Ratgeberübersicht
  1. Wie erkenne ich gute Scanner?
  2. Was für unterschiedliche Scanner gibt es?
  3. Welche Scanner passt zu mir?
  4. Welche Scanner sind laut Tests am besten?
  5. Was kosten Scanner?
  6. Wie lautet das Fazit für Scanner?

Welche Ausstattung ein gutes Modell aufweisen sollte, ist je nach Einsatzbereich unterschiedlich. Achten Sie beim Kauf auf Kriterien wie Auflösung, vorgesehener Anwendungsbereich, automatischer Einzug und Handhabung. Ein empfehlenswertes Produkt bietet eine gute Auflösung sowie eine problemlose Bedienung und ist schnell einsatzbereit. Für den allgemeinen Gebrauch gibt es Flachbettscanner, Fotoscanner, Diascanner, Mobilscanner und reine Dokumentenscanner.

Wie erkenne ich gute Scanner?

Im Scannerbereich gibt es viele Variationen vom kleinen Stiftscanner für die Jackentasche bis zum eindrucksvollen CT-Gerät im medizinischen Bereich. Im Privat- und Bürobereich ist dieses vielseitige Gerät eine große Hilfe und ermöglicht eine problemlose Digitalisierung von Fotos, Dias, Schriftstücken und mehr. Welche Faktoren für die Kaufentscheidung wichtig sind, zeigt der nachfolgende Überblick.

Optische Auflösung: Eine höhere Auflösung bedeutet, dass der Scanner mehr Details erfasst

Diese Angabe erfolgt in der Einheit dpi (dots per inch = Bildpunkte pro Zoll). Ein höherer Wert bedeutet, dass ein Gerät mehr Details der Vorlage erfasst und somit eine bessere Qualität gewährleistet. Wie hoch das jeweilige Modell auflösen sollte, hängt maßgeblich vom vorgesehenen Einsatzzweck ab. Gute Flachbettscanner bieten mindestens eine Auflösung von 4.800 x 4.800 dpi und beim kompakten Fotoscanner sollten 9.600 dpi das Minimum sein.

Beachten Sie die Farbdichte

Neben der Auflösung ist auch die Farbdichte ein relevanter Faktor für eine gute Scanqualität. Wenn das Gerät möglichst viele Details der gescannten Vorlage aufnimmt, erleichtert dies zudem eventuelle Bearbeitungen am PC. Sinnvoll ist daher eine Farbdichte von mindestens 48 Bit.

Konnektivität: Eine WLAN-Verbindung ist mittlerweile Standard

Viele Modelle sind mit WLAN-Funktion ausgestattet und lassen sich zudem per Kabelverbindung mit diversen Endgeräten wie PC, Tablet, Laptop oder Smartphone verbinden.

Weitere Funktionen: Einzugsscanner oder Scan-to-Cloud

Ein Einzugsscanner funktioniert im Prinzip ähnlich wie ein klassisches Faxgerät. Über den integrierten Einzug kann das Produkt mehrere Dokumente nacheinander einziehen und scannen. Meist bieten moderne Geräte eine Scan-to-Cloud- und/oder eine Scan-to-PDF-Funktion. Dies ermöglicht per WLAN die Speicherung gescannter Dokumente in einem Cloudspeicher bzw. die sofortige Umwandlung in PDF-Formate.

Der Anschluss an ein externes Gerät ist nicht immer notwendig, da einige Scannermodelle mit einem internen Speicher ausgestattet sind oder die Scans auf Speicherkarten oder USB-Sticks abspeichern. Die Duplex-Funktion ist praktisch, wenn Sie häufig Vorder- und Rückseiten von Dokumenten scannen.

Scanner im Test: Scanner der Marke Epson ist offen.

Was für unterschiedliche Scanner gibt es?

Grundsätzlich lassen sich Scannermodelle neben dem vorgesehenen Einsatzbereich auch hinsichtlich der verwendeten Technologie kategorisieren. Unterschieden wird zwischen CIS- (Compact Image Sensor) und CCD-Technologie (Charge Coupled Device).

CIS: Kompakte Energiesparer

Bei CIS handelt es sich um eine bewährte Scan-Technologie, die bereits seit vielen Jahren im Einsatz ist. Hier kommen Zeilensensoren zum Einsatz und als Lichtquellen dienen in der Regel integrierte RGB-Leuchtdioden.

    Vorteile
  • Geringer Energiebedarf
  • Häufig kein Netzstecker erforderlich (Stromversorgung über USB)
  • Kompaktes Design
    Nachteile
  • Meist nur mit primitiveren Stablinsen versehen
  • Geringe Tiefenschärfe
  • Weniger gut zur Digitalisierung von Zeitschriften & Büchern

CCD: Schnellerer Scan mit besserer Qualität

Bei der CCD-Technologie beleuchtet eine Lampe die Scanvorlage und ein Prisma zerteilt das reflektierte Licht in die Grundfarben. Für jede Farbe existiert eine eigene Sensorzeile aus lichtempfindlichen Kondensatoren. Wenn das Licht einfällt, sorgt abgegebene Ladung für Ladungsänderungen, die der Scanner für eine bessere Bearbeitung durch PC oder andere Endgeräte in Zahlenwerte umwandelt.

    Vorteile
  • Bessere Tiefenschärfe
  • Höhere Scangeschwindigkeit
  • Bessere Farbgenauigkeit
    Nachteile
  • Höherer Energiebedarf
  • Staub und Schmutz können sich auf den Spiegeln absetzen (verschlechtert die Scanqualität)

Flachbettscanner

Wenn Sie in erster Linie Papierfotos, Briefe, Steuerunterlagen und andere Dokumente digitalisieren möchten, ist ein kompakter Flachbettscanner eine gute Wahl. Er ist günstig, bietet einen geringen Stromverbrauch und benötigt dank seiner kompakten Bauweise meist nicht viel Platz.

    Vorteile
  • Vielfältig einsetzbar
  • Günstiger Kaufpreis
    Nachteile
  • Qualitätsverluste bei dickeren Vorlagen möglich
  • Nur für einzelne Dokumente (keine Stapelverarbeitung)

Fotoscanner

Im Bereich der Fotoscanner stehen Sie vor einer vielfältigen Auswahl. Achten Sie beim Kauf insbesondere auf eine möglichst hohe Auflösung (mindestens 9.600 dpi), um gute Scanqualität zu gewährleisten. Die Entscheidung für ein bestimmtes Modell hängt in erster Linie von Ihren individuellen Ansprüchen sowie von der Anzahl der vorgesehenen Scanvorlagen ab. Wichtig ist in jedem Fall eine gute Software, die Sie für den reibungslosen Scanvorgang und die anschließende Bearbeitung benötigen.

    Vorteile
  • Hohe Auflösung
  • Unkomplizierte Bedienung
    Nachteile
  • Je nach Modell nicht für Dokumente und ähnliche Vorlagen geeignet
  • Nur für einzelne Dokumente (keine Stapelverarbeitung)

Spezialscanner

In diesem Bereich ist die Auswahl riesig. Es gibt Dokumenten-, A3- oder Duplexscanner sowie Mobilgeräte und Exemplare, die als Multifunktionsvariante auch als Fax, Drucker und Kopierer nutzbar sind. Welche Variante die richtige Wahl für Sie ist, hängt vom vorgesehenen Einsatz ab.

    Vorteile
  • Genau auf bestimmte Anforderungen abgestimmt
  • Je nach Modell auch für andere Einsätze nutzbar
    Nachteile
  • Je nach Modell sehr hoher Kaufpreis
  • Teilweise nur für bestimmte Einsätze verwendbar

Welche Scanner passt zu mir?

Welche Scannervariante die beste Wahl ist, hängt in erster Linie davon ab, was Sie scannen möchten. Erhältlich sind beispielsweise die klassischen Flachbettscanner, Foto- und Diascanner, A3-Scanner und Dokumentenscanner. Geräte mit Einzug ermöglichen die Archivierung größerer Dokumentenmengen und Modelle mit Duplex-Funktion scannen in einem Durchgang Vorder- und Rückseite. Zusätzlich gibt es Multifunktionsgeräte, die gleichzeitig auch als Drucker und Kopierer verwendbar sind.

Diascanner für Diafans

Auch in Zeiten der Digitalfotografie haben die kleinen Dia-Bilder eine eingeschworene Fangemeinde. Mit den speziellen Diascannern können Sie Dias und Fotonegative einscannen und digitalisieren. Für eine exakte Platzierung der Vorlage sind viele Geräte mit unterschiedlich großen Klemmschablonen ausgestattet. Spezielle Diascanner nehmen häufig ganze Dia-Magazine auf und eignen sich für Verbraucher mit umfangreicher Diasammlung.

Multifunktionsdrucker für Vielseitige

Moderne Multifunktionsdrucker vereinen unterschiedliche Funktionen in einem Gerät und ersparen somit die zusätzliche Anschaffung von Drucker oder Fax. Mit diesen Geräten können Sie daher Dokumente und Papierfotos scannen, Briefe ausdrucken, Kopien anfertigen und Faxe verschicken.

Sie eignen sich gleichermaßen für die Anwendung im privaten und gewerblichen Bereich, daher sind sie in vielen Büros die erste Wahl. Wie das PC Magazin jedoch anmerkt, sind sie den reinen Scannern in Bezug auf Farbgenauigkeit, Auflösung, Verarbeitung und mitgelieferter Software meist deutlich unterlegen.

Einzugsscanner für Scan-Profis

In größeren Unternehmen oder Archiven sind schnelle Geräte mit hohem Blattdurchsatz eine gute Wahl. Ein Exemplar mit automatischem Einzug ist bei hohem Blattdurchsatz ideal, da sich über den Einzug größere Dokumentenstapel in einem Durchlauf scannen lassen.

Mobilscanner für unterwegs

Diese handlichen und kompakten Modelle verfügen über Akkubetrieb und sind für die mobile Anwendung konzipiert. Sie passen in herkömmliche Aktentaschen und sind bei Bedarf im Handumdrehen einsatzbereit.

Geschlossener Scanner der Marke Epson wurde getestet.

Welche Scanner sind laut Tests am besten?

Einen aktuellen Scanner Test hat die Stiftung Warentest in letzter Zeit leider nicht durchgeführt. Allerdings testeten die Experten bereits mehrfach unterschiedliche Drucker von Herstellern wie Canon oder Brother, darunter auch vielseitige Multifunktionsdrucker, die zusätzlich Scan-, Fax- und Kopierfunktion bieten. Von den 7 getesteten Multifunktionsgeräten bot ein Modell von Canon die beste Leistung und belegte den ersten Platz.

Der letzte Scanner Test von Stiftung Warentest stammt aus dem Jahr 2010 und befasste sich mit unterschiedlichen Digitalisierungsvarianten für Fotos und Dias. Die Tester verglichen jeweils 3 Dia- und Flachbettscanner, einen Diaduplikator sowie 2 Dienstleister.

Drucker von Reflecta und Epson sind Testsieger

Bei den Diascannern siegte ein Exemplar von Reflecta. Es erhielt das Qualitätsurteil gut und die Tester zeigten sich insbesondere beim Scannen von größeren Diamengen beeindruckt. Leichte Kritik äußerten sie lediglich für die langsame Arbeitsweise. In der Kategorie der Flachscanner siegte der Hersteller Epson knapp vor Canon.

COMPUTER BILD: Flachbettscanner & Multifunktionsdrucker

In der Bestenliste der COMPUTER BILD finden Sie Testurteile zu insgesamt 6 Flachbettscannern der Marken HP, Epson, Canon Microtek, Plustek. Die beste Wertung (gut, Testnote 2,46) erhielt ein Modell von HP, da es Papiervorlagen detailgenau scannte und mit Halterungen für 16 Dias oder 30 Negative ausgestattet ist.

Deutlich umfangreicher fielen die Tests der Multifunktionsdrucker aus. Ermittelt wurden die relevanten Testdaten der Produkte von Herstellern wie Brother oder HP in unterschiedlichen Bereichen wie Druckqualität, Geschwindigkeit, Papiereinzug und Konnektivität. Ein Modell von Canon sicherte sich mit guten Leistungen in den Kategorien Druckqualität, Druckkosten und Tempo den Testsieg. Lediglich die etwas hohe Geräuschentwicklung gab Anlass zu Kritik.

Nur knapp geschlagen, landete ein Exemplar von Epson auf dem 2. Platz. Hier ließen sich die Tester von guter Fotodruckqualität und hohem Tempo überzeugen. Als Schlusslicht enttäuschte ein Modell von HP aufgrund hoher Druckkosten, langsamem Arbeitstempo und mühsamem Scanvorgang.

Was kosten Scanner?

Pauschal lässt sich sagen, dass sich mit zunehmendem Funktionsumfang auch der Preis eines Scanners deutlich nach oben bewegt. Allerdings benötigt nicht jeder Kaufinteressent ein teures Modell mit umfangreicher Ausstattung, für den gelegentlichen Einsatz ist ein günstiges Modell meist absolut ausreichend.

Günstige Scanner: Ab 60 bis 150 Euro

Im Preissegment von etwa 65 bis 150 Euro sind günstige Geräte mit einfacher Ausstattung angesiedelt. Meist handelt es sich dabei um Flachscanner, einfache Fotoscanner oder Mobilscanner, die in erster Linie mit unkomplizierter Handhabung und kompaktem Design punkten.

Multifunktionsgeräte: 150 bis 1.000 Euro

Wenn Sie ein gutes Multifunktionsgerät suchen, werden Sie im Bereich bis rund 650 Euro fündig. In diesem Preissegment finden Sie auch kleinere Dokumentenscanner, die sich hervorragend für Kleinunternehmer, Arztpraxen und Abteilungen von mittelständischen Unternehmen eignen.

Hochwertige Scanner: Ab 1.000 Euro

Besonders hohe Kaufpreise werden im Bereich für den anspruchsvollen Businesseinsatz fällig. Die Spezialisten sind nicht für kleines Geld erhältlich und kosten durchaus rund 2.000 EUR oder mehr. Viele Hersteller bieten spezielle Businesslinien an, die in erster Linie für ein hohes Erfassungsaufkommen konzipiert sind.

Für den Privatgebrauch sind diese Geräte eher ungeeignet. Sie lassen sich per WLAN in das bestehende Firmennetzwerk integrieren und schaffen teilweise bis zu 10.000 oder sogar 60.000 Scans pro Tag.

Wie lautet das Fazit für Scanner?

Die Auswahl ist groß und die Suche nach dem passenden Scannermodell ist von unterschiedlichen Faktoren wie Auflösung, Einsatzzweck und Scanaufkommen abhängig. Im Businessbereich herrschen meist höhere Ansprüche aufgrund des größeren Druckaufkommens. Für die Kaufentscheidung sind folgende Faktoren hilfreich:

  • Produkte im Einsteigerbereich sind für weniger als 150 Euro erhältlich, für Modelle im mittleren Bereich werden bis zu 650 Euro fällig und im Businessbereich kosten Scanner bis zu 2.600 Euro oder mehr
  • Wenn Sie das Gerät nur sporadisch nutzen, genügt ein einfacher Flachscanner
  • Für Fotonegative und Dias ist ein spezieller Diascanner ideal
  • Als Alternative eignet sich ein vielseitiges Multifunktionsgerät

Sehen Sie sich jetzt die vielfältige Auswahl an und finden Sie gute Scanner in unterschiedlichen Ausführungen. Viel Freude mit dem neuen Bürogerät.

Im Video vorgestellt: Scanner

In diesem YouTube-Video wird der Canon imageFORMULA P-215II vorgestellt, ein tragbarer Scanner, der als “Scan-tini” bezeichnet wird. Das Video bietet einen umfassenden Einblick in die Funktionen und Leistungsfähigkeit dieses mobilen Scanners, einschließlich der schnellen und hochwertigen Scanergebnisse. Zuschauer erhalten einen detaillierten Überblick über die Handhabung und die verschiedenen Funktionen dieses praktischen Geräts.

In diesem Video präsentieren wir euch den Canon TS6351a TS 6350a Multifunktionsdrucker, der nicht nur drucken kann, sondern auch über eine Scannerfunktion verfügt. Wir zeigen euch Schritt für Schritt, wie ihr den Scanner einrichtet und ihn für das Scannen von Dokumenten oder Bildern nutzen könnt. Außerdem führen wir einen ausführlichen Test durch, um euch die Qualität des Scans sowie die Funktionalität des Geräts im Allgemeinen zu präsentieren. Mit diesem Video seid ihr bestens vorbereitet, um euren Canon Multifunktionsdrucker optimal nutzen zu können!