Tischbohrmaschinen gibt es in den verschiedensten Ausführungen und Spezifikationen. So sind einige mehr auf Präzision ausgelegt, während andere viel Leistung bringen und somit auch harte Werkstücke durchdringen.
Leistung: Drehzahl oder Watt
Die Leistung von Tischbohrmaschinen geben Hersteller üblicherweise in Watt an. Dadurch lassen sich die einzelnen Geräte gut miteinander vergleichen. Die Leistung beeinflusst einerseits die maximale Drehzahl des Bohrkopfes, andererseits bestimmt Sie auch, mit wie viel Kraft der Bohrer Materialien durchdringen kann. Je mehr Leistung die Bohrmaschine hat, desto härtere Materialien können Sie damit bearbeiten. Wer viel mit Hartholz oder anderen widerstandsfähigen Werkstücken arbeitet, sollte auf jeden Fall eine Leistung von mehr als 500 W wählen.
Drehzahl: Drehzahlregulierung zur besseren Bearbeitung
Die Drehzahl hängt vor allem von der Motorleistung ab, aber nicht immer gilt hier je stärker desto besser. Gerade bei harten Materialien ist es für den Bohrkopf und die Genauigkeit des Lochs oft besser, wenn Sie mit einer geringeren Drehzahl und damit langsamer bohren. Eine Tischbohrmaschine sollte daher in jedem Fall über eine Drehzahlregulierung verfügen. Mit dieser passen Sie die Leistung an unterschiedliche Werkstücke an.
Die Verstellung erfolgt entweder über verschiedene Stufen oder einen stufenlosen Regler. Die maximale Drehzahl sollte hier bei mindestens 2.500 Umdrehungen pro Minute liegen.
Bohrtiefe: Bis zu 50 mm
Unter Bohrhub versteht man bei Tischbohrmaschinen, wie tief diese bohren können. Wenn Sie sehr dicke Werkstücke mit Löchern versehen möchten, benötigen Sie einen tieferen Bohrhub. Einsteigermodelle bohren meist bis zu 50 mm tief, Maschinen für Profis hingegen bis zu 90 mm.
Bohrfutter: Schnellspannfutter oder Zahnkranzfutter
Das sogenannte Bohrfutter unterscheidet sich zwischen den verschiedenen Modellen. Viele moderne Geräte nutzen ein Schnellspannfutter, das einfach zu bedienen ist. Ist ein Zahnkranzfutter verbaut, benötigen Sie jedes Mal einen Imbusschlüssel, um den Bohrer zu wechseln. Achten Sie außerdem auf die minimale und maximale Bohrkopfgröße. Es gibt zwar spezielles Zubehör, um das Bohrfutter anzupassen, das ist in der Regel jedoch recht aufwendig.
Bohrzwischentisch: Höhenverstellbar und Neigung erleichtern die Arbeit
Die Halterung für das Werkstück, an dem Sie arbeiten, verfügt im Idealfall über Schraubklemmen zum Befestigen des Materials. Je nach Ausführung ist der Bohrtisch auch höhenverstellbar und kann nach vorne oder hinten geneigt werden. Das macht es Ihnen leichter, die Bohrungen präzise zu setzen, auch wenn es sich um kompliziertere Anordnungen handelt.