
Hier sehen wir einen Einhell-Vertikutierer “RG-SA-1433” mit einem 28-Liter-Fangsack.
Damit es nicht zu einer Verwechselung kommt: Ein Rasenlüfter vermag durch seinen Namen den Eindruck erwecken, dass dieser ebenso für eine gute Sauerstoffzufuhr des Rasens sorgt. Im Gegensatz zu einem Vertikutierer bringt ein Rasenlüfter Löcher in den Rasen ein und füllt diese mit Sand wieder auf. Das sorgt dafür, dass Regen- oder Gießwasser leichter abfließen kann und es so zu keiner Staunässe kommt.
Ein Vertikutierer hingegen ist die ideale Ergänzung zum Rasenmäher. Der Rasenmäher kürzt den Rasen nur. Der Vertikutierer befreit zudem jede große Fläche oder kleine Rasenfläche gezielt von Unkraut, Moos und Rasenfilz. Der unerwünschte Bewuchs hemmt das Wachstum der Rasengräser durch eine unzureichende Sauerstoffversorgung. Der richtige Zeitpunkt zum Vertikutieren ist dabei im Frühjahr gekommen. Dann können alte Mährückstände und Moos an der Harke hängen bleiben und Unkraut sprießt deutlich auf der Rasenfläche. Nachdem Sie alle Rückstände beseitigt haben, fehen nur noch etwas Rasendünger sowie ein Rasensprenger zur Bewässerung. Dann steht dem idealen Grün nichts mehr im Wege.
Dabei sind einige Qualitätsmerkmale beim Kauf eines Vertikutierers besonders wichtig:
Leistung: 1.300 Watt reichen meist aus
Der Motor eines Vertikutierers lässt die Achse rotieren. Durch eine Kurbelwelle bewegt sich dann eine Walze mit kleinen Stahlmessern. Diese ritzt so die Grasnarbe einige Millimeter ein und schlägt Moos und Rasenfilz heraus. Wichtig beim Vertikutieren ist, dass Sie Moos und Unkraut entfernen, den gesunde Rasen dennoch nicht allzu sehr beschädigen. Dabei sagt die Wattzahl des Geräts wenig über eine gute Arbeitsqualität aus. Wenn Sie einen normalgroßen Garten vertikutieren wollen, reicht dennoch ein Vertikutierer mit ca. 1.300 Watt Leistung aus.
Antrieb: Elektro-, Benzin- oder manueller Vertikutierer?
Bei einem Vertikutierer haben Sie die Auswahl zwischen Modellen mit Elektro- oder Benzinantrieb oder manuell betriebenen Vertikutierern. Ein Vertikutierer, der mit Benzin läuft, ist besonders dann geeignet, wenn Sie eine große Rasenfläche vertikutieren müssen. Da dieser kein Stromkabel hat, kommen Sie problemlos über die gesamte Fläche des Rasens.
Ein elektrisch betriebener Vertikutierer ist hingegen bei mittelgroßen Rasenflächen besser geeignet. Für ein wirklich überschaubares Gartenstück kann auch ein manuell betriebener Vertikutierer zum Einsatz kommen. So sparen Sie sich neben den hohen Anschaffungskosten auch die Kosten für Benzin oder Strom.
» Mehr Informationen Rostfreier Edelstahl hat eine längere Lebensdauer
Die Gehäuse bestehen bei den elektrischen Vertikutierern meist aus Kunststoff. Benzinbetriebene Geräte sind von einem Stahlblechgehäuse ummantelt. Die Messer eines Vertikutierers sollten zudem immer aus rostfreiem Edelstahl bestehen.
Arbeitstiefe und -Breite des Vertikutierers: Optimal sind 2 bis 4 mm
Die Arbeitstiefe meint den Einschnitt, welcher der Vertikutierer in die Grasnarbe vornimmt. Obwohl manche Geräte bis zu 12 mm in die Tiefe schlagen, sollten es im Idealfall nur zwischen 2 mm und 4 mm sein. Diese Arbeitstiefe reicht aus, damit Sie den Rasen ohne größere Schäden von Moos befreien können. Bei vielen Geräten können Sie die Arbeitstiefe gemäß der Bodenbeschaffenheit einstellen. Diese sollten Sie jedoch nie so einstellen, dass die Messer das Wurzelwerk des Rasens mit herausreißen. Das hätte unschöne, kahle Stellen zur Folge.
Auch bei der Arbeitsbreite weisen unterschiedliche Modelle verschiedene Maße auf. Manche Geräte bearbeiten gleich 40 cm. Kleinere Varianten arbeiten mit einer Breite von 27 cm. Hier ist es ebenso sinnvoll, die Arbeitsbreite der Gartenfläche anzupassen. Je breiter der Vertikutierer ist, desto schneller werden Sie mit der Arbeit fertig sein.
Zubehör: Ein Fangkorb für das Gras
Zum gängigen Zubehör eines Vertikutierers gehört ein Fangkorb. Dabei fällt das Vertikutiergut hinter dem Vertikutierer direkt in das Behältnis. Sollten Sie sich für einen entscheiden, so achten Sie vor allem auf eine ausreichende Größe. Bei einer geringen Größe müssten Sie Ihre Arbeit oft unterbrechen, um den Korb zu leeren. Je größer Ihre Grundstücksfläche, desto größer sollte daher auch der Fangkorb sein.
An Ihre Körpergröße anpassbarer Griff
Sinnvoll ist ebenfalls ein höhenverstellbarer Griff, der sich Ihrer Körpergröße anpassen lässt. Das ermöglicht ein ergonomisches Arbeiten. Sie sollten ebenso auf einige Sicherheitsmerkmale achten: Hierzu zählen zum Beispiel ein Motorstopp, ein 2-Punkt-Sicherheitsschalter und eine Kabelzugentlastung.