Wichtigster Faktor bei der Anschaffung eines Rennradhelms ist natürlich ein umfassender Schutz. Im Falle eines Sturzes nimmt die Helmschale die Geschwindigkeitsenergie auf und dämpft dadurch den Aufprall des Kopfes. Dadurch sinkt das Verletzungsrisiko. Dafür ist aber eine optimale Passform von großer Bedeutung.
Kopfumfang: Die gängigsten Größen für Rennradhelme im Überblick
Wichtigste Angabe zur Größe des Fahrradhelms für das Rennrad ist der Kopfumfang. Diesen messen Sie am besten mit einem Maßband etwa einen Zentimeter oberhalb der Augenbrauen. Das ist auch etwa der Punkt, an dem später die untere Kante des Rennradhelms sitzt. Je nach Hersteller können sich die unterschiedlichen Helmgrößen geringfügig unterscheiden. Die gängigsten Abkürzungen für Helme aller Art, auch für Klapphelme, sind:
Hier eine Übersicht über die Helmgröße und den jeweiligen Kopfumfang:
- XS: 53 – 54 cm
- S: 55 – 56 cm
- M: 57 – 58 cm
- L: 59 – 60 cm
- XL: 61 – 62 cm
Viele Hersteller fassen auch mehrere Größen zusammen. Sie bieten dann beispielsweise Rennradhelme in S/M für einen Kopfumfang von 53 bis 58 Zentimeter und Helmgröße L/XL für 59 bis 63 Zentimeter Kopfumfang an.
Wenn Sie genau zwischen 2 Größen liegen, sollten Sie stets die größere der beiden wählen. Dank der Größenanpassung können Sie einen etwas locker sitzenden Helm oft noch modifizieren. Drückt der Helm jedoch, kann das schon nach kurzer Zeit zu Kopfschmerzen führen.
Größenanpassung: Drehrad- sowie Ratschen-Verstellsystem und Pads
Moderne Rennradhelme verfügen in der Regel über unterschiedliche Anpassungsmöglichkeiten. Die wichtigste davon befindet sich am Hinterkopf. Hier können Sie über ein eingebautes Band den Umfang des Helms justieren und so für einen sicheren Sitz sorgen. Die meisten Modelle haben ein selbst während der Fahrt bedienbares Drehrad-Verstellsystem. Etwas aus der Mode gekommen, aber immer noch vereinzelt anzutreffen sind Ratschen- oder Riemen-Verstellsysteme am Hinterkopf.
Eine weitere Möglichkeit sind sogenannte Pad-Anpassungssysteme. Hier können Sie mit Klettverschluss ausgestattete, abnehmbare Polster ganz nach Bedarf nutzen, um den Rennradhelm an Ihre Kopfform anzupassen und für einen komfortablen Sitz zu sorgen. Abnehmbare Pads haben einen weiteren Vorteil: Sie können Sie meistens getrennt vom Helm reinigen. Dadurch setzt sich mit der Zeit weniger Schweiß im Inneren des Rennradhelms fest.
Gewicht: Ist leichter immer besser?
Moderne Rennrad-Fahrradhelme sind, anders als beispielsweise Helme für Mountainbikes, wahre Leichtgewichte. Viele wiegen kaum mehr als 200 g. Damit der Helm auch während langen Touren nicht zur Belastung wird, sollten Sie auf jeden Fall ein Modell wählen, dass nicht mehr als 300 g auf die Waage bringt. Oft gilt aber auch: Je leichter ein Helm ist, desto weniger Schutz bietet er. Finden Sie daher am besten einen ausgeglichenen Kompromiss zwischen geringem Gewicht und hoher Sicherheit.
» Mehr Informationen Sicherheit: Die DIN/EN Norm 1078 gibt Sicherheit
Jeder Fahrradhelm, und dazu zählen auch Rennradhelme, der in Deutschland verkauft wird, muss die Norm DIN/EN 1078 erfüllen. Damit geht der Gesetzgeber sicher, dass nur Helme in den Handel gelangen, die auch ausreichenden Schutz bieten. Nicht immer gegeben ist diese Voraussetzung beim Helmkauf in ausländischen Onlineshops. Achten Sie hier also unbedingt darauf, dass der Rennradhelm die Norm erfüllt. Dann können Sie ruhigen Gewissens zugreifen.
Ausstattung: Zusätzliche Sicherheit durch Rücklicht oder Reflektoren
Viele Rennradhelme bieten weitere Ausstattungsmerkmale und Zubehör für zusätzliche Funktionen, mehr Komfort oder sogar mehr Sicherheit. Wichtigstes Feature sind dabei eingebaute reflektierende Elemente oder ein Helmrücklicht mit LED. Dieses sorgt zwar für ein paar zusätzliche Gramm, stellt jedoch sicher, dass Sie nachts gut zu sehen sind. Eingebaute Fliegenschutzgitter sorgen dafür, dass Insekten nicht bis an Ihre Kopfhaut gelangen und dort für lästiges Jucken sorgen.

Dieser Rennradhelm von VAN RYSEL ist gut gepolstert und kann damit bei Stürzen dem Kopf ausreichend Schutz bieten.