Genehmigungspflicht bei Wallboxen mit 22 kW
Wer eine Wallbox mit 22 kW zu Hause einbauen möchten, muss sich für die Genehmigung an seinen Stromnetzbetreiber wenden. Der kann die Genehmigung ablehnen, falls Ihr häusliches Stromnetz nicht genügend Leistung hat oder nicht ausreichend abgesichert ist. Der Genehmigungsprozess dauert jedoch für gewöhnlich nicht länger als zwei Monate.

Für Wallboxen mit 22 kW ist eine Absicherung und somit oftmals auch ein Umbau des Sicherungskastens notwendig.
Die kurze Antwort lautet: Ja, Sie können eine Wallbox mit 22 kW zu Hause nutzen. Es ist jedoch nicht damit erledigt, sich einfach nur eine Wallbox mit 22 kW zu kaufen. Für die leistungsstarken Wallboxen mit 22 kW ist eine Genehmigung und eine aufwendige Montage notwendig.
Wallbox mit 22 kW oder 11 kW – welches Gerät eignet sich besser für Ihre Zwecke? Schauen Sie sich hier die ungefähren Ladezeiten verschiedener Lademöglichkeiten an und erfahren Sie, welchen Anschluss Sie für die Geräte jeweils brauchen. Die Ladezeiten gelten für das Aufladen eines leeren Akkus mit einer Kapazität von 40 kWh.
| Typ | Nennspannung in Volt/Ampere | Ladezeit in Std. |
| Wallboxen mit 22 kW | 400 V, 3×32 A | 1,5 |
| Wallboxen mit 11 kW | 400 V, 3×16 A | 3 |
| Normale Schuko-Steckdose | 230 V, 10 A | 17 |
Hinweis: Auch wenn Sie sich für eine Wallbox mit geringerer Leistung entscheiden, müssen Sie die Wallbox zumindest bei Ihrem Netzbetreiber anmelden.
1.1. Wallbox mit 22 kW und ihr Anschluss – alles, was Sie zur Installation wissen müssen
Eine sichere Wallbox mit 22 kW gibt es nur vom Fachmann. Aus diesem Grund dürfen Sie die Installation auch nicht einfach selbst übernehmen. Wenden Sie sich also an einen ausgebildeten Elektroinstallateur. Achten Sie beim Kauf auch auf einen geeigneten Schutz. Geräte, die außen montiert und nur von einem Carport geschützt werden, brauchen mindestens die Schutzart IPX5.
Vorsicht ist beim Aufladen des Fahrzeuges über eine Haushaltssteckdose geboten. Aufgrund der hohen Lasten können die Steckdosen nämlich schnell und leicht in Brand geraten.
Schauen Sie sich in der nachfolgenden Übersicht die Vor- und Nachteile der 22-kW-Wallboxen gegenüber den kleineren Geräten mit nur 11 kW an.
Vorteile- sind ungefähr doppelt so schnell wie 11-Kilowatt-Wallboxen
- sind zukunftssicher
- sind abwärtskompatibel
- 11-Kilowatt-Boxen lassen sich nicht so einfach auf Wallboxen mit 22 kW umstellen
Nachteile- müssen vom Stromnetzanbieter genehmigt werden
- viele E-Autos können den Strom, der aus den Geräten kommt, gar nicht verarbeiten
- Upgrades für das E-Auto kosten extra
Auf dem europäischen Markt ist der Typ-2-Stecker Standard. Diese sind dreiphasig und man kann sein Auto somit schneller laden. Typ-1-Stecker sind hingehen in Asien und Amerika Standard und weit verbreitet.

Der Typ-2-Stecker ist der europaweite Standard beim Laden von Elektrofahrzeugen.
1.2. Minderungsfaktoren
Ladegeschwindigkeit und -leistung sind von mehreren Faktoren abhängig. Es gibt sogenannte Minderungsfaktoren. Dazu zählen unter anderem die Länge des Kabels und die Umgebungstemperatur. Wenn es draußen zu kalt oder zu warm ist, läuft die Wallbox nicht mehr länger effizient. Sie braucht also länger, um Ihr Fahrzeug aufzuladen. Das Gleiche gilt bei Kabeln, die zu lang sind.
Achten Sie beim Kauf also auf folgende Werte und Kriterien:
- Kabellänge in m
- Betriebstemperatur in °C
Wallboxen mit 22 kW im Vergleich – was ist besser: AC oder DC? Wir von welt.de erklären Ihnen in der nachfolgenden Tabelle die wichtigsten Unterschiede zwischen Wallboxen mit 22 kW und DC sowie Geräten, die mit AC laufen.
| Art | Eigenschaften |
| Wallboxen 22 kW AC | Strom wird im Fahrzeug umgewandelt AC ist gesünder für die Autobatterie Mit AC laden Sie Ihr E-Fahrzeug günstiger Es gibt auch mobile Wallboxen mit 22 kW, die AC nutzen |
| Wallboxen 22 kW DC | verfügen über einen Wandler, denn aus dem heimischen Anschluss kommt immer nur AC-Strom (Wechselstrom) meistens größer und brauchen viel Platz schneller kosten wesentlich mehr nicht für den Dauerbetrieb empfohlen |