Ratgeberübersicht
  1. Wie erkenne ich gute Subwoofer?
  2. Was für unterschiedliche Subwoofer gibt es?
  3. Welche Subwoofer passt zu mir?
  4. Welche Subwoofer sind laut Tests am besten?
  5. Was kosten Subwoofer?
  6. Wie lautet das Fazit für Subwoofer?

Ihre Gehörknöchelchen scheinen zu vibrieren dank der ausgefeilten Technik im Subwoofer. Möchten Sie diese intensive Erfahrung auch erleben, wenn Sie Filme sehen oder Musik hören? Eine Bassbox ist wichtiger Bestandteil von Heimkino- und Soundsystemen für zu Hause oder das Auto. Ihre Aufgabe liegt in der Wiedergabe von Basstönen.

Sie haben große Auswahlmöglichkeiten. Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal ist das Konstruktionsprinzip. Neben geschlossenen Systemen finden Sie auch die offenen Bassreflexsysteme. Bei beiden Varianten können Sie sich zusätzlich anhand ihrer Auswurfrichtung für Frontfire- und Downfire-Subwoofer entscheiden. Zudem gibt es aktive und passive Modelle. Bei diesen kommt es darauf an, ob die Endstufe bereits im Lautsprecher enthalten ist. Erfahren Sie mehr in unserem Ratgeber.

Subwoofer getestet: Auf einem beleuchteten Sockel steht ein Gerät vor einer blauen Wand.

Der Bose-Subwoofer “Bass Module 700”, den wir hier sehen, ist dazu gedacht, als Teil eines Bose Home Cinema Systems verwendet zu werden.

Wie erkenne ich gute Subwoofer?

Unterschiede zwischen Subwoofern bestehen in den Abmessungen des Gehäuses und des Chassis, dem Membranhubraum, den Reglern und dem Output.

Subwoofer-Gehäuse: Massiv und schwer ist Trumpf

Massive und schwere Gehäuse halten den erzeugten Luftdruckwellen stand, machen aber auch mehr Mühe beim Verstellen oder Tragen. Übrigens gilt bei Bassboxen, dass die Gehäusegröße eng mit der Leistungsfähigkeit zusammenhängt: Je größer, desto mehr Leistung. Heutzutage können aber auch kleine und leichte Modelle erstaunliche Leistung bringen. Hierbei kommt es auf die sogenannte Nennbelastung in Watt (W) an, die möglichst hoch sein darf.

Chassis-Durchmesser und Membran-Hubraum

Beim Chassis handelt es sich um den feststehenden Lautsprecherteil. Die bewegliche Membran erzeugt im Zusammenspiel mit dem Bauteil den Bass. Der optimale Chassis-Durchmesser liegt bei 12 Zoll. Kleinere Durchmesser reduzieren den Schalldruck, deutlich größere reagieren eher träge. Beim Membran-Hub sind lange Wege bei hoher Geschwindigkeit zu bevorzugen. Am besten stimmen Sie Chassis-Durchmesser und Membran-Hub aufeinander ab.

Empfohlen: Subwoofer mit stufenlosen Reglern

Bassboxen sind mit verschiedenen Reglern ausgestattet, neben Lautstärkereglern zum Beispiel mit Einstellreglern für Übergangsfrequenzen sowie Phasenreglern. Damit Sie den Klang genau anpassen können, empfehlen wir Ihnen stufenlos verstellbare Regler, die ein möglichst großes und bei niedrigen Werten beginnendes Spektrum abdecken.

Tiefe Frequenzbereiche sind ein Muss

Bassboxen können Frequenzen bis 200 Hertz (Hz) erzeugen. Wer tiefen Bass möchte, muss aber vor allem niedrige Frequenzen abdecken. Manche Anwender glauben, die untere Grenze liege bei 30 Hz, weil tiefere, subsonare Töne für das menschliche Gehör nicht mehr hörbar sind. Doch das ist nicht ganz korrekt: Zwar sind subsonare Töne tatsächlich nicht mehr hörbar, aber fühlen lassen sie sich dennoch. Untergrenzen von 15 Hz sind möglich. Möchten Sie das Risiko damit einhergehender Störungen nicht eingehen, nutzen Sie einen Subsonic-Filter.

Weitere relevante Werte: Schalldruckpegel und Wirkungsgrad

Die maximale Lautstärke von Subwoofern (Sound Pressure Level, SPL oder Schalldruckpegel) messen Hersteller in Dezibel (dB) bei 1 Watt Eingangsleistung in 1 m Entfernung. Ein Richtwert: 70 dB sind in etwa so laut wie ein Staubsauger. Zudem sollten Sie einen Blick auf den Wirkungsgrad werfen. Dieser gibt in Prozent an, wie viel bereitgestellte Leistung das Gerät wirklich in Schall umwandelt. Verluste müssen Sie immer hinnehmen, zum Beispiel durch Reibung oder Wärmeentwicklung.

Bassboxen im Satellitensystem

Möchten Sie mit einem einzigen Einkauf ein abwechslungsreiches Klangbild abdecken, eignen sich Subwoofer-Satellitensysteme. Sie enthalten neben der Bassbox zwei bis fünf Satelliten-Lautsprecher. Diese erzeugen statt tiefer Bässe hohe Töne, sodass der insgesamt abgedeckte Frequenzbereich größer ist.

Was für unterschiedliche Subwoofer gibt es?

Geschlossene Subwoofer

Geschlossene Subwoofer weisen keine zusätzliche Gehäuseöffnung auf. Der Schalldruck tritt nur über Membranen nach außen. Das Design ist simpel, der Wirkungsgrad gering – unter manchen Umständen vielleicht von Nachteil. In kleinen Räumen und Autos bieten sie aber Vorteile, weil sie hier ausgezeichnet wirken.

Bassreflexsysteme

Eine Subwoofer-Membran gibt den erzeugten Schall immer auch an das Boxinnere ab. Geschlossene Systeme verlieren ihn dort weitgehend ungenutzt. Das Bassreflexsystem arbeitet stattdessen damit weiter – ein echter Vorteil. Es verstärkt ihn und wirft ihn dann über einen Kanal aus. Sie erreichen mehr Tiefgang bei den Bässen, vor allem in großen Räumen. Allerdings hat ein solches System auch Nachteile: Hier ist die Gefahr von Fehlkonstruktionen und -einstellungen groß.

Im Test: Ein verpackter Subwoofer auf einer Holzfläche vor einer blauen Fläche.

Unseres Wissens ist dieser Bose-Subwoofer “Bass Module 700” ein kabelloses Gerät, das aber auch mit einem Kabel angeschlossen werden kann, wenn es beispielsweise nicht mit einer Bose Soundbar verwendet wird.

Frontfire-Bassbox

Diese Modelle geben Bässe waagerecht an den Raum ab. Dies bietet einen entscheidenden Vorteil, denn die direkte Schallübertragung führt zu hoher Präzision. Eventuell ergeben sich auch Nachteile. Wer sich für Frontfire-Modelle entscheidet, muss mehr Platz einplanen und dafür sorgen, dass der Schall ungehindert zwischen Box und Hörer fließen kann.

Downfire-Subwoofer

Nach unten feuernde Bassboxen nutzen den Boden als Reflektor. Dadurch genießen Sie auch dann Bass, wenn im Raum nur wenig Platz verfügbar ist – ein Vorteil in Privathäusern. Die Leistung ist dabei genauso gut wie bei Frontfire-Subwoofer. Das Konzept hat jedoch einen Nachteil: Die Schwingungen lassen sich kaum auf einen Raum begrenzen. Nebenräume oder Nachbarwohnungen versorgen Sie ebenfalls mit Bass, daher sollten Sie das Konzept nur in freistehenden Häusern nutzen.

Subwoofer-Wahl: aktiv oder passiv?

Ist der Subwoofer “aktiv”, ist der Verstärker als Aktivmodul bzw. Endstufe fest eingebaut. Dieser Vorteil vereinfacht vieles, denn Sie müssen keinen Verstärker kaufen. Das ist günstig, spart Aufwand und Platz. Mit einem zusätzlichen Vorverstärker können Sie die Ergebnisse noch verbessern.

Ist die Bassbox stattdessen “passiv”, ist kein Verstärker als fest installiertes Modul enthalten. Ein kleiner Nachteil hierbei: Den Verstärker müssen Sie separat kaufen, über den Vorverstärkerausgang (Pre Out) anschließen und einrichten. Bei ausreichendem Know-how können Sie dennoch von einigen Vorteilen profitieren: Durch Nutzung von Pre-Out lassen sich gute Resultate erreichen, jedoch ist der Energieverbrauch höher als bei der aktiven Variante.

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Welche Subwoofer passt zu mir?

Je nach den Gegebenheiten in der Umgebung sind unterschiedliche Subwoofer zu empfehlen. Wählen Sie das beste Modell für zu Hause oder für Ihren Gastronomiebetrieb.

Frontfire-Subwoofer bei empfindlichen Nachbarn

Vermeiden Sie Streit wegen dröhnender Bassboxen und wählen Sie weniger kraftvolle Modelle. Vorzugsweise entscheiden Sie sich für ein geschlossenes Frontfire-System mit nicht zu tiefen Frequenzen. Der erzeugte Bass ist moderat, dröhnt kaum, und mit passenden Spikes (dämpfenden Standfüßen) oder Gummimatten können Sie Vibrationen abfangen.

Es ist nicht einfach, Bässe im Zaum zu halten. Sie müssen durch Planungen und Schallschutz-Maßnahmen für die beste Ausrichtung und die geringste Belastung in Nebenräumen sorgen. Doch selbst dann können Bässe noch dort ankommen, wo sie unerwünscht sind. Nehmen Sie Rücksicht und schalten Sie den Bass in Ruhezeiten ab. Falls Sie die Möglichkeit haben, Ihr Heimkino im Keller mit massiven Betonwänden- und -decken einzurichten, sollten Sie das der hellhörigen Altbauwohnung vorziehen.

Bassreflexsysteme für Fans tiefster Frequenzen

Sie wollen die tiefen Töne bis in Ihre Nervenzellen spüren? Dann greifen Sie zu Subwoofern mit Bassreflexkanal. Auch Downfire-Systeme können sich auszahlen. Verzichten Sie auf Spikes oder Gummimatten, die den Schall bremsen. Ihre Bassbox sollte zudem einen möglichst niedrigen Frequenzbereich bis 15 Hz abdecken. Zugleich sind Planungen und Maßnahmen zur Verbesserung der Raumakustik sinnvoll, ansonsten könnte sich Ihr Bass in störende Resonanzen und unangenehmes Dröhnen verwandeln.

Aktive Bassboxen, wenn es möglichst einfach sein soll

In den zahlreichen Eigenschaften von Subwoofern kann man sich verlieren. Diverse Werte, Regler, Pegel und mehr lassen sich einstellen, was die Ergebnisse natürlich beeinflusst. Nicht jeder, der Bässe genießen möchte, kann das selbst einrichten. Zwar können Sie nicht alle Einstellungen vermeiden, dennoch nimmt Ihnen ein aktives Modell inklusive Aktivmodul Arbeit ab. Der Hersteller übernimmt das Konfigurieren weitgehend, sodass Sie nur noch wenig erledigen müssen.

Bluetooth-Subwoofer für alle, die Kabelsalat hassen

Subwoofer, die sich über Bluetooth ansprechen lassen, reduzieren Kabelsalat. Sie können diese am besten Platz im Raum aufstellen und müssen sich nicht mit Kabelverlegen und sichtbaren Leitungen herumärgern. Bluetooth-Geräte lassen sich außerdem überallhin mitnehmen.

Wie schließen Sie Bassboxen eigentlich an, wenn es sich nicht um Bluetooth-Geräte handelt? Dabei ist es wichtig, mit welchem Gerät Sie die Bassbox koppeln möchten. Sie haben die Wahl zwischen dem Subwooferkabel und dem Cinch-Kabel. Das Subwooferkabel setzen Sie zum Beispiel bei AV-Receivern oder Kompaktanlagen ein. Ein Cinch-Kabel wählen Sie eher bei CD-Playern oder Plattenspielern.

Welche Subwoofer sind laut Tests am besten?

Leider hat die Stiftung Warentest bisher noch keinen separaten Subwoofertest durchgeführt. Stattdessen veröffentlichte sie im Jahr 2018 einen Vergleich mit Testsieger zu Soundbars “aus allen Preisklassen” für Flachbildfernseher. Die Modelle stammen von bekannten Marken wie Bose, Teufel oder Yamaha. Dabei ist in allen Geräten auch ein Subwoofer enthalten – bei sechs Modellen ist er integriert, bei zwölf separat.

Das erfreuliche Fazit: Günstig ist oft gut genug. Dabei empfiehlt die Stiftung Soundbars ab 193 Euro aufwärts. Doch auch die teuren Boxen weisen Vorteile auf: So sind sie häufig besser zu bedienen, zum Beispiel mittels Fernbedienung oder Display. Übrigens betont die Stiftung Warentest die Vorteile von Soundsystemen gegenüber Heimkino-Anlagen, diese nennt sie “aufgeräumter und schicker” aufgrund ihrer Position direkt vor dem Fernseher. Die Prüfer raten aufgrund des durchschnittlich kräftigeren Basses zu den separaten Varianten.

Ein getesteter Subwoofer von schräg oben auf einem Sockel vor einer blauen Wand.

Uns gefällt die fast kubische Form und die Glasplatte des Bose-Subwoofers “Bass Module 700”, den es übrigens auch in Schwarz gibt.

Was kosten Subwoofer?

Günstige Bassbox für kleine Räume: 85 bis 150 Euro

Wer kleine Räume mit Bass ausstatten möchte und sich mit einer Nennbelastung im niedrigen Bereich zufriedengibt, findet für 85 bis 150 Euro zahlreiche passende Geräte. Dabei entdecken Sie auch das eine oder andere nachbarschaftsfreundliche Exemplar mit weniger als 6,5 W Nennbelastung. Wenn Sie es etwas intensiver mögen, sehen Sie sich bei den günstigen Modellen mit über 100 W um, die Sie vereinzelt entdecken können. Die meisten Varianten eignen sich für die Heimkino- oder HiFi-Anlage.

Mittelklasse mit schickem Design: 150 bis 750 Euro

Jetzt wird es stilvoll: Während die günstigen Produkte vor allem mit inneren Werten glänzen, fügen die aus dem mittleren Preisbereich eine attraktive Optik hinzu. Metallic- oder futuristische Looks lassen bitten. Doch die Geräte bieten noch mehr für ihre 150 bis 750 Euro: Die meisten Bassboxen dieser Preisklasse überzeugen mit Nennbelastungen ab 80 W oder knacken gar die 150-W-Grenze. Neben zahlreichen Subwoofern mit Netzbetrieb finden Sie auch Akku- sowie USB-Typen, solche für den Outdoorbetrieb oder mit Sprachassistent.

Die teuren Subwoofer mit richtig Wumms: Ab 750 Euro

Noch schöner sind die Bassboxen allerdings ab 750 Euro. Neben exzellenten Designs fällt auf, dass es sich bei diversen Exemplaren um Bassreflexsysteme handelt, die Sie mit erlesenem Bass versorgen. Doch geschlossene Typen sind insgesamt am häufigsten. Nennbelastungen unterschreiten nur sehr selten die 150 W. 500, 800 oder über 1.000 W sind keine Seltenheit. Manche Lautsprecher können Sie bequem über eine Fernsteuerung bedienen.

Wie lautet das Fazit für Subwoofer?

Sie suchen einen Lautsprecher für tiefe Frequenzen? Mit einer Bassbox erzeugen Sie coole Bässe, die Sie nicht nur hören, sondern auch fühlen können. Im Folgenden finden Sie eine Zusammenfassung der wichtigsten Informationen:

  • Bassboxen unterscheiden sich in zahlreichen Eigenschaften; achten Sie auf Maße des Gehäuses, Chassis-Durchmesser, Membran-Hubraum, stufenlose Regler, passende Frequenzbereiche und Schalldruckpegel.
  • Geschlossene Systeme eignen sich vorrangig für kleine Räume und Autos, offene Bassreflexsysteme eher für große Räume.
  • Frontfire-Modelle sind gut für Mietwohnungen geeignet; Downfire-Geräte sollten Sie nur nutzen, wenn Sie niemanden damit stören.
  • Bei aktiven Subwoofern ist der Verstärker schon integriert. Das spart Ihnen Aufwand, Geld und Platz.
  • Bei passiven Tieftönern müssen Sie einen separaten Verstärker kaufen, installieren und einrichten – was aber auch zu besseren Resultaten führen kann.
  • Laut Stiftung Warentest sind schon preiswerte Soundbars inklusive Subwoofer ab 193 € gut. Die Bassbox sollte möglichst separater Bestandteil des Systems sein.

Sie wissen jetzt genau, welches Gerät Sie aufstellen möchten? Werfen Sie gleich einen Blick auf unsere umfangreiche Auswahl an Subwoofern. Wir wünschen Ihnen einen erstklassigen HiFi-Klang mit tiefen Frequenzen.

Im Video vorgestellt: Subwoofer

In diesem YouTube-Video präsentieren wir das Unboxing des Magnat Alpha RS 8 Active Subwoofers. Der Subwoofer ist mit einer Leistung von 160 Watt RMS und einem Durchmesser von 20 cm ausgestattet, um ein beeindruckendes Bass-Erlebnis zu bieten. Das hochwertige Design und die vielseitigen Anschlussmöglichkeiten machen den Alpha RS 8 zu einer perfekten Ergänzung für jedes Heimkino- oder Musiksystem.

In diesem YouTube-Video dreht sich alles um preisgünstige PA Lautsprecher und Subwoofer – und wir haben die besten Empfehlungen für dich! Erfahre, welche Subwoofer uns überzeugt haben und warum sie eine großartige Ergänzung für dein Soundsystem darstellen. Tauche ein in die Welt der Bassfrequenzen und finde die perfekten Subwoofer für deinen Bedarf – diese Auswahl ist einfach unschlagbar!