Nicht alle achten bei der Auswahl von Sonnenschutzmitteln auf den richtigen Lichtschutzfaktor:
Wenngleich ein Großteil der Befragten (ca. 88 Prozent) in Studien den Lichtschutzfaktor von Sonnenschutzmitteln als wichtiges Kaufkriterium nennen, scheinen doch gut 12 Prozent zunächst auf den Preis zu achten. Mit Blick auf die Hautgesundheit ist das nicht sinnvoll, weshalb WELT.de dazu rät, für ausreichenden Sonnenschutz lieber etwas mehr Geld auszugeben als das Risiko von Sonnenbrand und Hautkrebs in Kauf zu nehmen.
Sonnenschutzmittel werden in Abhängigkeit von ihrer Konsistenz in Tuben, Flaschen oder Sprühflaschen verkauft. Deren Menge in kg beträgt je nach Hersteller und Produkt zwischen 0,05 und 0,75 kg. Dabei weist spray- oder gelartiges Sonnenschutzmittel im Vergleich zu Sonnencreme oder Sonnenlotion oft eine geringere Füllmenge auf.
Grundsätzlich kann man Sonnenschutzmittel aber preiswert kaufen. Sehr günstige Sonnenschutzmittel gibt es hier schon zu einem Preis von 8 Euro bzw. 4,99 Euro pro 100 ml. Empfehlenswerte Marken sind diesbezüglich:
- Alverde
- Australian Gold
- Avène
- Eco Cosmetics
- Garnier
- Hawaiian Tropic
- Heliocare 360°
- Ladival
- La Roche Posay
- New Layer
- Nivea
- Odyskin
- Pizbuin
In einem großangelegten Sonnenschutzmittel-Test von Stiftung Warentest aus dem Jahr 2022 ging die Garnier Ambre Solaire Hydra 24h Sonnenschutz-Milch als Sonnenschutzmittel-Testsieger hervor (Stand: 4/23). Und auch zahlreiche Discount- und Drogerie-Marken schnitten gut ab. Getestet wurde neben dem tatsächlichen Sonnenschutz auch die Umweltfreundlichkeit der Produkte.
Dabei wies die Testeinrichtung darauf hin, dass sich in zahlreichen Sonnenschutzmitteln kritische Inhaltsstoffe tummeln. Hierzu zählen unter anderem die korallenriffschädlichen UV-Filter Octinoxat und Oxybenzon sowie die Gesundheit gefährdende Inhaltsstoffe wie der erbgutschädigende Duftstoff Butylphenyl Methylpropional oder krebserregende Nanopartikel aus Titandioxid.
Tipp: Letztendlich handelt es sich auch bei Sonnenschutzmitteln um Kosmetik. Das beste Sonnenschutzmittel wäre daher eines, das vollständig auf natürliche Inhaltsstoffe setzt. Allerdings lässt sich das gerade mit Blick auf die Sonnenschutzleistung der Produkte nur schwer bewerkstelligen. Achten Sie daher zumindest darauf, dass die Liste an künstlichen Inhaltsstoffen so kurz wie möglich ist.
Die UV-Strahlen der Sonne können in drei Hauptkategorien unterteilt werden: UV-A, UV-B und UV-C. Wir wollen Ihnen in einer Liste kurz erklären, welche Eigenschaften die verschiedenen UV-Strahlen haben:
- UV-A-Strahlen: UV-A-Strahlen haben längere Wellenlängen und können tiefer in die Haut eindringen als UV-B-Strahlen. Sie sind hauptsächlich für die vorzeitige Hautalterung verantwortlich, da sie Kollagen und Elastin abbauen können, was zu Faltenbildung und Pigmentierung führt. UV-A-Strahlen können auch das Risiko für Hautkrebs erhöhen.
- UV-B-Strahlen: UV-B-Strahlen haben kürzere Wellenlängen als UV-A-Strahlen und sind für Sonnenbrand verantwortlich. Sie können die äußere Schicht der Haut schädigen und das Risiko für Hautkrebs erhöhen. UV-B-Strahlen spielen auch eine Rolle bei der Produktion von Vitamin D in der Haut.
- UV-C-Strahlen: UV-C-Strahlen sind die energiereichsten und haben die kürzesten Wellenlängen. Sie werden von der Ozonschicht in der Atmosphäre größtenteils absorbiert und erreichen normalerweise nicht die Erdoberfläche. Daher sind sie in Bezug auf Sonnenschutz weniger relevant.
Beim Kauf von Sonnenschutzmitteln sollten Sie auf spezifische Angaben und Kennzeichnungen achten, die den Schutz vor UV-A- und UV-B-Strahlen anzeigen:
- Breitbandschutz (Broad Spectrum): Diese Kennzeichnung bedeutet, dass das Sonnenschutzmittel sowohl UV-A- als auch UV-B-Strahlen blockiert. Produkte mit Breitbandschutz bieten somit einen umfassenderen Schutz vor den schädlichen Auswirkungen der Sonneneinstrahlung.
- UVA-Kennzeichnung: Einige Sonnenschutzmittel kennzeichnen den UV-A-Schutz mit einem speziellen Symbol, z. B. einem Kreis mit den Buchstaben “UVA” darin. Dies zeigt an, dass das Produkt einen ausreichenden Schutz vor UV-A-Strahlen bietet.
- UVB-Schutz: Der Sonnenschutzfaktor (SPF) auf der Verpackung gibt an, wie gut das Sonnenschutzmittel vor UV-B-Strahlen schützt. Ein höherer SPF-Wert bedeutet einen höheren Schutz vor Sonnenbrand. Es wird empfohlen, mindestens SPF 30 zu verwenden, insbesondere bei längerer Sonnenexposition.
- Wasserfestigkeit: Sonnenschutzmittel können auch als wasserfest oder sehr wasserfest gekennzeichnet sein. Diese Angabe zeigt an, wie lange der Sonnenschutz bei Kontakt mit Wasser wirksam bleibt, bevor er erneut aufgetragen werden muss.
Durch das gezielte Suchen nach Sonnenschutzmitteln mit Breitbandschutz und ausreichendem UV-A- und UV-B-Schutz können Verbraucher sicherstellen, dass sie ihre Haut effektiv vor den schädlichen Auswirkungen der Sonnenstrahlung schützen.

Möchten Sie Sonnenschutzmittel im Gesicht verwenden, sollte das Produkt auch für empfindliche Haut geeignet sein.