Ratgeberübersicht
  1. Mit welchen Nährstoffen sollte der Rasen versorgt werden?
  2. Welche Rasendünger gibt es?
  3. In welchen Darreichungsformen werden die Rasendünger angeboten?
  4. Wie bewerten Online-Tests Rasendünger?
  5. Praxis-Tipps: Wann wird gedüngt?
  6. Weitere Fragen und Antworten von Kunden, die nach Rasendünger-Tests bzw. Vergleichen suchen
  • Für ein gesundes Wachstum braucht der Rasen Phosphor, Kalium und Stickstoff.
  • Haushalte mit Kindern und Tieren sollten auf einen organischen Dünger setzen.
  • Neben einem herkömmlichen Rasendünger können Sie sich auch für ein Kombinationsprodukt entscheiden.
Eine Flasche getesteter Rasendünger liegt auf zwei Säcken Rasenkalk.

Dieser Rasendünger von COMPO wirkt gleichzeitig Unkraut und Moos entgegen.

Gutes Wachstum des Rasens muss nicht dem Zufall überlassen werden: Mit einem Rasendünger auf organischer oder mineralischer Basis oder einem Kombinationsprodukt können Sie aktiv dazu beitragen, dass eine dichte sowie grüne Rasenfläche entsteht.

Außerdem werden Produkte angeboten, die neben dem Düngen noch weitere Vorteile bieten. So wird mit einem Rasendünger mit Unkrautvernichter der Rasen nicht nur gedüngt, sondern zudem auch von unliebsamem Unkraut befreit. An sehr feuchten und mooshaltigen Standorten kann zudem die Verwendung eines Rasendüngers mit Moosvernichter sinnvoll sein.

Im Folgenden unseres Rasendünger-Vergleichs stellen wir Ihnen zunächst die Nährstoffe vor, mit denen der Rasen zusätzlich versorgt werden kann. Anschließend besprechen wir, welche Rasendünger angeboten werden. Hierbei unterscheiden wir zwischen organischen und mineralischen Produkten, Kombinationsrasendüngern sowie Düngern mit zusätzlichen Wirkstoffen.

Im Weiteren erfahren Sie mehr darüber, in welcher Form die Dünger angeboten werden. Überdies gehen wir darauf ein, zu welcher Jahreszeit eine Düngung am sinnvollsten ist.

1. Mit welchen Nährstoffen sollte der Rasen versorgt werden?

Ihr Rasen zeigt Auffälligkeiten wie spärliches Wachstum, Unkraut oder gelbe Flecken? Grund hierfür kann ein Mangel an Nährstoffen sein.

Die nachfolgende Tabelle bietet Ihnen einen Überblick wichtiger wachstumsfördernder Stoffe:

Nährstoff Wirkung
Phosphor
  • Trägt zu Wurzelwachstum bei
Stickstoff
  • Regt Wachstum an
  • Schöner Grünton der Gräser
Kalium
  • Gute Belastbarkeit gegenüber Trockenheit, Kälte und Krankheiten
Magnesium
  • Trägt zur Bildung von Chlorophyll bei

Wird der Rasen mit den entsprechenden Nährstoffen versorgt, kann dieser gut wachsen. Übertreiben sollten Sie es mit dem Düngen hingegen nicht. Wird die Grünfläche überversorgt, kann dies dazu führen, dass weder Nährstoffe noch Wasser aufgenommen werden können. Infolgedessen färben sich die Blätter unangenehm gelb.

2. Welche Rasendünger gibt es?

2.1. Für wen kommen Rasendünger auf organischer Basis infrage?

Der organische Rasendünger besteht aus Pflanzenresten oder tierischen Bestandteilen wie Hornspäne oder Knochenmehl. Hierbei zersetzen Mikroorganismen die Inhaltsstoffe des Düngers, wodurch die darin enthaltenen Nährstoffe sukzessive in den Boden gelangen.

Der organische Rasendünger ist biologisch abbaubar und somit umweltfreundlich. Angeboten werden Bio-Rasendünger unter anderem von Turbo bzw. Turbogrün, Häußler und Neudorff.

Insgesamt setzt der Dünge-Effekt recht langsam ein, dauert aber relativ lange an. Bei regelmäßiger Ausbringung erhöhen organische Dünger die Bodenqualität aufgrund der kontinuierlichen Ausschüttung an Nährstoffen.

    Vorteile
  • Verzögerte Wirksamkeit für gleichmäßiges Wachstum
  • Natürlicher Langzeitdünger
  • Biologisch abbaubar und umweltfreundlich
  • Herstellung ist nur wenig energieintensiv
    Nachteile
  • Mitunter höherer Kaufpreis
  • Keine Sofortwirkung
  • Hohe Temperaturen erforderlich

Wird Ihr Garten und somit der Rasen von Kindern oder dem Hund bespielt? Dann sollten Sie auf einen natürlichen Bio-Rasendünger zurückgreifen, der frei von Pestiziden und Herbiziden ist, denn unmittelbar nach der Pflegemaßnahme kann die Grünfläche wieder verwendet werden.

Ganz gleich ob Spiel-, Schatten- oder Zierrasen: Wenn Sie Ihren Rasen auf natürliche Weise düngen möchte, empfiehlt sich die Verwendung eines organischen Bio-Rasendüngers.

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2.2. Was zeichnet Rasendünger auf mineralischer Basis aus?

Der mineralische Dünger ist ein industriell hergestellter, künstlicher Dünger. Er bewirkt kräftiges Wachstum sowie sattes Grün im Rasen und wirkt rasch. Enthalten sind Nährstoffe wie Stickstoff, Phosphor, Kalium und Magnesium.

Die Wirkung tritt unmittelbar nach dem Düngen ein, hält aber nur für etwa vier Wochen an. Ein Nachdüngen ist fortdauernd erforderlich. Überdies besteht bei mineralischem Dünger die Gefahr von Überdüngung und Verbrennung des Rasens.

    Vorteile
  • Schnelle Wirksamkeit
  • Geringer Kaufpreis
  • Nahezu unabhängig von der Witterung verwendbar
  • Hoher Nährstoffgehalt
    Nachteile
  • Wirksamkeit hält nicht lange an, sodass Nachdüngen erforderlich ist
  • Gefahr von Überdüngung und Verbrennung des Rasens
  • Kann zu Pflanzenschäden führen

Wenn Ihnen eine zügige Düngewirkung wichtig ist und Ihnen ein erhöhter Pflegeaufwand keine Probleme bereitet, dann raten wir Ihnen zu einem mineralischen Rasendünger.

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2.3. Was leisten Kombinationsdünger?

Sie können sich nicht entscheiden, ob sie lieber einen Rasendünger kaufen möchten, der auf organischer oder mineralischer Basis ist? Dann kommen Kombinationsdünger infrage. Diesen liegt eine mineralisch-organische Basis zugrunde. Die Vorteile beider Dünger werden somit vereint.

    Vorteile
  • Hohen Anteil an relevanten Nährstoffen
  • Schnelle Wirksamkeit
  • Latürliche Langzeitwirksamkeit
  • Trägt zum Erhalt einer guten Bodenstruktur bei
    Nachteile
  • Eine falsche Zusammensetzung kann den Rasen schädigen
  • Vergleichsweise hoher Kaufpreis
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2.4. Ist Rasendünger mit Unkrautvernichter sinnvoll?

Ist Ihr Rasen von Unkraut wie Löwenzahn oder Wegerich befallen? In solch einem Fall empfiehlt sich die Verwendung eines Rasendüngers mit Unkrautvernichter. Neben einer Düngung des Rasens wird überdies das Wachstum des Unkrauts gehemmt.

Bei akuten Problemen mit Unkraut können Sie die Verwendung eines solchen Produktes in Betracht ziehen. Beachten sollten Sie die gesetzlichen Vorgaben zur Verwendung eines Unkrautvernichters. Grundsätzlich sollten Sie den Einsatz eines Düngemittels stets sorgsam abwägen.

    Vorteile
  • Bietet eine Zeitersparnis durch Doppelwirkung
  • Preiswerter als der Kauf zweier Produkte
  • Gefahr durch Überdüngung gering
    Nachteile
  • Nicht für Beete mit Blumen geeignet
  • Wirkt erst nach einigen Wochen
Rasendünger-Test: Eine mit Unkraut gefüllte Schubkarre.

Als Unkraut gelten unter anderem Pflanzen wie Giersch, Löwenzahn oder Brennnessel.

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2.5. Wie wirkt Rasendünger mit Moosvernichter?

Ein dichter Rasen braucht das Sonnenlicht, um zu wachsen. Moos kommt hingegen ohne jegliches Licht aus und entzieht dem Boden zudem Nährstoffe. An schattigen Plätzen setzt sich das Moos durch und infolgedessen verschlechtern sich die Wachstumsbedingungen für den Rasen. Regelmäßiges Vertikutieren kann hier Abhilfe schaffen, ebenso wie ein Nachsäen des Rasens.

Alternativ raten wir zur Verwendung eines Rasendüngers mit Moosvernichter. Bei Produkten dieser Art handelt es sich oft um Rasendünger mit viel Eisen. Denn Rasendüngern mit Eisen lassen das Moos absterben. Vereinfacht wird so zudem auch das Vertikutieren.

Hinweis: Viel Moos kann die Folge eines übersäuerten Bodens sein. Als hilfreich erweist sich der Prozess des Kalkens mit einem mineralischen Dünger im Frühjahr.

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2.6. Welche Vorteile bietet Rasendünger mit Unkrautvernichter und Moosvernichter?

Das Angebot an Kombinationsprodukten nimmt stetig zu. Es werden nicht mehr nur mineralische und organische Stoffe kombiniert, sondern überdies auch Wirkstoffe.

So sind auch Rasendünger mit Unkrautvernichter und Moosvernichter erhältlich. Entscheiden Sie sich für ein solches Produkt, bieten sich Ihnen insgesamt drei Möglichkeiten: Düngen, Unkraut vernichten sowie Moos entfernen.

Tipp: Auch Rasendünger gegen Klee wird angeboten. Dieser hat üblicherweise einen hohen Stickstoffanteil. Mit Phosphor sollte das Mittel hingegen nicht angereichert sein. Der im Rasendünger enthaltene Stickstoff stärkt die Rasenpflanzen, sodass sie sich besser gegen den Klee durchsetzen können.

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3. In welchen Darreichungsformen werden die Rasendünger angeboten?

Rasendünger wird in diversen Darreichungsformen angeboten. So sind die Düngemittel in flüssiger Form erhältlich, aber auch als Granulat, Pulver oder Pellets.

Flüssiger Rasendünger bietet den Vorteil, dass er sich mit einer speziellen Sprüheinrichtung leicht verteilen lässt. Dies macht die Anwendung besonders komfortabel. Insgesamt nimmt das Auftragen des flüssigen Rasendüngers somit wenig Zeit in Anspruch.

Kleinere Mengen Granulat können Sie unter anderem mit einem Handstreuer auftragen. Bei größeren Flächen können Sie einen Streuwagen verwenden, um den Rasendünger zu verteilen. Eine anschließende Bewässerung trägt dazu bei, dass der Dünger gut verteilt wird.

Düngemittel in Pulverform bietet den Vorteil, dass es unmittelbar in den Boden eingearbeitet werden kann. Möglich ist dies beispielsweise mit einer Harke.

Rasenduenger-Test: Rasendünger wird von zwei Händen gehalten.

Allem voran, wenn Sie mit mineralischem Rasendünger arbeiten, sollten Sie – sofern händisch vorgegangen wird – Arbeitshandschuhe anziehen.

4. Wie bewerten Online-Tests Rasendünger?

Um den besten Rasendünger zu finden, lohnt es sich, Ergebnisse von Online-Tests in die Kaufentscheidung mit einzubeziehen. Im Folgenden finden Sie die Ergebnisse eines Rasendünger-Tests von ÖKO-TEST aus dem Jahr 2018. Die Stiftung Warentest hingegen hat jüngst noch keinen Rasendünger-Test durchgeführt.

Im Rahmen des Rasendünger-Tests von ÖKO-Test wurden insgesamt elf natürliche Rasendünger näher betrachtet. Untersucht wurden die Produkte im Labor auf Pestizide wie Glyphosat, Schwermetalle und weitere unerwünschte Inhaltsstoffe. Weiterhin floss auch eine ungenaue sowie unvollständige Kennzeichnung der Nährstoffe in die Bewertung mit ein.

Insgesamt variierten die Angaben zum Teil stark von der tatsächlichen Konzentration an Stickstoff, Phosphor, Kalium, Magnesium oder Schwefel. Von den elf untersuchten organischen Rasendüngern im Test haben insgesamt vier mit „gut“ oder „sehr gut“ abgeschlossen. Testsieger waren Produkte von Gardol und Wolf. Die Bewertung „gut“ erhielten Produkte von Compo und Oscorna.

Aktuellere Ergebnisse von Rasendünger-Tests stehen bisweilen noch aus. Ein Beitrag von ÖKO-TEST aus dem Jahr 2024 bekräftigt allerdings erneut die Verwendung von Düngemitteln für Rasenflächen.

5. Praxis-Tipps: Wann wird gedüngt?

Der Nährstoffbedarf der Gräser variiert von Jahreszeit zu Jahreszeit. Achten Sie daher beim Kauf eines Düngers darauf, für welche Jahreszeit er geeignet ist. Nachfolgend bieten wir Ihnen einen Überblick und beantworten unter anderem die Frage, welchen Rasendünger Sie im Frühjahr verwenden sollten.

Hinweis: Online-Tests schreiben, dass Rasendünger dreimal jährlich verwendet wird, sofern eine normale Belastung zugrunde liegt. Bei einer deutlich geringeren Belastung – wie zum Beispiel bei einem Zierrasen – reicht hingegen eine zweimalige Düngung der Grünfläche aus.

5.1. Ab wann kann im Frühjahr mit dem Düngen begonnen werden?

Die erste Düngung des Rasens erfolgt im Frühjahr, am besten im März. Zu diesem Zeitpunkt ist der Boden bereit, neue Nährstoffe aufzunehmen. Empfohlen werden Rasendünger mit einem hohen Stickstoffanteil.

Tipp: Ab April sollten Sie den Rasen vertikutieren und – sofern notwendig – kahle Stellen der Grünfläche mit Rasensamen nachsäen.

Und welche Reihenfolge gilt es bei der Rasenpflege im Frühjahr zu beachten? Bevor Sie den Rasendünger für das Frühjahr auftragen, sollten Sie den Boden zunächst von Blättern und Geäst befreien. Danach kürzen Sie den Rasen auf eine Höhe von etwa vier bis fünf Zentimetern. Im Anschluss können Sie mit dem Düngen der Grünfläche beginnen.

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5.2. Welches Düngemittel sollte im Sommer verwendet werden?

Möchten Sie einen Rasendünger im Sommer verwenden, sollten Sie auf einen hohen Anteil an Kalium achten. Ein solcher Dünger kann das Gras vor Austrocknung schützen.

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5.3. Welche Vorteile bietet die Düngung im Herbst?

Möchten Sie im Herbst Rasendünger verwenden, empfiehlt sich auch hier der Kauf eines Produktes mit einem hohen Kalium-Anteil. Ein solcher Dünger macht den Rasen besonders widerstandsfähig gegen Krankheiten und Frost. Spezielle Rasendünger für den Herbst bieten hier eine Langzeitwirkung, die ihn ideal auf den Winter vorbereiten.

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5.4. Muss der Rasen auch im Winter gedüngt werden?

Im Winter selbst braucht der Rasen keine besondere Pflege. Sobald die Bodentemperatur auf unter 8 Grad Celsius sinkt, ist der Boden nicht mehr aufnahmefähig für die im Dünger enthaltenen Nährstoffe.

Rasendünger-Test: Eine beschädigte Grünfläche.

Frost und Minusgrade setzen dem Rasen zu. Ein Rasendünger versorgt die Grünfläche nach dem Winter mit den notwendigen Nährstoffen.

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6. Weitere Fragen und Antworten von Kunden, die nach Rasendünger-Tests bzw. Vergleichen suchen

6.1. Wie viel Rasendünger ist notwendig?

Wenn Sie eine große Rasenfläche düngen wollen, raten wir Ihnen zu einer entsprechend ergiebigen Gebindegröße. Die Füllmenge der Produkte wird in der Regel in kg auf der äußeren Verpackung angegeben. Je größer die Packung, desto geringer ist der relative Preis.

Auf der Außenseite der Verpackung ist zumeist ersichtlich, für wie viele m² der Dünger ausreicht. Ein Compo-Rasendünger mit 20 kg reicht so beispielsweise für eine Fläche von bis zu 800 m².

Tipp: In der Regel lohnt es sich, Rasendünger zu kaufen, der ergiebiger ist, da das Düngemittel nahezu unbegrenzt haltbar ist, sofern es korrekt gelagert wird. Idealerweise sollten Sie den Dünger an einem trockenen sowie kühlen Ort aufbewahren.

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6.2. Was kosten Rasendünger?

In Abhängigkeit von der Gebindegröße sowie den enthaltenen Inhaltsstoffen variieren die Preise der Rasendünger mitunter stark. Langfristig gesehen sind organische Düngemittel aufgrund der Langzeitwirkung besonders kostengünstig.

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6.3. Welcher Rasendünger mit Unkrautvernichter ist der beste?

Zu den besten Rasendüngern mit Unkrautvernichter gehören jene Produkte mit unbedenklichen Inhaltsstoffen. Mit diesen lässt sich das unliebsame Wildkraut effektiv bekämpfen, ohne die Umwelt unnötig zu belasten. Als besonders schonend gelten Mittel auf organischer Basis.

Wollen Sie noch mehr zu diesem Thema erfahren, schauen Sie gerne bei unserem Vergleich zu Rasendüngern mit Unkrautvernichter vorbei. Dort erhalten Sie zudem noch weitere Antworten, beispielsweise zur Frage „Wann streut man Rasendünger mit Unkrautvernichter?“.

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