Ratgeberübersicht
  1. Wie erkenne ich gute Salatschleudern?
  2. Was für unterschiedliche Salatschleudern gibt es?
  3. Welche Salatschleuder passt zu mir?
  4. Welche Salatschleudern sind laut Tests am besten?
  5. Was kosten Salatschleudern?
  6. Wie lautet das Fazit für Salatschleudern?

Ähnlich wie eine Pfeffermühle, Schneidebrett oder Hackblock, sollte die Salatschleuder in keinem Haushalt fehlen, da Sie Ihren Salat nicht nur zuverlässig trocknet, sondern gleichzeitig seine längere Haltbarkeit gewährleistet. Nach dem Schleudergang wässert der gewaschene Salat nicht mehr durch und bleibt knackig. So wird der Geschmack leckerer Salatdressings nicht vom überschüssigen Wasser beeinträchtigt und sie können besser haften.

Zu den beliebtesten Modellen gehören seilzugbetriebene Salatschleudern, Kurbel-Modelle und Salat-Karusselle mit Einknopf-Mechanismus. Hochwertige Salatschleudern überzeugen nicht nur durch das Design, sondern auch durch eine hochwertige Verarbeitung, ein ordentliches Fassungsvermögen und nützliche Zusatz-Features, wie ein hitzebeständiges Sieb. Welche Kaufkriterien außerdem wichtig sind, wie Sie die passende Salatschleuder für sich finden und wie viel ein gutes Modell kosten darf, erfahren Sie in diesem Kaufratgeber.

Getestete Salatschleuder liegt vor einer Metallwand.

Hier sehen wir eine EH-Salatschleuder aus Kunststoff, wie wir sie so oder so ähnlich kennen.

Wie erkenne ich gute Salatschleudern?

Ob Edelstahl oder Kunststoff, groß oder klein, mit oder ohne Ausguss – die Auswahl an Salatschleudern ist riesig. Anhand der folgenden Merkmale behalten Sie den Überblick:

Material: Kunststoff oder Edelstahl

Der Großteil der Salatschleudern besteht aus Kunststoff oder Edelstahl, nur wenige, sehr designorientierte Modelle sind aus Glas gefertigt. Während Kunststoff in der Regel günstiger, leichter und einfacher in der Reinigung ist, sieht Edelstahl schicker aus, verbiegt sich auch bei hohen Temperaturen nicht und ist hygienischer, robuster und langlebiger. Außerdem können Sie die edle Schüssel gleichzeitig zum stilvollen Anrichten des Salats verwenden. Faltbare Schleudern aus Silikon sind zwar besonders platzsparend, dafür aber häufig nicht spülmaschinengeeignet und weniger robust verarbeitet.

Fassungsvermögen: Bis zu 4,5 l für Familien

Umso mehr Salat Sie regelmäßig zubereiten möchten, desto größer sollte das Fassungsvermögen der Schleuder sein. Für einen Single-Haushalt reicht ein kleineres Volumen von 2 bis 3 l völlig aus, während Sie für mehrere Personen oder eine große Familie mindestens 4,5 l Fassungsvermögen benötigen, damit ein ganzer Salatkopf Platz hat. Salatschleudern in Form von Eimern für den gastronomischen Bedarf fassen sogar bis zu 25 l.

Reinigung: Abwasch per Hand oder in der Spülmaschine

Die komfortable Reinigung ist ein wichtiges Kaufkriterium. Obwohl die meisten Modelle spülmaschinentauglich sind, sollten Sie differenzieren. Robuste Kunststoff-Schleudern können Sie bequem in der Spülmaschine waschen, während sehr günstiger Kunststoff aufgrund der hohen Temperaturen schnell seine Form verliert und die einzelnen Elemente somit nicht passgenau bleiben.

Nicht alle Produkte sind für den Geschirrspüler geeignet

Teurere Edelstahl-Schüsseln sollten Sie prinzipiell von Hand reinigen, um Rost und Korrosionsflecken zu vermeiden. Das gleiche gilt für die Deckel, da die integrierte Mechanik in der Spülmaschine stark leiden würde. Elektronische Schleudern sind wegen des Motors besonders pflegeintensiv und sollten nur vorsichtig von Hand gewaschen werden.

Weitere Eigenschaften: Anti-Rutsch-Boden oder Bremsknopf

Auf den ersten Blick ähneln sich die Salatschleudern zwar, doch viele Modelle sind mit praktischen Extras ausgestattet, die Ihnen die tägliche Nutzung erleichtern:

  • Anti-Rutsch-Boden: Ist der Boden der Salatschleuder mit Silikonnoppen, einem rutschhemmenden Ring oder rutschfesten Standfüßen versehen, ist der sichere Stand auch bei intensiven Schleudergängen gewährleistet
  • Bremsknopf: Einige Salatschleudern rotieren am Ende des Schleudervorgangs lange aus, bis Sie den Salat aus der Schüssel nehmen können – mithilfe eines Bremsknopfs brechen Sie den Schleudervorgang einfach manuell ab, um wertvolle Zeit zu sparen
  • Ausguss: Mit einem integrierten Ausguss am Deckel oder an der Auffangschüssel kann das Wasser nach dem Schleudern einfach abgegossen werden
  • Turboknopf: Hochwertige Modelle verfügen häufig über einen Turboknopf, der den Trockenvorgang etwas beschleunigt – mit ihm trocknen Sie robuste, unempfindliche Salate, Gemüse- und Obstsorten besonders schnell
  • Hitzebeständiger Korb: Nutzen Sie den Auffangbehälter auch zum Abtropfen von Nudeln, Kartoffeln oder anderen heißen Lebensmitteln, sollte der Korb Ihrer Salatschleuder hitzebeständig sein – bei Edelstahl-Modellen ist das sowieso der Fall
  • Versenkbarer Kurbelgriff: Kurbelgriffe ragen in der Regel ein Stück aus der Oberfläche der Salatschleuder hervor – ist der Griff versenkbar, können Sie die Schleuder stapeln und sparen jede Menge Platz im Schrank

Was für unterschiedliche Salatschleudern gibt es?

Das wichtigste Kriterium beim Kauf einer Salatschleuder ist ihr Antriebsmechanismus. Schleudern Sie hauptsächlich große Mengen an robusten Salatblättern eignet sich ein anderes Modell als fürs Trocknen empfindlicher Früchte. Das sind die drei beliebtesten Varianten:

Salatschleuder mit Seilzug

Die Funktionsweise einer Salatschleuder mit Seilzug erinnert an die eines Benzin-Rasenmähers: Ziehen Sie kräftig an der Reißleine, startet die Rotation und das Salatsieb wird schnell nach rechts und wieder nach links gedreht. Durch die Rotationsbewegung wird das Wasser nach außen gedrückt und die Salatblätter, Gemüse oder Früchte werden getrocknet.

    Vorteile
  • Die Seilzug-Technik verhilft der Salatschleuder zu einem hohen Drehmoment, wodurch der Salat schnell trocknet
  • Kein hoher Kraftaufwand nötig
  • Platzsparender als die Kurbel und daher optimal für kleine Küchen
  • Schonender für Ihre Handgelenke
  • Einfache Methode für robuste Salate/Gemüse
    Nachteile
  • Die Kontrolle über den Schleudervorgang ist sehr gering
  • Der Salat kann im schlimmsten Fall „kaputtgeschleudert“ werden
  • Nicht für empfindliche Lebensmittel, wie beispielsweise Beeren, geeignet
Salatschleuder im Test: Salatschleuder liegt auf einem Holztisch.

Wir finden das Korbgitter bei dieser EH-Salatschleuder eher grob, sodass feinere Blätter (Babyleafs, Kräuter u. Ä.) durchrutschen könnten.

Salatschleuder mit Kurbel

Bei der Salatschleuder mit Kurbel oder Hebel wird das Sieb angekurbelt und mithilfe von Zahnrädern in Bewegung gesetzt. Die Kurbel ist entweder seitlich oder auf dem Deckel der Salatschleuder angebracht und wird so schnell gedreht, wie Sie es gerade für nötig halten. Da ihr Aufbau sehr einfach ist, ist diese Salatschleuder-Variante meist am günstigsten.

    Vorteile
  • Sie haben jederzeit volle Kontrolle über den Schleudervorgang
  • Bessere Kraftdosierung und hohe Übersetzung von Kurbel auf Antrieb
  • Da Sie das Salatkarussell selbst drehen, kann der Salat nicht „kaputtgeschleudert“ werden
  • Auch für empfindliche Lebensmittel wie Beeren und feinblättrige Salate geeignet
  • Günstigste Variante
    Nachteile
  • Dauert länger als bei der seilzugbetriebenen Variante
  • Kurbel ist in der Regel relativ sperrig
  • Geringeres Drehmoment
  • Höherer Kraftaufwand und größere Belastung Ihres Handgelenks

Salatschleuder mit Pumpmechanismus bzw. Ratschen-Hebel

Diese seltene Variante funktioniert über einen im Deckel eingelassenen Knopf oder Knauf, der einfach mehrmals gedrückt wird. Durch das Auf- und Abbewegen des Druckknopfs setzen Sie die Salatschleuder in Bewegung und lassen den Salat rotieren.

Besonders luxuriöse Modelle verfügen über einen Motorantrieb, mit dem sie eine gleichmäßige Rotation in allen Geschwindigkeitsstufen ermöglichen. Da die elektrische Salatschleuder ganz von alleine läuft, ist sie eine praktische Variante für ältere und schwächere Personen oder für den gastronomischen Bereich.

    Vorteile
  • Hohe Effizienz
  • Geringerer Kraftaufwand, da die Schleuder mit dem Eigengewicht arbeitet
  • Meist standfester als andere Varianten
  • Besonders einfach in der Bedienung
    Nachteile
  • Meist sehr laut
  • Drehmoment bleibt uneinheitlich – es fällt schwerer, die Kontrolle zu behalten
  • In der Regel die teuerste Variante

Welche Salatschleuder passt zu mir?

Bereiten Sie sich einmal pro Woche einen Salat zu, benötigen Sie noch lange kein High-End-Modell. Kommt die Salatschleuder allerdings täglich zum Einsatz, sollte sie entsprechend hochwertig und robust sein. Lernen Sie die drei Typen und passende Modelle kennen:

Günstige Kunststoff-Schleudern für Singles und Gelegenheitsköche

Wenn Sie nur gelegentlich Salat zubereiten oder allgemein lieber auswärts essen und allein oder mit dem Partner leben, reicht eine Kunststoff-Salatschleuder mit kleinem Fassungsvermögen von 2 bis 3 l in der Regel aus. Ob Sie sich für einen Seilzug-, Kurbel- oder Pumpmechanismus entscheiden, hängt davon ab, ob Sie hauptsächlich robuste Salatsorten oder auch empfindliches Obst, wie beispielsweise Himbeeren, trocknen möchten. Achten Sie beim Kauf auf grundlegende Extras wie den rutschfesten Boden oder Ausguss. Eine gute Variante ist das Modell Sky Blue von Leifheit.

Funktionelle Edelstahl-Schleudern für Familien

Wenn Sie oft und gerne Salat zubereiten, meist für mehrere Personen kochen und hohe Anforderungen an Ihre Küchengeräte stellen, sollten Sie einen Blick auf Edelstahl-Salatschleudern mit Seilzug- oder Pumpmechanismus werfen. Das Fassungsvermögen Ihrer Salatschleuder sollte mindestens 4,5 l betragen, damit Sie problemlos einen ganzen Salatkopf waschen können. Eine hochwertige Edelstahl-Auffangschüssel dient Ihnen nicht nur zum Schleudern, sondern auch als elegante Servierschüssel oder Rührschüssel für Teige. Ein beliebtes Modell ist die Salatschleuder ROTARE des Herstellers Gefu.

Leistungsstarke und große Salatschleudern für den Gastrobedarf

Sind Sie auf der Suche nach einem leistungsstarken Küchenhelfer für Ihre Gastronomie, sind elektrisch betriebene Modelle die erste Wahl. Innerhalb kürzester Zeit können Sie ohne jeglichen Kraftaufwand mehrere Ladungen Salat, Obst oder Gemüse trockenschleudern. Eine günstigere Alternative sind große Kunststoff-Schleudern mit Fassungsvermögen von 10 bis 25 l.

Salatschleuder im Test: Salatschleuder steht auf einem Holztisch.

Bei dieser EH-Salatschleuder gefällt uns die fast vollkommene Transparenz sehr gut.

Welche Salatschleudern sind laut Tests am besten?

Die Verbraucherorganisationen Stiftung Warentest und ÖKO-TEST sind zwar für ihre Küchenutensilien-Tests bekannt, haben bisher aber noch keine Salatschleudern unter die Lupe genommen. Dafür stellt COMPUTER BILD ganz aktuell sechs Modelle auf den Prüfstand:

Was kosten Salatschleudern?

Die Preise für Salatschleudern orientieren sich in der Regel an Hersteller, Material, Größe und an den vorhandenen Extras.

Günstige Salatschleudern: Ab 5 Euro

Das untere Preissegment beginnt schon mit Modellen zum Schnäppchen-Preis für ungefähr 5 €. Dabei handelt es sich in der Regel um einfach verarbeitete Kurbel-Schleudern aus Kunststoff ohne zusätzliche Ausstattungsmerkmale. Meist ist ihr Fassungsvermögen mit 2 oder 3 l recht gering und eignet sich nur für kleine Salatmengen.

Mittelpreisige Salatschleudern: Starten bei 15 Euro

Im mittleren Preissegment zwischen 15 und 30 € finden Sie bereits ordentliche Modelle mit Schleuder- oder Kurbel-Antrieb. Hersteller wie Emsa und Guzzini haben solide Salatschleudern aus hochwertigem Kunststoff und Edelstahl im Sortiment, die über ein großes Volumen oder zusätzliche Extras wie einen Wasserablauf verfügen. Auch Salatschleudern mit Pumpmechanismus starten ab circa 15 €.

Teure Salatschleudern: Ab 40 Euro

Für Salatschleudern mit Elektroantrieb, Modelle mit besonderem Design und sehr große Schleudern für den gastronomischen Bedarf müssen Sie mit 40 bis 150 € rechnen. Geht es allein um Aussehen und Design, gibt es oft keine großen Unterschiede in der Handhabung im Vergleich zu günstigeren Modellen.

Wie lautet das Fazit für Salatschleudern?

  • Günstige, kleine Kurbel-Salatschleudern aus Kunststoff sind oft schon ab 5 € erhältlich
  • Gut verarbeitete Modelle mit Schleuder-, Kurbel- oder Pumpmechanismus bekannter Hersteller kosten zwischen 20 und 40 €
  • Für elektrobetriebene Geräte und großen Modellen für den Gastrobedarf zahlen Sie bis zu 150 €
  • Da Salat, Obst und Gemüse oft auch mit Keimen belastet sein kann, sollten Sie die Lebensmittel vor dem Schleudern gründlich unter fließendem Wasser reinigen
  • Trocknen Sie die Salatschleuder nach der Verwendung unbedingt gut ab, in den Wasserrückständen können sich schnell Keime vermehren, die im schlimmsten Fall Krankheiten hervorrufen

Werfen Sie gleich einen Blick auf unsere Bestenliste und finden Sie die Salatschleuder, die am besten zu Ihren Wünschen passt!

Im Video vorgestellt: Salatschleuder

In diesem spannenden Video zeigen wir euch einen Praxistest mit verschiedenen Salatschleudern! Wir stellen euch unterschiedliche Modelle vor, die wir ausgiebig getestet haben, um herauszufinden, welche Schleuder am effektivsten und praktischsten ist. Lasst euch überraschen von unseren Ergebnissen und entdeckt, welche Salatschleuder sich als echter Küchenhelfer erweist!