Ratgeberübersicht
  1. Wie erkenne ich gute Tauchcomputer?
  2. Was für unterschiedliche Tauchcomputer gibt es?
  3. Welche Tauchcomputer passt zu mir?
  4. Welche Tauchcomputer sind laut Tests am besten?
  5. Was kosten Tauchcomputer?
  6. Wie lautet das Fazit für Tauchcomputer?

Die Verwendung eines Tauchcomputers erhöht die Sicherheit beim Tauchgang erheblich. Deshalb sollte er immer dabei sein. Präzision, Nutzerfreundlichkeit und Verlässlichkeit gehören zu den wesentlichen Auswahlkriterien beim Kauf. Durch die technischen Weiterentwicklungen kommen immer neue Modelle mit erweiterten Funktionen auf den Markt. Die Tauchinstrumente lassen sich, je nach Einsatzzweck, in drei Hauptkategorien einteilen: Für Einsteiger und Gelegenheitstaucher, für fortgeschrittene Sporttaucher sowie für technisches Tauchen.

Wie erkenne ich gute Tauchcomputer?

Um im vielfältigen und umfangreichen Angebot an Tauchcomputern ein passendes Modell zu finden, können Sie sich an den folgenden Kriterien orientieren.

Nutzerfreundlichkeit: Auch Unterwasser lesbar

Einfache Bedienung, intuitive Menüführung sowie gute Ablesbarkeit zeichnen ein benutzerfreundliches Gerät aus. Sie müssen es unter Wasser unter Umständen auch mit Handschuhen einfach bedienen können. Persönliche Einstellungen oder die Datenübertragung nach dem Tauchgang sind im Idealfall mit wenigen Handgriffen zu bewerkstelligen. Zur Nutzerfreundlichkeit gehören zudem eine lange Batterielaufzeit sowie die Option, die Batterie selbst austauschen zu können. Ein beleuchtetes, übersichtliches Display erleichtert die Erkennbarkeit der Daten in trübem Wasser.

Größe und Form: Größer als eine normale Armbanduhr

Die Displaygröße spielt insbesondere bei Modellen mit zahlreichen Funktionen eine Rolle. Größere Displays erlauben eine übersichtliche Anordnung der Daten und größere Ziffern. Sie sollten jedoch nicht so bemessen sein, dass sie beim Tauchen behindern oder durch ihren Wasserwiderstand stören. Viele Tauchcomputer haben das Format einer größeren Armbanduhr.

Technische Funktionen: Tauchtiefe, Tauchdauer oder Restnullzeit

Bestimmte grundlegende Funktionen sind bei allen Tauchcomputern zu finden. Aus Sicherheitsgründen erhalten Sie immer alle Informationen, die Sie benötigen, um gesundheitliche Gefährdungen durch Luftnot oder zu schnelles Auftauchen zu vermeiden. Hierzu zählen: Aktuelle Zeit, Dauer des Tauchgangs, Tauchtiefe, Restnullzeit, Vorgabe für Dekompressionsstopps und den Sicherheitsstopp sowie akustische Aufstiegswarnung.

Weitere sicherheitsrelevante Funktionen sind beispielsweise die Anzeige der maximalen Tauchtiefe im Nitrox-Modus, Berechnung der Restsättigung mit Stickstoff bei Wiederholungstauchgängen oder die Anzeige des Zeitraums, bis Sie nach dem Tauchgang wieder fliegen dürfen. Fortgeschrittene Modelle können eine Vielzahl weiterer Funktionen aufweisen, beispielsweise Tauchkompass, Logbuch, unterschiedliche Tauchprofile, Tauchgang-History oder USB-Interface für Handy und Computer.

Tauchmodi: Normal oder mit Nitrox

Die meisten Tauchcomputer lassen sich für unterschiedliche Arten des Tauchens einsetzen. Viele bieten Modi für das Tauchen mit normaler Druckluft oder mit Nitrox an. Verfügt das Gerät über einen Messmodus, können Sie es als Bottom Timer verwenden, der lediglich Zeit und Tiefe misst. Ein Freitauchmodus ist auf die speziellen Anforderungen des Apnoetauchens ohne Druckluftflasche abgestimmt.

Luftintegration: Angabe der Restluft

Tauchcomputer gibt es mit oder ohne Luftintegration. Luftintegrierte Modelle übernehmen die Arbeit des Finimeters und überprüfen kontinuierlich den Druck der Druckluftflasche. Die Verbindung erfolgt direkt über einen Schlauch oder über einen Flaschendrucksender. Durch die Messung der aktuellen Tauchdaten können diese Tauchinstrumente sehr genau berechnen, wie lange der Vorrat in der Flasche noch reicht. Ein zusätzliches Finimeter sollten Sie immer mitnehmen, um bei technischen Problemen mit Sender oder Computer die Druckluftflasche überprüfen zu können.

Was für unterschiedliche Tauchcomputer gibt es?

Ein sorgfältiger Vergleich der Produkteigenschaften von Tauchcomputern erlaubt es Ihnen, Modelle zu finden, die in Bezug auf Preis und Ausstattung zu Ihren Vorstellungen passen.

Einsteigermodelle

Für Taucher mit wenig Erfahrung und für solche, die nicht sehr oft tauchen, sind Einsteigermodelle zu empfehlen. Sie verfügen über die wichtigsten Funktionen und sind meist unkompliziert in der Bedienung.

    Vorteile
  • Einfach zu bedienen
  • Übersichtliches, leicht verständliches Display
  • Kleiner und handlicher als technisch anspruchsvolle Modelle
  • Günstig
    Nachteile
  • Preiswertere Materialien können schneller verschleißen
  • Vergleichsweise geringe Tauchtiefe
  • Wenig Individualisierungsmöglichkeiten

Modelle für fortgeschrittene Taucher

Für erfahrene Sporttaucher, die regelmäßig Tauchgänge unternehmen, empfehlen sich Tauchinstrumente mit einer besseren Ausstattung und einer größeren Auswahl an Funktionen.

    Vorteile
  • Nützliche Zusatzfunktionen
  • Mehrere Tauchmodi
  • Oft gute Individualisierungsmöglichkeiten
  • Nützliches Zubehör wie Displayschutz, USB-Kabel oder Tauchcomputer-Ersatzarmband
    Nachteile
  • Komplizierte Bedienung bei größerer Funktionsvielfalt
  • Einige Modelle nutzen sehr konservative Berechnungsalgorithmen
  • Produktvergleiche sind durch die unterschiedlichen Ausstattungsmerkmale zeitaufwendig

High-End-Tauchcomputer

High-End-Geräte eignen sich vor allem für das technische Tauchen. Sie müssen mit den Anforderungen größerer Tauchtiefe zurechtkommen und besonders zuverlässig arbeiten. Bei diesen Modellen dürfen Sie mit hoher Qualität in Bezug auf Hardware, Software und Funktionsangebot rechnen.

    Vorteile
  • Für schwierige und anspruchsvolle Tauchgänge geeignet
  • Gute Lebensdauer der Batterie und umfangreiche Speicherkapazitäten
  • Sehr gute Optionen für das Planen und Auswerten von ausgedehnten Tauchtouren
    Nachteile
  • Große, möglicherweise hinderliche Displays
  • Erheblicher Zeitaufwand für die Einarbeitung
  • Hohes Preisniveau

Welche Tauchcomputer passt zu mir?

Tauchgewohnheiten, persönliche Vorlieben und Taucherfahrung sind wesentliche Faktoren, die bestimmen, welches Tauchinstrument am besten zu Ihnen passt. Die folgenden Informationen geben Ihnen einen Überblick, welche Modelle sich für welchen Tauchertyp eignen. Wichtig ist, dass Sie beim Tauchen einen Neoprenanzug tragen, der Ihre Bewegungsfreiheit nicht einschränkt und Sie Ihren Tauchcomputer ohne Probleme bedienen können.

Einsteigermodelle: Für Anfänger und Gelegenheitstaucher

Die Anschaffung eines Tauchcomputers lohnt sich bereits für Tauchanfänger. Mit Ihrem eigenen Gerät können Sie sich in aller Ruhe vertraut machen. Zuverlässige Einsteigermodelle bieten alle wichtigen Funktionen zu einem fairen Preis-Leistungs-Verhältnis.

Wenn Sie Freizeittaucher sind und nur einige Male im Jahr auf Tauchgang gehen, ist ein gutes Einsteigermodell ebenfalls für Sie geeignet. Seine Übersichtlichkeit und Nutzerfreundlichkeit erlauben Ihnen, sich schnell nach einer Pause wieder an die Bedienungsabläufe zu gewöhnen. Führende Hersteller wie Suunto, Cressi oder Mares bieten in dieser Preisklasse Geräte an, deren Funktionen und Optionen auch für fortgeschrittene Gelegenheitstaucher ausreichen.

Tauchcomputer: Für fortgeschrittene Sporttaucher

Wenn Sie über einen längeren Zeitraum Taucherfahrung gesammelt haben und die entsprechende Ausbildung besitzen, empfiehlt sich ein Modell mit umfangreicher Funktionalität. Es erlaubt Ihnen, anspruchsvolle Tauchgänge in wechselnden Gewässern zu planen, durchzuführen und zu dokumentieren.

Die Wahl eines luftintegrierten Modells bietet beim Sporttauchen mehrere Vorteile. Sie können die Information über den Vorrat in der Druckluftflasche auf demselben Display ablesen wie die anderen Tauchdaten. Bei der Wahl zwischen Flaschendrucksender und Schlauch gilt es zu beachten, dass die drahtlose Datenübertragung anfällig für Störungen durch Sender Ihrer Tauchpartner ist.

High-End-Tauchcomputer: Für technisches Tauchen

Für das technische Tauchen sind ausgereifte Modelle mit einem umfangreichen Funktionsangebot erforderlich. Wegen der höheren Komplexität dieser Tauchinstrumente kann es sein, dass Sie etwas länger brauchen, um das geeignete Gerät für Ihre Tauchunternehmungen zu finden. Auf diesem Niveau muss es für große Tauchtiefen konstruiert sein. Eine lange Batterielaufzeit, eine möglichst kontrastreiche, klare Anzeige sowie die Nutzbarkeit mit unterschiedlichen Atemgasen sind weitere wichtige Eigenschaften.

Wenn Sie Ihre Tauchgänge ausführlich dokumentieren und archivieren möchten, sind High-End-Geräte eine gute Wahl. Sie bieten oft einen beträchtlichen Speicherplatz und umfangreiche Hersteller-Software. Per Bluetooth oder USB-Interface können Sie Ihre Daten bequem auf Ihrem Computer speichern, auswerten oder mit anderen teilen. Dies ist insbesondere für die Planung des nächsten Tauchgangs von Vorteil. Profi-Funktionen wie GPS oder 3-Achsen-Tauchkompass sind für lange Tauchexpeditionen in schwierigem Gewässer von Vorteil.

Welche Tauchcomputer sind laut Tests am besten?

Einen Produkttest von Tauchcomputern hat bisher weder Stiftung Warentest noch ÖKO-TEST durchgeführt.

Was kosten Tauchcomputer?

Wie viel Sie für einen neuen Tauchcomputer bezahlen müssen, hängt von den gewünschten Funktionen ab. Wenn für Ihre Zwecke ein Basismodell ausreicht, können Sie zu einem preisgünstigen Modell greifen. Technisch besser ausgestattete Geräte kosten dementsprechend mehr. Entscheidend für einen guten Kauf ist ein vernünftiges Preis-Leistungs-Verhältnis in Bezug auf die Qualität des Computers und die gewünschten technischen Funktionen.

Preiswerte Einsteigermodelle: Zwischen 150 und 250 Euro

Wenn für Ihre Zwecke die grundlegenden Funktionen wie Tauchtiefe, Restnullzeit oder sicherheitsrelevante Warnungen ausreichen, können Sie zu einem preisgünstigen Modell greifen. Die technische Ausstattung der Geräte in dieser Preisklasse ist ähnlich. Bei einem etwas höheren Preis dürfen Sie einen größeren Funktionsumfang erwarten. Wichtig ist, dass Sie das Tauchinstrument gut ablesen und bequem bedienen können.

Modelle für erfahrene Sporttaucher: Zwischen 250 und 700 Euro

Die Preisspanne in dieser Kategorie ist groß. Bewährte ältere Modelle treffen auf neuere, die auf dem aktuellen technischen Stand sind. Damit sich die Investition in einen höherpreisigen Tauchcomputer lohnt, sollten Sie beim Kauf berücksichtigen, wie Sie sich als Taucher weiterentwickeln wollen und was Sie in Zukunft an Funktionalität benötigen. Auf diese Weise können Sie Ihr Gerät möglichst lange nutzen. Zubehör wie Ersatzbatterien, USB-Kabel oder ein Tauchcomputer-Ersatzarmband sollte für Geräte dieser Preisklasse leicht erhältlich sein.

High-End-Modelle für das technische Tauchen: Ab 700 Euro

Die Anschaffung eines hochpreisigen Tauchcomputers lohnt sich, wenn Sie sich dafür entschieden haben, den Tauchsport mit dem entsprechenden Zeit- und Kostenaufwand zu betreiben. Diese Profimodelle sind für sehr lange und anspruchsvolle Tauchgänge konzipiert. Sie können sie in großer Tiefe nutzen. Ihr umfangreiches Angebot an Software für Messungen und Datensammlungen erlaubt die Planung und Durchführung von Tauchexpeditionen. Um eine übersichtliche Nutzung aller Funktionen zu gewährleisten, sind Geräte dieser Kategorie fast ausschließlich große Konsolenmodelle.

Wie lautet das Fazit für Tauchcomputer?

Bei der großen Auswahl an Tauchcomputern fällt die Kaufentscheidung nicht leicht. Wichtig ist, dass Sie ein Modell wählen, das zu Ihren Tauchgewohnheiten und Ihrer Taucherfahrung passt. Ein zu einfaches Gerät kann das Tauchvergnügen ebenso stören wie ein zu komplexes. Die folgende Liste mit Auswahlkriterien gibt Ihnen Anhaltspunkte, wie Sie einen geeigneten Tauchcomputer finden können.

  • Für Freizeittaucher sind Geräte von bekannten Herstellern in einer Preisklasse von etwa 250 bis 400 Euro zu empfehlen. Sie bieten mehr als die reinen Basisfunktionen und lassen sich individuell anpassen
  • Profi-Modelle können mehr als 900 Euro kosten. Jedoch lohnt sich die Anschaffung, wenn Sie den Tauchsport auf hohem Niveau betreiben
  • Wählen Sie ein Modell, dessen Größe gut zu Ihnen passt, damit es beim Tauchen nicht stört. Das gilt sowohl für die Maße des Gehäuses als auch für die Breite und Länge des Armbandes

Mit dem richtigen Gerät am Handgelenk dürfen Sie sich auf Ihr nächstes Tauchabenteuer freuen.

Im Video vorgestellt: Tauchcomputer

In diesem Video unboxe ich das Cressi Leonardo Tauchcomputer Set und teile meine Meinung und Eindrücke mit euch. Wenn ihr noch unsicher seid, ob ihr dieses Produkt kaufen möchtet, soll euch dieses Video als Entscheidungs- und Kaufhilfe dienen. Ich gebe euch einen detaillierten Überblick über die Funktionen und meine persönliche Bewertung.

Das Youtube-Video handelt von Tauchcomputern und erklärt ihre Funktionsweise sowie ihre Vorteile für Taucher. Es zeigt verschiedene Modelle und ihre unterschiedlichen Features, wie beispielsweise die Berechnung von Tauchzeiten, Stickstoffaufnahme und Dekompression. Das Video gibt außerdem Tipps zur Auswahl des richtigen Tauchcomputers und bietet eine praktische Anleitung zur Bedienung.