Ratgeberübersicht
  1. Welche unterschiedlichen Unkrautvernichter gibt es?
  2. Worauf sollten Sie achten, wenn Sie einen Unkrautvernichter kaufen?
  3. Für welche Unkrautvernichter sprechen sich Tests aus?
  4. In der Praxis: Wann sollte man den Unkrautvernichter auf den Rasen auftragen?
  5. Weitere Fragen und Antworten von Kunden, die nach Unkrautvernichter-Tests bzw. -Vergleichen suchen
  • Angeboten werden mechanische, elektrische, biologische und chemische Unkrautvernichter.
  • Bei chemischen und somit extra-starken Unkrautvernichtern gilt es, gesetzliche Vorgaben einzuhalten.
  • Besonders effektiv und langanhaltend ist es, das Unkraut an der Wurzel zu bekämpfen.
Unkrautvernichter im Test: Ein Rasenunkrautvernichter von Compo liegt auf einem hölzernen Untergrund. Auf der Verpackung sind Anwendungsbeispiele zu sehen.

Mit diesem Rasenunkrautvernichter von COMPO lässt sich eine Fläche mit einer Größe von bis zu 400 m² behandeln.

Immer wieder mit einem Rasenmäher oder Mähroboter über das Unkraut im Garten zu mähen, bringt keine langfristigen Erfolge. Mit einem Unkrautvernichter hingegen bietet sich die Möglichkeit, unerwünschten Wildwuchs in den Griff zu bekommen.

Insbesondere biologische Unkrautvernichter gelten als sehr umweltverträglich. Außerdem zeigen sie eine nachhaltige und langfristige Wirkung.

Im folgenden Kaufratgeber zu unserem Vergleich von Unkrautvernichtern stellen wir Ihnen unterschiedliche Arten von Unkrautbekämpfungsmitteln vor. Hierfür erläutern wir spezifische Produktmerkmale. Im Anschluss geben wir Ihnen Tipps zur Handhabung und beantworten gängige Fragen.

1. Welche unterschiedlichen Unkrautvernichter gibt es?

Ob mechanischer, biologischer oder chemischer Unkrautvernichter: Die Produkte unterscheiden sich bezüglich der Wirkung, der Anwendung sowie den Einsatzmöglichkeiten. Im Folgenden finden Sie gängige Produkt-Varianten:

Unkrautvernichter Vor- und Nachteile Gebrauch
Mechanisch / Elektrisch +Kostengünstig
+Frei von Schadstoffen
+Keine gesundheitliche Gefährdung
-Sehr zeitaufwendig
-Bei großen Rasenflächen wenig praktikabel
  • Kleinere Grünflächen
Biologisch
  • Natürliche Inhaltsstoffe
+Geringe Umweltbelastung
+Handhabung unbedenklich
+Natürliche Methode
-Kostenintensiv
-Zeitaufwendig
-Verschiedene Produkte müssen kombiniert werden, um alle Arten von Unkraut zu beseitigen; Kenntnisse bezüglich des zu vernichtenden Unkrauts daher vorteilhaft
  • Kleinere und größere Grünflächen
Chemisch
  • Künstliche Inhaltsstoffe
+Schnelle und langfristige Wirkung
+Einfache Handhabung
+Mitunter sehr günstig
-Hohe Umweltbelastung
-Kann den Rasen dauerhaft schädigen (bei unsachgemäßer Verwendung)
  • Große Grünflächen
Chemisch mit Düngemittel
  • 2-in-1-Produkt
+Schnelle und langfristige Wirkung
+Einfache Handhabung
-Sehr kostenintensiv
-Bei wenig Unkrautbefall eher ungeeignet
-Belastet die Umwelt
  • Große Grünflächen mit starkem Unkrautbefall

2. Worauf sollten Sie achten, wenn Sie einen Unkrautvernichter kaufen?

Der Unkrautvernichter sollte eine gute Wirkung zeigen und Löwenzahn, Gänseblümchen und Co. effektiv entfernen. Was es hierbei zu beachten gilt, erklären wir Ihnen im Folgenden.

2.1. Langzeitwirkung: Wie lange dauert es, bis der Unkrautvernichter wirkt?

Ein Unkrautvernichter erweist sich als besonders nützlich, wenn er Unkraut nicht nur zuverlässig, sondern auch langfristig entfernt. Aus diesem Grund sind Mittel zu bevorzugen, die ihre Wirkung über einen längeren Zeitraum entfalten. Hier ist eine einmalige Behandlung für mehrere Monate ausreichend.

Dies ist allem voran bei Mitteln der Fall, die an der Wurzel selbst wirken. Wenn Sie mit einem mechanischen oder elektrischen Unkrautvernichter gegen das Unkraut vorgehen, kann die Behandlung sehr effektiv sein. Dafür müssen Sie neben der Unkrautpflanze selbst jedoch auch die komplette Wurzel entfernen.

Gleiches gilt für einen biologischen bzw. chemischen Vernichter. Auch dieser sollte nicht nur die Pflanze vernichten, sondern zudem auch die Wurzel. Andernfalls kann das Unkraut schnell wieder sprießen.

Mitunter setzt bei jenen Mitteln, die einen langfristigen Effekt versprechen, die Wirkung erst verzögert nach einigen Tagen ein. Grund hierfür ist, dass der Wirkstoff erst bis in die Wurzel gelangen muss.

Unkrautvernichter getestet: Eine Hand hält die Sprühflasche.

Dieser Unkrautvernichter von PROTECT GARDEN lässt sich mittels einer Sprühflasche einfach und zielgerichtet auftragen.

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2.2. Umweltverträglichkeit: Welche Unkrautvernichter sind erlaubt?

Insbesondere bei chemischen und somit extra-starken Unkrautvernichtern sollten Sie die Umweltverträglichkeit in jedem Fall im Auge behalten.

Der Gebrauch unterliegt gesetzlichen Regelungen. So dürfen chemische Mittel nur in einem gewissen Rahmen und von sachkundigen Personen (z. B. Landwirte oder Gärtner) eingesetzt werden, um eine Belastung des Grundwassers auszuschließen. Setzen Sie derartige Unkrautvernichter also mit Bedacht sowie ausschließlich in Maßen ein. Ohne einen entsprechenden Sachkunde-Nachweis dürfen die Mittel weder erworben noch genutzt werden. Dies betrifft vor allem Herbizide, die im Fachhandel erhältlich sind.

Tipp: Achten Sie bereits beim Erwerb chemischer Unkrautvernichter darauf, dass der Anteil an Schadstoffen möglichst gering ist.

Ein getesteter Unkrautvernichter von Compo liegt auf der Seite auf einem hölzernen Untergrund.

Unkrautvernichter gibt es in unterschiedlichen Größen. Dieses Produkt von COMPO enthält 400 Milliliter.

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2.3. Gesundheit: Wie lange ist ein Unkrautvernichter giftig?

Insbesondere chemische Unkrautvernichter können die Gesundheit belasten. Dies belegten in der Vergangenheit diverse Studien. Besonders Glyphosat-Unkrautvernichter gelten als gesundheitsschädlich und potenziell krebserregend.

Auch auf die Verwendung zugelassener chemischer Unkrautvernichter sollten Sie nach Möglichkeit verzichten. Dies gilt vor allem für Personen, die empfindlich reagieren könnten. Ebenso kommen diese Mittel nicht oder nur bedingt für Haushalte mit Kindern oder Tieren infrage. Hier empfiehlt es sich, auf biologische oder mechanische bzw. elektrische Unkrautvernichter zurückzugreifen.

Entscheiden Sie sich dennoch für einen chemischen Unkrautvernichter, sollten Sie auf eine entsprechende Schutzausrüstung achten. Hierzu gehören beispielsweise Gartenhandschuhe.

Weiterhin sollte die Grünfläche nach der Verwendung des Mittels mehrere Stunden (bis zu 48 Stunden) nicht betreten werden. Grund hierfür ist, dass der Unkrautvernichter zunächst vollständig einziehen sollte.

Die Verwendung auf versiegelten Flächen ist zudem untersagt. Demnach sollten mit einem Unkrautvernichter keine Pflasterfugen, Auffahrten, Terrassen oder Gehwege behandelt werden.

Alternativ können die Wege oder Pflasterfugen mit einem Unkrautvernichter bearbeitet werden, der mechanisch oder elektrisch arbeitet. Pflastersteine können statt mit Unkrautvernichtern mit einem Moosentferner behandelt werden.

Hinweis: Da der Unkrautvernichter über die Pflastersteine bzw. versiegelte Flächen potenziell in das Grundwasser gelangen könnte, ist die Verwendung hier strengstens untersagt. Das Verbot bezieht sich nicht ausschließlich auf Glyphosat-Unkrautvernichter.

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3. Für welche Unkrautvernichter sprechen sich Tests aus?

Die Stiftung Warentest führte bisher keinen Unkrautvernichter-Test durch. Im Rahmen unterschiedlicher Artikel wird das Thema jedoch immer wieder behandelt.

So spricht sich die Stiftung Warentest dafür aus, Moos und Unkraut möglichst mit richtigem Düngen und Bewässern zu bekämpfen. Als umweltverträgliche Alternative gelten Mittel mit Pelargonsäure – diese wirken jedoch nur oberirdisch, sodass die Wurzeln unversehrt bleiben.

Alternativ ist es möglich, den betroffenen Bereich mit einer dunklen Folie abzudecken. Dies kann den Fotosynthese-Vorgang der Unkrautpflanzen unterbrechen, wodurch sie möglicherweise absterben. Allerdings kann dies unter Umständen auch das Wachstum anderer Pflanzen hemmen.

Wer gänzlich auf schädliche Inhaltsstoffe verzichten möchte, ist mit biologischen oder mechanischen Unkrautvernichtern somit laut Tests auf der sicheren Seite. Zwar bedeutet dies meist einen Mehraufwand, jedoch wird der Untergrund so auch geschont.

Der getestete Unkrautvernichter liegt auf einer hellen Fläche.

Mit diesem Unkrautvernichter von PROTECT GARDEN lassen sich Gräser und Löwenzahn bekämpfen.

4. In der Praxis: Wann sollte man den Unkrautvernichter auf den Rasen auftragen?

Die richtige Anwendung von Unkrautvernichtern für den Rasen oder andere Bereiche ist essenziell, um in der Praxis Erfolge zu erzielen. In der Regel drucken die Hersteller die genaue Handhabung auf die Verpackung auf.

Unkrautvernichter im Test: Ein Unkrautvernichter von COMPO liegt auf einem hölzernen Untergrund, zu sehen sind die Gebrauchshinweise.

Bevor Sie den Unkrautvernichter anwenden, sollten Sie die auf der Verpackungsrückseite angegebenen Hinweise beachten.

Grundsätzlich gilt: Möchten Sie Unkrautvernichter auf den Rasen auftragen, sollten Sie diesen einige Tage zuvor nicht mehr mit dem Rasenmäher mähen. Umso mehr Unkrautmasse vorhanden ist, desto effektiver ist der Einsatz des Unkrautvernichters. Auch nachdem Sie den Unkrautvernichter mit einer Sprühflasche aufgesprüht haben, sollten Sie noch einige Tage auf das Mähen verzichten.

Tipp: Ist der Unkrautvernichter flüssig, kann dieser mit einem Drucksprüher verteilt werden. Hierbei handelt es sich um eine spezielle Sprühflasche oder Spritze für Unkrautvernichter sowie weitere Flüssigkeiten wie zum Beispiel Wasser.

Weiterhin wird dazu geraten, während des Auftragens der Flüssigkeit oder des Granulats rückwärtszulaufen. So vermeiden Sie, dass das Mittel wieder abgetragen wird.

Ebenso empfiehlt es sich, den Unkrautvernichter an einem windstillen und trockenen Tag zu verwenden, da der Wind oder der Regen das Mittel wegtragen bzw. wegspülen könnten.

5. Weitere Fragen und Antworten von Kunden, die nach Unkrautvernichter-Tests bzw. -Vergleichen suchen

5.1. Welcher Unkrautvernichter ist der beste?

Abhängig davon, ob es sich um einen wirkstoffbasierenden oder um einen manuell bzw. elektrisch zu bedienenden Unkrautvernichter handelt, variiert die Wirkung. Chemische sowie biologische Mittel kommen für all jene infrage, die keine Zeit dafür aufbringen wollen, Unkraut händisch zu entfernen. Zu den besten Unkrautvernichtern gehören hier jene Produkte mit umweltverträglichen Inhaltsstoffen und einer langfristigen Wirkung.

Hat sich das Unkraut stark ausgebreitet und Sie befürchten nach dem Bekämpfen kahle Stellen auf dem Rasen, kann Rasendünger mit Unkrautvernichter eine Lösung sein. Das Düngemittel reaktiviert den Rasen, indem es ihn mit Nährstoffen versorgt, während das Unkraut vernichtet wird. Ein solcher Rasendünger mit Unkrautvernichter verspricht somit zwei Anwendungsmöglichkeiten in einem Produkt.

Darüber hinaus werden auch Rasendünger mit Unkrautvernichter und Moosvernichter angeboten. Hierbei handelt es sich sogar um 3-in-1-Produkte.

Der Unkrautvernichter im Test liegt mit der Rückseite nach oben auf einer hellen Fläche.

Dieser Unkrautvernichter von PROTECT GARDEN enthält einen Liter sofort gebrauchsfertiger Flüssigkeit.

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5.2. Wie viel kosten Unkrautvernichter?

Hersteller wie Roundup, Compo, Turbogrün, Wolf, Substral und Wegerein bieten eine Reihe an Unkrautvernichtern zu unterschiedlichen Preisen an. Hier kommt es zu preislichen Abweichungen aufgrund der Inhaltsstoffe und Gebindegröße.

Günstige Unkrautvernichter sind bereits für fünf bis zehn Euro erhältlich. Mitunter ist die Wirkung dieser Mittel jedoch gering oder mit viel Arbeit verbunden. Für eine erste Anwendung sowie einen eher geringen Unkrautbefall können Sie allerdings ohne Weiteres auf ein preiswertes Mittel zurückgreifen. Unkrautentferner für größere Flächen starten preislich bei etwa zehn Euro.

Bevorzugen Sie ein besonders hochwertiges Produkt, können Sie diese ab 20 Euro erwerben. Hierzu gehören unter anderem biologische Mittel mit umweltfreundlichen Inhaltsstoffen. Möchten Sie unterschiedliche Unkrautpflanzen bekämpfen, ist der Erwerb diverser Mittel erforderlich.

Elektrische Unkrautvernichter bekommen Sie ab 30 Euro. Nicht selten kosten qualitativ hochwertige Geräte jedoch mehrere hundert Euro.

Außerdem sollten Sie bedenken, dass ebenjene Unkrautvernichter häufig mit Gas betrieben werden. Somit müssen in regelmäßigen Abständen Gaskartuschen für den Gas-Unkrautvernichter erworben werden. Eine Investition in einen solchen Gasbrenner-Unkrautvernichter zahlt sich besonders dann aus, wenn Sie oft größere Grünflächen von Unkraut befreien müssen.

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5.3. Wie lange sind Unkrautvernichter haltbar?

In der Regel können Sie Unkrautvernichter-Konzentrate oder -Granulate mindestens zwei Jahre lang verwenden. Dies setzt eine sachgemäße Lagerung voraus. Infrage kommt ein kühler, trockener sowie dunkler Lagerort, der vor Frost geschützt ist.

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5.4. Wie lässt sich Unkraut vermeiden?

Legen Sie eine Grünfläche neu an, raten Unkrautvernichter-Tests im Internet zum Kauf hochwertiger Rasensamen. Diese tragen zu einem dichten Rasenwuchs bei. Infolgedessen verbleiben nur wenige Lücken, in denen Unkraut keimen kann.

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5.5. Können Fugen statt mit Unkrautvernichter auch mit Essigsäure von Unkraut befreit werden?

Ebenso wenig wie Unkrautvernichter sollten Sie Essig verwenden, um die Fugen von Unkraut zu befreien. Grund hierfür ist, dass das Material der Pflastersteine durch den Unkrautvernichter beschädigt werden kann. Vor allem Natursteine sind hiervon betroffen.

Weiterhin kommt Essigsäure nicht als Unkrautvernichter infrage, da das Mittel ausschließlich der Unkrautpflanze schadet, nicht aber der Wurzel. Die Unkrautbekämpfung wäre somit nur von kurzer Dauer.

Hinweis: Rechtlich gesehen fällt Essig ebenfalls in die Kategorie der Pflanzenschutzmittel. Daher ist die Anwendung auf Wegen gesetzlich verboten.

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