Ratgeberübersicht
  1. Wie erkenne ich gute Schwimmflügel?
  2. Was für unterschiedliche Schwimmflügel gibt es?
  3. Welche Schwimmflügel passen zu mir?
  4. Welche Schwimmflügel sind laut Tests am besten?
  5. Was kosten Schwimmflügel?
  6. Wie lautet das Fazit für Schwimmflügel?

Mit den Schwimmhilfen an beiden Ärmchen kann sich das Kind langsam an die Tiefe unter sich gewöhnen und der Auftrieb hält den kleinen Menschen an der Wasseroberfläche.

Das sind die besten Voraussetzungen, schon in sehr jungem Alter die Angst vor dem Wasser zu verlieren und später zu einem guten und sicheren Schwimmer zu werden. Zudem profitieren kleine Kinder sehr von der Bewegung im Wasser: Die motorische Entwicklung wird gefördert, Muskeln und Immunsystem und vor allem das Selbstbewusstsein des Kindes werden gestärkt. Trotz Schwimmhilfen dürfen die kleinen Nichtschwimmer nie aus den Augen gelassen werden und bedürfen ständiger Aufsicht eines Erwachsenen.

Originalverpackte Schwimmflügel im Test in einem Regal vor anderen Produkten.

Schwimmflügel sind unterschiedlich aufgebaut. Hier ist ein Modell von NABAIJI aus Styropor zu sehen.

Wie erkenne ich gute Schwimmflügel?

Schwimmflügel bestehen aus mit Luft gefüllten Kammern, die im Wasser für Auftrieb sorgen und den Kopf des Kindes über Wasser halten. Alternativ zu den Luftkammern können schwimmbare Materialien wie Styropor eingesetzt werden. Schwimmflügel für Kinder müssen vor allen Dingen sicher sein, ein gutes Handling und einen hohen Tragekomfort aufweisen.

Hauptsächlich 3 Varianten haben sich am Markt durchgesetzt: Das traditionelle eckige Zweikammerluftsystem, die runden Einkammer-Schwimmflügel mit Styroporkern und die Schwimmscheiben aus reinem Styropor. Hier erfahren Sie, worauf Die beim Schwimmflügelkauf achten müssen, damit Ihr Kind sicher im Wasser planschen kann.

Gute Schwimmflügel benötigen vor allem die richtige Passform, um ein Höchstmaß an Sicherheit für Ihr Kind zu gewährleisten. Darüber hinaus sollten Sie selbstverständlich ein Augenmerk auf den Tragekomfort haben. Ihr Kind wird die Flügel nur dann gerne anziehen, wenn Nähte und Material nicht unangenehm auf der Haut scheuern.

Größe: Passend zum Kind

Schwimmflügel gibt es in unterschiedlichen Größen. Achten Sie bei den Herstellerangaben auf das empfohlene Alter und das maximale Körpergewicht. Nicht nur für Kinder gibt es Schwimmflügel, auch bei erwachsenen Nichtschwimmern und Senioren kommen diese Schwimmhilfen zum Einsatz. In der Regel wird nachfolgenden Kriterien unterteilt:

  • Schwimmflügel für Babys und Kleinkinder bis maximal 6 Jahre und 30 kg
  • Schwimmflügel für Kinder von 1 bis 6 Jahren und maximal 60 kg
  • Schwimmflügel für Erwachsene mit besonders großem Oberarmumfang und einem Gewicht von über 60 kg

Passform: Angenehm aber fest

Stimmen die Angaben über Körpergröße und Gewicht Ihres Kindes überein, sollten Sie den richtigen Sitz der Schwimmflügel genau überprüfen. Die Schwimmflügel sollten sowohl im Trockenen wie auch im Nassen fest am Oberarm sitzen, dabei aber nicht einschnüren oder scheuern. Beachten Sie, dass verschiedene Materialien unterschiedliche Rutscheigenschaften besitzen, vor allem wenn sie nass sind.

Sicherheit: Auf die Kennzeichnung achten

Achten Sie beim Schwimmflügelkauf auf Normen und Sicherheitskennzeichen. Vor allem die auf der Verpackung angegebene Kennzeichnung EN 13138 ist wichtig. Sie gibt an, dass die Schwimmhilfe nach Sicherheitsnormen geprüft ist. Da es sich bei Schwimmhilfen nicht um Spielzeug, sondern eine Sicherheitsausrüstung handelt, sollte diese Zertifizierung angegeben sein.

Ebenso sollten die Schwimmhilfen das CE-Zeichen aufgedruckt haben. Es sagt aus, dass ein Produkt entsprechend den zugrundeliegenden Normen hergestellt ist und in Europa verkauft werden darf. Weitere mögliche Prüfsiegel können vom TÜV ausgestellt worden sein und das GS-Zeichen über geprüfte Sicherheit gibt zusätzlich Auskunft, dass die Schwimmflügel den Anforderungen des Produktsicherheitgesetzes unterliegen.

Materialien: Kunststoff, Neopren oder Styropor

Moderne Schwimmflügel bestehen in der Regel aus Kunststoff, Neopren oder Styropor sowie aus einer Kombination dieser Materialien. Die üblichen aufblasbaren Schwimmflügel bestehen meist aus Kunststoff und werden mit Luft gefüllt, damit sie im Wasser Auftrieb haben. Schwimmflügel aus Neopren werden ebenfalls mit Luft gefüllt, bieten aber laut Herstellerangaben materialbedingt einen höheren Tragekomfort und sind aufgrund der Robustheit des Materials langlebiger.

Styropor kommt bei Schwimmscheiben zum Einsatz, die sich einzeln über den Arm ziehen lassen. Bei runden Schwimmflügeln wird die aufblasbare Variante mit einem Styroporkern kombiniert. Generell sollte auf die Robustheit des Materials und eine nicht so rutschige Oberflächenbeschaffenheit Wert gelegt werden. Ebenso dürfen keine scheuernden Nähte die zarte Kinderhaut berühren.

Nützliche Extras: Auffällige Farben oder Motive

Schwimmflügel werden in einer Vielzahl von Farben angeboten. Zum einen findet sich häufig ein knalliges Orange, das als leicht erkennbare Signalfarbe dient und damit ein weiteres Sicherheitsmerkmal darstellt. Kinder lieben allerdings die bunt bedruckten Schwimmflügel mit Motiven meist mehr. Da müssen Sie als Eltern abwägen, ob Sie vielleicht nicht doch den Geschmack des Kindes bei der Optik der Schwimmflügel mit einbeziehen. Je besser die Schwimmflügel dem Kind gefallen, umso lieber werden sie auch getragen.

Ein weiteres nützliches Extra ist die nahtlose Verarbeitung der Schwimmflügel oder eine spezielle Auskleidung der Bereiche, die direkt auf der Haut anliegen. So werden Druckstellen und ein Aufscheuern der Haut zuverlässig vermieden.

Schadstofffreiheit

Beim jüngsten Test der Stiftung Warentest 2011 fielen doch einige schädliche Stoffe in den Schwimmflügeln auf und auch die Zeitschrift Öko Test konnte 2018 nicht bei allen Schwimmflügeln grünes Licht geben. Wenn auch meist nur in niedrigen Konzentrationen, wurden polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, Weichmacher, zinnorganische Verbindungen und Blei gefunden. Für den Verbraucher ist es sehr schwer, die mögliche Schadstoffbelastung eines Produkts einzuschätzen. Berücksichtigen Sie beim Kauf deshalb immer Testergebnisse seriöser Institute und Qualitätskennzeichen.

Im Test: Zwei Schwimmflügel von der Seite auf anderen Produkten liegend.

Beim Kauf von Schwimmflügeln von NABAIJI oder anderen Marken ist auf die Größe zu achten, damit auch bei längerem Tragen für Komfort gesorgt ist und die Schwimmhilfe nicht verrutscht.

Was für unterschiedliche Schwimmflügel gibt es?

Es gibt die unterschiedlichsten Schwimmhilfen auf dem Markt. Schwimmflügel, aber auch Schwimmwesten, sitzen fest am Oberkörper des Kindes beziehungsweise an den Ärmchen. So können sie nicht im Wasser verlorengehen. Bei den Schwimmflügeln unterscheidet man vor allem die Form und das Material. Neben der klassischen aufblasbaren Form finden sich immer häufiger eine runde aufblasbare Form und die Schwimmscheiben aus Styropor.

Zusätzlich werden als Schwimmhilfen noch Schwimmflügel mit Brustgurt oder Schwimmwesten angeboten. Hierbei wird neben der vertikalen auch die horizontale Lage unterstützt. Diese Schwimmhilfen sind weniger zum Planschen geeignet, sondern unterstützen das Kind in den unterschiedlichen Phasen des Schwimmenlernens. Für ganz kleine Babys eignet sich am ehesten ein Schwimmreif mit eingebautem Sicherheitssitz.

Eckige Schwimmflügel

Eckige Schwimmflügel sind so etwas wie die Klassiker. Sie sind praktisch, da sie einfach nur aufgeblasen werden müssen. Für den Transport lassen sie sich platzsparend verstauen. Diese Modelle sitzen fest am Arm und sind in verschiedenen Farben erhältlich.

    Vorteile
  • 2 Luftkammern, die Druck auf dem Oberarm ausüben
  • Hohe Sicherheit durch guten Sitz
    Nachteile
  • Stehen deutlich ab und können die Bewegungsfreiheit einschränken

Runde Schwimmflügel

Runde Schwimmflügel besitzen nur eine Luftkammer und zusätzlich einen Schaumkern. Allgemein gilt der Tragekomfort dieser Modelle als besonders hoch, auch die Bewegungsfreiheit wird nicht eingeschränkt. Dafür sind sie meist etwas teurer in der Anschauung und nicht ganz so platzsparend wie eckige Varianten.

    Vorteile
  • Schnell und einfach anzuwenden
  • Absicherung durch zusätzlichen Schaumkern
  • Hoher Tragekomfort, da mehr Bewegungsfreiheit
  • Zum Teil auch für Kinder unter einem Jahr geeignet
    Nachteile
  • Nur eine Luftkammer
  • Nicht anpassbar an den Oberarm des Kindes
  • Manche runde Schwimmflügel muss das Kind vor dem Aufblasen anziehen

Schwimmscheiben aus Styropor

Schwimmscheiben aus Styropor werden nicht aufgepustet, dadurch sind sie jederzeit einsatzbereit. Zu beachten ist allerdings, dass der Armdurchmesser festgelegt ist. Wenn der Kinderarm nicht gut hineinpasst, können die Scheiben verrutschen. Die Schwimmscheiben eignen sich nicht so gut für den Transport, dafür aber zur unproblematischen Lagerung direkt im Schwimmbad.

    Vorteile
  • Kein Aufblasen notwendig
  • 3 Scheiben ermöglichen das Reduzieren der Schwimmunterstützung
  • Gute Bewegungsfreiheit
    Nachteile
  • Können leichter verrutschen
  • Nehmen viel Platz weg

Schwimmflügel mit Brustgurt und Schwimmwesten

Diese Modelle sind besonders flexibel und zum Schwimmenlernen sehr gut geeignet. Sie halten das Kind horizontal über Wasser. Wenn der Nachwuchs schon recht sicher im Becken unterwegs ist, können Sie einzelne Elemente abnehmen und den Weg zum selbstständigen Schwimmen nach und nach ebnen.

    Vorteile
  • Unterstützen vor allem die Phasen des horizontalen Schwimmens
  • Schaumstoffelemente können zum Teil dem Fortschritt entsprechend abgenommen werden
    Nachteile
  • Viel Material am Körper des Kindes
  • Weniger zum Spielen und Planschen geeignet
  • Aufwendig zum Anziehen

Welche Schwimmflügel passen zu mir?

Die richtige Schwimmhilfe: Für das Babyschwimmen

Ab etwa 3 Monaten können gesunde Babys am Babyschwimmen teilnehmen. Babyschwimmen unterstützt die Bewegungsfreude, aber auch die motorische und geistige Entwicklung des Kindes. Vom Prinzip her ist in diesem jungen Lebensalter keine Schwimmhilfe notwendig und eher hinderlich. Es sollte zudem darauf geachtet werden, dass die Babys häufiger auf dem Rücken schwimmen, da die Nackenmuskulatur noch nicht so stark ausgebaut ist, um den Kopf lange hochzuhalten.

Wenn Sie als Eltern doch eine Unterstützung im Wasser haben möchten, eignet sich in diesem Alter am besten ein Reifen mit einem Gurt- oder Liegeeinsatz. Sobald die Muskulatur ausgeprägter ist, können Sie auf Schwimmscheiben oder auf runde Schwimmflügel wechseln, die über einen zusätzlichen Styroporkern verfügen.

Schwimmflügel: Für die jungen Wilden

Ab 1 Jahr können Kleinkinder fast alle Schwimmflügel-Typen tragen. Allerdings sollten Sie immer genau auf die Angaben bezüglich der Größe und des Gewichts achten. Im Freibad steht der Spiel- und Wasserspaß eindeutig im Vordergrund. Die Flügel müssen schnell an- und ausgezogen werden und es darf nicht auf der Haut scheuern. Die Kinder wollen sich möglichst frei bewegen und in ihrer Mobilität wenig durch die Schwimmflügel beeinträchtigt werden.

Hier eignet sich das Zweikammersystem gut, da die Schwimmflügel wenig Platz wegnehmen und schnell aufgepustet sind. Aber auch die runden Schwimmflügel kommen durchaus in Frage. Wichtig ist, dass die Passform stimmt und dass Ihr Kind die Schwimmflügel gerne trägt.

Schwimmflügel: Zum Schwimmen lernen

Ab einem Alter von 4 Jahren sollte man wasserbegeisterte Kinder schon langsam auf das Schwimmen lernen vorbereiten. Manche Schwimmflügel bieten dabei gute Unterstützung. Die Schwimmscheiben aus Styropor bestehen aus 3 Scheiben pro Arm, die je nach Fortschritt sukzessive reduziert werden können. Der Auftrieb des Kindes sinkt mit jeder Scheibe weniger und es muss aktiv mithelfen, sich über Wasser zu halten.

Auch Schwimmwesten eignen sich sehr gut zum Schwimmen Lernen und unterstützen das Kind vor allem in der horizontalen Lage. Die Styroporteile der Schwimmweste liegen in der Körpermitte und so muss das Kind mit Armen und Beinen mithelfen, damit der Kopf über Wasser bleibt. Auch bei den Schwimmwesten kann man einzelne Elemente abnehmen und vermindert so den Auftrieb.

Schwimmflügel getestet: Das originalverpackte Produkt liegt auf einem grauen Boden.

Hier sehen wir Schwimmflügel von NABAIJI, die vor Gebrauch nicht aufgeblasen werden müssen, da sie aus Styropor bestehen.

Welche Schwimmflügel sind laut Tests am besten?

Die Stiftung Warentest hat sich im Jahr 2011 mit dem Thema Schwimmflügel beschäftigt und damals fielen schon viele Modelle mit einem zu hohen Schadstoffgehalt auf. 2018 hat ÖKO-Test die Schwimmhilfen in Bezug auf den Schadstoffgehalt unter die Lupe genommen. Auch da wurde in einigen Modellen eine zu hohe Schadstoffbelastung gefunden.

Was kosten Schwimmflügel?

Generell handelt es sich bei Schwimmflügeln um kein teures Produkt, aber die Spanne beim Kauf von Schwimmflügeln ist recht hoch und reicht von 4 € bis etwa 35 €. Teuer heißt aber nicht unbedingt gleich besser. Ebenso sollten Sie die Schwimmflügel nicht im Ausland während des Urlaubs erwerben, da eventuell die erforderlichen Sicherheitsnormen fehlen.

Günstiger Einstiegspreis für aufblasbare Schwimmflügel: Ab 4 Euro

Rechteckige aufblasbare Schwimmflügel mit Doppelkammersystem bekommen Sie bereits ab einem Preis von 4 €. Diese Schwimmflügel aus Kunststoff erfüllen durchaus ihren Zweck, sie sollten aber beachten, dass Sicherheitsventile verbaut sind. Ebenfalls kann es sein, dass bei den günstigen Produkten die Nähte scheuern und der Tragekomfort deshalb geringer ist.

Schwimmscheiben und runde Schwimmflügel: Zwischen 20 bis 30 Euro

Für Schwimmscheiben und runde Schwimmflügel, die ein Luftkammersystem und ein zusätzliches Styroporinnenteil haben, steigt der Preis nochmals an und liegt zwischen 20 € und 30 €. Der Testsieger von Flipper kostet um 21 €, für andere Modelle müssen Sie fast 30 € anlegen. Dafür bekommen Sie aber auch ein schadstofffreies Produkt, das Ihr Kind lange begleitet.

Wie lautet das Fazit für Schwimmflügel?

Nach diesem Vergleich der verschiedenen Ausführungen von Schwimmflügeln und ihren Eigenschaften haben Sie einen guten Überblick über die Optionen für Ihr Kind. Je nach Alter Ihres Kindes können Sie nun die passende Wahl treffen, damit Sie im Schwimmbad gemeinsam mit Ihrem Kind viel Spaß haben. Für einen besseren Überblick haben wir Ihnen an dieser Stelle noch einmal die wichtigsten Informationen zusammengefasst:

  • Es gibt 3 Variationen: Aufblasbar, aus Styropor oder eine Kombination aus beidem
  • Achten Sie auf die richtige Passform und die korrekte Alters- und Gewichtsangabe
  • Achten Sie auf die Sicherheitskennzeichen auf der Verpackung
  • Schwimmflügel dürfen keine Schadstoffe enthalten
  • Für ganz kleine Babys sind Schwimmflügel nicht geeignet, erst aber etwa 8 Monaten und auch nur spezielle Modelle.
  • Kleinkinder ab einem Jahr können Schwimmflügel tragen
  • Zum Schwimmen lernen eignen sich vor allem Schwimmgurte und Schwimmscheiben, da Elemente abnehmbar sind
  • Einfache aufblasbare Schwimmflügel mit Doppelkammersystem erhalten Sie ab 4 €
  • Runde Schwimmflügel mit einer Luftkammer und Styroporinnenteil kosten bis zu 30 €

Nach dieser Kaufberatung wissen Sie nun, welche Schwimmflügel am besten zu Ihrem Kind passen. Hier finden Sie eine Auswahl an empfehlenswerten Modellen – wir wünschen Ihnen und Ihren Kindern viel Spaß beim Planschen!