Die Wärmeleitfähigkeit ist das mit Abstand wichtigste Kriterium bei jeder Wärmeleitpaste. Worauf Sie hier achten sollten und was es beim Kauf sonst noch zu beachten gilt, erläutern wir Ihnen an dieser Stelle.
Wärmeleitfähigkeit: Hängt von den Inhaltsstoffen ab
Die Hauptaufgabe von Wärmeleitpaste besteht darin, Hitze von Komponenten wie einer CPU möglichst schnell und effizient abzuleiten. Wie gut das in der Praxis funktioniert, hängt zu einem großen Teil von den verwendeten Materialien ab. Flüssigmetall verfügt über eine hervorragende Wärmeleitung, leitet jedoch auch elektrische Ströme und ist deshalb nicht für jedes Anwendungsgebiet geeignet. Welche Wärmeleitpaste die richtige ist, hängt letztlich vom Einsatzzweck ab.
Handhabung: Die Menge machts
Wärmeleitpaste ist immer dann am effektivsten, wenn Sie die richtige Menge davon auftragen. Damit das schnell funktioniert, ist eine einfache Handhabung wichtig. Gute Wärmeleitpaste lässt sich sehr leicht portionieren. Bei einigen Varianten erfolgt das Auftragen mit einem kleinen Pinsel. Bevorzugen Sie beim Kauf Wärmeleitpaste mit kleinen Öffnungen und einer präzisen Möglichkeit zur Portionierung.
Langlebigkeit: Hält die Paste länger, schont das die Nerven
Wärmeleitpaste aufzubringen, ist nicht unbedingt eine Aufgabe, die mit sonderlich viel Spaß verbunden ist. Die meisten sind wahrscheinlich froh, wenn sie dies hinter sich haben. Damit Sie möglichst lange Ihren PC oder andere Geräte verschlossen lassen können, ist eine lange Haltbarkeit von Wärmeleitpaste wichtig. Je länger diese den thermischen Belastungen standhält, desto länger dauert es auch, bis Sie neue Paste auftragen müssen.
Widerstandsfähigkeit: Garantiert lange Funktionalität
Wärmeleitpaste ist naturgemäß einer enormen Belastung ausgesetzt. Das Material wird auf sehr hohe Temperaturen gebracht und hält diese über Stunden, in einigen Fällen sogar über Tage. Damit es dabei nicht zu Verschleiß kommt, sind hochwertige Inhaltsstoffe in genau der richtigen Mischung gefragt. Wer beim Kauf auf eine hohe Langlebigkeit achtet, kann Wärmeleitpaste oft über mehrere Jahre verwenden, ohne dass es zu Einbußen bei der Leistungsfähigkeit kommt.
Konsistenz: „Cremige“ Arten sollten bevorzugt werden
Wärmeleitpaste sollte im besten Fall kleine Rillen und Vertiefungen auf einem Chip ausfüllen. Damit das optimal funktioniert, ist die richtige Konsistenz von hoher Wichtigkeit. Wärmeleitpaste sollte weder zu flüssig noch zu fest sein. Eine „cremige“ Konsistenz ist zu bevorzugen, damit Vertiefungen möglichst genau ausgefüllt werden. Ist das nicht der Fall, bleiben mikroskopische Räume übrig, die mit Luft gefüllt sind und Wärme anstauen.
Reinigung: Die Paste sollte leicht zu entfernen sein
Es kann immer mal nötig sein, Wärmeleitpaste neu aufzutragen oder sie zu entfernen. Das ist beispielsweise der Fall, wenn Sie Ihren PC aufrüsten und die alte CPU verkaufen möchten. Von Vorteil ist es in solchen Szenarien immer, wenn eine Wärmeleitpaste sich leicht entfernen lässt. Im besten Fall brauchen Sie nicht mehr als ein trockenes Tuch zur Reinigung.

Bevor die Wärmeleitpaste von ASSMANN entnommen werden kann, ist die Schutzfolie abzunehmen.
In keinem Fall ist dieser Punkt bei Wärmeleitpaste zu vernachlässigen. Das gilt besonders deshalb, weil die Reinigung normalerweise erst Monate oder sogar Jahre nach dem Kauf anfällt und negative Eigenschaften deshalb bei der Verwendung erst sehr spät auffallen.