Die Stiftung Warentest (Stand: April 2023) hat sich bisher lediglich mit einem Schallpegelmessgerät im Mini-Format auseinandergesetzt und kam zu dem Ergebnis, dass diese günstigen Lautstärkemesser als Einschätzung über die Umgebungslautstärke beispielsweise auf einem Konzert durchaus sinnvoll eingesetzt werden können. Für genaue Messergebnisse sind die Geräte weniger geeignet. In unserer Kaufberatung aus dem Jahr 2025 möchten wir auch andere Geräte einbeziehen und Ihnen damit den Kauf eines geeigneten Schallpegelmessgeräts erleichtern.
6.1. Gewicht und Länge des Messgeräts auswählen
Der Unterschied zwischen Eichung und Kalibrierung:
Mit einer Kalibrierung wird die Messgenauigkeit eines Gerätes überprüft. Möglich ist dieser Prozess über ein akkreditiertes Labor oder bei einigen Geräten auch per Knopfdruck über die Kalibrierfunktion. Entsprechen die Messwerte nicht im vorgesehenen Bereich, wird der Schallpegelmesser in der Regel neu justiert und kann danach weiterhin verwendet werden. Eine Eichung misst ebenfalls die Messgenauigkeit, ist aber an einen behördlich geregelten Prozess gebunden. Eine Eichung ist immer dann notwendig, wenn ein Schallpegelmessgerät beispielsweise für die Ermittlung der Lautstärke für ein gerichtliches Gutachten verwendet werden soll. Eichungen dürfen laut Gesetz ausschließlich bei Landeseichämtern oder vom Staat anerkannten Prüfstellen stattfindet.
In einem Vergleich von Schallpegelmessgeräten waren viele Geräte recht handlich. Das Gewicht des Messgeräts in g lag bei nahezu allen Marken zwischen etwa 100 und 600 g und die Länge des Messgeräts in mm durchschnittlichen zwischen 200 und 300 mm inklusive Mikrofon.
Professionelle Messgeräte sind in der Regel etwas größer und schwerer, beinhalten aber häufig einen Koffer zum Verstauen und ein Stativ für den sicheren Stand. Wer lediglich unterwegs oder zu Hause die Umgebungslautstärke ermitteln möchte, kann auf diese Features verzichten.
6.2. Geräteklasse und Funktionsumfang an Nutzung anpassen
Die besten Schallpegelmessgeräte in Bezug auf die Genauigkeit der Messergebnisse sind Schallpegelmesser der Klasse 1. Die Toleranzbereiche bei dieser Geräte-Art liegen bei 20 Hz bei maximal 3,2 Dezibel. Bei der Geräteklasse 2 hingegen erlaubt einen Toleranzbereich von 4,2 dB, was bei offiziellen Messungen bereits problematisch sein kann.
Als Funktionsumfang für Normalverbraucher genügt in der Regel ein leicht bedienbares Gerät mit digitaler Anzeige. Für Auswertungen der Lautstärke über einen bestimmten Zeitverlauf lohnt sich zudem ein Schallpegelmessgerät-Testsieger mit Aufzeichnung, Frequenzanalyse und einer Koppelung via USB oder WLAN. Bedenken Sie dabei jedoch: Mehr Funktionen erhöhen die Komplexität der Bedienung.