anspruchsvoller aber die Umgebung ist, desto mehr sollten Sie auf passendes Schuhwerk Wert legen, das auch für steiniges und unwegsames Gelände geeignet ist. Sind Sie untrainiert, so sollten Sie sich zum Schutz Ihrer Gelenke eher für einen Wanderschuh entscheiden, der knöchelhoch und stabil ist. Einen Allrounder, der für alle Anwendungsbereiche wirklich gut geeignet ist, gibt es leider nicht.
Größe: Meist eine halbe Nummer größer als normal
In der Regel benötigt man Wanderschuhe eine halbe bis eine Nummer größer. Wer die Größe 37 hat, sollte sich für 38 entscheiden, bei Größe 40 die Wanderschuhe für Damen eher in Größe 41 auswählen.
Nehmen Sie am besten die Einlegesohle heraus, vor den Zehen sollte noch 1 cm Platz sein. Achten Sie ebenso auf die Breite des Schuhs. Es gibt unterschiedliche Weiten für schmale und breite Füße. Der Wanderschuh sollte stabil an der Ferse sitzen, nirgends scheuern oder reiben, dabei Ihrem Fuß, vor allem aber den Zehen, dennoch ausreichend Platz bieten.
Die beste Zeit zum Anprobieren – Nachmittag
Probieren Sie Wanderstiefel nur am Nachmittag an, denn im Laufe des Tages schwellen Ihre Füße an. Idealerweise schlüpfen Sie vor dem Anprobieren in die entsprechenden Wandersocken.
Material: Leder, Kunstleder oder Kunstfaser
Wanderschuhe werden aus Leder, Kunstleder oder Kunstfaser hergestellt, oft kommen auch mehrere Materialien in Form von eingenähten Einsätzen in Kombination vor. Leder bietet ein angenehmes Gefühl am Fuß, sorgt für guten Halt und passt sich dem Fuß an. Gut eingewachst, ist Leder lange haltbar und wasserabweisend. Die Feuchtigkeit des Fußes wird gut aufgenommen und es entsteht ein angenehmes Klima im Schuh.
Synthetische Materialien sind leichter, aber auch weniger stabil als Leder. Neuartige Materialien haben heutzutage jedoch hervorragende Eigenschaften und stehen Lederschuhen in nichts nach. Um keine nassen Füße zu bekommen, sollten Sie auf eine wasserdichte Membran achten.
Wichtige Eigenschaft: Wasserfest
Damit ein Schuh dauerhaft wasserdicht ist, benötigt er eine wasserdichte Kunststoffmembran. Bekannt sind vor allem die so genannten Gore-Tex- oder Sympathex-Membranen, einige Hersteller haben aber auch eigene wasserabweisende Membranen entwickelt. Üblicherweise sind diese Membranen in das Innenfutter integriert, sodass der äußere Schuh durchaus richtig nass wird.
Der Wasserdichtigkeit sind Grenzen gesetzt, wenn das Wasser von oben in den Schuh hineinläuft, was gerade bei halbhohen Schuhen bei starken Regen oder beim Hineintreten in eine tiefe Pfütze schnell passieren kann. Nicht alle wasserdichten Membranen sind gleich gut atmungsaktiv. Unter Umständen kann dadurch beim Schwitzen ein unangenehmes Klima im Schuh entstehen.
Sohle: Bestimmt Flexibilität und Komfort
Die Sohle ist das Herzstück eines Wanderschuhs und Ihr direkter Kontakt zum Untergrund. In der Sohle entscheiden sich die Flexibilität des Schuhs im Abrollverhalten und die Steifigkeit gegenüber Verwindungen. Bei einer kurzen, flachen Tour verkraftet der Fuß auch eine dünnere Sohle. Das geringere Gewicht des Schuhs und die große Flexibilität stehen für hohen Komfort beim Gehen, gleichzeitig nimmt aber die Schutzfunktion auf steinigem Gelände ab.
Bei langer Belastung spielt eine dicke Sohle mit guter Dämpfung ihre Vorteile aus. Der Fuß hat sicheren Halt und wird entlastet. Darum macht es großen Sinn, sich im Vorfeld über den Einsatzbereich im Klaren zu sein. Eine zu hohe Dämpfung wiederum nimmt der Trägerin das Gefühl für die Bodenbeschaffenheit und auch die Kraftübertragung wird beeinträchtigt.
Gewicht: Entscheidend für die Stabilität
Je leichter, desto komfortabler – je schwerer, desto stabiler. In diesem Spannungsfeld bewegt sich das Gewicht des Wanderschuhs und darum ist es wichtig zu prüfen, in welcher Umgebung der Schuh eingesetzt werden soll. Die Klassifizierung der Wanderschuhe für unterschiedliche Einsatzbereiche hilft, die richtige Entscheidung zu treffen.

Ein stabile Kappe, wie sie hier zu sehen ist, kann uns bei Wanderschuhen überzeugen.