Ratgeberübersicht
  1. Welche Stromzähler-Typen gibt es?
  2. Welche Merkmale sollten Sie laut gängigen Stromzähler-Tests im Internet beachten?
  3. Was sind die Vor- und Nachteile eines validierten Stromzählers?
  4. Was ist die MID-Genehmigung?
  5. Weitere Antworten und Fragen von Kunden, die nach Stromzähler-Tests bzw. -Vergleichen suchen
  • Es gibt drei verschiedene Stromzähler-Typen. Jeder Typ hat seine eigenen Vor- und Nachteile.
  • Möchten Sie das elektrische Messgerät für Ihr zu Hause verwenden, dann braucht der Stromzähler nur eine niedrige Spannung. Modelle mit einer Versorgungsspannung von 230 V/AC sind hier optimal geeignet.
  • Ein validierter Stromzähler bietet eine Reihe von wichtigen Vorteilen. Dazu gehören beispielsweise eine präzise und zuverlässige Messung oder minimierte Fehler bei der Erfassung von Verbrauchsdaten.

Stromzähler im Test: Stromzähler wurde an einer schwarzen Wand befestigt.

Ein hoher Energieverbrauch entsteht durch die intensive Nutzung elektrischer Geräte und Anlagen. Dies kann zu höheren Energiekosten führen und hat zudem Auswirkungen auf die Umwelt. Deshalb ist es wichtig, den Energieverbrauch zu kontrollieren.

Das Verwenden eines Stromzählers hilft Ihnen, Ihren Energieverbrauch genau zu überwachen. Was Sie beim Kauf alles beachten müssen und welche unterschiedlichen Typen es gibt, zeigen wir Ihnen in unserem Kaufratgeber 2025 mit Stromzähler-Vergleich. Zudem erklären wir Ihnen, wieso eine MID-Genehmigung so wichtig ist.

1. Welche Stromzähler-Typen gibt es?

Stromzähler freischalten

Das Freischalten eines Stromzählers sollte nur von bestimmten Fachleuten oder dem örtlichen Energieversorger durchgeführt werden. Diese Fachleute sind geschult, um den Vorgang sicher und gemäß den geltenden Vorschriften auszuführen.

Es gibt verschiedene Arten von Stromzählern, die je nach Anwendungsbereich und technischen Anforderungen eingesetzt werden. WELT.de hat in den folgenden Kapiteln diese Typen für Sie zusammengefasst:

1.1. Stromzähler für die Steckdose

Bei Stromzählern für die Steckdose handelt es sich um Messgeräte, die direkt an eine Steckdose angeschlossen werden. Diese Art von Zähler ist einfach zu installieren und bietet eine mobile Lösung zur Überwachung des Energieverbrauchs von elektrischen Geräten.

Der mobile Stromzähler kann einfach aus der Steckdose gezogen und anderswo neu eingesetzt werden. Zudem ermöglicht der mobile Stromzähler eine genau Messung des Stromverbrauchs einzelner Geräte.

Info: Manche Stromzähler für die Steckdose verfügen über zusätzliche Funktionen wie die Aufzeichnung des Energieverbrauchs über einen bestimmten Zeitraum oder die Möglichkeit, Alarme bei Überschreitung bestimmter Verbrauchsgrenzen zu setzen.

1.2. Wechselstromzähler – Spezialisierte elektrische Messgeräte

Stromzähler getestet: eine Mann zeigt auf einen Stromzähler

Stiftung Warentest hat bezüglich der Typen noch keine Tests veröffentlicht.

Der Wechselstromzähler ist ein spezialisiertes elektrisches Messgerät, das in Wechselstromsystemen eingesetzt wird. Er findet vor allem in Haushalten und kleinen Gewerbebetrieben Anwendung.

Dieser Energiezähler erfasst den Stromverbrauch in Ampere, was besonders wichtig ist, um die Belastung des elektrischen Systems zu verstehen. Bei dieser Art handelt es sich um einen Einbau-Stromzähler, der zuerst eingebaut werden muss, um den Verbrauch effektiv zu überwachen.

1.3. Drehstromzähler – Elektrisches Messgerät

Drehstromzähler sind speziell für Drehstromsysteme konzipiert und werden häufig in größeren Industrie- und Gewerbegebäuden eingesetzt. Sie messen den Energieverbrauch in Kilowattstunden (kWh), was eine präzise Erfassung des Energieverbrauchs ermöglicht.

Auch bei dieser Art handelt es sich um einen Einbau-Stromzähler. Der Einbau eines Drehstromzählers ist entscheidend, um den Energieverbrauch in größeren Betrieben effizient zu überwachen.

WELT.de hat für die Typen eine übersichtliche Tabelle erstellt:

Typ Merkmale
Stromzähler für die Steckdose
  • Direkt an Steckdose anschließbar
  • Einfache Installation
  • Mobile Lösung für Einzelgeräte
  • Genaue Messung einzelner Geräte
Wechselstromzähler
  • Für Wechselstromsysteme
  • Haushalte und kleine Gewerbebetriebe
  • Misst Stromverbrauch in Ampere
  • Erfordert Einbau
Drehstromzähler
  • Für Drehstromsysteme
  • Größere Industrie- und Gewerbegebäude
  • Misst Energieverbrauch in Kilowattstunden (kWh)
  • Erfordert Einbau

2. Welche Merkmale sollten Sie laut gängigen Stromzähler-Tests im Internet beachten?

Wollen Sie einen Stromzähler kaufen, dann sollten Sie laut gängigen Stromzähler-Tests im Internet wichtige Merkmale beachten. Zu den wichtigsten Merkmalen zählen die Frequenz, die Versorgungsspannung und der verbrauchte Laststrom.

2.1. Frequenz – Messung der Schwingungen pro Sekunde in einem Stromkreis

Um Ihren persönlichen Stromzähler-Testsieger zu finden, sollten Sie die Frequenz der Modelle beachten. Die Frequenz gibt die Anzahl der Schwingungen pro Sekunde in einem elektrischen Stromkreis an.

Die optimale Frequenzwahl hängt laut gängigen Online-Stromzähler-Tests von den individuellen Anforderungen ab: Höhere Frequenzen sind ideal für schnelle Schaltungen und effiziente Datenübertragung, während niedrigere Frequenzen in herkömmlichen Netzwerken und bei Haushaltsgeräten üblich sind.

2.2. Versorgungsspannung – Potentielle Energiemenge pro Ladungseinheit in einem Stromkreis

Stromzähler im Test: Mann liest Energieverbrauch vom Stromzähler ab

Überprüfen Sie die angegebene Versorgungsspannung vor der Installation, um einen reibungslosen Betrieb zu gewährleisten.

Auch die Spannung sollten Sie laut gängigen Stromzähler-Tests im Internet bei den Produkten aus unserem Stromzähler-Vergleich beachten. Die Spannung gibt elektrische Potenzialdifferenz zwischen zwei Punkten an.

Eine niedrige Versorgungsspannung wie ein Stromzähler mit 230 V/AC ist ideal für den Einsatz in haushaltsüblichen Stromnetzen. Höhere Versorgungsspanungen, wie ein Stromzähler mit weit über tausend V/AC, sind besser geeignet für industrielle Anwendungen oder Situationen.

2.3. Verbrauchter Laststrom – Die Menge an elektrischem Strom, die von einem Verbraucher genutzt wird

Der verbrauchte Laststrom ist eine weitere wichtige Kategorie, die Sie beim Kauf berücksichtigen sollten. Dieser gibt an, für welche Geräte und Anlagen der Stromzähler ausgelegt ist.

Ein Stromzähler mit beispielsweise einem Verbrauch von 16 Ampere ist für den Betrieb von Geräten und Anlagen mit einer maximalen Stromstärke von 16 Ampere ausgelegt. Wenn die angeschlossenen Geräte eine höhere Stromstärke benötigen, ist es wichtig, einen Stromzähler mit entsprechender Kapazität zu wählen.

WELT.de hat eine übersichtliche Tabelle über die wichtigen Merkmale für Sie erstellt:

Merkmal Eigenschaften
Frequenz
  • Schwingungen pro Sekunde
  • Höhere Frequenz für schnelle Schaltungen
  • Niedrigere Frequenz für Haushaltsgeräte
Spannung
  • Potentielle Energiemenge pro Ladungseinheit
  • Niedrige Spannung für Haushalte
  • Hohe Spannung für industrielle Anwendungen
verbrauchter Laststrom
  • Menge an genutztem elektrischem Strom
  • Wichtig für die Auswahl des passenden Stromzählers
Stromzähler im Test: älterer Mann schaut auf einen Stromzähler

Ein hochwertiger Stromzähler kann viele Jahre verwendet werden.

3. Was sind die Vor- und Nachteile eines validierten Stromzählers?

Ein validierter Stromzähler ist ein Gerät, das gründlichen Prüfungen und Tests unterzogen wurde. Ein validierter Stromzähler bietet eine Reihe von Vorteilen. So bietet dieser Stromzähler präzise und genaue Messungen. Das sorgt dafür, dass die Abrechnung auf einer verlässlichen Grundlage erfolgt.

Ein weiterer Vorteil ist die Vermeidung von Fehlmessungen. Durch die Validierung werden mögliche Fehler oder Verzerrungen bei der Messung und Erfassung von Verbrauchsdaten verringert oder entfernt. Das bedeutet, dass die gemessenen Werte zuverlässiger und genauer sind.

Stromzähler im Test: Mann schaut auf Stromzähler

Die Validierung eines Stromzählers kann einige Wochen bis mehrere Monate dauern.

Zudem bietet ein validierter Stromzähler eine langfristige Zuverlässigkeit. Validierte Zähler sind speziell gemacht, um auch nach langer Nutzung genau und verlässlich zu messen. Das bedeutet, dass sie auch nach vielen Jahren noch korrekte Ergebnisse liefern.

Nachteile gibt es kaum. Ein validiertet Stromzähler ist in der Regel teurer. Das liegt daran, dass diese Art von Stromzähler zusätzliche Tests und Validierungsverfahren durchlaufen musste. Zudem ist dieser Stromzähler komplexer. Für die Validierung eines Stromzählers ist spezielles Fachwissen erforderlich und der Prozess kann zeitaufwendig sein.

Wir von WELT.de fassen die Vor- und Nachteile von einem validierten Stromzähler zusammen:

    Vorteile
  • Genauigkeit
  • Vermeidung von Fehlmessungen
  • Langfristige Zuverlässigkeit
    Nachteile
  • Kosten
  • Komplexität

4. Was ist die MID-Genehmigung?

In den folgenden Kapiteln gehen wir auf die MID-Genehmigung genauer ein. Wir erklären Ihnen, was der Zweck der MID-Genehmigung ist, wie diese mit dem Stromzähler zusammenhängt und schauen auf die Anforderungen, Kriterien und die Vorteile.

4.1. Zweck der MID-Genehmigung

MID steht für “Messgeräterichtlinie” und regelt die Zulassung von Messgeräten in der Europäischen Union. Der Zweck der MID-Genehmigung liegt darin, einheitliche Standards für Messgeräte innerhalb der Europäischen Union festzulegen. Diese Genehmigung stellt sicher, dass unabhängig von Hersteller und Modelle die Messungen des Stromzählers präzise und zuverlässig sind.

4.2. MID-Genehmigung im Kontext von Stromzählern

Diese Genehmigung gewährleistet, dass die Stromzähler bestimmte Qualitäts- und Genauigkeitsstandards erfüllen. Zu diesen Qualität- und Genauigkeitsstandards zählen:

  • präzise Messungen
  • Einhaltung von EU-Richtlinien
  • Kontrolle von Fehlmessungen
  • langfristige Zuverlässigkeit
  • Kommunikationsfähigkeit

4.3. Anforderungen und Kriterien für die MID-Genehmigung

Um die MID-Genehmigung zu bekommen, müssen die Zähler bestimmte strenge Regeln einhalten. Dazu gehört, dass sie genau messen und auch in schwierigen Situationen nicht durcheinanderkommen.

Außerdem müssen sie sicher sein. Die Hersteller müssen nachweisen, dass ihre Zähler all diese Anforderungen erfüllen, indem sie Tests machen. Nur wenn die Zähler all das bestehen, bekommen sie die MID-Genehmigung und dürfen dann auf dem europäischen Markt verkauft werden.

4.4. Vorteile eines Stromzählers mit MID-Genehmigung

Stromzähler im Test: Mann installiert Stromzähler.

Die Dauer für die Erteilung der MID-Genehmigung kann je nach Land und spezifischen Anforderungen variieren.

Ein Stromzähler mit MID-Genehmigung bietet einige Vorteile. Die MID-Genehmigung gewährleistet gesetzliche Einhaltungen. MID-zertifizierte Zähler entsprechen den gesetzlichen Anforderungen und sind für Abrechnungszwecke zugelassen.

Zudem ist die Vertrauenswürdigkeit ein weiterer Vorteil von Produkten mit MID-Genehmigung. Die MID-Genehmigung signalisiert, dass der Zähler verlässliche Ergebnisse liefert und den europäischen Standards entspricht.

5. Weitere Antworten und Fragen von Kunden, die nach Stromzähler-Tests bzw. -Vergleichen suchen

In dem letzten Kapitel aus unserer Kaufberatung 2025 hat WELT.de weitere Fragen und Antworten rund um das Thema Stromzähler für Sie zusammengefasst.

5.1. Was ist ein Stromzähler?

Ein Stromzähler ist ein Gerät, das den Energieverbrauch misst. Der Energiezähler misst die Menge an elektrischer Energie, die durch ein elektrisches System fließt. Diese Energie gibt der Stromzähler dann in der Regel in Kilowattstunden (kWh) an.

Hinweis: Einige Modelle verfügen über digitale Displays. Der digitale Strommesser ermöglicht es Nutzern, den aktuellen Energieverbrauch in Echtzeit abzulesen.

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5.2. Welche Preisspanne gibt es für Stromzähler?

Die Kosten für einen Stromzähler variieren je nach Typ, Hersteller und Funktionalität. Für günstige Stromzähler zahlen Sie in der Regel zwischen 20 und 100 Euro. Intelligente Stromzähler hingegen können zwischen 100 und 300 Euro kosten.

Tipp: Der beste Stromzähler muss nicht zwangsläufig der teuerste sein. Es ist entscheidend, die individuellen Anforderungen und Einsatzbereiche bei der Auswahl eines Stromzählers zu berücksichtigen.

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5.3. Welche Hersteller bieten Stromzähler an?

Zwischenzähler für Strom werden von vielen unterschiedlichen Herstellern angeboten. Darunter Marken wie:

  • Maxcio
  • ORNO
  • Arendo
  • KETOTEK
  • eMylo
  • MIRTHBUY
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5.4. Wie können smarte Stromzähler zur Optimierung des Energieverbrauchs beitragen?

Ein smarter Stromzähler zeigt den Energieverbrauch in Echtzeit und hilft, Spitzenbelastungen zu erkennen. Er unterstützt eine effizientere Nutzung von Elektrizität durch die Analyse von Verbrauchsgewohnheiten. Zudem ermöglicht ein smarter Stromzähler die automatische Verschiebung von energieintensiven Aktivitäten.

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5.5. Gibt es Stromzähler mit Bluetooth?

Es gibt intelligente Stromzähler, die Sie mit Bluetooth verbinden können. Bluetooth ermöglicht eine drahtlose Kommunikation und Datenübertragung zu anderen Geräten oder Systemen. Die Bluetooth-Funktion ermöglicht es, den Verbrauch von Ihrer Energie in Echtzeit zu überwachen und zu analysieren.

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Update vom 15.03.2024

5.6. Wie viel Strom verbrauchen Stromzähler im Schnitt selbst?

Der Eigenverbrauch von Stromzählern variiert je nach Fabrikat und Typ. Hier sind einige Durchschnittswerte:

  1. Wechselstromzähler: Ein typischer Wechselstromzähler hat einen Eigenverbrauch von etwa 13 kWh pro Jahr. Das entspricht ungefähr dem Stromverbrauch eines kleinen Elektrogeräts über denselben Zeitraum.
  2. Drehstromzähler: Bei Drehstromzählern liegt der durchschnittliche Eigenverbrauch bei etwa 35 kWh pro Jahr. Dieser Wert ist etwas höher, da Drehstromzähler komplexere Messungen durchführen.

Zum Vergleich: Ein durchschnittlicher deutscher Haushalt verbraucht jährlich etwa 3.208 Kilowattstunden (kWh) Strom. Der Eigenverbrauch der Stromzähler ist im Vergleich dazu relativ gering und hat keinen signifikanten Einfluss auf die Gesamtmessung.

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5.7. Berechnen Stromzähler ihren eigenen Verbrauch in ihren Messungen?

Stromzähler berücksichtigen ihren eigenen Stromverbrauch nicht in ihren Messungen. Das bedeutet, dass der gemessene Stromverbrauch auf der Rechnung nur den tatsächlichen Verbrauch der angeschlossenen Geräte widerspiegelt, nicht den Eigenverbrauch des Zählers. Die Messung erfolgt in der Regel hinter dem Zähler, sodass der Eigenverbrauch nicht in die Berechnung einfließt.

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