Ratgeberübersicht
  1. Was versteht man unter Vinylboden?
  2. Wie ist ein Design-Vinylboden aufgebaut?
  3. Wo liegt der Unterschied zwischen Laminat und Vinyl?
  4. Wie finden Sie den richtigen Vinylboden?
  5. Wie verlegt man Vinylboden?
  6. Wie wird Vinylboden gepflegt?
  7. Was sagen Tests zu Vinylboden?
  8. Weitere Antworten und Fragen von Kunden, die nach Vinylboden-Tests bzw. -Vergleichen suchen
  • Der Vinylboden ist ein praktischer Kunststoffboden mit langer Lebensdauer.
  • Es gibt ihn in vielen verschiedenen Design-Varianten.
  • Vinylboden kann man mit etwas Geschick selbst verlegen.

vinylboden-test

Selbermachen ist Ehrensache. So heißt es in einer DIY-Broschüre des Werkzeugherstellers Einhell. Darin wurden Bundesbürger auch nach ihrer Begeisterung für eigene Projekte rund um Haus oder Wohnung befragt. Mehr als fünfzig Prozent der Befragten gaben ihrer Begeisterung fürs Heimwerken Ausdruck: „Ich heimwerke für mein Leben gern“. Das hat mit Sicherheit auch damit zu tun, dass viele Tätigkeiten heute relativ einfach sind.
Dazu gehört auch ein neuer Bodenbelag. Vor allem Vinylboden hat sich dabei als ausgesprochen praktisch erwiesen. In unserer aktuellen Kaufberatung 2025 erklären wir Ihnen, welche Arten von Vinylböden es gibt, was seine Vorteile sind, was Tests zu Vinylböden ergeben und wie Sie diesen Boden am besten verlegen.

1. Was versteht man unter Vinylboden?

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Vinylboden gibt es heute in vielen Varianten. Dazu gehört auch die Holzoptik in unterschiedlichen Farben und verschiedenen Dicken in mm.

Ein Vinylboden besteht aus mehreren Schichten, die wie ein Sandwich übereinander verklebt werden. Die oberste dieser Schichten ist die Dekorschicht. Dabei unterscheiden die Hersteller zwei Arten von Vinylböden. Als erste Variante wird der Vinylboden als Meterware, also von der Rolle, genannt.

Die zweite Variante nennt sich Vinyl-Designboden. Darunter fallen Arten wie Vinylboden in Holzoptik oder Vinylboden in Steinoptik. Auch Vinylboden in Fliesenoptik fällt unter diesen Begriff. Sie alle haben eine Gemeinsamkeit: Sowohl der Vinylboden in Holzoptik als auch der Vinylboden in Steinoptik sind entweder als starre Fliese oder als Planke erhältlich. Das gilt logischerweise auch für den Vinylboden in Fliesenoptik. Wenn Sie einen Vinylboden kaufen möchten, sollten Sie jedoch nicht nur auf die Dekorschicht achten. Mindestens ebenso wichtig ist die Nutzschicht.

Was ist die Nutzschicht eines Vinylbodens

Die Nutzschicht ist eine spezielle Oberflächenbehandlung mit Polyurethan. Diese schützt den Boden vor Kratzern, Abnutzung und Ausbleichen durch Sonnenlicht. Umso dicker die Nutzschicht ist, umso langlebiger ist der Boden.

2. Wie ist ein Design-Vinylboden aufgebaut?

Während Vinylboden von der Rolle vor allem in öffentlichen Gebäuden wie Krankenhäusern zu sehen ist, ist der Vinyl-Designboden genau der richtige Belag, um die eigenen vier Wände zu verschönern. Dabei ist auch dieser aus mehreren Schichten zusammengesetzt. Von unten nach oben besteht er aus der Rückenschicht, der Trägerschicht, der Dekorschicht und der Nutzschicht. Auch Vinylboden mit Trittschalldämmung wird unter dem Begriff Design-Vinyl angeboten. Ein solcher Vinylboden mit Trittschalldämmung sorgt nicht nur dafür, dass es in großen Räumen nicht zu unschönem Hall kommt, er wärmt auch von unten.

3. Wo liegt der Unterschied zwischen Laminat und Vinyl?

Diese Frage ist durchaus berechtigt, immerhin sind beide Bodenarten aus Kunststoff. Die wesentlichen Unterschiede haben wir von WELT.de für Sie in einer übersichtlichen Tabelle zusammengefasst:

Bodentyp Eigenschaften
Vinylboden
  • er gilt als besonders feuchtigkeitsbeständig
  • Vinylböden lassen sich darum überall im Haus verlegen, auch im Bad oder der Dusche
  • Vinylboden federt leicht nach, ist also angenehm für die Gelenke
  • Vinyl ist antibakteriell
  • daher ist der Boden auch für Allergiker gut geeignet
  • Vinyl ist teurer als Laminat
Laminat
  • Laminat ist in der Anschaffung günstiger
  • es benötigt immer eine Trittschalldämpfung
  • dennoch ist Laminat lauter als Vinyl
  • mit Laminat lassen sich Boden-Unebenheiten einfach ausgleichen
  • bei einem Umzug lässt sich der Boden mitnehmen
  • Laminat ist feuchtigkeitsempfindlich

Ein weiterer Unterschied zwischen Vinyl und Laminat: Wenn Sie Ihren Vinylboden nicht aus europäischer Herstellung kaufen, kann es sein, dass er umweltkritische Weichmacher enthält.

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Auch im Bad lässt sich bester Vinylboden verlegen und sorgt für eine edle Optik.

4. Wie finden Sie den richtigen Vinylboden?

Natürlich spielt neben der Qualität auch die Optik des Bodens eine entscheidende Rolle. Hier haben Sie bei Vinyl mittlerweile eine große Auswahl. So ist grauer Vinylboden ebenso angesagt wie Vinylboden in Marmoroptik, der im Eingangsbereich ebenso repräsentativ und edel wirkt wie als Vinylboden fürs Bad. Grauer Vinylboden dagegen ist für nahezu jedes Zimmer eine gute Option, weil er sich jedem Einrichtungsstil anpasst.
Darüber hinaus gibt es diese Böden auch in der Kategorie täuschend echter Holzoptik, beispielsweise als Vinylboden Eiche. Diese Variante wird vielfach als Planke verlegt, das macht einen Eiche-Vinylboden gut für große Wohnzimmer oder als Vinylboden für die Küche geeignet, die dadurch eine charmante Landhausoptik bekommt. Diese Vinylböden bieten die wichtigen Hersteller wie Parador, HORI oder planeo an.
Neben dem Design und der Qualität spielen zwei weitere Faktoren bei der Auswahl eines Vinylbodens eine Rolle. Das ist zunächst seine Stärke. Im Allgemeinen gilt bei Vinylboden eine Stärke bis vier Millimeter als ausreichend für Wohnräume. Wenn Sie jedoch besonders lange etwas von Ihrem neuen Vinylboden haben möchten, oder dieser in Räumen mit starker Beanspruchung liegen soll, ist es sinnvoll, eine Stärke im Bereich von fünf bis acht Millimetern zu wählen.
Der zweite Punkt ist die Nutzungsklasse eines Vinylbodens. Diese Nutzungsklassen (NK) sind mit der DIN-Norm EN ISO 10874 europaweit einheitlich geregelt und unterscheiden sich anhand ihrer Kennziffern. Dabei stehen 20er Ziffern für die private Nutzung, 30er für die gewerblichen und 40er für die industriellen Bereiche. Hier haben wir die wesentlichen Punkte übersichtlich in einer Tabelle zusammengefasst:

Nutzungsklasse Eignung
Nutzungsklasse 21
  • diese NK ist für Wohnräume gedacht, die nur selten genutzt werden, wie etwa Schlafzimmer
  • auch Gästezimmer können mit einem Vinylboden dieser Nutzungsklasse problemlos ausgestattet werden
Nutzungsklasse 22
  • diese NK wird besonders häufig verlegt und ist geeignet für mittlere Beanspruchung
  • sie ist geeignet für das Esszimmer oder das Homeoffice
Nutzungsklasse 23
  • diese NK wurde für starke Beanspruchung entwickelt
  • Vinylböden mit dieser Nutzungsklasse sind ideal für stark beanspruchte Räume wie Wohnzimmer, Küche oder Flur

5. Wie verlegt man Vinylboden?

Tipp von WELT.DE: Natürlich benötigt man zum Verlegen eines Vinylbodens Werkzeuge, von Abstandskeilen bis Cuttermesser. Es gibt jedoch auch fertige Verlege-Sets zu kaufen, sodass Sie alles am Start haben, wenn es losgehen soll

In den meisten Fällen wird Vinylboden heute mit Klick angeboten, wobei damit das Klick-System gemeint ist. Dieses gibt es von vielen unterschiedlichen Marken. Dabei funktioniert Klick-Vinyl genauso wie die gleichnamige Machart bei Laminat oder Parkett. Der große Vorteil dieser Verlegeart: Es muss nichts geklebt werden. Zudem ist ein solcher Typ Vinylboden auch für Fußbodenheizungen geeignet, beispielsweise als Vinylboden Buche oder als weißer Vinylboden. Darüber hinaus lässt sich dieser Vinylboden auf Laminat verlegen, ohne dass man den alten Boden herausreißen muss.

Eine andere Möglichkeit, diesen PVC-Boden zu verlegen ist das Klebevinyl, das oftmals bei Fliesen und Planken zu finden ist. Auch dieser selbstklebende Vinylboden kann in Kombination mit einer Fußbodenheizung verwendet werden – Profis sagen, sogar besser. Das liegt daran, dass selbstklebender Vinylboden eine besonders gute Verbindung zum Untergrund hat und somit auch eine höhere Wärmeleitfähigkeit. Allerdings hat Klebevinyl auch Nachteile. Die wichtigsten Pro- und Contra-Argumente haben wir hier zusammengefasst:

    Vorteile
  • die Raumakustik ist besonders gut
  • der Boden verzieht sich nicht
  • die Klebe-Variante ist besonders langlebig
    Nachteile
  • das Verlegen ist aufwendiger und teurer
  • nur versierte Heimwerker können diese Arbeit selbst erledigen
  • der Untergrund muss total eben sein, daher sind oft Vorarbeiten nötig

Unterm Strich ist also Klick-Vinyl die leichtere Methode, um an einen neuen Fußboden zu kommen. Die wesentlichen Arbeitsschritte folgen dabei stets dem gleichen Muster:

    1. 1. der Untergrund wird vorbereitet, indem man kleine Unebenheiten verspachtelt, danach folgt eine Trittschalldämmung
    1. 2. der Inhalt der verschiedenen Pakete wird gemischt, damit man ein besonders natürliches Ergebnis erhält. Auch bei Vinylboden mit Fischgrät-Muster ist das Mischen wichtig.
    1. 3. die erste Reihe wird ausgelegt. Hierbei wird festgelegt, wie die letzte Diele der Reihe zugeschnitten werden muss. Sie sollte nicht kürzer als 20 cm sein.
    1. 4. Die erste Diele wird mit einem Abstand zur Wand angelegt, dieser sollte 3 bis 5 Millimeter betragen und wird mit Abstandskeilen fixiert.
    1. 5. Danach wird die erste Diele mit dem Klick-System an die zweite gelegt und verbunden.
    1. 6. Die letzte Diele in der Reihe wird entsprechend gekürzt. Das abgeschnittene Stück ergibt dann die erste Diele der nächsten Reihe
    1. 7. Als nächster Arbeitsschritt werden die Aussparungen für die Heizkörperrohre vorgenommen.
    1. 8. Im Anschluss daran werden alle Dielen nach dem Prinzip von Schritt 3 bis 5 verlegt und mit dem Klick-System geschlossen.
    1. 9. Zum Schluss werden die Sockelleisten befestigt, unter denen dann die Dehnungsfugen verschwinden.
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Um Klebevinyl zu verlegen, sollte man handwerklich geschickt sein.

6. Wie wird Vinylboden gepflegt?

Die richtige Pflege von Vinylboden ist denkbar einfach. Zunächst wird der Vinylboden mit einem weichen Besen oder einem Staubsauger von Staub und Steinchen gesäubert. Das ist deshalb wichtig, weil diese Steinchen sonst beim Wischen den Boden zerkratzen können. Im Anschluss daran wird der Boden mit Wasser und einem Vinylreiniger feucht gewischt. Zwar ist ein Vinylboden wasserfest, aber das gilt nicht für die Fugen. Deshalb sollte man möglichst nur feucht wischen.

Wir von WELT.de empfehlen: Sollten Sie keinen speziellen Vinylreiniger im Haus haben, lässt sich der Boden problemlos auch mit einem milden Allzweckreiniger säubern.

Beim Vinylboden in der Küche haben Sie überdies auch mit Fettspritzen zu tun. Diese entfernen Sie am besten mit Apfelessig oder Zitronensäure, sofern Sie die Flecken nicht gleich nach ihrem Entstehen aufgewischt haben. So können Sie sicher sein, dass Sie lange Freude an Ihrem Bodenbelag haben. Unterm Strich nämlich ist ein moderner Vinylboden nicht nur optisch ansprechend, sondern auch ausgesprochen pflegeleicht.

7. Was sagen Tests zu Vinylboden?

Leider hat die Stiftung Warentest keinen spezifischen Test durchgeführt, sodass es von diesem Institut auch keinen Testsieger bei Vinylboden gibt. Wenn Sie allerdings Vinylboden im Vergleich betrachten, werden Sie feststellen, dass Tests dieser Vinylböden sich besonders auf gesundheitsschädliche Stoffe beziehen, die allerdings in modernen Vinylböden nicht mehr vorkommen. Darüber hinaus finden Sie im Internet zahlreiche Heimwerker-Seiten, auf denen Sie ebenfalls den einen oder anderen Test zu Vinylboden nachlesen können.

8. Weitere Antworten und Fragen von Kunden, die nach Vinylboden-Tests bzw. -Vergleichen suchen

8.1. Wie teuer ist Vinylboden?

Das kommt entscheidend auf die Qualität, aber auch auf das Design an. Es gibt PVC-Boden, dessen Preis pro m2 bei 20 Euro oder darunter liegt, es gibt jedoch auch deutlich teurere Böden. Das bedeutet allerdings nicht, dass günstiger Vinylboden grundsätzlich schlechter ist als die teuren Varianten, bisweilen ist es nämlich auch ein besonderes Design der Fliesen, das für den hohen Preis sorgt.

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8.2. Lässt sich Vinylboden renovieren, wenn er unansehnlich geworden ist?

Wenn der Boden im Laufe der Zeit stumpf geworden ist und unschöne Stellen aufweist, hilft eine vollflächige Versiegelung mit einem speziellen PU-Siegel.

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8.3. Kann man Vinyl auch in Räumen mit viel Sonneneinstrahlung verlegen?

Das geht problemlos, sofern Sie sich für eine Klebe-Verlegung entscheiden. Beim Verlegen des Vinylbodens mit Klick-System kann es dagegen dazu kommen, dass sich die Fugen vergrößern, wenn sich das Vinyl durch die Wärme ausdehnt.

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8.4. Vinylboden auf Fliesen verlegen, geht das?

Das funktioniert, allerdings nur, wenn Sie eine PE-Folie darunter auslegen, damit die Fugen ausgeglichen werden.

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8.5. Wie lange hält ein Vinylboden?

Das kommt entscheidend auf die Qualität an. Günstige PVC-Böden haben eine Lebensdauer von circa zehn Jahren, sehr hochwertige Vinylböden bringen es auf rund 20 Jahre.

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Im Video vorgestellt: Vinylboden

In diesem informativen YouTube-Video stellen wir Ihnen verschiedene Bodenbeläge vor und helfen Ihnen dabei, den richtigen Bodenbelag für Ihre Bedürfnisse zu finden. Entdecken Sie die vielen Vorteile von Vinylboden, wie seine Strapazierfähigkeit, einfache Reinigung und stilvolle Optik. Lassen Sie sich von unseren Experten beraten und erhalten Sie wertvolle Tipps zur richtigen Pflege und Installation dieses vielseitigen Bodenbelags. Verpassen Sie nicht unsere praktischen DIY-Tipps und machen Sie Ihr Zuhause mit Vinylboden zu einem gemütlichen und stilvollen Ort.