Ratgeberübersicht
  1. Wie erkenne ich gute Schweißgeräte?
  2. Was für unterschiedliche Schweißgeräte gibt es?
  3. Welche Schweißgerät passt zu mir?
  4. Welche Schweißgeräte sind laut Tests am besten?
  5. Was kosten Schweißgeräte?
  6. Wie lautet das Fazit für Schweißgeräte?

Anders als beim Löten mit einer Lötstation verschmelzen die Stoßkanten der Werkstücke miteinander, daher ist die von einem leistungsstarken Schweißgerät geschaffene Verbindung belastbar. Wie hoch der Schweißstrom sein muss, hängt von Beschaffenheit und Stärke der zu schweißenden Materialien ab.

Schweißgeräte gibt in diesen Ausführungen: Elektrodenschweißgeräte sind vielseitig einsetzbar und preisgünstig. Mit MIGMAG-Schweißgeräten arbeiten Handwerker und Metallbauer. WIG-Schweißgeräte sind für viele Profis das Nonplusultra. Fülldraht-Schweißgeräte eignen sich besonders für kleinere Schweißarbeiten. Autogenschweißgeräte erlauben das Schweißen ohne Stromzufuhr.

Gute Schweißgeräte lassen sich in mehreren Stufen einstellen und kühlen schnell ab. Bei leistungsstarkem Trafo und Gebläse bleiben die Arbeitsunterbrechungen kurz. Hochwertige Schweißgeräte besitzen einen Inverter und erzeugen einen konstanten Lichtbogen: Eine gute Voraussetzung für saubere Schweißnähte. Doch welches Gerät eignet sich am besten für Ihre Projekte?

Schweißgerät im Test: Ein Gerät von schräg Vorne in einem weißen Regal stehend

Hier sehen wir ein Lincoln-Electric-Schweißgerät “SPEEDTEC 200 c”, eine einphasige, kompakte Inverter-MIG/MAG-Stromquelle.

Wie erkenne ich gute Schweißgeräte?

Heimwerker haben andere Anforderungen an ein Gerät als ein Handwerker. Die Art der Metallverbindungen und ihre zu erwartende mechanische und thermische Belastung bestimmen, welche Anforderungen an ein Gerät zum Schweißen zu stellen sind.

Schweißgeräte mit einfacher Bedienung für den leichten Einstieg

Einige Schweißgeräte zeichnen sich durch Vielseitigkeit und unkomplizierte Handhabung aus. Sie sind oft bei Heimwerkern beliebt, da sie den Einstieg in das Hobbyschweißen vereinfachen. In diese Klasse fallen viele Elektroden-Schweißgeräte und Fülldraht-Schweißgeräte. Eine klar strukturierte Bedienungsanleitung und ein selbsterklärendes Bedienfeld tragen dazu bei, dass Einsteigern das Schweißen leichtfällt und sicher gelingt.

Schweißen mit Schutzgas erzeugt hochwertige Resultate

Wer belastbare Schweißverbindungen und ein optisch sauberes Ergebnis will, kommt um ein Schutzgasschweißgerät nicht herum. Gute MIGMAG- und WIG-Schweißgeräteerzeugen bei fachkundiger Ausführung saubere Schweißnähte. Beim WIG-Schweißgerät findet ein Wolfram-Inertgas Verwendung. Wer ohne Stromzufuhr schweißen muss oder will, kann zu einem Autogenschweißgerät greifen. Bei diesem Typ liefern 2 Gasflaschen die Energie zum Anschmelzen der Fügestellen. Damit lassen sich auch Metalle wie Aluminium und Messing schweißen.

Leistung, Spannung und Kühlung: Kurze Abkühlungszeit

Um ein Gerät effektiv einsetzen zu können, ist eine akzeptable Leistung Grundvoraussetzung. Geräte für Profis benötigen oft Starkstrom. Dagegen lassen sich viele Elektroden-Schweißgeräte und Fülldraht-Schweißgeräte mit 230-V-Haushaltsstrom betreiben. Ein leistungsstarkes Gebläse verhindert lange Unterbrechungen zwischen den einzelnen Schweiß-Sessions und lässt das Gerät rasch abkühlen. Auch das Netzteil sollte für eine lange Einschaltzeit entsprechend dimensioniert sein.

Bedienung und Sicherheit: Handschuhe und Schweißerhelm

Ein nutzerfreundliches Schweißgerät lässt sich mit dicken Schweißerhandschuhen sicher bedienen und einfach einstellen. Schweißen ist eine gefährliche Angelegenheit. Auch wer sein Gerät nur gelegentlich einsetzen will, profitiert von einer umfangreichen und hochwertigen Schutzausrüstung, die einen sicheren Betrieb gewährleistet. Schweißerhelm, Schweißerhandschuhe und feuerfeste Schürze schützen den Anwender und lassen eine sichere Bearbeitung des Werkstücks zu. Ohne Glas zur Abschirmung von Strahlung und Funkenschlag sollte keiner schweißen.

Abstimmung von Schweißgerät und Schweißmaterial

Beim Elektroden-Gerät und Fülldraht-Gerät hängt das Arbeitsresultat auch vom verwendeten Verbrauchsmaterial ab. Hochwertige Elektroden und Fülldrähte tragen entscheidend zu einem zufriedenstellenden Ergebnis bei. Beim Schutzgasschweißen mit einem MIGMAG-Gerät oder einem anderen Schutzgasgerät gewährleistet ein automatisches Gasmanagement eine gleichmäßige Gaszufuhr.

Was für unterschiedliche Schweißgeräte gibt es?

Schweißgeräte sind in vielen Ausführungen erhältlich: Da können Anfänger beim Schweißen schnell den Überblick verlieren. Hier eine Übersicht über die Vorteile und Nachteile der einzelnen Geräteklassen.

Elektroden-Schweißgeräte

    Vorteile
  • Kompakt und mobil
  • Geeignet für eine große Anzahl von Metallen, Stählen und Blechen
  • Viele Modelle zu günstigen Preisen
  • Geringe Windanfälligkeit
    Nachteile
  • Wenig produktives Schweißverfahren
  • Für Anfänger sind Elektroden oft schwierig zu zünden
  • Einige Modelle mit schlechter Verarbeitungsqualität

MIGMAG-Schweißgeräte

    Vorteile
  • Produktive Schweißgeräte für Aluminium, Baustahl und viele andere Metalle
  • Bei fachgerechter Handhabung gute Schweißnahtqualität
  • Vielseitig und robust
    Nachteile
  • Abhängig von der Zuführung von Schutzgas
  • Schwere Schutzgasflaschen
  • Windanfälligkeit
  • Manche MIG-Schutzgasschweißgeräte nicht zum Schweißen mit aktivem Schutzgas geeignet

WIG-Schweißgeräten

    Vorteile
  • In erfahrenen Händen sehr gute Schweißnähte möglich
  • Viele dieser Schutzgasgeräte erlauben Schweißen mit Gleichstrom oder Wechselstrom
  • Einfache Zündung
    Nachteile
  • Anfällig für Wind
  • Schutzgasschweißen mit einem solchen Schutzgasgerät setzt Erfahrung voraus
  • Hoher Preis

Fülldraht-Gerät

    Vorteile
  • Der selbstschützende Draht beinhaltet das Schutzgas
  • Keine externen Gasflaschen
  • Als kombinierte Schutzgas- und Draht-Schweißgeräte erhältlich
    Nachteile
  • Geringe Leistung
  • Schweißnähte oft nur begrenzt belastbar
  • Durch Drahtumhüllung erzeugte Qualität entspricht nicht der von MIGMAG-Schweißgeräten

Welche Schweißgerät passt zu mir?

Bei der Auswahl des Schweißgerätes steht die Anwendung im Vordergrund, aber auch die Erfahrung des Anwenders. Das Gerät sollte daher auch zur Person passen, die hauptsächlich mit dem Schweißgerät arbeitet.

Elektrodengerät für Heimwerker und Hobby-Schrauber

Elektroden-Schweißgeräte sind kompakt und lassen sich leicht an den Einsatzort transportieren. Da die Geräte ohne Gas arbeiten, ist auch das Schweißen im Freien möglich – ein wichtiges Argument für viele Schrauber, die ihr Fahrzeug unter freiem Himmel reparieren. Ob Kesselstahl, Stahlguss oder Edelstahl – mit einem Elektroden-Gerät lässt sich eine Vielzahl von Arbeiten erledigen. Als Inverter-Schweißgeräte produzieren sie saubere Schweißnähte.

Fülldraht-Schweißgeräte für gelegentliche Schweißarbeiten

Ein Fülldraht-Gerät führt das Schutzgas im Drahtmantel mit. Daher erlaubt das Gerät ein Schutzgasschweißen ohne Gasflaschen. Da die im Draht enthaltenen Gasbildner und anderen Zusätze nur einen kleinen Schutzgaskegel ausbilden, ist von diesen Geräten nicht die hohe Nahtfestigkeit wie beim echten Schutzgasschweißen zu erwarten. Für viele Reparaturen reicht die Qualität der vom Fülldraht-Gerät produzierten Schweißnähte jedoch aus.

MIGMAG-Schweißgeräte für Handwerker und Produktionsbetriebe

Das Schutzgasschweißen zeichnet sich durch hohe Produktivität aus und verlangt vom Anwender keine große Nacharbeit. Die hohe Festigkeit der Schweißnähte und die Eignung selbst für dünne Bleche macht das Schutzgasschweißen mit MIGMAG-Schweißgeräten für viele Handwerker und Betriebe zur ersten Wahl. Das Schweißverfahren hat sich vielfach bewährt und ermöglicht ein kostengünstiges Schweißen auch großer Stückzahlen.

WIG-Schweißen für Kunsthandwerker und Profis mit hohen Ansprüchen

Beim WIG-Schweißverfahren kommt eine Elektrode aus Wolfram zum Einsatz, die einen intensiven und gleichmäßigen Lichtbogen produziert. Das Ergebnis ist eine sehr saubere Schweißnaht. Die präzise Ausführung und der geringe Schlackenanfall macht das WIG-Schweißverfahren für Profis interessant. Wer zu einem solchen Gerät mit Wolfram-Elektrode greift, sollte jedoch wissen, wofür er das Gerät einsetzt und welche Projekte im Fokus stehen.

Autogenschweißgeräte für Spezialisten

Beim Schutzgasschweißen kommen 2 Gasflaschen mit Acetylen und Sauerstoff zum Einsatz. Der einfache Aufbau der Autogenschweißgeräte und die Unabhängigkeit von einer Stromversorgung sind die Vorzüge dieser Schweißgeräte.

Schweißgerät im Test: Ein Gerät von Vorne in Nahaufnahme mit Bedienelementen

Laut unserer Recherche wiegt dieses Lincoln-Electric-Schweißgerät “SPEEDTEC 200 c” 17,3 kg und hat folgende Maße: 396 mm x 246 mm x 527 mm.

Welche Schweißgeräte sind laut Tests am besten?

Viele Heimwerker und Handwerker vertrauen bei der Auswahl von Werkzeugen auf den Sachverstand der Tester von Stiftung Warentest. Leider wurden Schweißgeräte noch nicht von der Stiftung Warentest unter die Lupe genommen. Auch andere große Prüfinstitute haben Schweißgeräte der einzelnen Bauarten noch nicht miteinander verglichen. Bei den meisten online zugänglichen Vergleichen von Schweißgeräten handelt es sich um Gegenüberstellungen, denen kein Praxistest oder Labortest zugrunde liegt.

Was kosten Schweißgeräte?

Einfache Schweißgeräte unter 100 Euro

In der Preisklasse von 50 bis 100 Euro sind günstige Elektroden-Schweißgeräte erhältlich. Mit diesen Schweißgeräten lassen sich erste Erfahrungen beim Schweißen sammeln. Allerdings schwankt die Qualität der einzelnen Geräte in diesem Preissegment stark und ist auch am schwierigsten einzuschätzen. Einige Geräte besitzen Schwachstellen, die keinen professionellen Einsatz zulassen und auch für Anfänger keine Empfehlung sind.

Mittelpreisige Schweißgeräte für 100 bis 500 Euro

Für 100 bis 200 Euro sind viele Schweißgeräte mit Inverter im Angebot, die durch einen gleichmäßigen Lichtbogen gefallen und hochwertige Schweißnähte produzieren können. Auch namhafte Hersteller wie Weldinger, Stahlwerk, Lorch und EWM finden sich in diesem Preissegment wieder. Die in diesem Preisbereich angebotenen Schutzgasschweißgeräte besitzen allerdings meist keine umfangreiche Ausstattung.

Wer 200 bis 500 Euro in sein Gerät investiert, kann sich für ein leistungsstarkes MAG-Schweißgerät oder WIG-Schweißgerät entscheiden. Die Schutzgasschweißgeräte in diesem Segment sind vielseitig einsetzbar. Einige der Geräte punkten mit Features wie impulsweitem Überhitzungsschutz und integriertem Plasmaschneider.

Profi-Geräte ab 500 Euro

Mit einem Schweißgerät über 500 Euro sind Geräte im Angebot, die auch hohen Ansprüchen standhalten und einen wirtschaftlichen und dauerhaften Einsatz erlauben. Die Zuverlässigkeit und Leistungsstärke von Schutzgasschweißgeräten in dieser Klasse ist vielen Profis die Investition wert. Auch Hersteller wie Güde haben Modelle in diesem Preisbereich im Angebot.

Schweißgerät im Test: Eine Originalverpackung von der Seite in einem Regal

Bei uns punktet dieses Lincoln-Electric-Schweißgerät “SPEEDTEC 200 c” mit 3 Jahren Garantie und seiner Handlichkeit.

Wie lautet das Fazit für Schweißgeräte?

Ein Schweißgerät ist eine große Arbeitserleichterung für alle, die Reparaturen an Fahrzeugen, Geräten oder Maschinen durchführen. Auch für Heimwerker sind mittlerweile viele Schweißgeräte erschwinglich. Doch ohne Glas sollten Sie nie schweißen. Darauf ist außerdem zu achten:

  • Die Ausführung des Schweißgerätes bestimmt das Einsatzfeld. E-Gerät und Schutzgas-Schweißgerät erfüllen verschiedene Aufgaben und kommen für unterschiedliche Anwender in Betracht
  • Mit einem günstigen E-Schweißgerät und einem Draht-Schweißgerät kommen auch Einsteiger schnell zurecht. Wichtig ist eine hohe Verarbeitungsqualität bei Geräten von EWM
  • Zum Schutzgasschweißen sind oft Mag- oder MIGMAG-Schweißgeräte wie vom Hersteller Stahlwerk die beste Wahl. Sie kommen für Profis und Handwerker in Betracht, die eine hochwertige Verarbeitung erwarten
  • Schutzgasschweißgeräte und Autogenschweißgeräte sind spezielle Geräte, die nur für Profis interessant sind
  • Einsteiger finden gute Schweißgeräte bereits für 100 bis 200 Euro
  • Wer 200 EUR bis 500 Euro investiert, erwirbt ein Schutzgasschweißgerät, das ein professionelles Arbeiten erlaubt
  • Für über 500 Euro sind Schutzgasschweißgeräte und andere spezielle Geräte im Angebot, die kaum Schwächen zeigen

Die große Auswahl an Schweißgeräten von Marken wie Weldinger und Lorch, vor allem im Bereich Elektrodenschweißgeräte und Fülldraht-Schweißgeräte, macht die Auswahl nicht leicht. Auf dieser Seite sind ausgesuchte Schweißgeräte zusammengestellt, um den Kauf zu erleichtern. Wählen Sie online aus und kaufen Sie Ihr Schweißgerät gleich hier. So gelingt Ihnen ein sicherer und erfolgreicher Start mit dem ersten Schweißprojekt.

Im Video vorgestellt: Schweißgerät

In diesem YouTube-Video geht es um das Produkt SG 130A von Güde, drei Monate später.

Wir werfen einen Blick auf die langfristige Performance und Zuverlässigkeit des SG 130A und stellen fest, ob es immer noch sein Versprechen hält.

Erfahre, ob das SG 130A immer noch ein zuverlässiger Schweißinverter ist und ob es seine Leistung auch nach drei Monaten intensiver Nutzung beibehält.

In diesem spannenden YouTube-Video “Was hält besser, LÖTEN oder SCHWEISSEN? | Bruchtest FAIL” präsentieren wir euch den ultimativen Bruchtest zwischen zwei beliebten Verbindungstechniken. Mit einem leistungsstarken Schweißgerät zeigen wir euch, welche Verbindung länger standhält. Seid gespannt, wenn wir die beiden Techniken auf die Probe stellen und euch das überraschende Ergebnis präsentieren. Verpasst nicht dieses aufregende Experiment und erfahrt, welches Verfahren sich als Sieger herauskristallisiert. Seid dabei und lasst euch von unseren aufschlussreichen Erkenntnissen überraschen!