Ratgeberübersicht
  1. Wie erkenne ich gute Slacklines?
  2. Was für unterschiedliche Slacklines gibt es?
  3. Welche Slackline passt zu mir?
  4. Welche Slacklines sind laut Tests am besten?
  5. Was kosten Slacklines?
  6. Wie lautet das Fazit für Slacklines?

Mit einer Slackline können Sie zum Beispiel in städtischen Parks zwischen den Bäumen balancieren. Diese Trendsportart ist insbesondere in größeren Städten sehr beliebt. Es handelt sich um ein schwingendes Band mit einem Baumschutz, das zwischen 2 Bäumen oder Stangen aufgespannt wird. Sie versuchen dann, darauf kleine Kunststücke zu vollbringen oder im ersten Schritt zunächst einmal von Baum zu Baum zu balancieren.

Für Erfolg beim Slacklining ist es wichtig, die passende Slackline auszuwählen. Obwohl sich die verschiedenen Bänder auf den ersten Blick nur wenig unterscheiden, gilt es, die entsprechende Ausprägung für den eigenen Kenntnisstand zu wählen. Daher erfahren Sie in diesem Artikel mehr über Slacklines für Anfänger, für Fortgeschrittene und für Profis. Außerdem gibt es Jumplines, Rodeolines und Waterlines für bestimmte Zwecke. Achten Sie beim Kauf auf die richtige Breite und Länge und legen Sie Wert auf einen guten Baumschutz.

Slackline getestet: Eine verpackte Slackline liegt auf einem Holzboden.

Im Vergleich legen wir Wert darauf, dass eine Slackline von small foot oder anderen Herstellern aus stabilen Material besteht und bei der Befestigung an Bäumen nicht reißt.

Wie erkenne ich gute Slacklines?

Wenn Sie noch ein Neuling im Slacklining sind, gilt es, sich zunächst ausführlich mit den verschiedenen Eigenschaften dieser Sportgeräte zu beschäftigen. Denn die passende Länge und Breite des Bandes sind ausschlaggebend dafür, wie erfolgreich Sie zwischen den Bäumen oder im eigenen Garten balancieren können.

Indoor- vs. Outdoor-Slacklines

Eine erste Überlegung besteht darin, ob Sie die Slackline in einer Halle oder im Freien benutzen möchten. Die Outdoor-Slacklines sind witterungsbeständiger. Für ein Indoor-Modell ist es wichtig, ein Slackline-Gestell oder passende Haken an der Wand zu haben.

Der Vorteil am Indoor-Slacklining besteht jedoch darin, dass Sie keinen Baumschutz benötigen. Für das Balancieren im Freien ist es jedoch essenziell, die Bäume zu schützen. Andernfalls drohen empfindliche Bußgelder.

Bandlänge und Bandbreite

Kinder und Anfänger sind mit einer kurzen Slackline gut beraten. Eine Bandlänge von etwa 15 Metern ist für den Anfang völlig ausreichend. Sie ermöglicht es Ihnen, ein gutes Übungsband zu spannen. Je nachdem, wo Sie als Fortgeschrittener balancieren möchten, können Sie eine deutlich längere Slackline bis zu 40 m wählen, wenn Ihre Kenntnisse besser sind. Mit der Länge nehmen auch die Schwingungen zu.

Die Bandbreite der Slackline ist ausschlaggebend für die Sicherheit. Bei harter Spannung ist es zum Beispiel wesentlich leichter, auf breiten Gurten zu gehen. Fortgeschrittene sind mit einem dünneren Band besser beraten, da es eine größere Herausforderung darstellt. Für Anfänger sind 50 mm ideal.

Material

Achten Sie beim Kauf auf die Angabe der Bruchlast. Diese gibt Hinweise darauf, wie viel Last die Slackline verträgt, bevor sie zerreißt oder aus der Befestigung bricht. Die Gewichtsangaben sind hoch (2 bis 4 t), jedoch handelt es sich hier um die Kraft, die auf die Slackline wirkt.

Ideal ist es, wenn Sie eine belastbare Slackline aus Kunststofffaser wählen. Diese sollte bis zu 4 Tonnen Gewicht tragen können, um zum Beispiel auch Sprünge oder das gleichzeitige Balancieren zweier Personen auszuhalten.

Befestigung

Insbesondere beim Outdoor-Klettern ist eine sichere Befestigung der Slackline essenziell. Wählen Sie daher eine Slackline mit einem Befestigungsset. Dazu sollte unter anderem ein Baumschoner gehören, der dafür sorgt, dass Sie keine unerwünschten Spuren an den Bäumen hinterlassen.

Die Sicherheit geht immer vor. Wählen Sie daher stets belastbare Objekte zur Befestigung der Slackline und beachten Sie die mitgelieferte Anleitung. Die mitgelieferte Ratsche ist hilfreich, sollte aber vorsichtig verwendet werden. Wenn Pfosten vorhanden sind, bieten diese meist hohe Sicherheit.

Im Test: Vor einer hellen Wand auf einem Holzboden steht eine verpackte Slackline.

Slacklines können sich in Länge und Breite unterscheiden. Dieses Modell von small foot ist für Kinder ab 7 Jahren geeignet.

Was für unterschiedliche Slacklines gibt es?

Slacklines unterscheiden sich vor allem in ihrer Länge und Breite. Für Anfänger sind kurze und breite Gurte besonders gut geeignet, denn so können Sie Ihr Gleichgewicht finden und die Koordination trainieren. Wer schon fortgeschritten ist, kann sich auf langen und dünnen Gurten probieren.

Slacklines für Anfänger

Für Anfänger und für Kinder ist das Slacklinen auf relativ kurzen Bändern von etwa 15 Metern Länge ideal. Bei dieser Variante haben Sie weniger Schwingungen beim Balancieren, was die ersten Versuche deutlich leichter macht.

Außerdem überzeugen die kürzeren Bänder mit mehr Trittfläche und Stabilität. Sie können darauf also kleine Kunststücke einüben und sogar mit mehreren Personen balancieren. Für Familien mit Kindern, die den neuen Sport gern ausprobieren möchten, ist diese Art der Slackline daher ideal.

    Vorteile
  • Weniger Schwingungen
  • Größere Trittfläche
  • Auch für Kinder geeignet
    Nachteile
  • Eher kurz
  • Für Fortgeschrittene zu einfach

Slacklines für Fortgeschrittene

Alle, die schon etwas länger auf der Slackline unterwegs sind und sich eine neue Herausforderung wünschen, können ihr Glück mit einem längeren Gurt bis zu 40 Metern probieren. Die Breite beträgt normalerweise 50 mm.

Auf diesem Band können Sie ideal Ihre Kenntnisse im Slacklining ausüben. Machen Sie Ihre ersten Tricks und üben Sie sich darin, auch auf einer etwas wackligeren Slackline stets das Gleichgewicht zu halten. Zum Üben ist ein Set-Up in einer Halle oft empfehlenswert. Denken Sie an entsprechende Matten oder eine andere Polsterung.

    Vorteile
  • Gut zum Üben geeignet
  • Länger als die Anfänger-Slackline
  • Vergleichsweise breit
    Nachteile
  • Nicht für Kinder zu empfehlen
  • Nicht so viel Dehnung wie die Profi-Gurte

Slacklines für Profis

Nach jahrelanger Erfahrung ist es oft an der Zeit, auf eine richtige Profi-Slackline zu wechseln. Diese eignet sich für alle, die auch auf dünnen Gurten balancieren können. Sie erhalten bei dieser Variante eine geringe Gurtbreite, die recht anspruchsvoll ist.

Für eindrucksvolle Tricks und Sprünge ist diese lange und sehr schlanke Slackline genau die richtige Wahl. Nehmen Sie sich jedoch stets ausreichend Zeit für das Üben und priorisieren Sie Ihre Sicherheit, insbesondere bei den Kunststücken. Erlauben Sie es Anfängern nicht, die Slackline auszuprobieren.

    Vorteile
  • Gut für Kunststücke geeignet
  • Lang und dünn
    Nachteile
  • Nicht für Anfänger und Kinder geeignet
  • Hohe Dehnung, daher sehr wackelig

Welche Slackline passt zu mir?

Nun haben Sie einen ersten Eindruck der verschiedenen Slackline Arten. Als Nächstes geht es daran, die passende Variante zu Ihrem Bedarf auszuwählen. Beachten Sie, dass eventuell auch andere Personen die Slackline nutzen möchten. Sie sollte daher zu der ganzen Familie passen.

Ein Slackline-Set für die ganze Familie

Für Slackliner, die sich zunächst einmal in diesem Sport ausprobieren möchten, ist ein familientaugliches Einsteigerset die beste Wahl. Die ganze Familie kann sich auf den breiten und kurzen Bändern versuchen, die Sie ohne Probleme im Garten anbringen können.

Insbesondere für kleine Kinder ist es ideal, früh das Gleichgewicht zu schulen. Sie legen somit eine gute Basis für den späteren Sportunterricht. Beachten Sie, dass die Slackline eine sichere Befestigung und einen Baumschutz für Ausflüge in den Park beinhaltet. Auch Schäkel sollten zum Set gehören. Dabei handelt es sich um einen U-förmigen Bügel, der als Verschluss fungiert. Die geringen Anschaffungskosten dieser Slacklines sind ideal, da sie so ausprobiert werden können, ohne den Geldbeutel überzustrapazieren.

Zu beachten ist jedoch, dass einfachen Slacklines mit einiger Zeit möglicherweise nicht mehr lang genug sein könnten. Wenn die Fortschritte größer werden, kann sich ein Umstieg auf eine andere Art von Slackline lohnen.

Jumplines und Rodeolines für Sprünge auf der Slackline

Wenn Sie schon fortgeschritten sind, können Sie aus einer großen Auswahl an Slacklines wählen. Es gibt sogenannte Jumplines und Rodeolines, die sich besonders gut für gewagte Sprünge eignen. Mit einer Longline überbrücken Sie große Distanzen und mit einer Highline können Sie richtige Hochseilakrobatik durchführen. Hiermit können Sie neue Kunststücke lernen und so zu neuen Höchstleistungen aufsteigen.

Denken Sie aber auch daran, dass sich die Profi-Slackline meist für verschiedene Zwecke einsetzen lässt. Solange die Befestigung zuverlässig funktioniert, können Sie Ihre Slackline auch höher als gedacht anbringen oder mit neuen Sprüngen experimentieren.

Die große Variabilität und die Hochwertigkeit der Materialien haben jedoch ihren Preis. So sind diese Slacklines im Vergleich zu anderen Arten recht teuer. Wenn das Balancieren und Erlernen von Kunststücken jedoch zu Ihren großen Leidenschaften zählen, macht sich die Investition sicher bezahlt.

Waterlines für Balance auf dem Wasser

Falls Sie es etwas waghalsiger mögen, ist die Balance über dem Wasser eventuell interessant für Sie. Dazu benötigen Sie eine Slackline aus wasser- und wetterdichtem Material, die sich entsprechend befestigen lässt.

Da Sie am Wasser, anders als im Park, nicht immer genau die passenden Bäume finden, sollten Sie in ein Slackline-Set mit passender Befestigung und Pfosten investieren. Überlegen Sie sich außerdem, welche Schutzkleidung zu Ihrem Abenteuer passt. Im Winter ist zum Beispiel ein Neoprenanzug empfehlenswert. Da die entsprechende Schutzkleidung beim Slacklinen über Wasser enorm wichtig ist und zudem einige Vorerfahrung benötigt wird, sollten Sie davon absehen, Interessierte zum Ausprobieren einzuladen.

Vor einem Regal steht eine getestete Slackline in Originalverpackung.

Bei dieser Slackline von small foot ist das Material für die stabile Befestigung im Lieferumfang enthalten.

Welche Slacklines sind laut Tests am besten?

Bisher hat die Stiftung Warentest noch keinen Test zum Thema Slackline veröffentlicht. Auch bei ÖKO-TEST sind keine Angaben auffindbar. Sollte es dort neue Vergleiche geben, werden Sie auf dieser Seite darüber informieren.

Jedoch haben andere Tests zu diesem Thema ergeben, dass die Modelle der Marken Gibbon und Elephant besonders gut abgeschnitten haben. Entsprechende Outdoor-Magazine und Hobbyseiten bieten viele Informationen zum Thema Slacklines.

Wichtig ist auch, dass Sie Ihre Sicherheit stets an erster Stelle platzieren. Beachten Sie daher beim Slacklining die folgenden Sicherheitshinweise:

  • Schließen Sie die Ratsche korrekt
  • Testen Sie die Slackline mit einem Fuß, bevor Sie mit dem Balancieren beginnen
  • Kinder sollen nur in geringer Höhe über dem Boden balancieren
  • Für Sprünge und Kunststücke sollten Sie den Boden mit Matten auslegen
  • Ein weicher Untergrund wie Rasen oder Sand ist ideal geeignet
  • Nutzen Sie als Anfänger kurze und stabile Slacklines, die starke Spannung haben
  • Stützen Sie sich gegenseitig
  • Wählen Sie die Ankerpunkte zum Spannen, wie etwa die Wandhalterung, klug aus
  • Überschätzen Sie sich nicht selbst
  • Widerstehen Sie der Versuchung, vor einem Publikum waghalsig zu werden
  • Beim Balancieren über Wasser ist besondere Vorsicht geboten

Was kosten Slacklines?

Die Preise von Slacklines bewegen sich alle in einem recht ähnlichen Rahmen. Dabei gilt jedoch, dass die Gurte für Fortgeschrittene teurer sind als die Slacklines für Anfänger. Auch Breite und Länge der Slackline haben einen Einfluss auf den Preis.

Anfänger-Slacklines: Ab 30 Euro

Eine relativ kurze und breite Slackline erhalten Sie schon ab einem Preis von etwa 30 Euro. Diese robusten Gurte bieten viel Sicherheit und Stabilität. Für die ersten Schritte auf dem Band sind sie ideal.

Auch für Kinder sollten Sie eine Anfänger-Slackline wählen. Achten Sie darauf, dass die Befestigung leicht zu bedienen ist und dass neben der Ratsche auch ein guter Baumschutz im Set enthalten ist.

Fortgeschrittenen-Slacklines: Ab 70 Euro

Wenn Sie schon ein wenig Erfahrung im Balancieren haben, ist eine längere und dünnere Slackline die richtige Wahl. Diese federt ein wenig mehr, ist aber noch vergleichsweise stabil und ermöglicht es Ihnen, die nötige Übung zu sammeln. Wichtig ist, dass Sie Matten und weitere Polsterungen nutzen, um sich nicht zu verletzen. Die Kosten dafür bewegen sich im Rahmen zwischen 70 und 100 Euro.

Für die ersten Kunststücke auf der Slackline eignen sich diese Varianten ideal. Sie können den Gurt meist sowohl Indoor als auch Outdoor nutzen. Er sollte wasserfest und zugleich leicht sein, damit Sie ihn gut transportieren können.

Profi-Slacklines für: Um die 100 Euro

Es gibt eine große Auswahl an verschiedenen Slacklines für Profis. Diese unterscheiden sich technisch nicht so sehr voneinander, eignen sich aber je nach ihrem Design und ihrer Befestigung für verschiedene Zwecke. Preislich ordnen sich die Profi-Slacklines im Rahmen um die 100 Euro ein.

Rodeolines, Jumplines, Waterlines, Highlines und verwandte Modelle sollten ausschließlich von Profis genutzt werden. Es liegt in Ihrer Verantwortung, keine Laien auf das Band zu lassen und selbst vorsichtig mit der Slackline umzugehen. Sie können die Sprünge und Kunststücke zunächst auf einer Fortgeschrittenen-Slackline üben, bevor Sie sich auf die ganz dünnen Modelle wagen. Denken Sie daran, dass die eigene Sicherheit immer Priorität haben sollte.

Viele Profis besitzen mehrere Slacklines. Außerdem ist es wichtig, passendes Zubehör und gute Outfits zu wählen, die Ihnen das Hobby erleichtern. Bedenken Sie, dass hierfür weitere Kosten auf Sie zukommen können. Wählen Sie ein praktisches Set, um mit der Profi-Slackline alles Nötige auf einmal zu kaufen.

Wie lautet das Fazit für Slacklines?

Beim Slacklining handelt es sich um ein angesagtes und spannendes Hobby, das Sie auf vielen Ebenen fordern wird. Zudem lässt sich die Slackline ganz leicht transportieren und sowohl in einer Halle als auch im eigenen Garten, am Strand oder im Park aufspannen. Sie eignet sich für die ganze Familie. Achten Sie beim Kauf auf die folgenden Kriterien:

  • Überlegen Sie zunächst, ob Sie die Slackline vor allem Indoor oder Outdoor nutzen möchten
  • Dementsprechend sollte das Set die passende Befestigung enthalten
  • Für das Outdoor-Slacklining ist ein Baumschutz essenziell
  • Längere und dünnere Bänder sind für Profis geeignet
  • Anfänger sollten auf kurzen Bändern unter 15 m starten, die viel Stabilität und Platz für den Fuß bieten
  • Beachten Sie stets Ihre eigene Sicherheit und stellen Sie sicher, dass die Befestigung perfekt sitzt
  • Ein Set für die ganze Familie ist ideal für den Einstieg
  • Für besondere Kunststücke können Sie eine Jumpline, Rodeoline, Highline oder Waterline nutzen
  • Zögern Sie nicht, sich gegenseitig abzustützen und verzichten Sie auf allzu waghalsige Kunststücke
  • Für etwa 30 Euro erhalten Sie Anfänger-Slacklines
  • Profi-Slacklines sind länger und dünner; sie kosten etwa 100 Euro

Wenn Sie nun wissen, welches Slackline-Modell am besten für Sie geeignet ist, finden Sie hier eine kleine Auswahl an passenden Produkten.

Im Video vorgestellt: Slackline

Das YouTube-Video “Slackline für Anfänger – Erste Schritte, einfache Tricks und das richtige Mindset” von Fit & Schmerzfrei bietet eine umfassende Einführung in die Welt des Slacklinens. Es erklärt die Grundlagen des Setups und zeigt Anfängern einfache Tricks, um ihre Balancierfähigkeiten zu verbessern. Das Video betont auch die Bedeutung eines positiven Mindsets und gibt Ratschläge, wie man Ängste überwindet und Fortschritte auf der Slackline macht.