- Trockenrasen ist die Bezeichnung von Rasensorten, die kaum Wasser benötigen.
- Er wird auch im Mix mit Wildblumen angeboten.
- Trockenrasen eignet sich auch als Rasen-Nachsaat.

Auch wenn man es nicht überall und zu jeder Zeit sieht: Deutschland hat ein Problem mit zu trockenen Böden. Das hat nicht nur Folgen für den Grundwasserspiegel, sondern auch für den Rasen. Er wird schneller gelb und seine Halme werden kraftloser. Wenn Sie also demnächst Ihren Garten neu planen, sollten Sie sich nach einer Alternative umsehen: Trockenrasen für Ihren Garten könnte eine solche sein. In unserer aktuellen Kaufberatung 2025 erklären wir von welt. de Ihnen, was die Vorteile von Trockenrasen für den Garten sind, werfen einen Blick auf Tests von Trockenrasen, schauen nach Erfahrungen mit Trockenrasen und sagen Ihnen, wie Ihr Garten damit eine Wohlfühloase wird.
1. Was ist Trockenrasen?
Trockenrasen trägt auch den Namen Magerrasen und dieser Begriff bringt es auch auf den Punkt: Das ist ein Rasen, der nur „magere Kost“ im Sinne von Wasser und Dünger benötigt, um saftig-grün zu bleiben. Trockenrasen-Samen wird heute von einigen Herstellern angeboten, darunter Kiepenkerl, Substral oder Wolf. Darüber hinaus können Sie Trockenrasen anderer Marken ebenfalls bekommen. Allerdings gibt es auch beim Thema Trockenrasen Unterschiede, wie diese Tabelle von welt.de zeigt:
| Trockenrasen-Typ | Merkmale |
|---|---|
| Trockenrasen für kalkhaltige Böden |
|
| Trockenrasen für sandhaltige Böden |
|
Zusammengefasst ist ein Trockenrasen also eine Mischung aus Grassamen, die abgestimmt ist auf die jeweiligen Bodenverhältnisse. Die hervorstechendsten Eigenschaften von Trockenrasen sind seine Strapazierfähigkeit und Genügsamkeit. Das ist der größte Unterschied zu dem Zierrasen, der in den meisten Gärten gepflanzt ist. Ein weiterer Unterschied: Trockenrasen ist deutlich weniger pflegeintensiv.
Wenn Sie unsicher sind, welchen Trockenrasen-Samen Sie benötigen, reicht oftmals bereits eine Fühlprobe. Dafür nehmen Sie etwas von Ihrer Gartenerde in die Hand und zerreiben diese. Fühlt sich das Ergebnis krümelig an, hat Ihr Garten einen relativ hohen Sandanteil. Das gilt auch für die nächsten Schritte der Fühlprobe: Dafür rollen Sie die Erde zunächst zu einer Kugel und diese wiederum zu einer Wurst. Je schneller diese auseinanderbricht, umso höher ist wiederum der Sandanteil. Klebt der Boden aber gut zusammen, haben Sie einen Garten mit hohem Lehm- und Tonanteil. Wenn Sie sich Erfahrungen zu Trockenrasen durchlesen, werden Sie feststellen, dass sich Magerrasen für solche Böden eher eignet. Haben Sie stattdessen mehr sandigen Boden, benötigt der Rasen mehr Pflege, Sie müssen also Ihren Trockenrasen im Zweifelsfall auch wenige Male mit Rasendünger behandeln.
Nachdem Sie anhand Ihrer Bodenbeschaffenheit das Trockenrasen-Saatgut ausgesucht haben, sollten Sie einige Dinge beachten.

Trockenrasen, wie ihn WOLF GARTEN im Sortiment hat, eignet sich für die Neu- und Nachsaat von anspruchslosen und pflegeleichten Rasenflächen.
2. Was ist bei der richtigen Vorbereitung auf Trockenrasen zu beachten?
Die folgenden Arbeitsschritte beziehen sich auf die Neuansaat von Trockenrasen. Zwar ist Magerrasen generell recht unempfindlich, damit Sie aber lange Freude an Ihrem neuen Trockenrasen haben, gilt es vorher einige Dinge zu erledigen.
Zunächst entfernen Sie den alten Rasen, falls vorhanden, und lockern den Boden auf. Auch Äste und Sträucher sollten so zurückgeschnitten werden, dass der Trockenrasen sonnig und trocken keimen kann.
Wenn Sie es ganz genau mit Ihrem neuen Rasen machen wollen, sollten Sie vor der Aussaat dem Boden eine Phase gönnen, in der Sie dort Kartoffeln pflanzen. Diese entziehen dem Boden nämlich Nährstoffe und die Rasensamen mögen es sonnig und trocken, aber nährstoffarm.
Wenn Sie einen kalkreichen, aber sandarmen Boden haben, ist es überdies sinnvoll, vor dem Ausbringen der Rasensaat Sand unterzumischen. Ob genug Sand untergemischt wurde, erkennen Sie an der Farbe des Bodens. Diese sollte möglichst hell sein. Dann haben Sie die richtige Rasenerde für Ihren Trockenrasen.
Wenn Sie bei der Bodenbearbeitung auf Regenwürmer treffen, sollten Sie diese keinesfalls entfernen, denn sie leisten wertvolle Arbeit bei der Auflockerung des Erdreichs. Stattdessen setzen Sie sie einfach auf einen anderen Platz und siedeln sie wieder um, wenn Sie das entsprechende Bodenstück bearbeitet haben.
3. Welche Sorte Trockenrasen ist für Ihre Bedürfnisse geeignet?
Auch wenn der Begriff Trockenrasen allgemein für Saatgut gebraucht wird, das unter kargen Bedingungen wächst, gibt es auch hier unterschiedliche Sorten. Wir bei welt.de haben in dieser Tabelle einige davon zusammengefasst:
| Sorte | Zusammensetzung |
|---|---|
| Plantura Trockenrasen |
|
| Compo Saat Trockenrasen |
|
| Novagreen Schattenrasen |
|

Trockenrasen ist sehr robust und daher auch gut geeignet, wenn Haustiere den Garten nutzen.
Bei einem genauen Blick auf die Tabelle werden Sie feststellen, dass vor allem zwei Grassorten häufig vertreten sind: Weidelgras und Wiesenrispe. Dafür gibt es auch gute Gründe: So hat Weidelgras im Trockenrasen eine Keimdauer von nur 7 bis 15 Tagen. Diese Keimdauer von Trockenrasen ist relativ kurz. Dazu kommt, dass Weidelgras schnell Wurzel-Ausläufer produziert, die für eine widerstandsfähige Grasnarbe sorgen.
Wiesenrispe dagegen hat eine wesentlich längere Keimdauer. Dafür bildet sie aber sehr lange Ausläufer, die sich weit verwurzeln. Zusammen in einer Trockenrasen-Mischung sorgen diese beiden Gräser also für eine stabile Narbe, der weder Hitze noch Trockenheit etwas anhaben kann. Auch im Schatten wächst dieser Trockenrasen. Wenn Sie Trockenrasen im Vergleich betrachten, fällt daher auch auf, dass die meisten Sorten eben diese Gräser enthalten.
Das Aussehen des Trockenrasens unterscheidet sich allerdings deutlich von dem des „englischen Rasens“, der in vielen Gärten dominiert. Demnach gibt es auch Nachteile bei Trockenrasen. Die wesentlichen Pro- und Contra-Argumente haben wir bei welt.de für Sie hier aufgelistet:
- Vorteile
- Trockenrasen benötigt nur wenig Pflege
- er wird nicht so schnell braun
- er ist sehr robust und somit auch für Gärten mit Kindern oder Hunden geeignet
- Nachteile
- durch die verschiedenen Grassorten keimt der Rasen ungleichmäßig
- Das Aussehen des Trockenrasens ist anders, weil die Grasnarbe weniger dicht ist
- die Kosten für eine Neuansaat sind relativ hoch
Angesichts der Tatsache allerdings, dass so ziemlich alle Klimaprognosen davon ausgehen, dass auch hier in Deutschland die Sommer trockener und heißer werden, sind die Nachteile von Trockenrasen im Garten wohl eher zu vernachlässigen.
4. Welchen Trockenrasen können Sie kaufen?
Beim Kauf von Trockenrasen haben Sie heute zwei Möglichkeiten: Sie können zum Beispiel Trockenrasen-Saatgut kaufen. Dabei gibt es ihn in Packungen von 2 Kilo, Sie können Trockenrasen auch in 10 kg erstehen. Das klingt nicht sonderlich viel, dabei sind 10 kg Trockenrasen schon eine ziemliche Menge, wenn Sie die Rasensaat-Menge pro Quadratmeter bedenken. Bei hochwertigem Trockenrasen benötigen Sie nämlich durchschnittlich nur 20-25 g/m2.
Wenn Sie jedoch Trockenrasen nicht als Saatgut kaufen möchten, steht Ihnen auch die Option offen, Trockenrasen als Rollrasen zu wählen.
Wann ist Trockenrasen als Rollrasen sinnvoll?
Trockenrasen als Rollrasen ist dann eine gute Option, wenn es schnell gehen soll. Denn im Gegensatz zu Saatgut, bei dem Sie den Trockenrasen pflanzen müssen, wird der Rollrasen nach dem Verlegen lediglich angewalzt und kann dann sofort betreten werden.
Welche Art von Trockenrasen Sie also haben möchten, hängt davon ab, wie schnell Sie Ihren Garten (wieder) nutzen möchten. Allerdings ist die Entscheidung für einen neuen Rasen bisweilen ja auch Sache vom Preis. Wenn Sie günstigen Trockenrasen suchen, werden Sie bei Saatgut eher fündig, Rollrasen ist generell teurer.
5. Wie aufwendig ist die Pflege von Trockenrasen?
Prinzipiell geht mit Trockenrasen einfache Pflege einher – um genau zu sein, sollte man ihn gar nicht besonders pflegen. Das gilt vor allem dann, wenn Sie Trockenrasen mit Blumen kaufen, der oft angeboten wird. Wenn Sie diesen Trockenrasen beispielsweise düngen, wachsen die Gräser schneller als die Wildblumen und erdrücken diese. Auch der Mähroboter kann bei Trockenrasen häufig in der Garage bleiben – zumindest dann, wenn dieser naturnah bleiben soll. Dann wird er nämlich nur wenige Male im Jahr gemäht. Alternativ haben Sie jedoch auch die Möglichkeit, Trockenrasen aus der Kategorie „geeignet für den Mähroboter“ zu erstehen. Beim Standort ist dieser Rasen ebenso anspruchslos. Trockenrasen mag es sonnig-trocken ebenso wie schattig.
6. Was sagen Tests zu Trockenrasen?

Bei Trockenrasen haben Sie die Wahl zwischen Saatgut und Rollrasen.
Bevor Sie Trockenrasen kaufen, ist es sinnvoll, sich über Tests zum Thema zu informieren. Zwar gibt es keinen speziellen Test der Stiftung Warentest und daher auch keinen Testsieger zu Trockenrasen, allerdings gab es bereits einen generellen Test zum Thema Rasensamen, in dem auch Saatgut für Trockenrasen mit gut bewertet wurde. Ansonsten finden Sie Tests zu Trockenrasen in vielen Gartenblogs. Wenn Sie diese Tests zu Trockenrasen lesen, können Sie den besten Trockenrasen für Ihre Bedürfnisse finden.
7. Weitere Antworten und Fragen von Kunden, die nach Trockenrasen-Tests bzw. -Vergleichen suchen
7.1. Wie erziele ich ein schönes Endergebnis bei Trockenrasen?
Vor allem dadurch, dass Sie dem Trockenrasen Zeit geben. Im Gegensatz zum Zierrasen nämlich, der relativ schnell wächst, dauert das beim Trockenrasen länger. Dafür werden Sie aber auch mit einem natürlichen Biotop belohnt, das Schmetterlinge und andere Insekten zur Futtersuche nutzen können. Mit einem Rasen-Dünger sollten Sie Trockenrasen übrigens nur im Notfall behandeln.
» Mehr Informationen7.2. Wie oft muss man Trockenrasen wässern?
Wenn der Rasen fertig ist, sollte man ihn so wenig wie möglich wässern, denn eine der Eigenschaften von Trockenrasen ist es ja, dass er so gut wie kein Wasser benötigt. Hier sollten Sie sich also auf Ihr Gefühl verlassen. Anders sieht es aus, wenn der Trockenrasen frisch angesät ist. Rasensaat keimt nach 10 bis 24 Tagen und die Rasensamen dürfen nicht zu trocken werden. Daher sollten Sie dann den Rasen täglich wässern.
» Mehr Informationen7.3. Wann kann man einen Trockenrasen anlegen?
Am besten sind für die Aussaat von Trockenrasen das Frühjahr oder der Herbst geeignet. Nachts sollten die Temperaturen allerdings nicht unter 12 °C fallen, damit die Saat gut aufgehen kann.
» Mehr InformationenNicht nur Kälte unterbricht die Keimung der Rasensaat, sondern auch zu große Hitze. Auch wenn der fertige Trockenrasen sonnig und trocken gut gedeiht, ist zu viel Sonne für die Keimlinge schädlich. Deshalb sollte man Trockenrasen nie im Hochsommer aussäen.
7.4. Wie schützt man den Rasensamen vor Vögeln?

Künstliche Eulen eignen sich gut als Vogelscheuchen, um die empfindliche Rasensaat zu schützen
Spatzen, Ammern oder Finken haben es besonders auf frisch eingesäten Rasen abgesehen. Um sie wirkungsvoll fernzuhalten, können Sie beispielsweise eine Vogelscheuche aufstellen. Als besonders geeignet hat sich dabei eine Nachbildung großer Vögel wie Eulen erwiesen. Alternativ können Sie auch mehrere Futterstellen mit Vogelfutter abseits des Rasens platzieren.
» Mehr Informationen7.5. Für wen eignet sich ein Trockenrasen besonders?
Da Trockenrasen eine einfache Anwendung mit sich bringt, ist er für Gartenbesitzer gut geeignet, die sich über die Pflege ihres Rasens nicht so viele Gedanken machen möchten. Auch wenn Sie einen nährstoffarmen Boden im Garten haben, ist Trockenrasen eine gute Option. Davon abgesehen ist ein Trockenrasen für alle ideal, die ihren Garten möglichst naturnah gestalten möchten.
» Mehr InformationenIm Video vorgestellt: Trockenrasen
In diesem Youtube-Video wird der Zuschauer in die faszinierende Welt der Trockenrasen eingeführt. Der Videomacher erklärt detailreich, was einen Trockenrasen auszeichnet und welche Pflanzen und Tiere in diesem speziellen Ökosystem vorkommen. Mit atemberaubenden Nahaufnahmen und beeindruckenden Landschaftsaufnahmen vermittelt das Video ein eindringliches Bild von der Schönheit und Vielfalt der Trockenrasen.
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