
Auf diesem Bild sehen wir einen Makita-Schwingschleifer “BO3711J” mit elektronischer Drehzahlvorwahl.
Schwingschleifer sind die im Hobby- und Hausgebrauch verbreitetsten Schleifmaschinen. Um die für Sie passende Variante zu finden, sollten Sie vor dem Kauf die wichtigsten Eigenschaften des Schwingschleifers kennen. Hier eine Übersicht:
Watt- und Schwingzahl: Geben die Power und Effizienz an
Je mehr Leistung Ihr Schwingschleifer hat, desto schneller kommen Sie auch auf großen Flächen voran. Die Wattzahl der meisten Schwingschleifer liegt zwischen 200 und 500 Watt, was für Hobby- und Heimwerker-Zwecke völlig ausreichend sein dürfte. Profi-Modelle für den industriellen Gebrauch weisen hingegen eine Leistung von 700 bis 2.400 W auf. Aber auch Geräte mit der gleichen Wattangabe können unterschiedlich stark sein. Das liegt daran, dass Motoren die aufgenommene Energie nicht immer gleich effizient verwerten.
Neben der Wattzahl spielt auch die Schwingzahl eine bedeutende Rolle, denn sie gibt die Geschwindigkeit der Bewegungen an. Je mehr das Gerät hier leistet, desto schneller und besser macht es seine Arbeit. Gute Geräte sollten mindestens 12.000 Umdrehungen pro Minute haben. Der Schwingkreis-Durchmesser gibt dagegen an, wie weit sich das Schleifpapier hin- und herbewegt. Je größer der Schwingkreis, umso schnellere Fortschritte erzielen Sie während des Schleifens. Mit einem Schwingkreis von etwa 2 mm halten Sie den Schwingschleifer gut unter Kontrolle und können trotzdem großflächig arbeiten.
Schleifpapier: Sollte leicht zu wechseln sein
Um mit dem Schwingschleifer arbeiten zu können, benötigen Sie Schleifpapier oder -vlies, welches auf der Schleiffläche angebracht wird. Je nach Material bieten sich Ihnen verschiedene Körnungsgrade. Achten Sie darauf, dass sich das Schleifpapier leicht wechseln lässt. Bei einigen Geräten kann ausschließlich Schleifpapier des gleichen Herstellers eingespannt werden, was unter Umständen zu höheren Kosten führt.
Handhabung: Ergonomisch arbeitet es sich leichter
Schwingschleifer mit ergonomisch geformten oder gummierten Griffen liegen besonders gut in der Hand. Dann entstehen auch bei langen Arbeiten keine Blasen, Druckstellen oder Schwielen. Hochwertige Geräte sind zudem oft mit mehreren Griffen ausgestattet, um eine noch bessere Kontrolle zu gewährleisten. Zu kurze oder lange Kabel werden während der Arbeit schnell zum Hindernis. Achten Sie daher auf die Kabellänge oder wählen Sie ein akkubetriebenes Gerät.
Ein weiterer wichtiger Punkt hinsichtlich der Handhabung ist die individuell einstellbare Drehzahl. So können Sie die Umdrehungszahl des Geräts selbst auf das zu bearbeitende Material anpassen, denn für das Schleifen einer massiven Holzplatte benötigen Sie mehr Leistung als für präzise, feine Arbeiten.
Weitere Eigenschaften: Das sollten Sie außerdem wissen
Die Schwingschleifer, die Sie später im Bereich der Testergebnisse kennenlernen, sind bereits alle mit einer praktischen Staubabsaug-Funktion ausgestattet. Arbeiten Sie oft mit dem Gerät, kann der entstehende Feinstaub auf Dauer gesundheitsschädlich sein. Dank der Absaugung wird der Abrieb sofort im Absaugbehälter gesammelt, sodass dieser nicht mehr frei durch die Luft schwebt und in Ihre Atemwege gelangt.
Auch Modelle mit einem Anschluss für externe Staubsauger sind empfehlenswert. Markenmodelle verfügen zudem in der Regel über praktisches Zubehör. Häufig werden Schleifpapiere, Schleifpapierstanzen zur Herstellung von Löchern und Aufbewahrungskoffer mitgeliefert.