Ratgeberübersicht
  1. Wie erkenne ich gute Schwimmbrillen?
  2. Was für unterschiedliche Schwimmbrillen gibt es?
  3. Welche Schwimmbrille passt zu mir?
  4. Welche Schwimmbrillen sind laut Tests am besten?
  5. Was kosten Schwimmbrillen?
  6. Wie lautet das Fazit für Schwimmbrillen?

Schwimm- und Freibäder sind fantastische Orte, um Sport zu treiben. Doch das in den Augäpfeln brennende Chlor kann ohne Schutz stören. In natürlichen Gewässern sorgen Produkte von Speedo, Aqua Sphere oder Decathlon für bessere Sicht. Außerdem wirken Sie mit der passenden Schwimmbrille sportlicher und schützen die Augen zusätzlich vor UV-Licht, sofern es ein getöntes Modell ist.

Gute Schwimmbrillen sitzen richtig und lassen sich an verschiedene Kopfformen anpassen. Zudem ist Wasserdichtheit unumgänglich, da sonst der gewünschte Effekt ausbliebe. Sie haben die Wahl zwischen Saugnapfbrillen, Schwedenbrillen und Schwimmmasken. Eine Taucherbrille ist keine Schwimmbrille, denn sie bringt einen zusätzlichen Nasenerker oder Nasenschutz mit, der die Nase vor eindringendem Wasser bewahrt.

Eine verpackte Schwimmbrille im Test an einer Wand lehnend.

Diese Schwimmbrille von SUNDANCE ist speziell für Kinder gedacht und daher mit lustigen Elementen versehen.

Wie erkenne ich gute Schwimmbrillen?

Schwimmbrille ist nicht gleich Schwimmbrille, vor allem dann nicht, wenn Sie Bester in einem Wettkampf sein möchten. Modelle ohne Druckstellen sind übrigens eher selten. Achten Sie ansonsten auf folgende wichtige Eigenschaften.

Wasserdichtheit: Wichtige Eigenschaft

Ein wasserdichtes Exemplar ist das A und O, wenn Sie lieber auf den direkten Kontakt Ihrer Augen mit brennendem Chlor, reizenden Schwebstoffen und infektiösen Bakterien verzichten wollen. Eine gute Verarbeitung zeichnet hochwertige Modelle aus, wobei Sie Ihre Brille regelmäßig auf Beschädigungen prüfen sollten.

Passform: Im Trockenen testen

Um zu erkennen, ob ein Produkt zu Ihrer Anatomie passt, lohnt sich der Trockentest. Drücken Sie die Brille fest an Ihre Augen, ohne das Kopfband um Ihren Kopf zu legen. Entsteht ein stabiles, nicht zwickendes Vakuum, haben Sie ein passendes Modell gefunden. Durch einstellbare Größen, Nasenbrücken und Kopfbänder Ihrer Schwimmbrillen sichern Sie sich auch bei stärkerer Reibung des Wassers einen guten Halt.

Größe: Herren, Damen, Kinder

Die Hersteller geben die Größe in der Regel in den Kategorien Herren, Damen, Unisex und Kinder an. Wenn Herren oder Damen eine Schwimmbrille kaufen möchten, ist die Suche in der eigenen Geschlechtskategorie teilweise ergiebiger. Doch ein Blick in den Unisex-Bereich erweitert Ihre Auswahl. Manchmal findet sich auch beim anderen Geschlecht etwas Passendes. Kinderbrillen sind oft nur kleinere Erwachsenenbrillen.

Material: Kunststoff und Silikon

Kunststoff und Silikon sind beliebte Materialien von Schwimmbrillen. Falls Sie Allergiker sind, suchen Sie gezielt nach latexfreien, großzügig geschnittenen und gegebenenfalls silberbeschichteten Anti-Allergen-Schwimmbrillen. Manche Produkte sind zudem mit einer Anti-Fog-Beschichtung versehen. Es handelt sich dann um eine Brille, die nicht beschlägt.

Farbe des Brillenglases: Schwarz, blau oder durchschichtig

Sie finden Schwimmbrillen in zahlreichen Farben, wobei Sie diese nicht nach der Optik aussuchensollten. Es gilt: Je heller die Farbe, desto besser die Sicht, aber desto geringer der UV-Schutz. Ungefärbte Brillen eignen sich vorrangig für die Schwimmhalle.

Manche Schwimmbrille besitzt getönte Gläser, die für einen besseren Schutz vor der Sonne sorgen. Doch die Stärke des UV-Schutzes ist modellabhängig. In Freibädern ist ein höherer Wert als im geschlossenen Schwimmbad nötig. Beachten Sie, dass getönte Schwimmbrillen in dunklen Gewässern die Sicht einschränken. Ist Ihnen eine gute Sicht wichtig, können ungetönte Varianten die bessere Wahl sein.

Verspiegelung: Schutz vor UV-Licht

Ist ein Modell verspiegelt, hat es ebenfalls einen gewissen UV-Schutz-Effekt für die Augen, da es einen Großteil des Lichts reflektiert. Hinzu kommt, dass dieser Stil im Trend liegt. Denken Sie aber daran, dass es anderen Menschen unangenehm sein kann, wenn sie sich bei einem Gespräch in Ihrer Schwimmbrille spiegeln und Ihre Augen nicht erkennen können.

Schwimmbrille getestet: Zwei verpackte Brillen nebeneinander auf einem blaugrauen Boden liegend.

Wie auf dem Foto zu sehen, ist diese Schwimmbrille von SUNDANCE nicht nur wasserdicht, sondern auch mit 100 Prozent UV-Schutz ausgerüstet.

Was für unterschiedliche Schwimmbrillen gibt es?

Saugnapfbrille

Die Schalen sind klein und liegen direkt auf den Augenhöhlen auf.

Die Vorteile der Saugnapfbrille sind:

  • Vergleichsweise bequeme Passform
  • Gute Sicht

Einen Nachteil müssen Sie bei diesem Typ allerdings hinnehmen: Saugnapfbrillen eignen sich nicht für Sprünge ins Wasser, da sie durch den plötzlichen Wasserwiderstand verrutschen.

Schwedenbrille

Schwedenbrillen sind die einzigen Schwimmbrillen, die ohne Silikon an den Körperkontaktstellen auskommen.

    Vorteile
  • Keine Silikone
  • Für Profis zu empfehlen
    Nachteile
  • Nur geringen Tragekomfort.
  • Viele Produkte müssen Sie nach dem Kauf zusammenbauen und exakt an Ihre Anatomie anpassen.

Schwimmmaske

Schwimmmasken sind deutlich größer als die anderen beiden Arten von Schwimmbrillen und haben einige Vorteile:

  • Angenehmes Tragegefühl
  • Breiter und bequemer als andere Varianten
  • Liegt auf der Stirn und Wangenknochen auf
  • Breites Sichtfeld

Sie hat gegenüber Taucherbrillen den Nachteil, dass sie nicht mit Nasenerker oder Nasenschutz daherkommt.

Welche Schwimmbrille passt zu mir?

Schwimmmasken: Für Freizeitschwimmer

Sie bieten ein breites Sichtfeld und sitzen sehr bequem: Die Rede ist von Schwimmmasken. Beide Vorteile können Sie genießen, weil die Produkte etwas größer sind undnicht direkt auf der empfindlichen Augenumgebungaufliegen. Sie eignen sich damit gut, um spielerisch das Wasser zu erkunden. Möchten Sie tauchen oder schnorcheln, suchen Sie möglichst nach Varianten mit Nasenschutz oder mit Nasenerker. Dabei handelt es sich oft um Taucherbrillen. So verhindern Sie, dass Wasser in Ihre Nasenhöhlen eindringt, und schützen sich vor einem unangenehmen Brennen der Nasenschleimhäute.

Saugnapfbrillen: Für Freizeitsportler und Trainings

Saugnapfbrillen lassen sich angenehm tragen, sind aber nicht allzu groß. Wer sportliche Ziele verfolgt, bei denen der Spaß nicht im Vordergrund steht, ist mit diesem Brillentyp gut beraten. Sie profitieren vom hohen Tragekomfort, außerdem stehen Ihnen alle möglichen Extras wie Tönungen und verstellbare Kopfbänder zur Verfügung. Mit einer Anti-Fog-Beschichtung erhalten Sie zudem eine Brille, die nicht beschlägt. Sofern Kopfsprünge nicht notwendig sind, können Sie die Saugnapfbrille auch bei längeren Trainingseinheiten und beim Wettkampf tragen.

Schwedenbrillen: Für Sportler im Wettkampf

Wenn es um Sekunden geht, schlägt die Schwedenbrille andere Schwimmbrillentypen. Sie verzichtet auf jegliche Polsterung. Das Tragen ist dadurch gewöhnungsbedürftig, doch Sie meistern Kopfsprünge ohne Verrutschen der Brille. Das liegt daran, dass die Schalen dicht an Ihren Augen anliegen und nicht über die Augenhöhlen hinausragen. Das hat zudem den Vorteil, dass das Sichtfeld relativ uneingeschränkt ist. Hinzu kommt, dass sich die Brillen sehr individuell an die Anatomie anpassen lassen, was bei sportlichen Wettkämpfen vielleicht einen kleinen Zeitbonus verschafft.

Sehstärkenangepasste Schwimmbrillen: Für Kurzsichtige und Co.

Im Wasser können Kurzsichtige und Menschen mit sonstiger Fehlsichtigkeit ihre normale Brille natürlich nicht tragen. Das ist auch gar nicht nötig, denn Hersteller von Schwimmbrillen versorgen Sie mit Modellen in Sehstärke, zum Beispiel für Kurzsichtige. Typischerweise besitzen vorgefertigte optische Schwimmbrillen Stärken von -1,0 bis -6,0 Dioptrien. Darüber hinaus können Sie Sonderanfertigungen bestellen.

Empfehlung für langhaarige Menschen

Das Material des Kopfbandes ist stabil, flexibel und langlebig – positive Eigenschaften für den Einsatz im Wasser. Doch es gibt ein Manko: Beim Überziehen fühlt es sich umso unangenehmer an, je länger und dicker die Haare sind. Die für den Sitz notwendige Enge des Bandes verstärkt diesen unschönen Effekt. Doch es gibt eine Lösung. Ist die Schwimmbrille mit einem Klick-Verschluss ausgestattet, müssen Sie das Kopfband nicht über den Kopf ziehen. Das Anlegen gestaltet sich auf diese Art viel angenehmer. Achten Sie aber darauf, dass Ihre Haare nicht in den Verschluss geraten.

Im Test: Eine originalverpackte Schwimmbrille von vorne, liegt auf einer hellen Oberfläche.

Für den optimalen Sitz dieser Schwimmbrille von SUNDANCE sorgt ein mittig verlaufendes Gummiband.

Welche Schwimmbrillen sind laut Tests am besten?

Die Stiftung Warentest hat bisher noch keine Schwimmbrillen getestet. Stattdessen verweist sie in einem Artikel unter dem Titel “Schwimmbrillen im Test – Gute Brillen ab 5 Euro” auf die Untersuchung des schweizerischen Pendants Ktipp hin. Acht Modelle mussten sich den Testern stellen. Wie der Artikel-Titel der Stiftung Warentest bereits verrät, können Sie auch günstig kaufen, um von einem guten Produkt zu profitieren.

Im Vergleich widmete man sich folgenden Eigenschaften: Beschlagsgeschwindigkeit, Sicht, Hitze- und UV-Beständigkeit. Bester und damit Testsieger ist ein Produkt von Aqua Sphere mit dem Urteil “Sehr gut”, wobei unter anderem die gute Sicht besonders hervorstach. Es handelte sich zudem um das einzige Modell im Test, das nicht augenblicklich beschlug, sondern noch für etwa zwei Minuten widerstand. Einige Brillen konnten zudem mit dem Urteil “Gut” überzeugen, darunter auch zwei Produkte von Speedo.

Alternativer Test von Chip.de

Chip.de hat gemeinsam mit Wirecutter.com ebenfalls Schwimmbrillen getestet. 33 Modelle konnten die Prüfer unter den Bedingungen von Meer und Pool vergleichen. Auch hier stammte der Testsieger in beiden Kategorien (Erwachsene und Kinder) aus dem Hause Aqua Sphere.

Was kosten Schwimmbrillen?

Preiswerte Schwimmbrillen: Bis 15 Euro

Sie möchten nur wenig Geld ausgeben? Sie finden trotzdem hochwertige Modelle im Handel: Niedrige Preise und gute Qualität schließen sich in dieser Produktkategorie nicht aus. Im günstigen Preissegment finden Sie vor allem Schwedenbrillen. Die Ersparnis ist oft in der simplen Herstellung begründet. Doch auch einzelne Schwimmmasken sind schon für 10 bis 20 Euroerhältlich – das ist ein fairer Preis, damit sich auch Schüler eine Brille von ihrem Taschengeld kaufen können.

Kategorie Mittel: 15 bis 50 Euro

Wer mehr ausgeben möchte, findet eine großzügige Auswahl aus Schwimmmasken und Saugnapfbrillen, zum Beispiel von den beliebten Marken Speedo, Aqua Sphere oder Decathlon. Darüber hinaus lassen sich in dieser Preiskategorie viele Modelle für Allergiker entdecken. Übrigens: Der Testsieger im Vergleich von Ktipp befindet sich im unteren Bereich dieser Preisklasse, das heißt zwischen 15 und 20 Euro.

Kategorie Luxus: Ab 50 Euro

Im Luxussegment tummeln sich vorrangig Schwimmbrillen mit Sehstärke. Ein Produktvergleich mit vorherigem Sehtest, zum Beispiel beim Augenarzt oder Optiker, hilft Ihnen bei der Auswahl. Der zusätzliche Aufwand und das investierte Budget lohnen sich sehr, um sich die Unterwasserwelt optisch besser zu erschließen. Dabei gilt: Je exakter die Sehstärke an Ihre Augen angepasst ist, desto mehr müssen Sie in der Regel ausgeben. Spezialanfertigungen können auchüber 100 Euro kosten.

Wie lautet das Fazit für Schwimmbrillen?

Nie mehr gereizte Augen beim Schwimmen, dafür besserer Schutz vor Chlor, Wasserspritzern und UV-Licht sowie eine klarere Sicht unter Wasser.

  • Die Schwimmbrille schützt Ihre empfindlichen Augen vor Chlor, Reibung und Bakterien. Außerdem verbessert sie die Sicht unter Wasser.
  • Eine Schwimmbrille mit Anti-Fog-Beschichtung, die nicht beschlägt, erspart Ihnen unerwünschte Sichteinschränkungen. Schwimmbrillen, die getönt und verspiegelt sind, schützen Ihre Augen vor UV-Belastung.
  • Die Schwimmbrille ist dann fest genug und sitzt richtig, wenn sie ohne Kopfband und nur durch Andrücken ein stabiles, nicht unangenehmes Vakuum um Ihre Augen erzeugt.
  • Wechseln Sie Ihre Schwimmbrille, sobald Sie nicht mehr gut hindurchsehen können. Salz und Chlor greifen das Material mit der Zeit an. Sie erhöhen die Lebensdauer, indem Sie Ihr Modell nach dem Gebrauch mit klarem Wasser abspülen.

Sie möchten auch mit geschützten Augen schwimmen und tauchen? Werfen Sie gleich einen Blick auf die sorgfältig von uns ausgewählten Produkte, die wir Ihnen im oberen Bereich vorstellen.

Im Video vorgestellt: Schwimmbrille

In diesem informativen YouTube-Video erfahren Sie, wie Sie das lästige Beschlagen Ihrer Schwimmbrille verhindern können. Mit praktischen Tipps und Tricks lernen Sie, wie Sie Ihre Schwimmbrille vor dem Training oder Wettkampf optimal vorbereiten können, um klare Sicht unter Wasser zu haben. Verabschieden Sie sich von störendem Beschlagen und genießen Sie ein angenehmes Schwimmerlebnis!