Ratgeberübersicht
  1. Welche unterschiedlichen Arten von Wärmeleitpads gibt es?
  2. Was ist bei dem Einbau von Wärmeleitpads zu beachten?
  3. Welche Vor- und Nachteile haben Wärmeleitpads?
  4. Welche Wärmeleitfähigkeit haben Wärmeleitpads?
  5. Wie häufig sollten die Pads ausgetauscht werden?
  6. Weitere Antworten und Fragen von Kunden in 2025, die nach Wärmeleitpad-Tests bzw. Vergleichen suchen?
  • Wärmeleitpads oder Wärmeleitpasten werden verwendet, um Lücken zwischen Prozessoren und Heatspreadern zu schließen. Dadurch sollen eine Überhitzung des Prozessors und eine damit verbundene schlechtere Leistung (z. B. schlechtere Taktrate) oder gar Schäden verhindert werden.
  • Wäreleitpads werden beispielsweise bei Computern, Laptops oder Spielekonsolen eingesetzt und dort besonders bei der CPU als Hauptprozessor. Dort entsteht bei starker Beanspruchung wie etwa beim Gaming besonders viel Hitze.
  • Die meisten Prozessoren dürfen nicht heißer als 90 Grad werden. Dazu wird die Wärme lückenlos vom Prozessor zum aufgebrachten Blech (dem Heatspreader) abgeleitet. Selbst kleinste Lücken dazwischen werden mit einem Wärmeleitpad (oder einer -paste) geschlossen.

waermeleitpad-test

Ein Wärmeleitpad an der CPU kann dafür sorgen, dass die Taktrate auch bei hoher Beanspruchung konstant hoch bleibt. Das ist unter anderem für ausdauernde Gamer mit aufwendigen Spielen wichtig. Sie bringen ihren Rechner und vor allem Ihre Prozessoren auf Hochtouren. Auch andere Prozessoren und Grafikkarten sind mögliche Anwendungsgebiete für diese Folien, mit denen Sie das Kühlsystem optimieren.

In unserer Kaufberaung auf welt.de erfahren Sie, welche selbstklebenden Wäremeleitpads es gibt. Außerdem geben wir Ihnen Informationen zu ihrer Wärmeleitfähigkeit, den Vor- und Nachteilen und vermitteln, worauf Sie beim Einbau achten sollten. Zum Schluss dieses Wärmepad-Vergleichs sind Antworten auf häufig gestellte Fragen zu finden.

1. Welche unterschiedlichen Arten von Wärmeleitpads gibt es?

Welche Nachteile hat zu viel Hitze für den Prozessor?

Ein Prozessor, der dauernd auf hoher Temperatur ist, hält deutlich kürzere Zeit. Wird die Maximaltemperatur überschritten, drohen bleibenden Schäden. Zudem verringert sich die Taktrate der CPU oder GPU bei einer länger anhaltenden Maximaltemperatur.

Grundsätzlich gibt es verschiedene Merkmale, durch die sich die Wärmeleitpads (auch Thermalpads genannt) unterscheiden. Wenn Sie sich ein Wärmeleitpad kaufen möchten, sollten Sie diese Merkmale und die damit verbundenen Eigenschaften kennen, um die richtige Wahl zu treffen.

Es sind die meisten Wärmeleitpads selbstklebend ausgestattet. Die Wärmeleitfähigkeit wird gesondert unter Punkt 4 etwas ausführlicher beleuchtet. Alle anderen, wesentlichen Parameter finden Sie in dieser kurzen Übersicht:

Merkmal Eigenschaften/Aspekte
Hauptmaterial
  • Silikon
  • Kohlefaser, Grafit
  • andere Kunststoffe (Polymere, Polyamid usw.)
  • teilweise mit Glasfaser-Inlay, Aluminiumoxid u. a.
Größe
  • die meisten können zugeschnitten werden
  • andere sind für spezielle Produkte maßgefertigt (Thermal Grizzly Carbonaut)
  • typische Größen sind 20 x 57; 20 x 120; 50 x 50 oder 120 x 120 mm
Stärke
  • verschiedene Stärken von 0,2 bis 3 mm
  • die meisten brauchen eine Kompression von etwa 40 % um luftdicht abzuschließen
  • das Spaltmaß gibt die benötigte Stärke vor
wiederverwendbar oder nicht
  • wiederverwendbar sind nur nicht selbstklebende Wärmeleitpads
  • vorrangig aus Kohlenstoff oder Grafit

Tipp: Wärmeleitpads erfordern weniger Druck als eine Wärmeleitpaste, deshalb können Sie auch bei druckempfindlichen Bauteilen benutzt werden.

2. Was ist bei dem Einbau von Wärmeleitpads zu beachten?

waermeleitpad-laptop

Wer selbst einen PC zusammenstellt oder an den Bauteilen seines Laptops eigenständig Veränderungen vornimmt, sollte die Sicherheit während der Arbeiten und Risiken in Folge der Arbeiten immer im Auge behalten.

Hier auf welt.de geht es nur um Wärmeleitpads, die für ambitionierte Bastler einsetzbar sind. Das schließt die Kategorie “flüssige Wärmeleitpads” aus, die in die Hände von Fachleuten gehören, da nur diese eine sichere Anwendung garantieren können. Zu diesem Schluss kommen auch viele Wärmeleitpad-Tests und Vergleiche.

Gerade die einfachere Handhabung ist die Eigenschaft, die ein Wärmeleitpad gegenüber Wärmeleitpasten auszeichnet. Hier einige wichtige Hinweise zum Einbau, die hilfreich sein können, wobei natürlich die Anleitung des Herstellers vorrangig zu beachten ist. Gerade ein Grafit-Wärmeleitpad wird beispielsweise anders verwendet als eines aus Silikon:

  1. nehmen Sie das Gerät vom Netz (Stecker ziehen)
  2. Strom leitende Wärmeleitpads dürfen nicht mit anderen Bauteilen in Kontakt kommen – perfekter Zuschnitt und Einbau erforderlich
  3. bevor Ihr Wärmeleitpad auf CPU, SSD, RAM oder GPU aufgeklebt wird, bitte sowohl den Halbleiter als auch den Kühlkörper reinigen; eventuell noch vorhandene Wärmeleitpaste entfernen
  4. die Materialstärke sollte zum Spaltmaß passen und beispielsweise das Silikon-Wärmeleitpad so stark sein, dass es im eingebauten Zustand eine Kompression von etwa 40 % erreicht, um kleinste Unebenheiten auszugleichen bzw. auszufüllen
  5. niemals ein Wärmeleitpad aus zwei oder mehreren Einzelstücken aufkleben, das führt zu kleinen Lufteinschlüssen oder -brücken die zu Mini-Wärmestaus führen können

Tipp: Manche der Folien sind sehr weich und fast klebrig. Lagern Sie diese Wärmeleitpads im Kühlschrank kurz bevor Sie sie einsetzen, dann lassen sie sich leichter handhaben.

3. Welche Vor- und Nachteile haben Wärmeleitpads?

Ein Wärmeleitpad als Alternative zu Wärmeleitpaste hat Vor- und Nachteile. Hier auf welt.de konkret die Pro- und Contra-Argumente zu einem Wärmeleitpad:

    Vorteile
  • leichter Einbau
  • sauberes Arbeiten
  • wenig Druck notwendig für einen dichten Anschluss zwischen wärmeabgebenem Bauteil und Kühler
  • gleichmäßige Schicht, schwierig beim Wärmeleitpaste auftragen
  • in verschiedenen Stärken für unterschiedliche Spaltmaße erhältlich, für größere Abstände also z. B. ein Wärmeleitpad von 2 mm
  • leichter zu entfernen und somit zu wechseln
  • trocknet nicht ein
    Nachteile
  • Wärmeleitfähigkeit bei den besonders einfach zu verbauenden Pads meist etwas geringer als bei -paste
  • Preis in € höher

Tipp: Ein Wärmeleitpad für die Grafikkarte oder die CPU sollte in der Stärke genauso gewählt werden, wie es zuvor vom Hersteller verwendet wurde. Dazu vor dem Einbau des Wärmepads die Grafikkarte öffnen und die Maße beim vorhandenen Pad abmessen. War zuvor Wärmeleitpaste eingesetzt, ist die Schichtdicke ausschlaggebend.

4. Welche Wärmeleitfähigkeit haben Wärmeleitpads?

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Sie brauchen keine Wärmebildkamera, um die Temperaturen Ihrer Bauteile wie CPU oder GPU zu messen. Dafür gibt es Programme, die Ihnen auch Temperaturverläufe unter Belastung anzeigen können.

Die Angaben zur Wärmeleitfähigkeit von Wärmeleitpads sind laut verschiedener Wärmeleitpad-Tests nicht immer seriös – insbesondere bei No-Name-Produkten. Sie unterscheiden sich teilweise erheblich, was vor allem durch unterschiedliches Material (z. B. Silikon, Kohlefaser, Kieselgel usw.) bedingt ist.

Einige Wärmleitpad-Tests kommen zu dem Schluss, dass von einer durchschnittlichen Wärmeleitfähigkeit von etwa 5 W/mK ausgegangen werden kann. Zum Vergleich: stehende Luft hat eine Wärmeleitzahl von 0,02 W/mK. Die Angaben der Hersteller weichen stark von dieser durchschnittlichen Angabe ab, wegen der verschiedenen Materialien, aber eventuell auch aufgrund unterschiedlicher Testaufbauten und -umgebungen.

Wenn bereits beispielsweise Wärmeleitpads im Laptop verbaut waren, dann können Sie diese in der Regel auch ohne Probleme durch ein Wärmeleitpad gleicher Stärke und Typs eines namhaften Herstellers austauschen. Im Zweifel fragen Sie vor dem Einbau eines Wärmeleitpads ins Notebook o. Ä. beim Hersteller oder in einem Fachforum um Rat.

5. Wie häufig sollten die Pads ausgetauscht werden?

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Gamer und andere Nutzer, die Ihre Hardware ins Schwitzen bringen, können beim Kühlsystem aufrüsten und unter anderem mit Wärmeleitpads GPU oder CPU herunterkühlen.

Das kommt unter anderem darauf an, wie und wie häufig Sie das Gerät benutzen, dessen Bauteile gekühlt werden müssen. Auch andere Faktoren, wie etwa Umgebungstemperatur, Luftfeuchtigkeit usw. können Einfluss auf die Haltbarkeit von Wärmeleitpads haben, was übrigens genauso für Wärmeleitpaste gilt. Hier beispielhaft empfohlene Austauschintervalle:

Art Austausch
Wärmeleitpad
  • alle zwei Jahre
  • bei Umbau und Versetzen von Kühlelementen u. Ä.
  • wenn die Temperaturen Wärmeleitpad auf GPU oder CPU austauschen

Tipp: Sie fragen sich, welche Dicke in mm Sie bestellen sollten? Bei einem Spalt von 0,6 mm wäre ein Wärmeleitpad mit 1 mm Dicke richtig, damit eine Kompression von 40 % entsteht.

6. Weitere Antworten und Fragen von Kunden in 2025, die nach Wärmeleitpad-Tests bzw. Vergleichen suchen?

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Wärmeleitpaste aufzutragen, ist nicht so einfach. Das haben schon viele erlebt, die Wärmeleitpaste bei PS4-Spielekonsolen eingesetzt haben und sich beispielsweise bei der erforderlichen Menge der Wärmeleitpaste getäuscht haben.

Das beste Wärmeleitpad nutzt niemandem etwas, wenn es nicht richtig eingesetzt wird und dasselbe gilt auch für Wäremeleitpaste. Ob PS4, Laptop oder PC, es sind alles anspruchsvolle elektronische Geräte mit empfindlichen Bauteilen. Dazu folgende, häufig gestellte Fragen und Antworten dazu:

6.1. Wie kann man einen größeren Spalt überbrücken?

Hier ist es besser einen weiteren Heatspreader (dünnes, sehr leitfähiges Blech aus Kupfer oder Aluminium) zwischen zwei dünnen Wärmeleitpads einzubauen, als zwei Wärmeleitpads übereinander zu verwenden.

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6.2. Was ist besser: Wärmeleitpad vs. Wärmeleitpaste?

Wärmeleitpaste erreicht zwar eine noch bessere thermische Übertragung, ist aber in der Handhabung nicht ganz so einfach. Besonders für Ungeübte kann das selbstklebende Wärmepad leichter zugeschnitten und angebracht werden.

Die spezifischen Einsatzbedingungen entscheiden ebenfalls, welcher der beiden Wärmeleiter als Zubehör näher in Betracht kommt. Bei größeren Abständen zwischen Prozessor und Kühlkörper, ist es leichter beispielsweise ein Wärmeleitpad von 2 mm zu benutzen, als eine ebensolche Schicht mit Paste aufzubauen. Auch darüber, ob Wärmepaste als Muster, Punkt oder Fläche aufgetragen wird, gibt es in Foren Dispute, weil eine saubere Anwendung ohne Lufteinschlüsse nicht ganz einfach ist.

Übrigens: Die Stiftung Warentest hat bisher weder einen Wärmeleitpad-Test noch einen zu Wärmeleitpaste durchgeführt und somit können wir hier auch keinen Wärmeleitpad-Testsieger der Stiftung verkünden.

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6.3. Wie funktioniert ein Wärmeleitpad?

Im Grunde verdränkt das Wärmeleitpad die schlecht wärmeleitende Luft zwischen Kühlkörper und Prozessor o. Ä. und leitet die Wärme an den Kühler weiter, damit keine Wärmestaus entstehen und sich das arbeitende Bauteil nicht überhitzt.

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Keine Sorge: Laptops, PCs und Spielekonsolen brennen sehr, sehr selten und das hat in der Regel eher mit einem Akku oder einem Kurzschluss, als mit einer Überhitzung von Prozessoren zu tun.

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6.4. Welche Hersteller und Marken gibt es?

Die bekanntesten Marken sind Arctic, Thermal Grizzly, Alphacool, Igorslab, Medimax, Mindfactory, Conrad und Gelid Solutions. Teilweise finden Sie diese Namen oben in der Vergleichstabelle und können günstige Wärmeleitpads dieser namhaften Hersteller direkt bestellen.

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6.5. Kann man Wärmeleitpad und -paste kombinieren?

Davon wird an vielen Stellen und seitens einiger Hersteller abgeraten. Allerdings ist in Foren zu lesen, dass beispielsweise herstellerseitig eine Grafikkarte mit Wärmeleitpad und -paste versehen war. Wir auf welt.de raten davon ab, selbst einen solchen Materialmix einzusetzen, da von Laien zumindest die Wärmeleitpasten-Menge und auch die genaue Materialbeschaffenheit der beiden Wärmeleitprodukte nicht sicher ermittelt werden kann.

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Im Video vorgestellt: Wärmeleitpad

In diesem YouTube-Clip “Wärmeleitpads im Test auf der NVIDIA GeForce RTX 3080 – GDDR6X-Temperaturen um bis zu 50% niedriger!” wird ein spezielles Wärmeleitpad genauer unter die Lupe genommen. Das Video zeigt dabei einen ausführlichen Test auf der NVIDIA GeForce RTX 3080 Grafikkarte und dokumentiert die beeindruckenden Ergebnisse. Mit diesem Wärmeleitpad konnten die GDDR6X-Temperaturen um bis zu 50% gesenkt werden. Eine absolute Empfehlung für alle PC-Gaming-Enthusiasten, die Wert auf effiziente Wärmeableitung und niedrigere Temperaturen legen!

In diesem Video wird das Wärmeleitpad Carbonaut Extreme von Thermal Grizzly einem ausführlichen Test unterzogen. Dabei werden seine Leistungsfähigkeit und Effizienz im Vergleich zu herkömmlichen Wärmeleitpasten analysiert. Als Zuschauer erhält man wertvolle Informationen über die Anwendung und Vorteile des Carbonaut Extreme und kann sich so optimal bei der Wahl des richtigen Wärmeleitmaterials informieren.