Bevor Sie den Tiefengrund für Ihre Wand kaufen, sollten Sie sich mit den Eigenschaften dieser Produkte auseinandersetzen. Vor allem dann, wenn Sie noch nie mit Tiefgrund gearbeitet haben, ist es wichtig, dessen Besonderheiten zu kennen.
Basis
Normalerweise besteht Tiefengrund aus einer Basis wie Acryl oder Alkydharz. Diese Zutaten helfen dabei, stark saugende Untergründe wie etwa Gips oder Zementputz zu verfestigen. Dafür dringt der Tiefengrund in die Poren der Wand ein, reduziert deren Saugverhalten und sorgt so dafür, dass Sie beim späteren Anstrich weniger Farbe benötigen.
Abhängig von der Basis des Haftgrunds ist auch die sogenannte Diffusionsoffenheit für Dampf. Dies bedeutet, dass Feuchtigkeit wie Wasserdampf sich nicht hinter der Farbschicht ansammelt, sondern dank Tiefgrund evaporieren kann. Darüber hinaus profitieren Sie davon, dass keine Flecken und Verfärbungen durch die Oberfläche schlagen.
Lösemittel
Lösungsmittel sorgen dafür, dass der Tiefgrund flüssig bleibt. Jedoch haben sie oft einen unangenehmen, stechenden Geruch. Vermeiden Sie daher Produkte mit starken Lösemitteln oder verwenden Sie diese nur im Außenbereich.
Klassische Lösemittel sind Aromaten, Alkane, Alkene, Alkohole, Ester, Ether, Ketone und chlororganische Verbindungen. Für den Innenbereich eignen sich weniger starke Lösemittel, um Kopfschmerzen und andere gesundheitliche Beschwerden zu vermeiden. Viele Produkte kommen inzwischen mit dem Hinweis, dass sie sich gut für den Innenbereich eignen, daher.
Gehalt an Schadstoffen
Am besten sind die Tiefengründe, die mit DIN EN ISO 11890-2 zertifiziert sind. Diese Norm verlangt die Einhaltung strenger Vorgaben zu Lösemitteln und Inhaltsstoffen, die in Haushaltsfarben und ähnlichen Produkten nicht enthalten sein dürfen. So soll gewährleistet werden, dass die Gesundheit nicht beeinträchtigt wird.
Denken Sie trotzdem daran, die gestrichenen Räume während der Trockenzeit zu meiden. Denn selbst Tiefengrund, der schadstoff- und geruchsarm ist, ist nicht vollständig emissionsfrei. Vermeiden Sie es daher, den getrockneten Tiefgrund einzuatmen – insbesondere für Babys und Menschen mit Atemwegserkrankungen ist das sehr wichtig.
Geruch
Zu guter Letzt sollten Sie auch auf den Geruch des Tiefgrunds achten. Bei enthaltenen Lösemitteln ist dieser besonders unangenehm. Die modernen Produkte sollten jedoch nur dezent riechen. Meist ist sogar der Geruch der Farbe, mit der Sie die Wand dann in einer zweiten Schicht streichen, stärker.
Bedenken Sie, dass Sie trotzdem aus Sicherheitsgründen Tiefgrund mit Atemmaske anwenden sollten. So sind Sie nicht nur vor dem unangenehmen Geruch, sondern vor allem auch vor Schadstoffen geschützt. Vermeiden Sie es zudem, Ihr Gesicht zu nah an die Farbe zu bringen.
Ein Tiefengrund-Farbe-Gemisch erzielen keine guten Ergebnisse
Sehen Sie bitte davon ab, den Tiefgrund mit Farbe zu vermischen. Zwar möchten viele Menschen so Zeit sparen, aber optisch erhalten Sie damit kein gutes Ergebnis. Zudem blockieren Sie so die Fähigkeiten des Haftgrundes. Warten Sie daher, bis der Tiefgrund gründlich getrocknet ist. Die empfohlene Trockenzeit steht auf der Packung. Erst dann ist die Farbe an der Reihe.

Auf der Rückseite der Flasche befinden sich wichtige Anweisungen und Daten. Damit können Sie jederzeit noch mal nachlesen, wie die Zusammensetzung sein soll oder für welche Untergründe der Tiefengrund geeignet ist.