Rennrad-Reifen sind speziell für Rennräder konstruiert und deswegen auf die Bedürfnisse sportlicher Fahrer zugeschnitten. Ihre Einsatzgebiete sind daher vor allem gut befestigte Wege und asphaltierte Straßen. Achten Sie beim Kauf immer darauf, dass der Reifen auf die Felge Ihres Rennrads passt. Wichtig in dieser Hinsicht ist vor allem die Größe und Bauart des Rennrad-Reifens.
Größe: Angaben in Zoll oder nach ETRTO-System
Als Größenangabe für Rennrad-Reifen sind 2 Systeme verbreitet: Die Angabe des äußeren Durchmessers des Reifens in Zoll und die Angabe des inneren Durchmessers in Zentimetern. Letzteres ist auch als ETRTO-System bekannt, benannt nach der Europäischen Reifen- und Felgen-Sachverständigenorganisation. Die verschiedenen Angaben im Vergleich:
Reifenaußendurchmesser in Zoll : Reifeninnendurchmesser nach ETRTO in Millimeter
10 : 152
12 / 12,5 : 203
14 : 288 / 290
16 : 305
18 : 349 / 355
20 : 406 / 451
24 : 507
26 : 559 / 571
27 : 630
28 : 622
29 : 622
Im Rennrad-Bereich gebräuchlich sind vor allem Reifen mit einem Durchmesser von 28 Zoll. Kleinere Größen verwenden oft nur Nachwuchssportler. Vereinzelt finden sich auch Fahrer, die auf Rennrad-Reifen mit 26, 27,5 oder 29 Zoll setzen. Die meisten bevorzugen aufgrund der höheren Laufruhe aber größere Reifen.

Beim Kauf von Rennrad-Reifen von RANDONNEUR und anderen Marken ist auf ein möglichst geringes Gewicht zu achten.
Zweite wichtige Größe ist die Reifenbreite. Hier sind Rennrad-Reifen mit 23 oder 25 mm üblich. Die etwas schmaleren Reifen werden von vielen Fahrern als hübscher empfunden und bieten etwas weniger Luftwiderstand. Sie sind aber auch anfälliger für Pannen und bieten weniger Grip. Wer mit dem Rennrad vor allem auf der Straße unterwegs ist, ist oft mit einer Reifenbreite von 25 mm besser beraten.
Gewicht: Jedes Gramm zählt
Neben Stabilität sind Rennrad-Reifen vor allem auf ein niedriges Gewicht optimiert. Jedes zusätzliche Gramm erhöht schließlich das Gewicht des Rennrads und damit auch den Reibungswiderstand. Natürlich ist das Gewicht nicht zuletzt auch von der Größe des jeweiligen Reifens abhängig. Ein etwas breiterer Rennrad-Reifen wird immer etwas mehr wiegen als ein eher schmales Modell. Gängige Reifen wiegen oft zwischen 180 und 350 g. Dabei sind teure Exemplare meist wesentlich leichter als günstige.
Bauart: Faltreifen, Schlauchreifen oder Tubeless
Im Bereich Rennrad-Reifen finden Sie (fast) alle derzeit gängigen Arten von Fahrradreifen. Nur die mit Metall verstärkten Drahtreifen sind auf Rennrädern eher nicht zu finden. Sie sind einfach zu schwer. Mehr über die Vor- und Nachteile der verschiedenen Bauarten finden Sie im dazugehörigen Kapitel
Einsatzgebiet: Asphalt- und Indoor-Reifen
Während der Fahrt entsteht durch die Reibung zwischen Rennrad-Reifen und Untergrund ein stetiger Abrieb. Je härter und unebener der Boden ist, desto höher ist auch der Abrieb. Die Hersteller reagieren darauf, indem Sie die Gummimischung ihrer Modelle an unterschiedliche Gegebenheiten anpassen. Ein Reifen für Asphalt besteht häufig aus härterem Gummi als einer für das tadellos glatte Rennoval. Beachten Sie beim Kauf die Angabe zur jeweiligen Eignung.
Profil: Rennrad-Reifen mit und ohne Profil
Anders als Mountainbike-Reifen, die ein grobes Profil für besseren Grip haben, verfügen Rennrad-Reifen meist über kein oder nur wenig Profil. Weit verbreitet sind sogenannte Semi-Slicks. Sie haben nur ein sehr geringes Profil. Auch eine glatte Lauffläche mit nur seitlich etwas Profil ist weit verbreitet. Es soll die Haftung bei Nässe in Kurven erhöhen. Gerade im Indoor-Bereich sind aber auch Slicks, also Reifen ganz ohne Profil, weit verbreitet. Sie bieten eine gute Bodenhaftung bei geringem Rollwiderstand. Eine Ausnahme sind Rennrad-Winterreifen.