Ein SAT-Finder ist ein praktisches Messgerät, das Ihnen die Ausrichtung Ihrer Satellitenschüssel erleichtert, indem es Ihnen wichtige Messwerte, wie etwa die Empfangsqualität, anzeigt. Neben der Messwertanzeige sollten Sie beim Kauf eines SAT-Finders jedoch auch auf folgende Aspekte achten:
Frequenzbereich: Mit einem großen Frequenzbereich können Sie mehr Sender empfangen
Je höher der Frequenzbereich Ihres SAT-Finders ist, umso mehr Sender können Sie potenziell empfangen. Ein Großteil der Geräte deckt dabei die Kanäle zwischen 950 und 2.150 MHz ab. Besonders praktisch sind SAT-Finder, die bereits eine bestimmte Anzahl vorprogrammierter Satelliten bieten. Achten Sie bei modernen Geräten außerdem auf die sogenannte 22-kHz-Tauglichkeit. Diese ermöglicht es, weitere Programme zu empfangen, die den immer beliebter werdenden DVB-Highband-Bereich nutzen.
Messwerte: Zeigen die Signalstärke und Empfangsqualität an
Satellite Finder zeigen unterschiedlichste Messwerte an, die Sie – besonders wenn Sie ein Laie auf diesem Gebiet sind – schnell verwirren können. Während die Anzeige der Signalstärke und Empfangsqualität zur Basisausstattung gehört, gibt es weitere Werte, die teilweise nur für Profis und Fachleute interessant sind. Hierzu zählen:
- BER: Die Bitfehlerrate (Bit Error Rate) ist ein zuverlässiger Wert für die Empfangsqualität. Je seltener Bitfehler auftreten, umso besser kann das Signal wiedergegeben werden. Hier sollte ein möglichst geringer Wert erreicht werden
- MER: Die Modulation Error Rate klärt Sie über das Verhältnis zwischen fehlerhafter und fehlerfreier Datenübertragung auf. Der MER-Wert sollte möglichst hoch sein und mindestens 7 dB betragen
- C/N: Der C/N-Wert, auch Träger-Rauschverhältnis (Carrier-to-Noise) genannt, gibt die Empfangsqualität an. So können Sie erkennen, wie groß der Abstand zwischen dem Nutzsignal und dem Rauschen von Fremdfrequenzen ist
- S/N: Der S/N- bzw. SNR-Wert gibt das Signal-Rausch-Verhältnis an. Je größer das S/N-Verhältnis, umso störungsfreier ist das Signal
- Leistung: Anhand der Leistung erkennen Sie die empfangene Signalstärke. Sie sollte ebenfalls recht hoch sein
Bildschirmgröße und Anzeige: Bildschirme in der Größe bis zu 5 Zoll
Die meisten SAT-Finder sind mit einem kleinen Display von weniger als 3 Zoll ausgestattet, das für den privaten Gebrauch in der Regel völlig ausreicht. Hochwertige und professionelle Geräte verfügen teils über LCD-Displays mit 3,5 bis 5 Zoll. Achten Sie beim Kauf darauf, dass das Display beleuchtet ist und die angezeigten Werte auch bei schlechten Lichtverhältnissen gut sichtbar bleiben. Ein noch größeres Display bieten derweil iOS- und Android-SAT-Finder, die Sie via App mit Ihrem Smartphone koppeln.
Signaldarstellung: Tonsignale für die optimale Ausrichtung der Satellitenschüssel
Fast alle SAT-Finder arbeiten mit akustischen oder optischen Signalen. Einfache Geräte mit Digital- oder Pegelanzeige zeigen Ihnen visuell an, wann die Ausrichtung Ihres SAT-Spiegels ideal ist. Praktischer ist ein akustisches Messsignal, das ertönt, sobald Sie einen Satelliten ansteuern und der Empfang stark genug ist. Dank der akustischen Signaldarstellung müssen Sie das Display also nicht ständig im Blick behalten.
SAT-Finder-Apps: Erweitern den Funktionsumfang ihres SAT-Finders
Moderne SAT-Finder verfügen oft über eine Bluetooth-Schnittstelle und können daher problemlos mit Ihrem Smartphone oder Tablet gekoppelt werden. Hersteller, wie beispielsweise DUR-line, bieten zusätzlich spezielle Apps an, mit denen Sie auch aus der Ferne auf das Gerät zugreifen können. Entsprechende Apps erweitern den Funktionsumfang Ihres SAT-Finders um zusätzliche Messwerte und Features. Je nach Hersteller und Modell können Sie beispielsweise neue Satelliten hinzufügen, Daten von Transpondern editieren und Ihre Antenne dank der zusätzlichen Messwerte besonders mühelos feinjustieren.
Weitere Funktionen: Integrierten Sat-Receiver und Softwareupdates
Einige Modelle verfügen außerdem über einen integrierten SAT-Receiver, der die Anwendung erleichtert. Das Gerät muss folglich einfach via F-Stecker an die Antenne angeschlossen werden. Als praktisch erweisen sich außerdem integrierte Multimedia-Player sowie eine TV-Wiedergabe am Display. Mithilfe einer Video-Anzeige können Sie zudem die Ton- und Bildqualität der Programme überprüfen.
Ihr SAT-Finder sollte regelmäßige Updates zulassen und im besten Fall über einen USB-Anschluss verfügen, mit dessen Hilfe Sie das Gerät mit dem PC verbinden können. Einige Modelle sind darüber hinaus mit einem integrierten Kompass, einem SmartCard Reader oder einer Taschenlampe ausgestattet.