Ratgeberübersicht
  1. Wie erkenne ich gute Stabmixer?
  2. Was für unterschiedliche Stabmixer gibt es?
  3. Welche Stabmixer passt zu mir?
  4. Welche Stabmixer sind laut Tests am besten?
  5. Was kosten Stabmixer?
  6. Wie lautet das Fazit für Stabmixer?

Wie erkenne ich gute Stabmixer?

Vorweg gilt: Beim Kauf entscheidet immer der Einsatzzweck. Sie werden im Handel beispielsweise mühelos Stabmixer finden, die eine Leistung von 800 Watt (W) bringen und unzählige Aufsätze und weiteres Zubehör in den Lieferumfang stecken. Diese Modelle sind jedoch in der Regel für den professionellen Einsatz vorgesehen und für die heimische Küche normalerweise überdimensioniert. Dabei nimmt der Stabmixer aber nur einen Bruchteil des Platzes eines Standmixers ein. Außerdem können Sie, zusammen mit dem Stabmixer, auch gleich unzählige Zubehörteile kaufen – aber ob dies notwendig ist, hängt unter anderem von Ihrer aktuellen Küchenausstattung ab.

Gewicht

Unterschätzen Sie das Gewicht nicht. Vor allem Modelle aus Edelstahl können bei intensiver Nutzung (bedenken Sie auch die Kräfte, die durch die Rotation auftreten) schon recht schwer in der Hand liegen. Haben Sie vielleicht Probleme mit den Schultern oder dem Handgelenk, verstärken sich die Schwierigkeiten bei der Nutzung noch. Schauen Sie vor dem Kauf also auch auf das Gewicht und entscheiden Sie sich im Zweifelsfall lieber für ein leichteres Gerät aus dem Vergleich, das Sie dann aber schmerzfrei bedienen können.

Lautstärke

Gerne übersehen wird dieser Punkt: Je mehr Leistung, desto mehr Rotationen der Klinge, desto mehr Vibrationen – und desto mehr Lärm. Das stört Sie persönlich vielleicht nicht zwingend. Bei mehreren Personen im Haushalt (darunter vielleicht Menschen, die gerne länger schlafen) sollten Sie die Lautstärke des Geräts aber in Ihre Kaufentscheidung einbeziehen, wenn Sie das Gerät gerne früh morgens nutzen. Leider gibt es dazu nur selten feste Angaben in den Herstellerbeschreibungen, schauen Sie daher am besten in die Kundenbewertungen.

Getesteter Stabmixer steht angeschlossen auf einem braunen Tisch

Hier sehen wir einen Kenwood-Stabmixer Wizzard Pro, der Teil eines ganzen Stabmixer-Sets ist, wie wir feststellen.

Schneebesen

Einige Stabmixer in unserem Vergleich kommen mit einem eigenen Schneebesen daher. Den sollten Sie nicht als vollwertigen Ersatz für ein Handrührgerät ansehen, denn dafür fehlt es einem Stabmixer an Leistung. Vielmehr eignet sich dieser Schneebesen für kurze Einsätze, wenn Sie etwa eine Soße anrühren oder ähnliche Vorhaben angehen. Um Teig zu kneten, sind manche Modelle ebenfalls geeignet – aber nur für kleine Mengen bis etwa 250 g Mehl und auch keinesfalls als Ersatz für echte Knethaken.

Stufenlose Geschwindigkeit

Eine noch recht junge Entwicklung bei den Geräten in unserem Stabmixer-Test sind Modelle, deren Taste stufenlos funktioniert: Je fester Sie drücken, desto mehr Umdrehungen. Für feinfühlige Menschen kann das eine exzellente Methode sein, um die Geschwindigkeit sehr exakt zu kontrollieren. Meistens finden Sie diese Geräte aber erst im oberen Preissegment ab 50 € aufwärts.

Vor allem die Lautstärke oder das Gewicht sind Punkte, die man als unerfahrener Käufer gerne übersieht – denn dann hängt der Blick starr auf Leistung, Zubehör & Co. Wir haben diese eher selten beachteten Kriterien daher absichtlich beleuchtet, um Ihnen einen etwas vollwertigeren Überblick zu liefern.

Was für unterschiedliche Stabmixer gibt es?

Beim Stöbern durch das Angebot werden Sie zunächst vor allem die Wattzahl bemerken, welche die meisten Hersteller gerne hervorheben. Genauso wie beim Handmixer ist die Faustregel ganz einfach: mehr Watt – mehr Leistung. Mehr Leistung bedeutet, dass die Klingen im Mixerfuß schneller rotieren.

Eine schnellere Rotation bewirkt wiederum, dass jegliches Obst oder Gemüse feiner püriert wird. Das kann entscheidend sein, wenn Sie beispielsweise Smoothies oder den bereits genannten Babybrei herstellen möchten: Beide Produkte sollten für einen perfekten Geschmack extrem fein püriert sein, sodass von faserigem Fruchtfleisch und Co. jede Spur fehlt. Für den privaten Haushalt sind Werte bis zu 800 W empfehlenswert, alles darüber hinaus ist überdimensioniert.

Ebenfalls sehr wichtig ist die Frage, ob es ein akkubetriebenes Modell sein soll: Diese Stabmixer im Vergleich haben den Vorteil, dass Sie sie einfach überall einsetzen können. Von der Arbeitsfläche zum Küchentisch und dann zurück in den Arbeitsbereich der Küche? Kein Problem, wenn Sie sich einen Stabmixer mit Akku zulegen.

Achten müssen Sie nur darauf, dass das Gerät vor dem geplanten Einsatz auch aufgeladen ist. In der Praxis läuft es meist darauf hinaus, dass Sie nicht mehr zu einem kabelgebundenen Modell zurückwollen, wenn Sie einmal einen Stabmixer mit Akku ausprobiert haben. Weniger Leistung oder ähnliche Einschränkungen müssen Sie über den kurzen Zeitraum der Nutzung normalerweise nicht befürchten.

Der letzte, wirkliche Unterschied besteht in der Ausstattung. Bei Modellen unter 20 € bekommen Sie, wenn überhaupt, vielleicht einen kleinen Becher dazu. Geben Sie 30 oder 40 € oder noch mehr aus, bekommen Sie meist mehrere Becher, diverse Aufsätze wie einen Schneebesen und vielleicht noch ein kurzes Rezeptbuch oder andere Beilagen dazu. Eine pauschale Empfehlung können wir Ihnen hier nicht geben: Wenn Sie das Zubehör brauchen, greifen Sie bei diesen Stabmixern zu. Geht es Ihnen aber nur um das Gerät, sollten Sie davon Abstand nehmen.

Getesteter Stabmixer liegt auf einem Tisch

Wie wir hier unschwer erkennen, handelt es sich bei diesem Kenwood-Stabmixer Wizzard Pro um ein kabelgebundenes Gerät.

Welche Stabmixer passt zu mir?

Jeder Mensch stellt andere Ansprüche. Wir zeigen Ihnen jetzt einige typische Stabmixer-Käufer, in denen Sie sich wiederfinden könnten.

Der Effiziente

Wenn Sie einen aufregenden Alltag leben, der bis auf die letzte Sekunde durchgetaktet ist, haben Sie für aufwendige Arbeiten wie Abwaschen keine Zeit. Die Spülmaschine übernimmt diese Aufgabe. Damit das auch beim Stabmixer klappt, entscheiden sich diese Typen in jedem Fall für ein Modell mit einem Fuß aus Edelstahl. Der zerkratzt oder verformt sich nicht und sieht auch nach unzähligen Waschgängen noch aus wie am ersten Tag.

    Vorteile
  • Langlebig
  • Massiv
  • Hygienischer als Kunststoffvariante
  • Man kann direkt im Kochtopf mixen
    Nachteile
  • Höhere Anschaffungskosten
  • Ist schwerer als Gerät aus Kunststoff

Der Hobbykoch

Wenn Sie nicht nur hier und da einen Smoothie zubereiten möchten, sondern darüber hinaus vielleicht Soßen, Suppen, Joghurt, Brei & Co., führt kein Weg an einem besonders hochwertigen Modell vorbei. Der Edelstahlfuß ist hier Pflicht, außerdem sollte ein Schneebesen dabei sein – sowie vielleicht ein Zerkleinerer, der Obst und Gemüse nicht zu einem Brei macht, sondern nur in kleine Stückchen schneidet. Alles ab 800 W aufwärts stellt diese Käufergruppe zufrieden. Von akkubetriebenen Stabmixern distanziert sich dieser Käufertyp meistens, da das Gerät sonst permanent an der Steckdose hängen müsste.

Der Ernährungsumsteller

Sie möchten versuchen, sich gesünder zu ernähren? Dann stürzen Sie sich am besten nicht gleich kopfüber in ein teures Vergnügen, sondern fangen klein an. Modelle zwischen 20 und 30 € sollten Ihr Ziel sein. Dann gibt es zwar kaum Zubehör, aber die Leistung wird ausreichen. Dass Sie Kunststoff anstelle von Edelstahl erwerben, ist ebenfalls kein großes Problem: Zwar können Sie dieses Material nicht immer in die Spülmaschine geben, aber Sie benutzen den Stabmixer vermutlich nicht jeden Tag – sodass ein Abwasch kein Problem sein sollte.

Unabhängig vom genauen Typen gibt es noch weitere, kleinere Faktoren, die vielleicht von Bedeutung sind – wie die Turbotaste. Manche Stabmixermodelle bringen diese Taste mit. Damit können Sie kurzfristig die Umdrehungszahl der Klingen noch einmal deutlich erhöhen. Das Resultat ist ein noch feinerer Brei – das könnte zum Beispiel Eltern von Babys überzeugen.

Gleichzeitig dürfen Sie jene Taste jedoch nicht übermäßig nutzen, da der Motor im Stabmixer dafür nicht ausgelegt ist. Sprich: Er wird überhitzen und das Gerät beschädigen. Wenn Sie genau wissen, was Sie wollen, kann auch eine stufenlose Regulierung der Geschwindigkeit nützlich sein.

Welche Stabmixer sind laut Tests am besten?

Welche Stabmixer leisten das, was Sie sich von ihnen erhoffen oder die Hersteller versprechen, und welche bieten vielleicht sogar noch mehr? Um dem auf den Grund zu gehen, testete die gemeinnützige Verbraucherorganisation Stiftung Warentest im Sommer Jahr 2021 verschiedene Stabmixer aus unterschiedlichen Preiskategorien.

Stabmixer können mehr: Multifunktionale Küchenhilfen

Im Test aus dem Jahr 2021 wurden 15 Stabmixer von Braun, Bosch, AEG, Philips und Co. auf den Prüfstand gestellt. Einige wurden mit Akku betrieben, andere wurden noch über ein Kabel mit Strom versorgt. Manche Stabmixer kamen dafür mit mehr Zubehör daher. Statt nur Obst und Gemüse zu Smoothies, Suppen oder Brei zu pürieren, verfügten einige Produkte über Zubehör, um es auch mit Nüssen oder Kräutern aufzunehmen oder um Milchschaum und Sahne zu liefern.

Im Test von Stiftung Warentest entpuppten sich die meisten Stabmixer als multifunktionale Küchenhelfer, die es durchaus mit größeren Küchenmaschinen aufnehmen konnten. Das war vom jeweiligen Zubehör wie Minihacker und Schneebesen abhängig. Geräte von AEG und Bosch überzeugten auch in der Disziplin, Kartoffel zu stampfen, dank der soliden Aufsätzen.

Testsieger gehört zu den günstigeren Stabmixern

Als Testsieger entpuppte sich aber kein Stabmixer aus der oberen Preiskategorie (die Preisspanne reichte von 10 bis 130 €). Das Multitalent Multiquick 5 Vario Mq 5200 von Braun landete auf dem ersten Platz. Je nach Ausstattung ist der Stabmixer auch aktuell noch ab 45 € erhältlich. Zu geizig sollte man aber auch nicht sein: Die günstigsten Stabmixer überzeugten die Experten der deutschen Verbraucherorganisation nicht, denn sie gingen bei den einfachsten Tests kaputt.

Auf dem zweiten Platz landete Phillips Daily Collection ProMix Stabmixer HR2534/00 und schnitt insgesamt mit der Note 1,6 ab. Der Top-Stabmixer ist preiswerter als der Testsieger, und hat sogar besser performt in Urteilskategorie Funktion. Auch andere Modelle in der unteren Preiskategorie erwiesen sich als gut und bestanden die Verschleißprüfung.

Am neusten ist der Praxisvergleich der Schweizer Partnerzeitschrift Saldo aus dem Jahr 2018: Von 10 Geräten bestanden 4 den Test nicht. Diese kamen aus dem unteren Preissegment. Im Härtetest, der auch das Zerhacken von Nüssen mit einem extra Aufsatz beinhaltete, schlug sich ein Modell von Philips am besten.

Auch in diesem Test wurden Stabmixer aus dem unteren bis mittleren Preissegment als gut bewertet. Stabmixer, die kein weiteres Zubehör mitbringen, konnten die Schweizer Tester nicht durchweg überzeugen, vor allem, wenn härtere Bestandteile zerkleinert werden sollten.

Was kosten Stabmixer?

Die Vielfalt am Markt der Stabmixer führt dazu, dass die Preisspanne immens ausfällt. Beispielsweise können Sie bereits Geräte ab ca. 15 € erwerben – wohlgemerkt von einer namhaften Firma wie Siemens. Es ist aber auch kein Problem, sehr viel mehr Geld auszugeben und etwa 140 € für ein Modell von Bosch auf den Tisch zu legen.

Der Preisunterschied erklärt sich dann meistens nicht durch deutlich bessere Ergebnisse beim Einsatz des Stabmixers, sondern durch das umfangreiche Zubehör, das mitgeliefert wird. In den hochpreisigen Regionen bekommen Sie beispielsweise diverse Becher dazu oder vielleicht auch ein kleines Rezeptbuch für Smoothies & Co.

Günstiger Stabmixer: Bis zu 20 Euro

Generell steigt mit einem höheren Preis auch die Materialqualität. Beim erwähnten Modell zu einem Preis von weniger als 20 € bekommen Sie – mit Ausnahme der Schneide – nur Kunststoff. Das muss nicht zwingend schlecht sein, da harter Kunststoff ein exzellentes Material für die Arbeit in der Küche ist. Nehmen Sie mehr Geld in die Hand, sind aber auch mehr Teile aus spülmaschinenfestem Edelstahl gefertigt. Sie sparen sich langfristig also die teilweise erheblichen Arbeiten für die Säuberung des Geräts. Auch die Wattzahl beziehungsweise die Umdrehungen pro Minute steigen oft in den höheren Preisklassen, was beispielsweise die Herstellung von feinerem Püree ermöglicht.

Hier müssen Sie allerdings selbst entscheiden, ob das überhaupt notwendig ist. Wer sich nur hin und wieder eine kleinere Leckerei mit dem Stabmixer zubereitet, wird wahrscheinlich keinen teuren Profi-Stabmixer für große Küchen kaufen müssen. Ob Sie den Unterschied zwischen einem mit 10.000 oder 13.000 Umdrehungen pro Minuten hergestellten Smoothie schmecken, sei ebenfalls dahingestellt.

Am Ende gilt: Der beste Stabmixer ist derjenige, der am besten in Ihr Budget passt. Wenn er alle Anforderungen ihrerseits erfüllt, haben Sie einen guten Kauf getätigt. Überlegen Sie insbesondere beim Stabmixer-Set-Zubehör, ob Sie wirklich neue Becher und Schalen brauchen, oder ob Ihre in der Küche bereits vorhandenen Utensilien ausreichen.

Getesteter Stabmixer steht vor einer weißen Wand

Unseres Wissens gehören zu diesem Kenwood-Stabmixer Wizzard Pro auch noch ein Schneebesen und ein 0,5 l Zerkleinerer mit Deckel.

Wie lautet das Fazit für Stabmixer?

Abschließend halten wir noch einmal die wichtigsten Entscheidungskriterien fest. Entscheiden Sie zunächst, wie viel Geld Sie ausgeben möchten – denn davon hängt unter anderem auch die Wahl zwischen Edelstahl und Kunststoff ab. Stahl ist immer spülmaschinenfest, aber etwas schwerer in der Handhabung und auch teurer. Kunststoff erzielt für Gelegenheitsnutzer ebenfalls sehr gute Resultate und ist schon für Preise um ca. 20 € zu haben.

Treffen Sie die Wahl auch zwischen einem Stabmixer mit Akku oder einem Modell für die Steckdose. Die Akkuvariante ist bequemer, aber für sehr engagierte Stabmixer-Freunde vielleicht nicht die richtige Wahl, da häufige Ladevorgänge irgendwann störend sein könnten. Stabmixer-Sets haben den Vorteil, dass sie viel Zubehör haben und unter dem Strich dadurch günstiger werden.

Maßgeblich beeinflusst der Preis auch das Ausmaß an Zubehör. Je mehr Geld Sie ausgeben, desto mehr Becher, Schalen, Aufsätze und andere Utensilien gibt es dazu. Brauchen Sie das alles gar nicht, greifen Sie am besten zu einem günstigen Modell ohne dieses Zubehör. Die Hauptsache ist, dass die Technik am Ende stimmt.

Auf die Leistung sollten Sie dann schauen, wenn Ihnen wirklich weicher Brei wichtig ist – denn je mehr Umdrehungen der Mixer hat, desto feiner ist das Resultat. Mit diesem Wissen ausgerüstet, sollten Sie keine großen Probleme haben, einen passenden Stabmixer in unserem Vergleich zu finden. Stöbern Sie gleich ein wenig durch die Liste empfehlenswerter Produkte – und landen Sie einen Treffer.

Im Video vorgestellt: Stabmixer

In diesem Video teste ich den brandneuen Stabmixer Braun MultiQuick 7 MQ 7000X und teile meine ehrliche Meinung mit euch. Der Stabmixer überzeugt mit seiner leistungsstarken Motorleistung und den vielseitigen Funktionen – perfekt für die Zubereitung von Smoothies, Suppen und vielem mehr. Schaut euch meinen ausführlichen Test an und erfahrt, ob der Braun MultiQuick 7 MQ 7000X wirklich das Geld wert ist!

In diesem YouTube-Video des SWR geht es um die Bewertung von Toaster und Stabmixer mit Zusatzfunktionen. Es wird untersucht, ob diese Geräte preiswert, nützlich und gut sind. Der Fokus liegt dabei besonders auf Stabmixern.