Ratgeberübersicht
  1. Woraus besteht ein Überwachungskamera-Set?
  2. Welche Arten von Videoüberwachung-Sets gibt es?
  3. Worauf ist laut Überwachungskamera-Set-Tests vor dem Kauf zu achten?
  4. Wie erfolgt die Stromversorgung beim Überwachungskamera-Set?
  5. Weitere Fragen und Antworten von Kunden, die nach Überwachungskamera-Set-Tests bzw. -Vergleichen suchen
  • In einem Überwachungskamera-Set sind mehrere Kameras enthalten. Zusätzlich können Inneneinheiten oder „Home Hubs“ für smarte Geräte enthalten sein.
  • Moderne Kameras bieten 2k- bis 4k-Auflösung, sodass auch bei schlechter Beleuchtung oder nachts ein scharfes Bild aufgezeichnet wird.
  • Gespeichert werden die Inhalte entweder lokal oder digital in der Cloud. Ein redundantes System kombiniert beide Varianten.

Überwachungskamera-Set-Test: Eine Überwachungskamera hängt an einer Wand.

Sie wollen Ihr Zuhause, das Firmengelände oder die Ladenfläche überwachen? Während eine Kamera nur einen eingeschränkten Bereich erfasst, können Sie mit einem Überwachungskamera-Set ohne Probleme größere Flächen, verschiedene Eingänge oder auch mehrere Stockwerke im Blick behalten. Dabei lassen sich moderne Geräte problemlos nachrüsten. Wir haben für Sie diverse Überwachungskamera-Set-Tests aus dem Internet geprüft und informieren Sie hier über die gängigen Verbindungstechnologien, über die benötigte Kameraqualität und das Speichermedium.

1. Woraus besteht ein Überwachungskamera-Set?

In einem Überwachungskamera-Set sind in der Regel mehrere Kameras enthalten. Ein 3er-Überwachungskamera-Set besteht beispielsweise aus drei Kameras, ein 4er-Überwachungskamera-Set aus vier Kameras. Zusätzlich können aber auch noch weitere Bestandteile wie ein Rekorder, ein smarter Home Hub oder ein Bildschirm enthalten sein.

Unserer Tabelle entnehmen Sie gängige Bestandteile eines Überwachungskamera-Sets:

Bestandteil

Erklärung

Überwachungskameras
  • filmen in Innen- oder Außenbereichen
  • schaffen das Signal für Livebild und Aufnahme
  • meist zwei bis fünf Stück in gängigen Sets
Überwachungskamera-Set mit Rekorder (DVR / NVR)
  • erfasst und verwaltet die Videodaten der Kameras
  • kann mit Festplatte ausgestattet sein
  • DVR bei analogen Kameras
  • NVR bei IP-Kameras
Überwachungskamera-Set mit Home Hub
  • zentrale Steuer- und Netzwerk-Einheit für smarte Überwachungskamera-Sets
  • verbindet und verwaltet Kameras lokal
  • schafft z. B. ein eigenes LAN für die Kameras
Überwachungskamera-Set mit Monitor
  • überträgt Livebilder und / oder spielt aufgezeichnete Videos ab
  • Monitor im Überwachungskamera-Set kann integriert oder separat angeschlossen werden

2. Welche Arten von Videoüberwachung-Sets gibt es?

Für die Übertragung von Audio- und Videosignal können Sie auf kabelgebundene oder kabellose Überwachungskamera-Sets zurückgreifen. Die eine bessere Variante gibt es dabei nicht, sodass es in erster Linie auf Ihre Anforderungen und die baulichen Gegebenheiten ankommt.

2.1. Welche Vorteile hat ein kabelgebundenes Überwachungskamera-Set?

Ein kabelgebundenes Überwachungskamera-Set mit Monitor gilt als beste Lösung für eine stabile und dauerhaft verfügbare Signalübertragung. Die Verbindung zwischen Kamera und Rekorder oder Home Hub erfolgt physisch, sodass Funkstörungen oder eine schlechte Netzwerkverbindung keine Rolle spielen.

Dabei stehen die folgenden Verbindungsmöglichkeiten zur Verfügung:

  • IP-Kameras mit Ethernet (LAN): Die Kamera sendet die Daten über ein Netzwerkkabel an einen Rekorder oder Switch.
  • PoE-Systeme (Ethernet): Strom und Daten laufen über dasselbe Kabel. Dadurch reduziert sich besonders bei mehreren Kameras der Installationsaufwand.
  • Analoge Kameras mit Koaxialkabel (Coax): Die klassische Technik mit DVR kommt häufig in bestehenden Installationen zum Einsatz, wenn vorhandene Verkabelungen weiter genutzt werden können.
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2.2. Warum eignet sich ein kabelloses Überwachungskamera-Set?

Das WLAN-Überwachungskamera-Set lässt sich im Handumdrehen installieren, da keinerlei Verkabelung verlegt werden muss. Die Kamera verbinden Sie nach der Montage über das lokale WLAN mit dem Rekorder oder dem Home Hub oder der Cloud. Vor allem für private Anwendungen sind die WLAN-Geräte laut Überwachungskamera-Set-Tests gut geeignet.

Ein Funk-Überwachungskamera-Set nutzt hingegen ein eigenes Funksystem, das nur zwischen der Kamera und dem Monitor oder der Basisstation arbeitet. Hierbei ist eine Netzwerkanbindung nicht notwendig. Sie können das Funk-Überwachungskamera-Set daher auch ohne WLAN nutzen. Praktisch ist das beispielsweise für Lagerhallen oder Ferienhäuser.

Überwachungskamera-Set im Test: Eine weiße Überwachungskamera hängt von einer Decke.

Eine Weitwinkel-Überwachungskamera kann bis zu 180 Grad aufnehmen und vermeidet so „blinde“ Stellen.

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3. Worauf ist laut Überwachungskamera-Set-Tests vor dem Kauf zu achten?

Laut Überwachungskamera-Set-Tests aus dem Internet kommt es vor allem auf die Kameraqualität, das Speichermedium und die Möglichkeiten zum Abrufen der Live-Übertragung an. Soll das Überwachungskamera-Set für außen genutzt werden, müssen Sie zudem prüfen, ob das Gerät gegen die Witterung und Nässe geschützt ist.

3.1. Welche Kameraqualität wird für Überwachungskameras empfohlen?

Moderne Überwachungskamera-Sets bieten entweder eine Übertragung mit 2k oder 4k. Beide Varianten liefern tagsüber gestochen scharfe Bilder. Bei schlechter Beleuchtung oder nachts können Geräte mit 4k und gutem Sensor für Nachtsichttechnik eher überzeugen. Entsprechend sind 4k-Überwachungskamera-Sets mit WLAN aber auch teurer in der Anschaffung. Dahingehend sollten Sie sich also vorab überlegen, ob nächtliche Aufnahmen für Sie von großer Bedeutung sind.

Achtung: 4k bedeutet nicht automatisch, dass ein Überwachungskamera-Set auch nachts übertragen kann. Hierfür müssen die Kameras mit einem speziellen Nachtsichtmodus ausgestattet sein, der meist per Infrarot sichergestellt wird.

Überwachungskamera-Set im Test: Eine weiße Überwachungskamera an einer Hauswand.

Prüfen Sie, ob das WLAN-Überwachungskamera-Set den aktuellsten Sicherheitsstandards entspricht und die Datenübertragung per WPA 3 verschlüsselt wird.

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3.2. Was ist die beste Überwachungskamera für außen?

Das beste Überwachungskamera-Set für außen muss der Witterung standhalten und gegen Nässe geschützt sein. Achten Sie hierbei immer auf Geräte mit IP-Schutzklasse, denn ein Überwachungskamera-Set für innen ist nicht automatisch auch draußen geeignet. Viele Geräte sind mit den Schutzklassen IP65 oder IP67 ausgestattet.

Die Unterschiede zwischen den beiden Schutzklassen sind:

  • IP65 ist häufig der Standard für Außenelektronik. Die Schutzklasse garantiert Sicherheit bei Strahlwasser. So kann ein Regenguss zu keinem Kurzschluss führen und die Kamera muss nicht unter Dach montiert werden.
  • IP67 schützt die Kamera vor zeitweisem Untertauchen. Schütten gewiefte Einbrecher mehrere Eimer Wasser gegen das Gerät, nimmt die Kamera dennoch keinen Schaden.
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3.3. Über welches Speichermedium verfügt ein Überwachungskamera-Set?

Sind die Geräte mit einem klassischen Rekorder ausgestattet, ist in diesem meist bereits eine Festplatte integriert. Ein solches Überwachungskamera-Set mit Festplatte hat den Vorteil, dass es eine große Speicherkapazität mit sich bringt. In komprimierter Form können auf der Überwachungskamera-Set-Festplatte mit 1 TB bis zu 50 Stunden an Videomaterial aus dem 4k-Überwachungskamera-Set gespeichert werden. So werden die Aufzeichnungen aus den vergangenen Tagen nicht direkt überschrieben, wenn Sie beispielsweise einen Einbruch nicht mitbekommen. Alternativ können die Aufzeichnungen auf einer SD-Karte gespeichert werden, die meist aber weniger Speicherplatz bietet. Dafür können Sie die SD-Karte schnell mit dem PC verbinden und die Aufnahmen dort sichern.

Hinweis: Moderne Geräte bieten auch immer häufiger die Möglichkeit, Daten direkt in einer Cloud zu speichern. Das hat den Vorteil, dass kein physischer Datenträger entwendet werden kann. Vor allem in öffentlichen Gebäuden muss hier aber ganz besonders auf die DSGVO geachtet werden. Zudem fallen für die Cloud-Speicherung in der Regel laufende Kosten an.

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3.4. Kann man eine Überwachungskamera mit dem Handy verbinden?

Abhängig von der Technik können Sie die Überwachungskamera mit dem Smartphone verbinden. Dafür braucht es entweder IP-Kameras mit WLAN/LAN oder eine Verbindung über das Heimnetzwerk. Über die App des Herstellers lässt sich das Smartphone dann mit der Kamera synchronisieren. Über die App können Sie dann Bild und/oder Ton abrufen und die Kamera steuern.

Wie kann ich meine Live-Überwachungskameras ansehen? Die Livebilder der Überwachungskamera werden je nach System auf einen Bildschirm übertragen, können per Smartphone angesehen oder in einem Browser geöffnet werden.

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4. Wie erfolgt die Stromversorgung beim Überwachungskamera-Set?

Moderne Überwachungskamera-Sets zum Nachrüsten sind nur noch selten mit einem Netzkabel ausgestattet. Das hat den Vorteil, dass Sie sich keine großen Gedanken um einen Stromanschluss in der Nähe machen müssen. Vor allem im Außenbereich erweisen sich die Anschlussmöglichkeiten häufig als gering. Bei Profi-Überwachungskamera-Sets wird aber meist weiterhin auf die direkte Stromversorgung per Netzanschluss gesetzt, um eine möglichst hohe Ausfallsicherheit zu gewährleisten.

Viele Geräte für draußen können Sie alternativ über einen Akku mit Strom versorgen. Als besonders praktisch erweist sich hier ein Anschluss an ein Solarpanel. Meist wird hier ein Solarpanel pro Kamera empfohlen, damit die Stromversorgung auch an trüben Wintertagen mit langen Nächten gewährleistet ist. Dafür braucht es aber einen möglichst sonnigen Standort im Außenbereich.

Da die Kabellänge begrenzt ist, eignet sich ein Solar-Überwachungskamera-Set nur bedingt für die Nutzung in größeren Gebäuden. Dann greifen Sie laut Überwachungskamera-Set-Tests am besten auf ein PoE-fähiges Gerät zurück. PoE bedeutet Power over Ethernet. Zu Deutsch: Die Stromversorgung ist direkt über das Ethernet-Kabel möglich, mit dem die Kamera an das lokale Netzwerk angeschlossen wird.

Überwachungskamera-Set im Test: Eine Überwachungskamera ist an einer Wand montiert.

Mit einem Überwachungskamera-Set dürfen Sie nur das eigene Grundstück filmen. Zudem besteht eine Hinweispflicht!

5. Weitere Fragen und Antworten von Kunden, die nach Überwachungskamera-Set-Tests bzw. -Vergleichen suchen

5.1. Welche Überwachungskamera empfiehlt die Polizei?

Von der Polizei wird für private Wohnhäuser ein Überwachungskamera-Set der DIN EN 50131-1 Grad 2 empfohlen. Im Kontext von Sicherheitssystemen handelt es sich dabei um Geräte mit „mittlerer Sicherheitsstufe für Einbruchmeldeanlagen“. Bedeutet in der Praxis: Das Gehäuse bietet Schutz vor einfachen Werkzeugen wie einem Schraubendreher.

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5.2. Welche WLAN-Überwachungskamera ist die beste?

Die beste WLAN-Überwachungskamera bietet eine 4k-Auflösung, ist mit Nachtsicht ausgestattet und weist einen präzisen Bewegungsmelder auf. Laut Überwachungskamera-Set-Tests erfüllen diese Anforderungen zahlreiche Modelle der folgenden Marken:

  • Reolink
  • Abus
  • Bosch
  • Jennov
  • Annke
  • Ring
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5.3. Was kostet ein Überwachungskamera-Set?

Aufgrund der verschiedensten Technologien und der Unterschiede beim Umfang eines Überwachungskamera-Sets gibt es große Preisunterschiede. Sets mit zwei Kameras sind bereits für 100 bis 150 Euro erhältlich, umfangreiche Sets mit fünf oder mehr Kameras können aber auch schnell 500 Euro oder mehr kosten.

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5.4. Welche Zusatzfunktionen kann eine Überwachungskamera im Set bieten?

Videoüberwachung-Sets können zusätzlich mit einigen praktischen Funktionen wie einer Sprechfunktion oder einem Bewegungsmelder ausgestattet sein. Auf diese Weise können Sie beispielsweise mit einem Postboten kommunizieren, wenn Sie keine Video-Türsprechanlage besitzen. Ein Bewegungsmelder bietet den Vorteil, dass die Kamera so lange im Standby-Modus bleibt, bis eine Bewegung registriert wird.

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5.5. Ist das Ring Überwachungskamera-Set empfehlenswert?

Ring ist eine bekannte Marke für Sicherheitssysteme, hinter der mittlerweile Amazon steckt. Einige Ring Überwachungskamera-Sets überzeugen mit speziellen KI-Funktionen wie einer fortgeschrittenen Erkennung von Bewegungen und Gesichtern. Sie könnten das Gerät für private Zwecke über die manuelle Option „Familiar Faces“ aktivieren und zuvor gespeicherte Gesichter wiedererkennen und unterscheiden, ob Fremde oder Familienmitglieder vor der Tür stehen.

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Im Video vorgestellt: Überwachungskamera-Set

In diesem YouTube-Video finden Sie als illustratives Beispiel einen Überwachungskamera-Set-Test aus dem Jahr 2021. Entdecken Sie verschiedene Videoüberwachungssysteme, deren Funktion und Bedienbarkeit.